Neue Umfragen: Der Baerbock-Zug rollt schon aus

Viele Demoskopen hatten Baerbock & Co. bereits das Kanzleramt vorhergesagt. Doch jetzt geht es in den Umfragen für sie und die Grünen abwärts. Ist das schon das Ende des Hypes?

IMAGO / photothek

Die Negativschlagzeilen und Skandale rund um die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und die Grünen bleiben offenbar nicht ohne Konsequenzen. Laut den neusten Umfrageergebnissen des Meinungsumfrageinstitutes INSA für die Bild am Sonntag fallen die Grünen auf 23 Prozent.

Auch die Union verliert an Zustimmung und landet laut der Umfrage nur noch bei 24 Prozent. Eine Koalition aus CDU/CSU und den Grünen würde demnach keine Mehrheit mehr haben. Gewinner der letzten Tage ist die FDP. Sie gewinnt zwei Prozentpunkte dazu und ist nach der Umfrage bei 13 Prozent, der höchste Wert den INSA für die FDP je auf Bundesebene erhoben hat. Der Wert der AfD bleibt stabil bei 12 Prozent, die SPD gewinnt einen Punkt. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und muss immer mehr um den Einzug in den Bundestag bangen.

Bezug zur Normalbevölkerung verloren
Baerbocks übersehene 37.000 Euro: Die elitären Grünen
Bei der Frage, wen die Menschen bei einer Direktwahl ins Kanzleramt wählen würden, verliert Baerbock der Insa-Umfrage zufolge vier Prozentpunkte. Damit liegt sie nur noch bei 20 Prozent. Auch in dem jüngsten ZDF-Politbarometer landet Baerbock bei einem Tiefstwert in der Politiker-„Top Ten“ seit Februar 2020. Noch am Anfang des Monats hatte sie einen Wert von +1,0, dieser hat sich nun halbiert. Olaf Scholz liegt hier bei +0,9, Armin Laschet bei +0,1.

Auch im direkten Verglich zwischen den drei Kanzlerkandidaten zeigt sich laut Politbarometer, dass Baerbock nicht die Favoritin auf das Kanzleramt ist. Im Duell Laschet-Baerbock würden 46 Prozent lieber Laschet als Kanzler sehen, Baerbock gerade einmal 42 Prozent.

Auch im Duell Scholz-Baerbock liegt Baerbock deutlich zurück. 49 Prozent würden lieber Scholz als Kanzler sehen, 41 Prozent Baerbock. Die Skandale rund um Baerbock in den letzten Tagen treffen also vor allem ihre persönlichen Zustimmungswerte.

Die Nebeneinkünfte Affäre, was nur ein „Versehen“ unter unzähligen Baerbock-Patzern ist, lässt die Menschen wohl nicht völlig kalt. Geht es so weiter, wäre der Baerbock-Hype tatsächlich noch abrupter zu Ende als der mittlerweile schon sprichwörtliche Schulz-Zug.

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Kommentare ( 155 )

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Pitt Arm
1 Jahr her

Und es wird immer peinlicher für Baerbock! Sie gibt in ihrem Lebenslauf an, zwischen 2000 und 2003 als freie Mitarbeiterin bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung gearbeitet zu haben. Wie viele Artikel hat sie dort eigentlich veröffentlicht, fragt ein Twitter-Nutzer. Das kostenfrei abrufbare Online-Archiv der HAZ geht scheinbar nur bis 2018 zurück. Aber die Frage sollte beantwortet werden. Hat diese Frau außer nett aussehen bislang irgendwas auf die Kette gebracht?
https://twitter.com/Kuehbacher/status/1397468775545507842

Monika Medel
1 Jahr her

Ich habe genauer hingeschaut, es ist kein Zug, sondern ein knallgrünes Gummiboot, nur im häuslichen Pfuhl brauchbar.

Klapa
1 Jahr her

Frau Baerbock als Kanzlerin wäre das Schlimmste, was Deutschland passieren könnte.
Keine exekutive Erfahrung, Intransparenz der Vita, mangelnde Aufrichtigkeit.

Edmund
1 Jahr her
Antworten an  Klapa

Joschka Fischer als Außenminister war ein Vorgeschmack.

odol
1 Jahr her
Antworten an  Klapa

Ich würde sagen, eine Mischung aus Dreistigkeit und maßloser Selbstüberschätzung.
Zehn Semester lang in einem seichten Fach herum zu studieren und dann abzubrechen, ist schon bemerkenswert. Früher nannte man das eine gescheiterte Existenz.

Klapa
1 Jahr her
Antworten an  Klapa

Richtig, auch dass sie ‚vergessen‘ hat, wer die soziale Marktwirtschaft in Deutschland eingeführt hat, war natütlich kein Fauxpas, sondern blankes Unwissen.
Von ‚Kobolden‘ und Speicherung des Stroms im Netz nicht zu reden.
Man hat aber trotzdem den Eindruck, dass es Menschen gibt, die sich derartige Politiker an die Spitze unseres Staates wünschen, aus welchen Gründe auch immer.

Uwe50
1 Jahr her

Frage mich immer was heutige News Generation die Baerbock hochjubelt in den Schulen lernt.
Nun da sind ja die versteckten Werbe-Manager der Grünen im Amt.
Statt Lernen nur Diskussion, was dann dazu führt das zum Studium die Laberstudiengänge angepeilt wird. Klar was dann rauskommt – alle schwimmen im Kielwasser von Annalena mit. Sogar die Experten von ARD u.ZDF.

