Manuela Schwesig steckt fest im PR-NGO-Sumpf aus eigener Herstellung

Lilly Blaudszun, das Covergirl der Pro-Asyl-Linken, illustriert alte SPD-Bande zu einer ganz bestimmten Firmengruppe. Wie im Bund so auch in Mecklenburg-Vorpommern bevorzugt man offenbar ungeniert bestimmte PR-Agenturen, deren Mitarbeiter man dann auch gerne für die Partei engagiert.

picture alliance / dts-Agentur | -

Konservative haben schon einmal Amigo-Affären, die SPD hat den NGO-Sumpf. Jetzt darf man fragen, was die höheren Kosten für das Gemeinwesen verursacht. Vetternwirtschaft und Nepotismus sollte man in jedem Fall vermeiden, soweit irgend möglich. Aber SPD und Grüne haben das Modell in den letzten Jahren vervollkommnet – durch „Demokratiefördertöpfe“ für befreundete gescheiterte Existenzen in den Kommunen und für das gewaltaffine Antifa-Umfeld, durch Förderung der Schlepperwirtschaft im Mittelmeer und durch den ganzen Asylindustrie-Komplex, der Unmengen von Geld verschlingt, von den menschlichen Kosten ganz zu schweigen.

In dieses Kapitel gehört offenbar auch Lilly Blaudszun, politische Influencerin, Politikberaterin, SPD-Mitglied und seit Januar Sprecherin der „Leitung Kommunikation SPD MV, Sprecherin der Landesvorsitzenden“. So steht es in ihrem X-Profil. Diese Landesvorsitzende ist allerdings Manuela Schwesig und damit auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Und obwohl diese beiden Ämter angeblich klar zu trennen sein sollen, wie ein Sprecher der Staatskanzlei meint, ergeben sich daraus einige Fragen.

Denn schon zuvor hatte die Beratungsfirma, in der Blaudszun als „Senior Associate“ geführt wird, jede Menge Regierungsaufträge aus Schwerin erhalten. Das Ganze ist mindestens eine „lukrative Grauzone“, wie der Landeschef des Steuerzahlerbunds Sascha Mummenhoff zusammenfasst.

Einmal Wagenburg, einmal Nachwuchspflege

Seit 2022 flossen so rund 60.000 Euro an die Firma „365 Sherpas“, wie die Ostsee-Zeitung erfragte. An die ressourcenmangel Integral GmbH, ein Schwesterunternehmen im selben Konzern, gingen sogar 330.000 Euro für den Aufbau einer Landes-Website. Beide Firmen gehören zur Hamburger Hirschen Group, einem reichlich trendy anmutenden Unternehmens- und Politikberatungskonzern mit zwei „Executive Chairmen“ und zahlreichen „Senior Directors“. Angeblich war der Auftrag für die Website damals „europaweit ausgeschrieben“ worden – am Ende lag das Gute so nah im traditionell sozialdemokratisch regierten Hamburg.

Letztlich wird so aber eben nicht sauber zwischen Partei und Landesregierung unterschieden. Die Agenturen, mit denen man sich „als Landesregierung“ gut versteht, scheinen auch die zu sein, aus deren Reihen man Wahlkampfmanager wie Lilly Blaudszun rekrutiert. Ein Unternehmen, das vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit sechsstelligen Summen am Leben gehalten wird, nährt den ideologisch geschulten Nachwuchs für SPD-Chefin und Ministerpräsidentin Schwesig.

Derartige Netzwerke zwischen Parteien, öffentlichen Ausgaben für PR und Beratungsfirmen hat TE schon früher aufgedeckt, namentlich am Beispiel des Bundeshaushalts. Und im kleinen, provinziellen Meck-Pomm macht Schwesig es eben genauso. Und schon in den tausend PR-Posten der Ampelregierung tauchten zahlreiche Untergliederungen der Hirschen Group – darunter auch 365 Sherpas und verschiedene ressourcenmangel-GmbHs – auf, die auch in diesem Fall von der regierungsamtlichen Bewässerung durch rot-grüne Satrapen profitiert haben. Die Agentur „Zum goldenen Hirschen“ aus der Hirschen Group warb übrigens ganz offensiv mit ihrem engen Verhältnis zum Bundespresseamt über alle Regierungswechsel hinweg (Merkel – Scholz – Merz?). Man kann es auch „Medienpflege“ nennen wie der Kollege Josef Kraus.

