Der Koalitionsausschuss war nicht, wie einige glauben, ergebnislos. Er zeigte eine Regierung, die sich vor der Wirklichkeit immer mehr einmauert, permanent selbst lobt und nur noch Lob hören will. So ist auch die vorderste Aufgabe nicht Stärkung der Wirtschaft, innere Sicherheit und ein funktionierender Sozialstaat, sondern die Kontrolle des Diskurses.
picture alliance / dts-Agentur | -
Man hat den Eindruck vom gestrigen Koalitionsausschuss, dass die Damen und Herren ein wenig müde vom Tanzen in Neu-Versailles sind. Doch wenn die Herrschenden in Samt und Seide in Neu-Versailles gehüllt nur noch das Tanzbein schwingen, gehen die Beherrschten bald in Lumpen. In der Pressekonferenz zum Koalitionsausschuss gestern wirkte selbst Söder intellektuell gelangweilt, was schon etwas heißen will, Klingbeil versuchte sich mit spärlichen Überbleibseln seines verschmitzt jungenhaften Antifa-Lächelns wach zu halten, Bärbel Bas hatte wie immer den ewig gleich frustrierten Gesichtsausdruck aufgesetzt, als sei ihr bereits pränatal Ungerechtigkeit widerfahren und Friedrich Merz sah man die Verärgerung darüber an, überhaupt im popligen Berlin sein zu müssen. Viel Rhetorik, viel abgestandenes Merz-Pathos, nichts beschlossen, was Deutschland benötigt. Noch reichen ja die 900 Milliarden, die man als Schulden auf die deutschen Bürger gehäuft hat. Oder doch nicht? Es kommen harte Zeiten – für die Bürgerrechte und für Meinungs- und Pressefreiheit – auf die Deutschen zu.
Der linksterroristische Anschlag auf die Energieinfrastruktur in Berlin wird benutzt, um die Freiheit der Bürger einzuschränken, wahrscheinlich zum Kampf gegen Rechts. „Die Zeitenwende erfordert insoweit wirksame Maßnahmen zur Stärkung sowohl der äußeren Sicherheit als auch der inneren Sicherheit“, so jedenfalls die Brandmaurer. Nicht der Linksextremismus und der Grünextremismus werden bekämpft, möglicherweise sogar mittelbar und über NGO-Umwege mit Steuergeldern sogar noch in dem einen oder dem anderen Fall unterstützt, sondern: „Dem Schutz kritischer Infrastruktur ist gegenüber der pauschalen Transparenz von sensiblen Infrastrukturinformationen stets Vorrang einzuräumen. Sensible Daten zu kritischen Infrastrukturen müssen auch sensibel behandelt, gesichert und geschützt werden.“
Den Übergang in den Überwachungsstaat, in eine Art Brandmauerdiktatur, der Neo-Totalitarismus wird begründet mit einem „Epochenumbruch“, der völlig falsch definiert wird. „Anstelle des regelbasierten Multilateralismus spielen wenige Großmächte zunehmend ihre wirtschaftliche und militärische Dominanz für ihre geostrategischen Ziele aus. Sie konkurrieren um Einfluss, Ressourcen und technologische Führerschaft.“ Was Klingbeil und Merz als Epochenumbruch definieren, ist nichts anderes als die Realität der Geschichte vom Neandertal bis heute. Nicht das Konkurrieren um Dominanz, die Regeln bestimmen zu können, hat sich geändert. Geändert hat sich nur, dass die europäischen Eliten von von der Leyen bis Merz, von Klingbeil bis Macron gegen ihren Abstieg ankämpfen, weil sie dysfunktional sind und ihren Machterhalt mit der Entwicklung ihrer Länder gleichsetzen. Sie leben nicht einmal in der Welt von gestern, sondern in einer Blase, im Nirwana.
Der gestern veröffentlichte Jahreswirtschaftsbericht ist eine Handlungsanleitung zur Zerstörung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Wohlstandes. „Hybride Bedrohungen sind an der Tagesordnung. Ob dabei der Energiebereich, die Infrastruktur, Software, die Gesundheitsversorgung oder andere Bereiche getroffen werden, ist vorher nicht klar“, wird die Bundesregierung bewusst unscharf, um alles darunter fassen zu können. „Hybride Bedrohung“ ist die Neuauflage der uralten Verschwörungstheorie reaktionärer Eliten, von Feinden umgeben zu sein, gegen die man sich unter Anwendung aller Mittel wehren muss, weil die Feinde immer mehr, immer hinterhältiger, immer gefährlicher werden. Um die eigene Herrschaft zu retten, muss man daher die Gesellschaft in einen Zustand fortgesetzter Hysterie treiben, damit jede rationale Diskussion von vornherein als hybrider Angriff kriminalisiert werden kann. „Auch um gegen solche Angriffe gewappnet zu sein, müssen Wirtschaft und Gesellschaft resilienter werden“, schreiben die Koalitionäre.
