Andere Länder machen ernst im Kampf gegen illegale Zuwanderung und Sozialbetrug. In Deutschland will man sich als Sozialamt Europas behaupten. Auch der CDU-Parteitags- und Wahlkampfantrag gegen Kindergeldbetrug ändert daran nichts. Anstatt Ansprüche zu streichen, will man den Behörden neue Arbeit aufhalsen.
picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Die Dänen wollen ausländische Straftäter künftig automatisch abschieben, soweit sie zu einem Jahr Haft verurteilt werden. Spanien legalisiert 500.000 Migranten durch Arbeitserlaubnisse. In Griechenland erklärt Migrationsminister Plevris die Politik der Regierung: „Wir kürzen die Sozialleistungen. Geh arbeiten oder verlasse Griechenland. Die Logik des ‚wir ernähren ihn, wir versorgen ihn‘ ist falsch. Solange er bei uns Asyl hat, wird er arbeiten und nicht von Sozialleistungen leben.“ Die Regierung errichte einen „riesigen Zaun“ gegen illegale Einwanderung und schaffe eine „kleine Tür“ für die legale. Aber das ist leider nur zur Hälfte wahr. Denn wenn Plevris den „Bauern aus dem Sudan“ – wie er ausdrücklich sagt – in eine spezielle Agrar-Einrichtung verfrachten will, wo dieser dann „griechischen Ackerbau“ erlerne, dann ist das am Ende vielleicht doch eine Umwandlung von illegaler in legale Zuwanderung. Das Bild der EU-Migrationspolitik ist nicht eindeutig.
Und natürlich zeigt eine solche Explosion an, wo es Handlungsbedarf gibt. Nur handelt es sich bei dem Kindergeld, das ins EU-Ausland fließt, lediglich um die Spitze eines Eisbergs. Jedenfalls hat die CDU Nordrhein-Westfalen nun ein Thema für den kommenden Bundesparteitag in Stuttgart, mit dem sie vor allem den beginnenden Wahlkampf in mehreren Ländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz) bedient. Es geht immerhin um inzwischen 528 Millionen Euro im Jahr (Stand letztes Jahr). Das ist zwar nur die fünf hinter dem Komma bei den Kindergeldzahlungen insgesamt von 57,5 Milliarden Euro pro Jahr. Aber es geht gewissermaßen ums Prinzip. Seit 2010 flossen 5,2 Milliarden Euro ins EU-Ausland, wie die AfD-Bundestagsfraktion vorrechnet.
Voraussehbares Ergebnis: Nichts davon wird kommen
Was schlägt die CDU nun vor? Die Kindergeldzahlungen auf ausländische Konten sollen an die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Bezugsland angepasst werden. So entstünde erneut ein typisches Bürokratie-Monster, so ganz nach deutschem Gusto: allen gerecht werden und vielleicht auch noch sich selbst, ein ganz bisschen zumindest. Deutsche Jobcenter sollen sich also in Zukunft damit befassen, wie hoch das Kindergeld in Rumänien ist, und es den armen, benachteiligten Kindern der hiesigen Sozialbetrüger dann in verringerter Höhe überweisen. Damit es auch gerecht zugeht. Man liest, das EU-Recht sehe das vor. Aber unternimmt irgendein anderes EU-Mitglied ähnliche Klimmzüge? Sozialleistungen ins Ausland überweisen? Folgt man dort nicht eher dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“?
Daneben will die CDU Sozialbetrüger aus anderen EU-Ländern „leichter ausweisen“ und sogar Wiedereinreisesperren verhängen. „Wer den Staat beklaut, verliert sein Gastrecht“, phantasiert Bild dazu, als ob das so feststünde. Erst einmal ist es nämlich nur ein Parteitagsantrag. Der ginge im Falle der Annahme durch die Mühlen eines Koalitionsausschusses, dann durch ein Parlament, in dem die Union auf die Stimmen von SPD, im Zweifelsfall sogar von Grünen und Linken angewiesen ist. Voraussehbares Ergebnis: Nichts davon wird Realität werden.
Perfides Eintreten für Sozialbetrug
Man darf festhalten: Die CDU spielt auf Abwehr und sendet hohle Wahlkampfsignale aus. Die genannten Linksparteien kritisieren die CDU aber schon dafür, dass sie einen solch rudimentären Widerstand gegen Missbrauch an den Tag legen zu wollen scheint. Die Linkspartei findet es „perfide und bösartig“, dass die CDU sich gegen Kinder wendet. Die SED-Erben sind also für Betrug am Steuerzahler und Geldzahlungen ins Ausland. Perfide ist nur dieses Eintreten für Sozialbetrug.
