Sensation des Tages. Der Koalitionsausschuss ging gestern Abend „nach über sieben Stunden zu Ende“ und die braven Medien melden nichts. Kanzler Merz kann diese Nacht aufgeregt begeistert vom Erfolg seines Maulkorbs nicht geschlafen haben.
Eine Industrie-Nation kann man nicht mit überteuerter Energie betreiben. Also kann man dort auch nicht mehr investieren. Sagt Daniel Stelter und fügt eine sprechende Grafik an, die zeigt, Deutschland hat kein konjunkturelles Problem, sondern ein tief greifend strukturelles. Europas industrielles Kernland ist im Kern krank.
„Hohe Energie- und Arbeitskosten, Überbürokratisierung, fiskalisch zu teuer – die ökonomischen Fakten für Deutschlands Niedergang sind bekannt. Eine aktuelle Studie von McKinsey rechnet vor, wie extrem die Wettbewerbsnachteile für deutsche Unternehmen inzwischen sind. Der Klimakomplex hat ganze Arbeit geleistet.“ – Konstatierte Thomas Kolbe auf TE.
Die Frage ist eine grundsätzliche. Müssen mehr Menschen geboren werden als sterben oder kann eine Gesellschaft mit weniger Leuten gut leben wie das klassische Japan. Will eine Gesellschaft kulturell so leben wie bisher, geht das jedenfalls nicht, wenn die kulturell grenzenlos anderen Zugewanderten mehr Kinder haben als die schon länger hier Lebenden – Merkel-Deutsch für Einheimische.

Sensation des Tages. Der Koalitionsausschuss ging gestern Abend „nach über sieben Stunden zu Ende“ und niemand aus der Schnupperrunde (© Brantner, Grüne) hat etwas in die braven Medien durchgestochen. Kanzler Merz kann diese Nacht sicher begeistert aufgeregt vom Erfolg seines Maulkorbs nicht geschlafen und muss sich selbst immer wieder den Sensationssatz der Agenturmeldung (dts) vorgesprochen haben: „Am Abend wurde bekannt, dass die Öffentlichkeit erst am Donnerstag um 9 Uhr offiziell über die Ergebnisse unterrichtet werden soll – und das an ungewöhnlichem Ort: im Garten des Bundeskanzleramtes.“ Tusch. Trara. Tusch. Und dann auch noch: „Details aus einem möglichen Verhandlungsergebnis wurden zunächst nicht bekannt. In der Vergangenheit sickerten Informationen in solchen Fällen aber praktisch immer vor der offiziellen Pressekonferenz durch.“ Tusch. Trara. Tusch. Tusch. Trara. Tusch. Die krönende Agenturüberschrift der sensationellen Siegesnachricht: „Koalition einigt sich offenbar auf großes Reformpaket“ – gefolgt von der nicht sensationellen Nachrticht: „An der Pressekonferenz sollen wie üblich die vier Parteivorsitzenden Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (CSU), sowie Lars Klingbeil und Bärbel Bas (beide SPD) teilnehmen.“ Schockschwerenot.
Und jetzt noch eintauchen und nicht versinken in solchen Schlagzeilen:
Polizeigewerkschaft will Alkoholverbot an Bahnhöfen • Bundesratsausschuss stimmt für Sprit-Preisdeckel • Streeck will Cannabisgesetz verschärfen • Amadeu-Antonio-Stiftung kritisiert „Demokratie leben“-Geldkürzung • Grüne kritisieren neue Förderkriterien von „Demokratie leben“ • Pistorius verwendet Begriff Kriegstüchtigkeit seltener • Streeck will Verbot von süßen Vape-Aromen • Grüne verlangen Maßnahmen für Hitzeschutz
Amadeu-Antonio-Stiftung und Grüne gegen weniger Mittel bei „Demokratie leben“: Weniger Geld für einen wichtigen Teil des Beschäftigungsprogramms für Anhänger des Sozialismus 4.0? Das geht gar nicht.
