Der Gründer des Biotech-Unternehmens Lysando Markus Matuschka kündigt an, keine Produktion in Deutschland aufzubauen. Die Fertigung sei eine energie-intensiver Prozess. Als mögliche Standort nennt er den Mittleren Osten und Korea. „Die wollen Hightech haben.“
picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Regensburg. Das Regensburger Biotech-Unternehmen Lysando wird nach seinem neuen Wirkstoff gegen Neurodermitis, der aktuell in den USA auf den Markt kommt, auch einen Wirkstoff gegen Akne entwickeln. Das kündigte Lysando-Gründer Markus Matuschka Graf von Greiffenclau im Gespräch mit dem Monatsmagazin Tichys Einblick an. In beiden Fällen wirken die Mittel so, dass das Medikament das menschliche Mikrobiom aus Bakterien, Viren und Pilzen, die den gesamten menschlichen Körper besiedeln, wieder ins Gleichgewicht bringen. Gefertigt werden diese neuen Medikamente wegen des hohen Energiebedarfs allerdings nicht in Deutschland.
Das neue Medikament gegen Neurodermitis reduziere zum Beispiel den Anteil der Staphylokokken, deren Metabolit V8 sich an den Hautrezeptor für Juckreiz in der oberen Hautschicht anlagert und den übermächtigen Juckreiz auslöst. „Im Mikrobiom einer gesunden Haut machen Staphylokokken zwischen einem und drei Prozent aus. Bei Neurodermitikern liegt dieser Wert an den geröteten Stellen bei bis zu 70 Prozent. Unsere Substanz stellt das gesunde Gleichgewicht wieder her“, verspricht Matuschka. „Das Produkt geht in den Vereinigten Staaten gerade an den Markt. Es kann unterscheiden zwischen den guten Bakterien und den Staphylokokken und drängt Letztere zurück. Das Ergebnis ist unglaublich. Sie haben innerhalb kürzester Zeit keinen Juckreiz mehr.“ Nach dem gleichen Prinzip arbeiten die Forscher in Regensburg an einem weiteren Medikament. „Etwas ganz Ähnliches entwickeln wir gerade gegen Akne“, kündigt Matuschka an.
Allerdings wird auch dieses Medikament zuerst in den USA auf den Markt kommen. Der Lysando-Gründer begründet das mit den von US-Präsident Donald Trump und seinem Gesundheitsminister Robert Kennedy jr. geänderten Richtlinien für neue Medikamente, die auch Wirkstoffe berücksichtigen, die am menschlichen Mikrobiom ansetzen. „In den Vereinigten Staaten steht man Innovationen und neuen Technologien etwas offener gegenüber. Man wird dort weniger … sagen wir mal: gegängelt.“
Für Deutschland keine gute Nachricht ist auch Matuschkas Ankündigung, dass die neuen Medikamente nicht in Deutschland produziert werden. „Ich bin nicht in Versuchung, hier einen Bauantrag zu stellen, unsere Produktion ist ein energie-intensiver Prozess.“ Als mögliche Standort nennt Matuschka den Mittleren Osten und Korea. „Die wollen Hightech haben.“


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Gibt’s auch Medikamente zur Behandlung der Denkblase
und fürs innere Gleichgewicht?
Auch wenn es die gäbe und eine kostenfreie Abgabe an Wähler der Unseredemokraten angedacht wäre, würde das vermutlich nichts mehr nützen.
Es wird sowieso ein Flop.
Sehr traurig, dass die Produktion in Deutschland unmöglich gemacht ist.
Hilfreiche Produkte sind das sicherlich.
So wohl Akne, als auch Neurodermitis sind extrem unangenehm für die Betroffenen.
Neurodermitis kann praktisch jeden jederzeit erwischen. Ein furchtbarer Kreislauf aus Juckreiz, Kratzen, noch mehr Juckreiz und noch mehr Kratzen.
Dem Unternehmen wünsche ich viel Erfolg und den Betroffenen Heilung.
Greifenklau ist ein Scharlatan.