Das Paradies versprechen, aber die Hölle errichten

Das Paradies der Ideologen wird zur Hölle für die arbeitenden und steuerzahlenden Bürger. Arbeitsplätze verschwinden, Sozialbeiträge wachsen, die innere Sicherheit zerfällt. Die katastrophalen Folgen der ideologischen Pippi-Langstrumpf-Politik der letzten Jahrzehnte werden unübersehbar.

Collage TE

Die Folgen der Politik der letzten Jahrzehnte sind bei TE immer wieder beschrieben worden. Jetzt sind sie halt da, die katastrophalen Folgen dieser verhängnisvollen Politik. Flucht der Industrie ins Ausland, wenn die Betriebe nicht schon vorher insolvent wurden, damit einhergehend Verlust von Arbeitsplätzen, Inflation, Wohnungsmangel, für junge Menschen keine Chancen, Arbeit zu finden, und der Verlust der inneren Sicherheit. Was sich am Wochenende in deutschen Städten abgespielt hat, war kein Zufall, es war absehbar. Allerdings war es nur ein vorläufiger Höhepunkt. Weitere werden folgen. Ideologie, Dogmen und woke Träumereien haben schon immer zu Zerstörung und Gewalt geführt. Naiv der, der glaubte, diesmal wäre es anders.

Auf der Zeil, einer der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands, schlugen Täter die Scheiben mehrerer Geschäfte ein. Augenzeugen berichteten von tumultartigen Szenen und Plünderungen. Weitere Videoclips auf X zeigen die Täter mit den erbeuteten Waren. Einsatzkräfte mussten mit einem noch größeren Aufgebot eingreifen, dazu wurde laut Augenzeugen dann auch das SEK, das Sondereinsatzkommando der Polizei, alarmiert. Die Lage verschärfte sich zusätzlich durch Angriffe auf Polizeibeamte: Nach Angaben der Exekutive wurden auch Molotowcocktails auf Einsatzkräfte geworfen.

Klaus-Rüdiger Mai schreibt dazu:

„Gestern dürfte Katrin Göring-Eckardt beim Anblick der Bilder aus Frankfurt am Main, aus Berlin, Stuttgart und Hamburg im Hochgefühl geschwelgt haben angesichts des bunten Festes der letzten Nacht, das manchen in diesem Land inzwischen zu bunt wird, für Göring-Eckardt aber nicht bunt genug sein kann. Fast ein Jahrzehnt musste die Dauer-Funktionärin darauf warten, dass endlich eintritt, worauf sie sich so lange gefreut hatte: die drastische Veränderung des Landes. Wie sagte sie doch 2015 über Deutschland: ‚Es wird bunter werden. Ja, wie wunderbar ist das! Das haben wir uns immer gewünscht. Wahrscheinlich wird es auch religiöser werden. Na klar. Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sag’ Euch eins: Ich freu mich drauf!‘“

Wenn Nichtstun so viel einbringt wie Arbeiten: Die Lebenslüge vom gerechten Sozialstaat

Wer arbeitet, zahlt Steuern und Sozialabgaben. Wer nicht arbeitet, kann mit staatlichen Leistungen auf ein vergleichbares Einkommen kommen. In Deutschland belaufen sich die Leistungen für ein Paar mit zwei Kindern einschließlich angemessener Wohnkosten häufig auf 2.300 bis 3.000 Euro monatlich. Hinzu kommt die beitragsfrei abgesicherte Gesundheitsversorgung. Dem steht ein medianer Bruttolohn für Vollzeitbeschäftigte von etwa 4.200 Euro gegenüber. Nach Steuern und Sozialabgaben bleiben einem typischen Alleinverdiener davon ungefähr 2.800 Euro netto.

Die Zahlen werfen eine grundsätzliche Frage auf: Warum soll jemand jeden Morgen zur Arbeit gehen, wenn er ohne Erwerbstätigkeit auf ein vergleichbares Leistungsniveau kommen kann? Ein Sozialstaat, der Arbeit finanziell unattraktiv macht, schafft keine Gerechtigkeit, sondern belohnt die falschen Anreize. Wenn Menschen unabhängig von vorherigen Beitragszahlungen unmittelbaren und bedingungslosen Zugang zu umfangreichen, möglicherweise dauerhaften staatlichen Leistungen erhalten, entstehen finanzielle Anreize für Migration – insbesondere bei gering qualifizierten Zuwanderern.

In Deutschland wird nur noch über das Verteilen gesprochen. Nicht aber darüber, wie der Wohlstand entstehen soll, mit dem man diese Ansprüche finanzieren will.

