Die Europäische Staatsanwaltschaft gehört zu den am stärksten beanspruchten Institutionen innerhalb des EU-Gefüges. Jüngste Ermittlungen der Behörde deuten auf einen Korruptionsfall hin, in den der Europäische Auswärtige Dienst sowie seine informelle Diplomatenakademie, das College of Europe, involviert zu sein scheinen.
picture alliance / NurPhoto | Artur Widak
Wenige Personen besitzen einen tieferen Einblick in den Korruptionssumpf der Europäischen Union als Laura Codruța Kövesi. Die Juristin aus Rumänien leitet derzeit die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) und steht an vorderster Front im Kampf gegen Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch im tiefer reichenden Brüsseler Korruptionssumpf. Im vergangenen Jahr meldete ihre Behörde eine Rekordzahl von 3.600 Anzeigen. Korruption, Vetternwirtschaft und wiederkehrende Manipulation öffentlicher Ausschreibungsverfahren prägen die Bilanz.
Die Liste Brüsseler Skandale jedenfalls wächst stetig. Je mehr Geld durch den gigantischen europäischen Umverteilungsapparat fließt, desto größer werden die Verlockungen. Gleichzeitig wird das Geld der Steuerzahler immer systematischer und strukturierter abgegriffen – ein Sumpf, der tief reicht und dessen Ausmaß nur wenige wirklich durchschauen.
Der jüngste Fall der EPPO-Ermittlungen, der für Aufmerksamkeit sorgte, betrifft den von der Estin Kaja Kallas geführten Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD). Seit Ende des vergangenen Jahres ermittelt die EPPO gegen mehrere Personen der Institution wegen Betrugs und Korruption im Zusammenhang mit einem EU-finanzierten Ausbildungsprogramm für junge Diplomaten. Programme dieser Art müssen öffentlich ausgeschrieben werden – selbst auf EU-Ebene. Genau hier stellten die Ermittler Unregelmäßigkeiten im Verfahren fest.
Zu diesem Zweck hat sich das sogenannte College of Europe etabliert – eine eigentlich eigenständige internationale Stiftungsorganisation, die private postgraduale Hochschulen in Brügge und am Campus in Natolin in Polen betreibt. Das College fungiert als informelle Diplomaten-Nachwuchsschmiede der EU-Bürokratie. Dort studieren spätere Beamte, Diplomaten und Lobbyisten, finanziert von nationalen Regierungen. Politisch sind sie in Brüssel gut vernetzt, demokratisch kaum kontrolliert. Das College entzieht sich damit dem etablierten Audit öffentlicher Einrichtungen und bewegt sich ein wenig unter dem Radar der allgemeinen Medienberichterstattung.
Genau an dieser Schnittstelle setzte die EPPO-Ermittlung an und nahm das vom Europäischen Auswärtigen Dienst ausgeschriebene neunmonatige Ausbildungsprogramm für den diplomatischen Nachwuchs unter die Lupe. Das College of Europe gewann das Ausschreibungsverfahren und sicherte sich einen nicht näher bezifferten Förderbetrag im vermutlich niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Nach Medienberichten sei das College im Vorfeld mit Insiderinformationen versorgt worden, um sich den Zuschlag für das Ausbildungsprogramm erneut zu sichern.
Ein reguläres Studienjahr am College of Europe kostet übrigens pro Kopf etwa 28.000 Euro für Studiengebühren plus Unterkunft und Verpflegung. Gefördert wird dies durch nationale Programme und Stipendien von rund 16.000 bis 17.000 Euro pro Jahr allein zur Finanzierung der Studiengebühren. Jahr für Jahr schließen etwa 50 bis 100 Teilnehmer die EAD-Programme ab.
Das Ergebnis der EU-Ausbildungspraxis: ein geschlossenes System aus steuerfinanzierter Ausbildung, ideologischer Programmierung der Repräsentanten Brüssels und Finanzierung der von EU-Bürokraten organisierten Ausbildungsaktivitäten.
Der europäische Pseudo-Elitarismus lässt beinahe vergessen, dass ein öffentliches akademisches Fundament existiert – eines, das man lieber weitläufig umgeht, um sich quasi im Stil einer Geheimloge den eigenen Kader heranzuziehen. Blickt man auf die Bilanz der EU – innenpolitisch, außenpolitisch und ökonomisch –, muss man feststellen: Was in Brüssel als Elite gilt, wäre in erfolgreichen Gesellschaften wahrscheinlich nicht einmal das, was diese Leute als soziales Prekariat bezeichnen würden.
Der Fall selbst scheint die aktuelle Außenbeauftragte, Kaja Kallas, bislang nicht zu tangieren. Die Vorwürfe beziehen sich auf Vorgänge vor ihrer Amtszeit.