Zur Auflockerung nach dem Kälteeinbruch nach dem Hitzeschock etwas aus dem nie versagenden EU-Unterschuss: „Milliarden Steuergelder investiert – und niemand weiß, was damit passiert ist ++ Der sogenannte Corona-Wiederaufbau-Fonds umfasst ein Volumen in Höhe von rund 577 Mrd. Euro und sollte dazu dienen, angeblich durch Corona entstandene Schäden zu reparieren. Natürlich war das nur eine Ausrede, um erstmals in der Geschichte der EU gemeinsame Schulden aufnehmen zu können – was laut den EU-Verträgen rechtswidrig ist. Der Europäische Rechnungshof hat jetzt in einem Sonderbericht scharfe Kritik geäußert. Die Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Mittel ist in vielen Fällen nicht gegeben. Heißt: niemand weiß, was eigentlich mit dem Geld passiert ist. Willkommen in der EU.“
Der Staat als Unternehmer ein chronischer Versager. Noch einmal Thomas Kolbe als Appetizer vorab, das Nähere später: „Sozialismus ist auch in der ökologistischen Form, in der er sich gegenwärtig bahnbricht, eine Form der Diktatur. Basta. Dies sollte man auch der jungen Generation wieder deutlicher vor Augen führen, bevor sie den Verheißungen von Gemeinwirtschaft, Staatsbetrieben und einem immer weiter expandierenden Staatsapparat erliegt.“ Und auch noch: „Im vergangenen Jahr verbuchte die Deutsche Bahn einen operativen Verlust von 1,777 Milliarden Euro – und das trotz massiver staatlicher Beihilfen, also Geld, das letztlich vom Steuerzahler aufgebracht werden muss. Im Fall der Bundesbank, einer klassischen staatlichen Institution, ist dieser Verlust zwar nicht unmittelbar haushaltswirksam. Gleichwohl ist der ausgewiesene Fehlbetrag von 8,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ein bemerkenswerter Hinweis auf die strukturellen Spannungen und Nebenwirkungen moderner Geldpolitik im Rahmen des Fiat-Geldsystems. Dies sind nur zwei der bekannteren Beispiele verlustträchtiger Staatsbeteiligungen, über die im politisch-medialen Raum gewöhnlich nur ungern gesprochen wird.“
Die Bundesanwaltschaft hat einen ersten Tatverdächtigen wegen der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines in Hamburg angeklagt (ARD, SZ, Zeit). Einem Ukrainer werden Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur mit Sprengstoff und die Zerstörung von Bauwerken vorgeworfen. Der Mann soll eine Gruppe angeführt haben, die im September 2022 nahe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 anbrachte; er war 2025 in Italien verhaftet worden und sitzt derzeit in Hamburg in Untersuchungshaft. – Wer das in Auftrag gegeben hat, ist nicht Gegenstand des Verfahrens. Man will doch Gerschäftspartner nicht verprellen.
Sie finden den Ton des heutigen Morgeneinblicks etwas larmoyant? Der Beobachter auch. Aber am Wochenende wird’s wärmer, wenn auch nicht heiß, was den Medien gar nicht recht ist. Entweder soll das Klima gefälligst Hitzetod oder Kältenot liefern, woher sollen sie sonst die Schlagzeilen nehmen. Gesternabend Koalitionsausschuss vulgo Schnupperrunde (© Brantner, Grüne) und heute erst um neun das angebliche Ergebnis, also ihr Leute von der NichtRegierungsKoalition, so geht das wirklich nicht.

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Bedenkenswert ist vielleicht tatsächlich:
die einen feiern das Leben und die anderen den Tod, ein ganz grundsätzlich und im Westen wenig bedachter Unterschied zwischen Ideologien – und am 4. Juli wird das bei der Betrachtung der USA und des Iran besonders auffällig:
https://x.com/Freedom250/status/2072372032327868606
https://x.com/visegrad24/status/2071998113938608554
.
Und jetzt?
„Grüne verlangen Maßnahmen für Hitzeschutz“
Wir alle zahlen doch jetzt schon Unmengen an Euros über die grüne Co2-Steuer gegen die Erderwärmung. Und die Wetterfrösche melden jubelnd einen Hitzerekord nach dem anderen. Hat folglich nichts gebracht. Also nutzlose grüne Co2-Steuer sofort abschaffen und Geld zurück.