Die AfD in Sachsen-Anhalt macht die Wagenburg der Etablierten und mögliche Unterwanderung durch V-Leute verantwortlich für die Beschäftigung von Verwandten. Außerdem gehe es nur um die relativ unbedeutenden Mitarbeiter von Abgeordneten, nicht um Staatskanzleien oder die Fraktionsführung. Welche Argumente hat die SPD Meck-Pomm für sich und ihren PR-NGO-Sumpf?

Lupenreine Vorfeld-Poesie zwischen SPD und Pro Asyl

Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Insofern kann es auch Manuela Schwesig nicht egal sein, dass sie in diesen Skandal mehr als nur verwickelt ist. Schwesig ist die Haupt- und Zentralfigur, der Drehpunkt dieser Konnexion: Weil sie als SPD-Landeschefin argumentative Unterstützung brauchte, vermutlich im Kampf gegen die bösen „Rechten“. Und darin ist Lilly Blaudszun wirklich gut. Laut eigenem Tweet ist Blaudszun „pro Asyl“, womit sie direkt auf den gleichnamigen Lobbyistenverein verweist. Sie schreibt: „Ich bin @ProAsyl, weil eine Demokratie sich daran misst, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Weil es nicht radikal ist, Schutz zu gewähren – sondern ihn zu verweigern. Und weil Menschenrechte nicht vom Pass abhängen dürfen.“

Das ist hochinteressante Vorfeld-Poesie, der natürlich in der Sache an so vielen Stellen zu widersprechen wäre. Vor allem ist es natürlich schon radikal, wenn nicht extremistisch, weil die Gesetze des Landes tatsächlich etwas anderes vorsehen und es gar nicht um „Schutz“ geht, sondern um illegale Einwanderung zur wirtschaftlichen Verbesserung.

Blaudszun will nun die Wahl nicht „alleine drehen“, glaubt auch nicht, dass sie es kann. Das könnte das tröstliche Ende von dem Lied sein.

Und was sagen die „365 Sherpas“, offenbar Blaudszuns Immer-noch-Arbeitgeber, über sich selbst? Zum Beispiel so etwas: „365 Sherpas vereint gesellschaftspolitische Kompetenz mit strategischer Kommunikationsberatung – eine Kombination, die in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.“ Man freue sich darauf, „Organisationen und Führungspersönlichkeiten dabei zu unterstützen, in Transformationsprozessen Orientierung zu geben und Wirkung zu entfalten“. Also alles klar, Hauptsache „gesellschaftspolitische Kompetenz“ und Überblick bei Transformationsprozessen. Dann läuft der Laden.

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Kommentare ( 9 )

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Haba Orwell
11 Minuten her

> Sie schreibt: „Ich bin @ProAsyl, weil eine Demokratie sich daran misst, wie sie mit den Schwächsten umgeht. Weil es nicht radikal ist, Schutz zu gewähren – sondern ihn zu verweigern.

Na gut, dann muss man warten, bis ein Kalifat strenge Einwanderungspolitik wie in Saudi-Arabien einführt. Auch in Pakistan werden Afghanende:innen nicht gezielt eingeflogen, sondern umgekehrt – rausgeworfen. Da viele für Krawalle in Iran angeheuert wurden, folgt auch Iran diesem Beispiel.

Norbert Brausse
13 Minuten her

Diese Dame kann ich spätestens seit ihrer Aussage, ihre Kinder auf eine Privatschule zu schicken, weil diese am Weg zu ihrer Arbeitsstelle liegt, nicht mehr ernst nehmen. Als MP eines Bundeslandes müsste es doch ihre wichtigste Aufgabe sein, eine bestmögliche Bildungspolitik für die Zukunft ihres Landes und somit unseres Staates zu machen. Aber die stetige Zunahme des Anteils an Privatschulen gegenüber öffentlichen Schulen ist ein Beispiel für den Abstieg dieses Staates und ihre persönliche Wahl der Schulart entlarvt sie als Egoistin, der Eigennutz vor Gemeinnutz geht und disqualifiziert sie deshalb als MP.

