Das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft erklärt, dass Zuwanderer mit Abschluss vor allem im Süden und in Stadtstaaten leben. Ostdeutschland sei zu unattraktiv für sie. Verschwiegen, wohl auch kleingerechnet wird der große Rest der zugewanderten Leistungsbezieher. Die ZEIT moralisiert wie immer und drückt damit aus, was Polit-Berlin bewegt.
picture alliance/dpa | Jan Woitas
Und nun auch das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft wieder, kurz IW ohne D. Man kennt ja bei diesen Instituten oft eher das Kürzel als den Namen, der häufig anderen Institutsnamen sehr ähnlich ist. Die Kürzel ähneln sich natürlich auch, so wie die Namen der Volksfront von Judäa und der Judäischen Volksfront (© Monty Python). Und so kommt eine gewisse, auch innere Gleichförmigkeit zum Ausdruck, die es vielleicht nicht immer gab. Heute legen die meisten dieser Institute eine ähnliche Denkweise an den Tag, die auch von der Bundesregierung und gewissen „Leitmedien“ immer wieder als die einzig mögliche betont wird. Es herrscht eine Art Einheitsideologie mit Mitgliedszwang, wenn man zu den akzeptierten Kreisen gezählt werden will. So entsteht die große Gleichförmigkeit, die vor allem in der Migrationsdebatte immer wieder hervorlugt.
So ist es auch hier. Das Kölner IW, das nicht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin) und auch nicht das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ist (aber irgendwie doch), hat einen fast schon wieder weltbewegenden „Kurzbericht“ veröffentlicht, unter der Überschrift: „Zugewanderte Fachkräfte leben oft in den Stadtstaaten und im Süden“. Schon beinahe plakativ ausgeschlossen werden hier der restliche Norden, Westen des Landes, die ohne jeden Belang scheinen, aber vor allem auch der Osten, in dem die Zuwanderer angeblich gar nicht gerne leben.
Zum hier definierten Süden gehört neben Baden-Württemberg und Bayern auch Hessen, also insgesamt die drei (noch) wirtschaftsstärksten Bundesländer. Zugleich sind es drei Westländer mit alten Zuwanderer-Scharen die noch aus der Nach-Wirtschaftswunderzeit herrühren. Wenn der Kurzbericht über Zuwanderung spricht, dann spricht er über eine sehr spezielle Zahl: Es soll um „zugewanderte Personen“ im Alter von 25 bis 64 Jahren sind „mit beruflichen oder hochschulischen Abschlüssen“ gehen. Und die machen in Hamburg, Bremen, Berlin und den drei Südländern angeblich zwischen 16 und 21 Prozent der Bevölkerung der gleichen Alterskohorte (25-64 Jahre) aus, während es in den ostdeutschen Ländern nur sechs bis acht Prozent seien.
Die Ostdeutschen sind mal wieder schuld
Und daran sollen die Ostländer und ihre Bürger schuld sein, weil sie weniger attraktiv für diese vermeintlich gefragte Gruppe sind. Die ostdeutschen Zahlen gelten als schlechter als die südwestdeutschen und die in den Stadtstaaten. Denn Fachkräfte würden von der Wirtschaft benötigt, heißt es. Auch der Staat brauche diese Leute, wenn auch nur in Form von Nettozahlern von Steuern und Abgaben.
Man könnte nun die einfache Vermutung äußern, dass in den Ostländern vielleicht etwas weniger Industrie oder auch Start-ups angesiedelt sind, und deshalb nicht so ein großer Bedarf nach diesem gefragten Rohstoff „Nichtdeutsche mit Berufs- oder Hochschulabschluss zwischen 25 und 64 Jahren“ besteht. Außerdem brauchen weder Staat noch Wirtschaft explizit Zuwanderer aus nicht-europäischen Ländern an dieser Stelle, sondern lediglich eine arbeitende, steuern- und abgabenzahlende Bevölkerung. Und die ließe sich auf verschiedenen Wegen besorgen.
Die ZEIT macht daraus aber mal wieder etwas ganz anderes. Ihr geht es nicht um den Bedarf einer gegebenen Gesellschaft, sondern um inhaltsloses Moralisieren. Zitieren lässt sich dazu natürlich die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser. Das ist ja kein ganz einfaches Amt, eher ein Schleudersitz, zumindest nicht für Vertreter des politmedialen Mainstreams. Ein Ostbeauftragter erleidet leicht Schiffbruch, wenn er das tut, was die Kaste von ihm erwartet: gegenstandsloses Moralisieren über die Ostdeutschen, ihre fatalen demokratischen Neigungen und nationalen Angewohnheiten. Das zeigte Marco Wanderwitz (der Mann mit der Aserbaidschan-Connection), der wörtlich eine „Atempause“ der „Demokratie“ in Form eines neuen Parteiverbots forderte. Die Ostdeutschen nannte der Mann aus dem Zwickauer Land schon früher pauschal „diktatursozialisiert“.
