Der Kanzlerberater sagt dem Handelsblatt das, was die Redakteure nicht wollten. Trotz des Versuchs, ihm die gewünschte Antwort zu entlocken, bleibt er bei seinen Aussagen. Ausländische Investoren kümmert weniger die erstarkende AfD als die Beschränkung der Eigentumsrechte durch die Linke: Reichinnek gefährlicher für die Wirtschaft als Weidel.
picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopr
Martin Blessing, der als Betriebswirt bei der Unternehmensberatung McKinsey seine Karriere begonnen hatte, war langjähriger Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, von dort ging er zur Schweizer Großbank UBS. Von Friedrich Merz persönlich berufen berät er nun den Kanzler als Beauftragter für Investitionen und soll dafür sorgen, dass Anzahl und Volumen ausländischer Investitionen in Deutschland steigen. Ziemlich zum Ende des Interviews mit dem Handelsblatt formulierte der Ex-Banker eine Wahrheit, die sie im Handelsblatt eigentlich nicht hören wollten.
Um wieder und wie immer vor der AfD als leibhaftigen Satan für die engelsgleiche deutsche Wirtschaft zu warnen, fragte das Handelsblatt, das bereits journalistisch auf Autopilot gestellt hatte, denn zur AfD kann man in unserer Demokratie nur eine Meinung haben: „Wie blicken Investoren auf das Erstarken der AfD und die Möglichkeit, dass die Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im September die absolute Mehrheit erringt und erstmals einen Ministerpräsidenten stellt?“ Doch statt der Warnung vor der AfD, vor der Abschreckung der Investoren antwortete Blessing vornehm, aber deutlich: „Bislang spielt das Thema in meinen Gesprächen kaum eine Rolle. Deutlich sensibler als auf die hohen Umfragewerte der AfD reagieren sie auf Debatten über Eingriffe in Eigentumsrechte, etwa Enteignungsforderungen im Wohnungsmarkt. Deshalb schauen viele Investoren mehr auf die Wahl in Berlin als auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt.“
Blessing intellektuell gelangweilt: „Das weiß ich nicht. Viele Investoren beschäftigten sich nicht im Detail mit der AfD und auch nicht mit den Unterschieden zu anderen rechtsnationalen europäischen Partien wie dem Rassemblement National in Frankreich oder der FPÖ in Österreich. In Österreich sitzt die FPÖ in mehreren Landesregierungen, und die wirtschaftliche Lage hat sich dadurch nicht eingetrübt. Ich kann nur wiederholen, was ich zu Beginn schon gesagt habe: Internationale Investoren sehen Deutschland nach wie vor als stabiles Land und sind bereit, hier zu investieren. Und aus dieser Chance gilt es möglichst viel zu machen.“
Fassen wir zusammen: Reichinnek ist für Deutschlands Wirtschaft gefährlich, Weidel nicht. Das überrascht nicht, es überrascht nur, dass das einmal ausgesprochen wird, denn Reichinnek will Kollektivismus, Diktatur und sozialistische Planwirtschaft, obwohl sie nicht so richtig wissen dürfte, was das alles ist, sie ist halt eine TikTok-Kommunistin, Weidel hingegen steht für freie Marktwirtschaft.
Bleibt zum Schluss noch ein trauriger Blick darauf, wie ideologisch inzwischen einige Leute in der deutschen Wirtschaft sozialisiert sind. Nikolas Stihl formulierte gegenüber der Süddeutschen Zeitung sprachlich durchaus bemitleidenswert: „Wenn die AfD an die Regierung käme, würde Deutschland sehr viel schneller an die Wand fahren, als wir es heute tun.“ Heißt im Klartext: wir, die Stihls, die Habecks, die Özdemirs, die Merzens fahren Deutschland an die Wand und nur wir besitzen das Recht dazu, weil wir die Macht dazu haben, Deutschland an die Wand zu fahren. Unser Geschäft lassen wir uns von niemandem nehmen. Die Abrissbirne sind schließlich wir.
Man könnte bitter spotten, wer eine solche Wirtschaft hat, braucht keinen Sozialismus mehr, er hat ihn schon – und zwar in grün.




Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Ich habe bisher alle meine Kettensägen von Stihl. In Zukunft ist das nicht mehr so – es soll auch andere sehr gute Kettensägen geben.
Meine (Benzin-)Kettensägen sind von Dolmar. Und die sind Hervorragend. Leider hat Makita nicht nur jetzt die Marke eingestellt, sondern auch die Benzin-Kettensägen.
Wenn das jeder auch auf WÜRTH münzen würde wäre das hervorragend.
Die deutsche Wirtschaft hat, neben kleineren, drei riesige Probleme: 1. Hohe Energiekosten (Ursache: „Energiewende“; Verursacher: alle BT-Altparteien +FDP). 2. Hohe Arbeits(sozial)kosten bei gleichzeitig sinkendem Skillset (Ursachen: Massenweinwanderung Ungelernter, schlechte Demografie durch eine Bevölkerungspolitik die Kinderkriegen für Erwerbstätige bestraft; Verursacher: alle BT-Altparteien +FDP). 3. Bürokratie und hohe Steuern bei gleichzeitig unterirdischer Außenpolitik z.B. bzgl. Ressourcenimport (Ursache: Links-Ideologisch verbohrte Politiker, Verursacher: alle BT-Altparteien +FDP). Wo taucht da jetzt bitte die AfD auf? Nicht dass sie ein Allheilmittel wäre. Aber ich sehe nichts in der geforderten Politik der AfD was für die Wirtschaft ein Problem wäre. Denn auch die AfD fordert nicht, nützliche… Mehr
Dass Linke für Investoren abschreckender sind als die AfD, weiß doch eigentlich jeder, der ab und zu Wirtschaftsnachrichten liest.
