Eine exklusive INSA-Umfrage für Tichys Einblick offenbart ein alarmierendes Bild: Fast jeder Zweite hält die Meinungsfreiheit in Deutschland für gefährdet, jeder Dritte schweigt aus Angst vor Konsequenzen. Besonders betroffen sind die Jüngeren.
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Frankfurt. Um die Meinungsfreiheit in Deutschland ist es aus Sicht der Bundesbürger weiterhin nicht gut bestellt. 49 % der Erwachsenen sagen, dass die Meinungsfreiheit gefährdet ist. Im Osten Deutschlands (inklusive Berlin) sehen sogar 58 % die Meinungsfreiheit gefährdet, im Westen sind es 46 %. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes INSA im Auftrag der Zeitschrift Tichys Einblick unter 2006 Personen in Deutschland über 18 Jahren hervor.
Das Empfinden, dass man seine Meinung nicht mehr ohne persönliche Folgen äußern kann, hat inzwischen auch konkrete Folgen: 34 % der Befragten haben bereits aus Furcht vor Konsequenzen ihre wahre Meinung verschwiegen. Schaut man sich das Alter an, wird die eigene Meinung besonders von jüngeren Leuten verschwiegen. 40 % der 18- bis 29-jährigen hat das schon getan, unter den 30- bis 39-jährigen sind es sogar 44 %, also fast jeder Zweite. Bei den Menschen über 60 sinkt der Wert dagegen auf deutlich niedrigere 25 %, bei den über 70-jährigen auf 22 %.
Schaut man sich die Werte nach Parteienpräferenz an, verschweigen am häufigsten die Anhänger von AfD (48 %) und FDP (47 %) ihre wahre Meinung. Es folgen die Anhänger von BSW (36 %), CDU/CSU (33 %) und Linke (32 %). Am niedrigsten sind die Werte bei SPD-Wählern (27 %) und Anhängern der Grünen (20 %).



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Das ist vergleichbar mit allen repressiven Staaten, wo die Devise gilt, sie dürfen alles sagen, solange es nicht stört und das hat leider nichts mehr mit der im Grundgesetz verankerten Meinungsfreiheit zu tun, sondern trägt bereits totalitäre Züge in sich, was man nur richtig deuten sollte um sich über dieses miese System im Klaren zu sein.
Nun ja.
Die Fakten sprechen ja auch für sich.
Wer das Wort „Schwachkopf“ im Zusammenhang mit Politikern der Altparteien benutzt, wird kriminalisiert.
Oder man verliert seinen Job oder kriegt ihn garnicht erst.
Was ist das anderes als eine extreme Verengung des Sagbaren?
Mich wundert viel eher, das immer noch die Hälfte glaubt, wir hätten eine Meinungs“freiheit“. Könnte aber auch daran liegen, dass viele sich auch bei Umfragen garnicht mehr trauen, die Wahrheit zu sagen („Wer weiß, wo meine Meinung landet?“).
Dass hierzulande die Meinungsfreiheit in Gefahr ist, ist das Ergebnis der gesellschaftlichen Feminisierung (https://www.sueddeutsche.de/magazin/leben-und-gesellschaft/die-neue-rechtsordnung-szm.79969), da Frauen aufgrund der Weiblichkeit unter einem instabilen Selbst leiden (https://www.morgenpost.de/ratgeber-wissen/article410179875/depression-bei-frauen-studie-zeigt-deutlich-hoeheres-risiko.html), das wiederum die Einschränkung der Debatte aufgrund eines dementsprechend kraftlosen Geistes bewirkt, das wiederum heißt, dass lediglich die Rückabwicklung des sogenannten „Feminismus“ den Weg für eine angstfreie Diskussion bereiten wird!
Erst einmal Dank an TE. So eine Umfrage kostet ja etwas.
Aber: Hat nicht Allensbach schon seit Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen immer wieder dieselbe (oder eine sehr ähnliche) Frage gestellt? So meine ich mich jedenfalls zu erinnern. Wäre mal interessant zu erfahren, wie im Lauf der Zeit die Umfragewerte sich verändert haben.
Und die restlichen 51% schauen ARD und ZDF.
Erstaunlich daran ist eigentlich nur der Höhe Wert bei SED – Anhängern. Denn da wir den facto in einer linksgrünen Gesinnungsdiktatur leben, brauchen Linke jeglicher couleur mit ihrer Gesinnung nicht hinterm Berg halten. Auch die Altersstruktur verwundert nicht. Wer Leben und Karriere noch vor sich hat oder mittendrin steht, der muß natürlich mehr auf der Hut sein als diejenigen, die nichts mehr riskieren. Und unter den gehobeneren Jahrgänge sind ja viele, die ihr Gehirn allabendlich in der ÖRR- Wäscherei zur Reinigung abgeben. Jedenfalls passen diese Werte nicht zu einer freiheitlichen Demokratie. Nur zu „UnsereDemokratie“.
Ich finde es viel trauriger, daß mindestens 80% die Meinung anderer scheinbar gar nicht interessiert.
Und ganz nebenbei wüßte ich zu gerne, welche Meinung wohl die 44% der Linksaffinen vertreten, von der sie glauben, sie nicht öffentlich machen zu dürfen?