Und in diesem Bullshit-Bingo übt sich nun auch die SPD-Politikerin Kaiser, geboren 1987 in Gera. Kaiser sagt also, auch in Ostdeutschland herrsche Fachkräftemangel, und um den zu überwinden, brauche es vor allem: Offenheit. An der fehle es aber – unmoralischerweise – in Ostdeutschland, sagt Kaiser so implizit. Schuld daran ist in dem Fall nicht nur die AfD, sondern auch jene, die sie wählen, weil „populistische Parteien … Vorbehalte gegenüber Zugewanderten schürten“. Außerdem sei die AfD ja „in Teilen rechtsextrem“, so wieder die ZEIT.
Was die „Studie“ verschweigt
Aber nicht nur lässt diese „Studie“ Möglichkeiten einer innerdeutschen oder vielleicht auch innereuropäischen Lösung der vorgeblichen Krise außer Acht. Sie beachtet auch vieles andere nicht. Dass beispielsweise Bremen nicht nur 17,1 Prozent Zuwanderer mit irgendeinem Hochschul- oder Berufsabschluss hat, sondern auch 19,6 Prozent ohne jeden Abschluss, verschweigen die Studienautoren genauso wie die Redakteure der ZEIT. Man muss es selbst aus der Graphik ablesen.
Ebenso hat auch das hier hochgelobte Hamburg neben 18,6 Prozent mit Abschluss noch 12,6 Prozent ohne. Nordrhein-Westfalen hat gar 13 Prozent ohne Abschluss und nur etwa so viele Zuwanderer mit. Und irgendwo glaubt man selbst diese Zahlen nicht ganz. Die jeweiligen Stadtbilder scheinen ganz andere Verhältnisse zwischen nutzbringender und schädlicher Immigration zu zeigen.
In Gesamt-Deutschland liegt der Anteil der Zuwanderer mit irgendeinem Abschluss laut Studie bei 14 Prozent, denen 10,4 Prozent Zuwanderer im genannten Altersrahmen ganz ohne jeden Abschluss gegenüberstehen. Alte und neue Bundesregierungen haben es nicht geschafft, dieses Verhältnis besser und fruchtbringender zu gestalten. Da darf man sich über Widerstände eigentlich nicht wundern. So erklärt sich das große Misstrauen, nicht nur in Ostdeutschland, gegen immer mehr von derselben „Medizin“, die den Fachkräftemangel überhaupt nicht abgeschafft hat.
Damit aber nicht genug. Viele Ausländer sind seitdem im deutschen Bürgergeld geparkt und werden schon heute immer dreister bei ihren Forderungen. Ein Syrer verklagt angeblich den deutschen Staat auf 10.000 Euro Bürgergeld, weil er viele Kinder und bald eine Zweitfrau habe und schlicht nicht zum Arbeiten komme. Doch diesen Teil der Realität haben die Kurzbericht-Autoren aus Köln offenbar vollkommen ausgeblendet.
Wie wird sich eigentlich ein Staat zur Wehr setzen, wenn Horden von Bürgergeld- oder dann Grundsicherungsbeziehern darauf bestehen, dass ihnen und nicht dem Staat oder den arbeitenden Bürgern die Steuern gehören? Dann ist der Bürgerkrieg nicht mehr fern, und das vergisst das Kartell aus Politik, angeblich freier Forschung und Alt-Medien jeden Tag aufs Neue.