Die sogenannte Einigung unterliegt dem höchsten Geheimhaltungsgrad:
„vor dem Lesen wegwerfen“
Warum?
Weil in diesem Pamphlet über Bildung nicht ein einziges Wort oder gar ein einziger Cent zu finden sein wird.
Steuergerechtigkeit ist, wenn alle oberhalb eines festzulegenden, allgemeingültigen Steuerfreibetrages den gleichen Steuersatz zu entrichten haben – unabhängig von der Höhe des Einkommens und der Art der Einkünfte.
übersetzt:
20% von Wenig ist wenig und 20% von Viel ist viel.
Schonmal versteuertes Eigentum – das sogenannte Vermögen finanzieller wie materieller Art – ist unantastbar.
Vielleicht merken die deutschen Wähler, dass es wohl Ernst wird, wenn sogar der Fussball ausverkauft wird:
„Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen prüft den Verkauf von Audis 8,33%-Anteil an der FC Bayern München AG im Rahmen seines umfangreichen Sparprogramms. Porsches Anteil an VfB Stuttgart wird ebenfalls überprüft.“
Die schönen Tage in Aranjuez
Sind nun zu Ende.
Erkannte bereits Schiller.
Die deutsche Steuer-Logik Steuern sparen ist eine bemerkenswerte Disziplin. Man muss Geld ausgeben, das einem nur deshalb noch gehört, weil das Finanzamt es noch nicht abgeholt hat. Gibt man es nicht aus, steigt der Gewinn. Steigt der Gewinn, steigen die Steuern. Steigen die Steuern, bleibt weniger Geld. Bleibt weniger Geld, kann man weniger ausgeben. Kann man weniger ausgeben, kann man weniger Steuern sparen. Ein perfekter Regelkreis. Der Clou: Das Geld ist gar nicht weg. Es wandert nur zum Handwerker, Maschinenbauer, Softwareentwickler oder Autohaus. Und dort freut sich das Finanzamt erneut. Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer – der Fiskus hat eine erstaunliche… Mehr
Zur Geburtenrate der „schon länger hier Lebenden vs. Neubürger (Merkel Formulierung): der Kipppunkt ist schon überschritten und ganz offensichtlich wissen oder ahnen dass die „schon länger hier Lebenden“ und handeln entsprechend. Heute noch ein Kind in diesem Land in die Welt setzen, kann man nicht mehr verantworten. Es sei denn, das Kind wird in die saturierte Wohlstandsecke wie Luisa Neubauer oder Carla Reemtsma geboren. Alle, die nicht der modernen Bourgeoisie angehören, würden nur moderne Sklaven für die Neubürger und die moderne Bourgeoisie gebären.
Wann waren die Zeiten denn besser? Zu Zeiten des I. und II. Weltkriegs? In der DDR? Zu Zeiten der Pest?
Kinder zu bekommen sollte man grundsätzlich nicht von äußeren Umständen abhängig machen. Denn diese können sich ändern oder man selbst ändert diese.
Netzfund:
„Am Wochenende entscheidet sich wie die BRD kollabiert.
Die Nationale Front steht vor einem Dilemma.
Kann der AfD-Parteitag durchgeführt werden, ist es eine Riesenblamage für die erweckten Drahtzieher hinter den Kulissen.
Wird der Parteitag verhindert, wird es im Ausland und auch im Innern als 1933 interpretiert.
Merz hat sich in eine ganz blöde Lage gebracht.“
„Unbekannte stehlen Puschkin-Denkmal im Sauerland“
(Nachricht von jenseits der deutschen Blase)
Ein Gleichnis ohnegelichen.
Das sind Buntmetalldiebe.
Denen ist vollkommen gleich, wen solche Skulptur versinnbildlicht.
Aber nun isse nunmal weg – oder?
> Pistorius verwendet Begriff Kriegstüchtigkeit seltener
Nicht mehr nach Stalingrad? Das wurde aber explizit nicht versprochen? (Die Stadt heißt übrigens längst anders)