Roland Tichy: „Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Das gilt für den Privathaushalt, für Unternehmen und auch für den Staat. Natürlich kann sich der Staat verschulden. Er kann Steuern erhöhen oder Ausgaben an anderer Stelle kürzen. Er kann auch erklären, die Verteidigung der Ukraine sei eine Voraussetzung für die eigene Sicherheit. Das ist eine politische Prioritätensetzung, über die sich streiten lässt. In der Demokratie sollte darüber Übereinkunft erzielt werden können; so war es bei der Gründung der Bundeswehr 1955 – ein Vorgang, der mindestens so anspruchsvoll war wie die derzeitige Pistorius-Aufrüstung. Trotzdem fand sich ein Haushaltsüberschuss in der Kasse und wurden die Steuern um damals sensationelle 700 Millionen D-Mark gesenkt. Seriöse Haushaltsführung und Prioritätensetzung, das konnte damals Ludwig Erhard. Die Regierung Merz kann es nicht.“

Bezahlt werden all diese Leistungen aus dem Füllhorn des Sozialstaates durch Schulden. Die sind schon hoch genug. Was aber etwas aus dem Blickfeld geraten ist, sind die Target-2-Salden.

Dass das keine theoretischen Probleme sind, beschreibt Thomas Kolbe:

„Wenige Monate vor der Wahl steht Frankreich fiskalpolitisch mit dem Rücken zur Wand. Ende des zweiten Quartals betrug die öffentliche Gesamtverschuldung nach Angaben des Statistikamts Insee knapp 3,6 Billionen Euro. Das entsprach 119 Prozent der Wirtschaftsleistung. Allein im 2. Quartal kamen 59,6 Milliarden Euro neuer Schulden hinzu.“

Den stillen Abschied der europäischen Kultur beschreibt Heinz Bannasch:

„Luther spaltete die Kirche. Kant stellte überlieferte Gewissheiten unter den Anspruch der Vernunft. Napoleon entzog den Kirchen Macht. Hitler bedrängte sie. Das christlich geprägte Deutschland überstand diese Erschütterungen. Heute vollzieht sich der tiefste Wandel ohne staatliches Verbot. Die Menschen entscheiden frei – und geben die Tradition immer seltener weiter. 1968 verschwanden die Kirchen nicht. Doch der beschleunigte Wertewandel wurde erst Jahrzehnte später in Austritten und ausbleibenden Taufen voll sichtbar. Die entscheidende Frage ist nicht, wie man Menschen zur Kirche zurückführt, sondern wie eine freie Gesellschaft ihre kulturellen Bindekräfte erhält, wenn deren Weitergabe in historisch kurzer Zeit abreißt.“

Anzeige

Unterstützung
oder €

Kommentare ( 12 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

12 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Haba Orwell
34 Minuten her

> 1968 verschwanden die Kirchen nicht. Doch der beschleunigte Wertewandel wurde erst Jahrzehnte später in Austritten und ausbleibenden Taufen voll sichtbar.

Das kann man jedoch nicht den Muslimen anhängen (wie bei der hiesigen Hasbara-Brigade bevorzugt), sondern wohl eher den heimischen 1968ern. Mittlerweile sind übrigens beide große Kirchen aus dem Christentum ausgetreten und voll in der Church of Wokeness angekommen.

Macht sich niemand Gedanken, ob Muslime in Westeuropa Gottes gerechte Strafe für all den Frevel sein könnten? Es müssen nicht immer Heuschrecken oder Fluten sein.

Haba Orwell
41 Minuten her

> so war es bei der Gründung der Bundeswehr 1955 – ein Vorgang, der mindestens so anspruchsvoll war wie die derzeitige Pistorius-Aufrüstung.

Damals war es kurz nach dem Tod Stalins – dass heutiges Russland nur mehrheitlich russisch bewohnte Gebiete will, muss jeder schnell mitgekriegt haben.

> Trotzdem fand sich ein Haushaltsüberschuss in der Kasse und wurden die Steuern um damals sensationelle 700 Millionen D-Mark gesenkt.

Steuersenkungen wären ein Traum – derzeit kommen neue Steuern im Wochentakt. Plastiksteuer, CO2-Tribute, Paketsteuern (gleich mehrere), in Frankreich 5,5 Ct pro Gigabyte Internet-Traffic…

Haba Orwell
45 Minuten her

> Wenn Menschen unabhängig von vorherigen Beitragszahlungen unmittelbaren und bedingungslosen Zugang zu umfangreichen, möglicherweise dauerhaften staatlichen Leistungen erhalten, entstehen finanzielle Anreize für Migration – insbesondere bei gering qualifizierten Zuwanderern.

Eben – wer illegal über X Grenzen kommt und unterwegs in Ceuta harrt, kann unmöglich echte Fachkraft sein. Auf diesem Weg kann man nur Sozialfälle abkriegen – und es ist mittlerweile die „übliche“ Einwanderung.

