Schüsse im Weißen Haus – Trump in Sicherheit

Dramatische Szenen beim jährlichen Dinner der White House Correspondents' Association (WHCA): Ein Attentäter kam bis zur letzten Sicherheitsschleuse und eröffnete dort mit einer Schrotflinte das Feuer auf die Securitys. Donald Trump wurde binnen Sekunden in Sicherheit gebracht, der Täter wurde überwältigt und verhaftet.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Alex Brandon

Der Angriff ereignete sich laut ersten offiziellen Angaben im Bereich der Sicherheitsschleusen des Veranstaltungsortes: Ein mit einer Schrotflinte bewaffneter Mann versuchte in der Nacht auf heute (MEZ), sich Zugang zu dem streng gesicherten Event zu verschaffen. Dabei eröffnete er das Feuer auf einen Agenten des United States Secret Service. Laut Federal Bureau of Investigation (FBI) wurde der Beamte zwar getroffen, seine Schutzausrüstung rettete ihm aber das Leben, er blieb fast unverletzt.

Augenzeugen berichten dann von chaotischen Szenen: Kurz nach den Schüssen sei im Saal Panik ausgebrochen. „Runter, runter!“ hätten Gäste gerufen, während sich Hunderte der 2.600 Anwesenden unter den Tische versteckten. Sicherheitskräfte in Kampfausrüstung stürmten den Raum, während das Servicepersonal fluchtartig den Saal verließ. Über dem Gebäude kreisten Hubschrauber, während Spezialkräfte den Bereich sicherten.

Donald Trump und First Lady Melania Trump befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Saal. Beide wurden sofort nach den ersten Schüssen abgeschirmt und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Fernsehbilder zeigten, wie sich das Präsidentenpaar hinter dem Podium duckte, bevor Personenschützer das Paar rasch hinausführten. Melania Trump wirkte dabei sichtlich angespannt und reagierte offenbar auch auf die Unruhe im Publikum.

Lehrer aus Kalifornien als Attentäter

Der mutmaßliche Schütze konnte überwältigt und festgenommen werden. Eine offizielle Bestätigung folgte eine Stunde später durch den US-Präsidenten selbst. „Was für ein Abend in D.C. Der Secret Service und die Strafverfolgungsbehörden haben hervorragende Arbeit geleistet“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Weiter erklärte er, dass „die First Lady, der Vizepräsident und alle Kabinettsmitglieder wohlauf“ seien. Eine Pressekonferenz im Weißen Haus wurde angekündigt.

Als Attentäter wurde Cole Thomas Allen (31) identifiziert – er ist Pädagoge und lebt in Kalifornien. Angeblich wurde er erst kürzlich zum „Lehrer des Jahres“ gekürt. Der Schütze soll auch als Entwickler für Computerspiele gearbeitet haben.

Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage bei politische Veranstaltungen in den Vereinigten Staaten. Das WHCA-Dinner gilt als eines der bestgeschützten gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres. Dass ein bewaffneter Angreifer dennoch bis zur Zugangskontrolle vordringen konnte, dürfte nun umfassende Untersuchungen nach sich ziehen.

Die Bedrohungslage für den US-Präsidenten ist bereits seit Jahren hoch: Erst im Juli 2024 war Trump während eines Wahlkampfauftritts im Bundesstaat Pennsylvania nur knapp einem Attentat entgangen und dabei leicht am Ohr verletzt worden. Auch das United States Department of Justice meldete Anfang April die Festnahme eines Mannes, der wiederholt Drohungen gegen Trump veröffentlicht haben soll.

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Kommentare ( 20 )

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Maria Jolantos
1 Stunde her

Da sieht man es ja wieder, aller Terror geht vom Iran aus. Oder so.

Kuno.2
1 Stunde her
Haba Orwell
1 Stunde her

> Dass ein bewaffneter Angreifer dennoch bis zur Zugangskontrolle vordringen konnte, dürfte nun umfassende Untersuchungen nach sich ziehen.

Dafür gibt es die Zugangkontrolle, um den Zugang zu kontrollieren. Möchte man wen früher abfangen, bräuchte man eine weitere… Zugangskontrolle.

Schwabenwilli
1 Stunde her

„The U.S. has a growing problem with violent left-wing extremism that corporate media largely ignores“

Aber ständig den Rechten vorwerfen sie wären genau das was sie selber praktizieren.

Bissiger Wolf
1 Stunde her

Deutschen Medien:

„Schusswaffenvorfall“, „Bewaffneter Zwischenfall“,…

: Habe mehr Infos gefunden. Gerne Link entfernen, wenn der hier stört.
https://diariocarioca.com/de/2026/04/26/welt/wer-ist-cole-allen-schuetze-washington-2026-trump/

Kuno.2
1 Stunde her

Propaganda-Show? Es wurde niemand verletzt. Auf Trump selbst wurde nicht geschossen. Wäre bei einer Schrotflinte auch wenig effektiv gewesen.
Schrotflinten benutzt man zur Hasenjagd.

Lotus
1 Stunde her

Da werden viele aufrechte Demokraten aus dem linken Lager wieder enttäuscht sein. Hat sich El Hotzo schon zu Wort gemeldet? Natürlich nur satirisch. Menschenverachtung von rechts ist Hass und Hetze, von links ist es Satire.

Haba Orwell
1 Stunde her
Antworten an  Lotus

Es gibt Blogs, die möchten, dass man auf den Straßen tanzt, wenn ein Diktator getötet wird. Ich erinnere mich noch ganz gut.

Retlapsneklow
2 Stunden her

Mann-o-mann, hat Trump aber auch ein Glück!

Wäre nicht mal eine Analyse oder Prognose fällig, was es für den Frieden auf der Welt bedeutet, wenn bald ein anderer POTUS würde, der was von Diplomatie versteht?

Haba Orwell
1 Stunde her
Antworten an  Retlapsneklow

Das Problem ist, die Außenpolitik wird vom Deep State gesteuert unabhängig, wer in der Weißen Hütte sitzt. Ob der Nachfolger Kriege für Energie-Weltherrschaft verwerfen würde?

Raul Gutmann
2 Stunden her

Als Attentäter wurde Cole Thomas Allen (31) identifiziert – er ist Pädagoge und lebt in Kalifornien. Angeblich wurde er erst kürzlich zum „Lehrer des Jahres“ gekürt. Der Schütze soll auch als Entwickler für Computerspiele gearbeitet haben.

Täuscht der Eindruck oder kommen die Attentäter auffallend oft aus sozialen Berufen wie Krankenpfleger o.ä.?
Die kalifornische Herkunft paßt ebenso in das Schema des Anti-Trump-indoktrinierten Bürgers wie die Nähe zu Computerspielen. Worin besteht deren „Risikopotential„? Ist es ihre Abwendung von der Wirklichkeit?

verblichene Rose
2 Stunden her

Hoffentlich haben sich die Schönen und Reichen nicht unter den Tischen die Klamotten eingesaut, noch bevor sie sich den teuren Zwirn später am Abend mit Champagner und Hummersuppe vollkotzen…