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Schön geschriebener Text, Herr Nikolaidis. Nachdem Herr Fratscher vom DIW (-; inzwischen etwas – ich nenne es einmal aus Rücksicht auf meine Haustüre – verschlissen ist, kommt nun das IW und springt in die Bresche. Die „tumben“ Ossies werden sich für diese Wahlhilfe bedanken. Die ticken aus Erfahrung etwas anders als die Kölsche Jecken Jongs. Auch schön, dass Sie den Monty Python Bezug herstellen. So ist das, wenn die Gesinnung mit der Realtität kollidiert. Nachdem wir nun schon fast zwei Jahrzehnte mit dem „Loretta-Sketch“ gequält werden, über den ich leider schon lange nicht mehr lachen kann, kann ich nun noch… Mehr
WAS EIN QUATSCH, erst versauen die Linken (die Linksgrün -Feudalisten) unser Land, dann ziehen Sie Argumente an den Haaren herbei und biegen sie im Rahmen einer grotesken Vernebelungstaktik um zehn Ecken herum, um die Schuld jenen in die Schuhe zu schieben, die als einzige diese Probleme lösen können ( =AfD). Zuerst einmal: wenn besagte Linke nicht unser Bildungssystem verpfuscht hätten, wären wir nicht auf „Fachkräfte“ – Zuzug aus anderen Ländern angewiesen. Und wenn sich wirklich mal echte Fachkräfte (und nicht – ja, wie soll man es anders nennen – Schmarotzer, die sich auf unsere Kosten hier in die soziale Hängematte… Mehr
Bei soviel Insolvenzen sollte doch eigentlich gar kein Fachkräftemangel vorkommen.
Was für Fachkräftemangel? Im Augenblick läuft eine Entlassungswelle dadurch werden eine ganze Menge Arbeitskäfte frei werden. Und es hat erst angefangen
Ich frage mich immer ob die zugewanderten tatsächlichen Fachkräft die tatsächlich arbeiten überhaupt einen wirklichen Vorteil bringen, oder ob das was diese nutzen und erbringen nicht mal ausreicht um das was die Anderen an Leistungen einfordern und in Anspruch nehmen zu erbringen? Dies masl nur auf das Gesundheitswesen bezogen. Von den finazuiellen Kosten eh abgesehen.
Fachkräftemangel:
2025 erhielt Rheinmetall 250 000 Jobgesuche aus Deutschland.
Alles dummes Wissenschafts- und Instituts-Geschwätz: Es gibt keinen Facharbeitermangel, es gab ihn noch nie. Wir haben allein rd. 3 Millionen gemeldete Begriffs-/System-Arbeitslose, tatsächlich sind es 2-3 mal so viele. Zudem werden seit Jahren Hundertausende Arbeitsplätze bei Industrie, Dienstleistungen und Handel abgebaut, d.h. neue Personalkapzitäten für andere, d.h. nachfragende Firmen geschaffen. Zudem werden/sollen durch die KI Millionen Arbeitsplätze in den nächsten 10-12 Jahren wegfallen, d.h. es werden auch hier neue Personalkapzitäten für andere, d.h. nachfragende Firmen geschaffen. Musterbeispiel: Die Unicredt will die Commerzbank AG übernehmen und 10.000 Köpfe dort freisetzen. Ja, Gott sei Dank: Dann gibt’s auch dort endlich neue freie… Mehr
Wenn sich „Experten“ und „die Wissenschaft“ zu Wort melden, ist höchste Vorsicht geboten! Denn dann vernebelt Ideologie die tatsächlichen Fakten.Die Aussagen zum Osten kann man allein dadurch widerlegen, da im „braunen“ Sachsen, vor allem in Dresden, sehr viele Firmen, z.B. die Chipindustrie, Millarden investiert haben.
Wieder eine freche Lüge dieser Propaganda-NGO. Wir kennen einige, sichtbar ausländische MINT-Absolventen, die sich an den TU in Dresden und Jena sehr wohlfühlten und dort auch keinerlei negative Diskriminierungserfahrungen machten. Bei jungen Israeli scheint das in Berlin oder manchen Regionen in NRW leider nicht mehr selbstverständlich zu sein. Aber der geborene Wessi läßt solche Fakten natürlich gar nicht erst an sich ran. Warum bezahlen wir solchen opportunistischen Wissenschaftsmüll eigentlich noch aus unseren sauer verdienten Steuergeldern?
„Es soll um „zugewanderte Personen“ im Alter von 25 bis 64 Jahren sind „mit beruflichen oder hochschulischen Abschlüssen“ gehen.“ Wie z.B. den 26jährigen Ahmed Al-Amir, der syrischer Automechaniker (zwei Wochen Ausbildung) ist und hier vom Staat lebt. Oder der 35jährige Kimoni Mwangi, der sich sein Ingenieursdiplom für 1000 $ in der Ukraine gekauft hat und hier vom Staat lebt. Oder die 61jährige Oksana Mala, die ukrainische Balletlehrerin ist und hier vom Staat lebt. Die erfüllen alle die linke Definition von „Fachkräften“. Wobei die einfach nur auf unsere Kosten leben und nicht zu gebrauchen sind. So wie die Linken selber. Natürlich… Mehr