Aber unser Kanzler benötigt doch tatsächlich selbst für diese Binse schon einen Wirtschaftsberater, der ihm das erklärt.
Wie sagte Merz erst kürzlich über sich selbst: „Ich bin links und ich komme auch von links.“ Also ich glaube dem Kanzler.
Jetzt bin ich aber wirklich überrascht. Mietpreisbremsen, Enteignungsphantasien und Heuschreckenrhetorik führen nicht zu einem Bauboom ?
Ja wer hätte das nur gedacht !
Reichinnek nebst Partei oder Merz – Söder mit ihrem Ensemble sind die Wirtschaftsfeinde . Der Rest des Gruselkabinetts der Planwirtschaftler werden von der von der Leyen und Weber dargestellt.
Die AFD verfügt allein durch Weidl über mehr Wirtschaftskompetenz , als die genannten Personen zusammen zu bieten haben. Man schaue sich die Daten an und alle Prognosen sind mehr als ernüchternd.
Es sind die Parteien des Blocks Nationale Front, derzeit noch unter Führung der Grüen. Aber die Linke steht schon bereit.
Natürlich ist eine „sozialistische Diktatur“ für Investoren abschreckend ❗
Heute ist der 17. Juni, früher ein Feiertag im Westen für den Mut im Osten. Heute ist er zum Volkstrauertag im Osten geworden. Die Kartellparteien CDU, Grüne, SPD, FDP und die Linken haben die Ergebnisse der friedlichen Revolution von 1989 innerhalb der letzten 20 Jahre in die totalitären Zustände von Orwells „1989“ transformiert, mit den ganzen damit verbundenen tragischen Folgen. Danke CDU Mitglieder für euren Opportunismus. Ihr habt Euch gehäutet wie eine Schlange, von der Blockpartei unter der SED zur Untertanenpartei der Roten und Grünen. Von Euch will ich nie mehr die Worte Freiheit und Demokratie hören. Ihr habt beides… Mehr
Es fährt ja bekanntlich auch niemand mehr an die Ostsee, wegen der AfD. Völlig verlassene Gegenden und einsame Strände dort mittlerweile.
wenn das so ist kann ich ja meinen Urlaub planen und muss nicht nach Spanien
Guter Witz. Meine Frau und ich fahren jedes Jahr an die Ostsee in Urlaub. Binz auf Rügen ist auch immer voll mit Menschen von überall, genauso wie Boltenhagen oder die drei Kaiserbäder auf Usedom (ganz schlimm AfD-verseuchte Gegend). Aber schon als die Pegida-Demos 2015 in Dresden losgingen, hetzte die vereinigte sozialistische Medienmeute von ZDF bis Speigel, FAZ und Süddeutschem Beobachter, wie schrecklich das doch für Dresdens Tourismus wäre (meine Frau ist selbst gebürtige Dresdnerin). Ergebnis: War natürlich alles linksgrüner Dünnsch…
Heute ist der 17. Juni, ehemals ein Feiertag im Westen für den Mut im Osten. Der 17.Juni 2026 ist nun Dank der CDU zum Volkstrauertag im Osten geworden. Weil im Osten wie im Westen die totalitären Kollektivverfechter der Kartellparteien, also die CDU, die SPD, die Grünen und die Linke die Ergebnisse der friedlichen Revolution von 1989 in den Dreck gezogen haben und dazu auch noch mit mehr linken Totalitarismus drohen. Orwells „1989“ ist offensichtlich Bibel und Anleitung für die Regierungen von Merz, Scholz und Merkel.
Bevor man überhaupt an neue Investitionen denken kann, müsste erst einmal die Kapitalvernichtung, d.h. die Desinvestitionen von öffentlichem (z.B. Rückbau von Gasleitungen, Sprengung von NS II) und privatem Kapital gestoppt werden.
Man sollte auch bei Tichy richtig zuhören und nicht das eigene Wünschdirwas herauslesen. Blessing hat vollkommen recht, wenn er die Unflexibilität am Arbeitsmarkt auf Position 1 setzt. Mit Arbeitsunwilligen will kein Investor in Berührung kommen, egal, ob der Energiepreis geistlos hoch ist. Und selbstverständlich spielen die Lohnnebenkosten eine Hauptrolle, da sie praktisch für alle Produkte gelten, während Energiekosten je nach Stromverbrauch in der Produktion eine differenziertere Rolle in den Branchen spielen dürften. Natürlich ist meine Meinung nicht als Plädoyer für hohe Energiepreise gedacht.
Wieder das Geschwurbel von den Lohnnebenkosten. Lohnnebenkosten sind Lohnkosten, nichts anderes. Diese müssen vom AN selbst erwirtschaftet werden und sind kein großzügige Geste des AG.