Die Verhaftungen im Zuge der Ermittlungen machen Hoffnung, dass die EPPO tatsächlich eine schlagkräftige Behörde ist, die wenigstens ein wenig Transparenz im Brüsseler Korruptionssumpf erzwingt. Wie es im Fall des College of Europe genau weitergeht, ist unklar. Hier wünscht man sich mehr Informationen aus den Reihen der Staatsanwälte.
Eines ist jedoch ebenfalls klar: Die EU-Kommission steht vor einer massiven Aufstockung ihres jährlichen Budgetrahmens. Schritt für Schritt gelingt es ihr, sich eine eigene Steuersouveränität zu erkämpfen. So entsteht ein machtvoller Zentralkörper – unter Mithilfe der nationalen Regierungen, die sich, mit wenigen Ausnahmen wie Ungarn, der Slowakei oder Polen, dieser Tendenz der Machtkonzentration in Brüssel verschrieben haben.
Ihr Machtzuwachs geht einher mit zunehmender Medienkontrolle und dem Aufbau eines europaweiten Zensurkörpers. Es wäre kaum verwunderlich, hätte die Erosionsarbeit zur Zurückdrängung der EPPO-Aktivitäten nicht schon längst begonnen.





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„Was in Brüssel als Elite gilt, wäre in erfolgreichen Gesellschaften wahrscheinlich nicht einmal das, was diese Leute als soziales Prekariat bezeichnen würden.“ Das müsste bewiesen werden. Wo sind die Beweise?
Tja, da hilft nur auflösen und neu konstruieren.
Nicht reformierbar genauso wie der örr.
Jemand sagte mal, unter den heutigen Umständen dürfte die EU nicht mehr der damaligen EU beitreten. Macht korrumpiert unendliche Macht…..! Wer glaubt denn, wo all die Milliarden Euros verschwinden die den linksgrünrotwoken „NGOs“ hinterher geworfen werden? Übrigens waren der Geld und Goldtransport nicht in Richtung Ukraine, also Richtung Norden unterwegs, sondern gen Süden. Unter der Hand nimmt man an, daß diese Werte für die Opposition als Wahlkampfhilfe gedacht waren.
Wie wäre es mal gegen Ursula von der Leyen die Präsidentin der Europäischen Kommission zu ermitteln?
Tja, die hat wohl alle in ihrer korrupten Hand. Da müsste man wie im besten Mittelalter mit der hochnotpeinlichen Befragung beginnen und all die schönen Instrumente der Erinnerungshilfen vorführen wie die eiserne Jungfrau, Streckbank, Daumenquetscher usw. vorzuführen und deren Wirkungen zu erklären. Mal schauen ob die Dame es länger aushält als ihr Pony beim Wolfsbesuch.
Vierzig Millionen US-Dollar, gut 40 Millionen EUR und 6 kg Gold hat Orban beschlagnahmen lassen, was von der Raiffeisenbank in Wien Richtung Kiew per Auto-Transporter gehen sollte und wer da noch an eine normale Bankbewegung glaubt, hat noch nicht begriffen wo die größten Gangster sitzen und wenn die Leute wüßten welche Ganoven unser Schicksal bestimmen, würden sie morgen auf die Barrikaden gehen. Das sind Mafia-Methoden der übelsten Art, ausgehend vermutlich vom Gesetzgeber, was noch der größte Hohn ist und dann sind sie auch noch so frech, die Freiheit beschneiden zu wollen, die sie sich selbst bedingungslos gestatten und das nennen… Mehr
Bargeld ist out ! Nur noch elektronisches Zentralbankgeld! Dann passiert sowas nicht!
Eine höchst korrupte Organisation zwingt Deutschland die Gesetze auf. Sehr amüsant.
Unter Umständen ist die EU genauso korrupt wie die Ukraine ❗
Korruption ist die Fortsetzung der Parteienherrschaft mit den üblichen Methoden.
Korruptionssumpf….korruption ist eine ganz natürliche (menschliche) sache und hat es schon immer gegeben und wird es immer geben egal wann, wo und wer. Und wo viel geld ist ist auch immer viel korruption.
Wake me up when someone got imprisoned
Wer mit Betrug in Millionenhöhe erwischt wird, den macht Brüssel schließlich zur Chefin der Zentralbank
Die EU wird immer widerlicher. Die totalitäre linkswoke Ideologie, der vollkommen fehlgeleitete Versuch, die Europäer über Zensur umzuerziehen. Verordnungen gegen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessen der Mitgliedsländer. Sinnloses Verprassen europäischen Steuergeldes. Und jetzt auch noch Korruption als offensichtlicher Normalfall. Und vermutlich gibt es die Geldsäcke aus Katar noch immer reichlich, aber inzwischen in unauffälliger Bitcoin-Form.