BJK2107
1 Jahr her
Antworten an  Uwe50

Interpunktion ist wohl schon länger Nebensache … 😉

armin wacker
1 Jahr her
Antworten an  BJK2107

Wieso fehlen ein paar Sternchen?

MarcPetersen
1 Jahr her

Ich habe ohnehin den Eindruck, das Baerbocks Londoner „Abschluss“ ihr geschenkt wurde. War sie überhaupt jemals in London? Neulich wusste sie noch nicht einmal, dass sich die Stecker in Großbritannien deutlich von deutschen Schuko-Steckern unterscheiden.

MarcPetersen
1 Jahr her

Das Schlimmste, was den Grünen nach der Ernennung Baerbocks jetzt noch passieren könnte, wäre ein milder, regnerischer Sommer. Dann nämlich wäre das grüne Narrativ von der großen Klimakatastrophe am Ende.

jorgos48
1 Jahr her
Antworten an  MarcPetersen

Die Grünen verwechseln immer Klima mit Wetter. Ihre Vorhersage könnte zutreffen, das Wetter der Monate Oktober-Mai zeichnet sich durch Regen,Schnee und Kälte aus. Zumindest in Mitteleuropa.

Edmund
1 Jahr her
Antworten an  MarcPetersen

Dürremonitor Deutschland: https://www.ufz.de/index.php?de=37937

askja
1 Jahr her

Ohne die grünen Parteisender ARD und ZDF würde diese Partei um die 5% Hürde kämpfen.

bfwied
1 Jahr her

Meine Güte, wie kann man überhaupt eine solche Frau als Kanzlerkandidaten sehen wollen, die strotzt vor Verlogenheit, Unwissenheit, utopische Traumtänzerei und jetzt der Steuerhinterziehung, und das, obwohl sie und diese Partei den Leuten immer tiefer in die Taschen greifen will und sogar alle gleich arm machen will.
Wie kaputt ist denn die Gesellschaft, um solche Leute auf den Schild zu heben?

Albert Pflueger
1 Jahr her
Antworten an  bfwied

Ja, diese Sorte von Abitur, die über 50% des Altersjahrgangs erhalten, dabei durchaus auch solche, die unterdurchschnittlich intelligent sind. Man schaue sich den Schulstoff beispielsweise in Biologie an. Geht es ums Insektensterben, wird schon mal behauptet, daß die Klimaerwärmung das Fortpflanzungsverhalten von Käfern beeinträchtigt- völlig faktenfreier Quatsch, einfach ausgedacht. Kein Wort zur Frage, wie denn das Insektensterben eigentlich festgestellt wird. Es gibt nämlich keine wissenschaftlich anerkannte Methode dazu, die Populationen schwanken ungeheuer stark, die Behauptung, es gäbe weniger Insekten, ist aus der Luft gegriffen. Keinerlei Methodenkritik, keinerlei Wissenschaft. Es wird eine Behauptung aufgestellt und willkürlich plausible vermeintliche Ursachen gefunden, böse… Mehr

Morioon
1 Jahr her
Antworten an  Albert Pflueger

Insektensterben ist eine erwiesene Tatsache. Man muß nur einmal die Windmühlenflügel anschauen und sehen, wieviele Insekten da zermatscht werden durch die grüne Weltrettung, vom Waldsterben durch Windparks ganz zu schweigen. Jetzt soll auch noch der Ebersberger Forst, ein Naturschutzgebiet bei München, in einen Windpark umgewidmet werden.

Schwabenwilli
1 Jahr her
Antworten an  Morioon

Damit der Waldboden auch schön austrocknen kann braucht man möglichst viele Windräder.

jorgos48
1 Jahr her
Antworten an  bfwied

Das Abitur haben heute ca. 75% eines Schuljahrgangs. Die studieren dann „ was mit Medien“ oder so. Jetzt wissen wir wo diese Journalistischen Intelligenzbolzen herkommen. Bleibt nur die Frage, ist diese Jugend heute intelligenter oder ist das Abi nur leichter? Ab und zu“ Wer wird Millionär „ gucken. Da kommt das große Wundern.

armin wacker
1 Jahr her
Antworten an  jorgos48

Wir müssen uns wohl der Tatsache stellen, dass die Jugend übernimmt, nicht weil sie intelligenter wäre, als wir, sondern weil sie einfach länger auf der Erde lebt.

josefine
1 Jahr her
Antworten an  bfwied

Nun ja, das, was heute das Abitur ist, war früher höchstens der Realschulabschluss.
Die Abiturienten können allerdings eines, was wir vor einigen Jahren so nicht gelernt haben: Sie können reden (viel und schnell) und sind sehr selbstbewusst.

caesar4441
1 Jahr her

Wichtig ist nicht wer wählt sondern wer zählt.(Stalin)

Thorsten
1 Jahr her

Der Umgang Baerbocks mit den Nebeneinkünften zeigt ihre Seriösität bzw. das Nichtvorhandensein von Ernsthaftigkeit.
Das ist für das Bundeskanzleramt ein k.o.-Kriterium, da die weittragenden Entscheidungen das Land prägen werden. Da möchte ich keine „Avanti Dilletanti“ Politik-Darstellerin im Amt und Würden sehen. Zumindest keine weitere …