Kassandra
54 Minuten her

Martin Sellner schreibt, dass ihn die Messe in Halle fürs Wochenende auslud – und er jetzt auch für Frankreich unter „Einreisesperre“ steht: https://sezession.de/71333/neues-von-sellner

Yani
57 Minuten her

„..Die katastrophalen Folgen der ideologischen Pippi-Langstrumpf-Politik der letzten Jahrzehnte werden unübersehbar..“
Und? Auf dem nächsten Anti-AfD Regierungsaufmarsch werden weiterhin Millionen Wessis „mutig Gesicht zeigen“. Bei den nächsten Wahlen wird Westdeutschland wieder geschlossen Block wählen. Bei den in naher Zukunft anstehenden Massenkonvertierungen wird der gleiche westdeutsche Menschenschlag eifrig Schlange stehen – um ein Zeichen zu setzen. Nicht viel später wird es Demonstrationen geben mit Forderungen den Kölner Dom als Zeichen des neuen modernen Westdeutschlands endlich zu einer Mosche umzubauen. Und die Wessis werden auch hier wieder von sich selbst, ihrer unglaublichen Modernität und Weltoffenheit begeistert sein.

Sabine Schoenfelder
1 Stunde her

Wir sind Zeitzeugen bei der Errichtung einer europäischen Diktatur. Sozialbeiträge werden sich bis auf nahezu 50% erhöhen, EU-Uschi baut ständig ihre Macht aus, Kontrollen, z.B. qua Handyblitzer, KI-gesteuerte Autos und ID, werden ständig ausgeweitet, konzertierte „brutale“ Demos werden demnächst die Gesetzgeber zu straffen Regeln und Polizeieinsätzen für a l l e zukünftigen Demos veranlassen und die Meinungsfreiheit damit weiter beschneiden, Gates hysterische Ankündigungen großer Cyber-Pandemien im Verbund mit der staatlichen Anordnung, für Lebensmittel in Notfälle zu sorgen, weisen deutlich auf global ausgetüftelte, autokratische Pläne einer undemokratischen, selbsternannten global agierenden Finanzgruppierung hin. Polen, Rumänien, Ungarn, Serbien werden mit dubiosen Mitteln zu… Mehr

Guzzi_Cali_2
1 Stunde her

Linke Ideologie macht blind. Bzw. JEDE Ideologie macht blind, aber linke besonders. Daher werden die Linken ihre Ansichten nicht schon dann ändern, wenn die Auswirkungen SICHTBAR sind, sondern – wenn auch widerwillig – erst dann, wenn sie für die entsprechenden Leute SPÜRBAR sind. Anscheinend brauchen aber manche linken Idividuen massive physische Prügel, um noch irgendwas zu merken – leichte Schläge auf den Hinterkopf, um das Denkvermögen zu erhöhen, reichen da ganz offenbar nicht mehr.

twsan
1 Stunde her

Wenn die Union nicht massiv Wählerstimmer verlieren würde – wäre das deren Politikern völlig egal.

Denn das Wort „Verantwortung“ ist denen völlig abhanden gekommen!

Juergen P. Schneider
1 Stunde her

Es wird sich zeigen, dass die Eskalation der islamolinken und migrantischen Gewalt, die am Wochenende zu beobachten war, keinerlei Einfluss auf das Wahlverhalten der Mehrheit haben wird. Man kann den Untertanen den Niedergang des Landes so klar offenlegen wie man will, es wird sich am selbstmörderischen Wahlverhalten der meisten Mitbürger nichts ändern. Die wollen das mehrheitlich so, denn anders lässt sich das alles nicht erklären.

humerd
1 Stunde her

einst schwänzten sie Freitags die Schule um zusammen mit Luisa Neubauer, Carla Reemtsma aus der saturierten Wohlstandsecke zu hüpfen und für eine signifikante Verteuerung der Lebenshaltungskosten einzutreten. Jetzt ist ihnen das Leben zu teuer und sie demonstrieren. Sie bejubelten die unkontrollierte Einwanderung und nutzten z.B. AirBnB für ihre Reisen. Jetzt sind ihnen die Mieten zu teuer und sie demonstrieren. Sie schickten brav den ausgefüllten Fragebogen an die Bundeswehr zurück (Die offizielle Rücklaufquote der verpflichtenden Wehrdienst-Fragebögen bei jungen Männern liegt bei ca. 96%), dabei wurde der Fragebogen nur als einfacher Brief verschickt. Jetzt demonstrieren sie gegen eine evtl Wehrpflicht. Wer sagt… Mehr

Last edited 1 Stunde her by humerd