Juri St.
22 Minuten her

Mitten im Sumpf aber immer noch „in Amt und Würden“. Kein Einzelfall

Rainer Schweitzer
1 Stunde her

Der vor allem von den Grünen und der SPD geschaffene und finanzierte „NGO“-Sumpf, die sog. „Zivilgesellschaft“ schafft eine Art Staat im Staate und eine Versorgungsstruktur für Parteigenossen. Sie verfolgt das Ziel, den politischen Diskurs zu beherrschen, damit die Gesetzgebung massiv zu beeinflussen und sich letztendlich den Staat zur Beute der Parteien zu machen. Sie ist ein unverhüllter, direkter Angriff auf die demokratischen Gesetzgebungsorgane, auf die Demokratie und die Verfassung des Landes. Der „NGO“-Sumpf in Kooperation mit dem ÖRR und der sonstigen medialen SPD/Grünen-Claque ist eine Art informelles „Propagandaministerium“, dessen „Wirken“ unabhängig wird vom Ausgang von Wahlen. „Mutti“ und ihre CDU… Mehr

Ratax
1 Stunde her

Dieser Sumpf aus Nepotismus und verdeckter Wahlkampffinanzierung findet sich längst in allen Bundesländern und auch im Bund. Merz hat mit seinen 551 Fragen in ein Wespennest gestochen, das hat man an den Reaktionen gesehen: Keine Kanzlerwahl ohne Rücknahme dieser Fragen, das war die Reaktion der SPD! Schon daraus mag man erkennen, wieviel es tatsächlich zu vertuschen gibt. Dieser Sumpf wurde bis heute nicht wirklich erforscht, zuletzt hörte man von australischen Forschern, welche die Zahlungsflüsse mal näher untersucht haben. Die großen deutschen Medien: Fehlanzeige! Der Verein Lobbycontrol gehört m. E. inzwischen selbst zum Sumpf und agiert auf einem Auge blind. Schade,… Mehr

flo
1 Stunde her

SPIEGEL: „Er (Regierungssprecher Andreas Timm) verwies zudem darauf, dass die Personalentscheidung vom SPD-Landesverband und nicht von der Staatskanzlei getroffen worden sei. Dadurch seien Regierungs- und Parteikommunikation organisatorisch getrennt.“ Das klingt jetzt sehr sophisticated, differenziert. Grundsätzlich lebt unser politisches System im Modell ja davon, dass sich bei Menschen als Ministerpräsident, Bundeskanzler, Bundespräsident ihre Parteimitgliedschaft irgendwie so ein klein bisschen in Luft auflöst. Hier wissen wir doch spätestens seit Daniel Günther, dass man Privatperson, Parteivertreter und Inhaber eines staatlichen Amtes fein säuberlich trennen kann. So gesehen hat die Ministerpräsidentin Schwesig gewiss (fast) nichts mit der „Leitung Kommunikation SPD MV“ zu tun.

Klaus D
2 Stunden her

PR-Agenturen….aktuelles aus NRW.

Virales Instagram-Video

Wüst‑Shooting entpuppt sich als abgesprochen

Ein Clip mit Ministerpräsident Hendrik Wüst, der eine spontane Begegnung mit einem Straßenfotografen suggeriert, war in Wahrheit inszeniert.

https://www.ksta.de/politik/nrw-politik/virales-instagram-video-wuest-shooting-entpuppt-sich-als-abgesprochen-1223771

humerd
2 Stunden her

Schwesig ist Merkelianerin.
Zur SPD als solches. „Gesetzliche Krankenversicherung:
SPD nennt CDU-Krankenkassenvorschläge ohne Gegenfinanzierung unseriösDie CDU will Krankenkassenkosten von Grundsicherungsempfängern vom Bund übernehmen lassen. Die SPD bezeichnet die Idee ohne Finanzierungsvorschlag als unausgegoren.“ https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/nina-warken-dagmar-schmidt-carsten-linnemann-gesetzliche-krankenversicherung-finanzierung-gxe
Die Beitragszahler zur gKV sollen gefälligst weiter die unkontrolliert Migration finanzieren. Solange die Lasten und Hauptkosten derartig auf die Schultern der gesetzlich Versicherten lasten, ist leicht „pro asyl“ rufen.

twsan
2 Stunden her

Böse Zungen nennen den „N“GO-Sumpf auch „Schattenregierung“… – weil er das durchzieht, was einer freiheitlich-demokratischen Regierung qua Verfassung und Gesetz prinzipiell und grundsätzlich verboten ist…

Last edited 2 Stunden her by twsan