Von den Grünen und der Bundes-SPD kommt nichts bei dem Thema, nur das Versprechen, den Sozialstaat nicht zu beschneiden. Dagegen wissen kommunale Amtsträger sehr wohl, dass hier etwas im Argen liegt. Aber die politische Linke macht Front gegen jeden Sozialbetrugs-Abbau. Von irgendwas muss man ja auch leben.
Der familienpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin Reichardt, weist darauf hin, dass sich durch den Sozialbetrug „das Problem der zunehmenden Staatsverschuldung und des sozialen Unfriedens in unserem Land“ laufend verschärfe. In NRW kritisieren immer mehr Bürger neben der ungeordneten Migration den Verfall der öffentlichen Infrastruktur, wie eine Infratest-dimap-Umfrage im WDR-Auftrag ergab.



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Kindergeld nur für legal in D lebende Kinder, das ist doch sowas von sonnenklar. Keine Ausnahmen! Hilft immens beim Bürokratieabbau vor allen Dingen im sowieso überflüssigen Arbeitsamt.
Der Elefant im Raum wird gefüttert, mit dem Geld derer, die fleißiger werden und mehr arbeiten sollen. Vergesst es!
Es gilt bis heute unverändert das Gedicht von Emanuel Geibel aus dem Jahre 1861:
„Und es mag am deutschen Wesen
Einmal noch die Welt genesen.“
An dieser großkotzigen Einstellung haben weder die beiden zurecht verlorenen Weltkriege noch die Kassenlage noch die friedliche Revolution im Osten 1989 etwas ändern können. Erst wenn ausreichend Migranten eingebürgert sein werden, wird hoffentlich diese schlimme Attitüde unseres Landes dauerhaft ein Ende finden. Vorher ganz sicher nicht.
Realistisch ist ja leider nichts davon, aber man müsste:
1) jeglichen Leistungsbezieher (Erwachsene wie Kinder) biometrisch erfassen.
2) Leistungsbezieher dürfen keinerlei Bar-Abhebungen machen oder Geld versenden. Auch dürfen nur bestimmte Warengruppen bezogen werden.
3) Umgehung von 2) muss eine Straftat mit Freiheitsstrafe nicht unter 3 Jahren sein, gleiches für Beihilfe dazu. Ohne Staatsbürgerschaft erlischt der Aufenthaltstitel automatisch ebenfalls.
4) Am Monatsende nicht ausgeschöpfte Mittel werden vollständig verrechnet (Sprich, wer 1000 Euro Anspruch hat, aber 800 auf dem Konto, erhält nur 200).
Kindergeld-Betrug:…nur noch zahlen wenn das kind in deutschland lebt/wohnt. Und es sind ja nicht nur die direktenzahlung die uns kosten sondern auch indirekte wie zb das wir via EU an griechenland usw geld zahlen und die das dann für dortige „migranten“ ausgeben müssen. Müssten die das nicht tun bräuchten wir weniger an diese zahlen – logisch.
Hauptsache, wir zahlen unseren Zshnarzt selbst. Da könnte man von uns auch gleich Pflichtadoptionen von Kindern im Ausland fordern.
Die irrsinnige BRD ist nicht mehr mein Land- und das schon lange nicht mehr.
Hier herrscht ein von der Politik ein unglaublicher staatlicher Wahnsinn ohne jede Hoffnung auf eine Besserung.
Ein verlorenes Land, das von vielen minderbemittelten bewohnt wird.
Die Frage bei den Deutschen ist doch nur: pathologischer Altruismus oder Erpressbarkeit?
Modellrechnung:
Im theoretischen Modell würde der Staat durch die durchschnittliche Beschäftigung aller Geflüchteten netto etwa 121 Milliarden Euro pro Jahr mehr zur Verfügung haben. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den Mehreinnahmen von ~102,4 Mrd. € und den eingesparten Ausgaben von ~18,6 Mrd. €.
Aber, liebe Firmen, Arbeitgeber und Selbständige, unter Umständen (wie Sie ja wissen), kaufen sie sich messerstechende Risiken ein und gefährden damit ihre Belegschaft trotz immenser Förderungen durch die Arbeitsagentur❗
Ich verstehe nicht, warum wir es überhaupt zulassen, dass Gelder in dieser Form außer Landes gebracht werden. Macht das sonst noch ein Land auf der Welt? Wer nicht hier lebt sollte auch kein deutsches Geld bekommen, egal aus welchem Grund.
Die Reaktion der CDU zeigt auch, dass es keine konservative Partei im Kartell gibt, auch wenn die Basis der CDU das nicht begreifen will.