Und wie schon von Daniel Günther gefordert, geht es Merz und Klingbeil um Zensur, um Regulierung, um Verbote kritischer Medien und um die Finanzierung von Propaganda- und Indoktrinationsmedien, denn: „In Zeiten hybrider Angriffe von innen wie außen bilden eine stabile Demokratie, der Zusammenhalt unserer Gesellschaft sowie eine vielfältige Medienlandschaft für einen demokratischen Diskurs die Grundlage für die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft. Sie zu stärken und zu unterstützen ist vorderste Aufgabe der Bundesregierung. Daher werden wir mit konkreten Projekten die Demokratiestärkung unterstützen. Die Bundesregierung wird den Rechtsstaat stärken und gegen Deep Fakes gezielter vorgehen.“
Man beachte, es ist nicht die vorderste Aufgabe der Bundesregierung, die Wirtschaft zu stärken, den Wohlstand zu sichern, die innere Sicherheit, das Funktionieren des Sozialstaates, sondern den Diskurs zu reglementieren. Die Drohung gegen Deep Fakes, also gegen Kritik und Berichterstattung gezielter vorzugehen, ist eindeutig. Denn es ist nicht bekannt, dass die Brandmauerparteien auch nur das Geringste in den Rundfunk- und Fernsehräten gegen „Deep Fakes“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk unternommen haben. Weder bei Hayali noch bei Theveßen, und die seltsamen zwei Sendungen von Lanz nach der Sendung mit Daniel Günther sprechen hier eine eigene Sprache.
Und um alles, wie Orwell in „1984“ dargestellt hat, kontrollieren zu können, will die Bundesregierung „die Resilienz Deutschlands und Europas gegenüber digitalen Monopolen“ ausbauen „durch den Aufbau deutscher europäischer Technologieführerschaft, europäischer Plattformen und Clouds“. Von der Leyen, Merz und Klingbeil wollen künftig entscheiden, was veröffentlicht werden darf, um resilient gegen die Demokratie zu sein. Eine Regierung, die „weitergehende Befugnisse für die Sicherheitsbehörden“ geschaffen hatte, hatten wir in Deutschland übrigens schon einmal.
Wenn Söder auf der Pressekonferenz sagte, dass es „zwar keine Breaking News“ gäbe, sich aber alles gut zusammenfüge, hat er recht. Alles, was die Koalition bisher beschloss oder vorhat, fügt sich zum autoritären Staat zusammen, der den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Niedergang durch Repression und Indoktrination absichern will. Das BND-Gesetz, der Digital Services Act fügt sich mit dem Jahreswirtschaftsbericht gut zusammen.
Ansonsten will Friedrich Merz weiterhin nichts für den Frieden in der Ukraine tun. Fürchtet sich Merz vor einem Telefonat mit Putin? Jedenfalls lehnte Merz direkte Gespräche mit Putin ab, lieber überweist er weitere deutsche Steuermilliarden im zwei-, wenn man die deutschen EU-Mittel hinzurechnet möglicherweise im dreistelligen Bereich an eine Regierung, bei der man letztlich nicht weiß, wohin die Milliarden wirklich fließen, und verschließt vor dem Sterben die Augen. Man kann in Verhandlungen in einem Krieg scheitern, aber Verhandlungen nicht versucht zu haben, ist schlimmer als Scheitern.
Der Koalitionsausschuss war eben nicht, wie einige glauben, ergebnislos, sondern er zeigte eine Regierung, die sich vor der Wirklichkeit immer mehr einmauert, sich permanent selbst lobt und nur noch Lob hören will.





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Ließt man die Kommentare in den Lügenmedien, scheint der Drops gelutscht zu sein. Und dennoch werden wir uns wieder darüber wundern, dass diese Gegenparteien irgendwie an der Macht bleiben. Die Wahlleiter wurden sicherlich schon instruiert. Bald hilf tatsächlich nur noch eine RAF, eine rechte Armee Fraktion.
Was für eine Kulisse auf dem Foto: Antifa-Klingbein, Hauptschul-Bärbel (auch Krawall-Bärbel genannt…), Pinnochio-Fritz und Pirouetten-Markus. Eine Bauvorlage für jeden Karnevalswagen.
Was politisch dabei herumkommt, kann Wirtschaft und Staat nur in den Niedergang zwingen. Früher saßen dort Leute wie Schmidt, Lambsdorff, Erhard und Strauß. Was für ein Bildungs- und Intelligenz-Schwund.
Der hoch wahre Satz in diesem Artikel:
Was Klingbeil und Merz als Epochenumbruch definieren, ist nichts anderes als die Realität der Geschichte vom Neandertal bis heute.
Derart geschichtsunwissend sind unsere sogenannten Eliten, dass man darüber nur den Kopf schütteln kann. Aber dann Diktatur einführen wollen…
Na ja, die DDR-Bürger haben 40 Jahre die dämlichste Wirtschaftspolitik ausgehalten und überlebt. Mal sehen, ob sie es jetzt gemeinsam mit den unbedarften Wessis und Europäis nochmal schaffen (gemäß Merkels Blödsatz) werden.
Schöner Satz!
Jetzt noch die Implikation daraus schließen: Merz will Krieg.
Ganz im Sinne Hegseths, wie er es ja auf der MünSec 2025 verkündet hat.
Inhaltlich alles richtig, nur kann ich weiterhin keinerlei Widersprüche zu den tiefsten Wünschen von 80% der Wähler sehen. Bei Unionswählern gilt das sogar für 100%. Das schaffen nicht Mal die Grünen. Insofern gibt es da auch nichts zu beanstanden.
Herr Mai, man muss es stets betonen: Die alliierte Nichtregierungsorganisation BRD (https://www.youtube.com/watch?v=UPJu7t5E9Mg) vertritt keineswegs das Deutsche Volke (erster BRD-Bundeskanzler Adenauer: „Wir sind keine Mandanten des deutschen Volkes, wir haben den Auftrag von den Alliierten.“ https://www.thepioneer.de/originals/thepioneer-briefing-business-class-edition/briefings/der-anti-fuehrer-staat), das folgerichtig ist, da sie keinen Staat repräsentiert (https://www.youtube.com/watch?v=UlM1tBAO5XE), sondern ein Besatzerkonstrukt (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25) das der Aufgabe zuteilwird, uns Deutsche im Zuge des aufgrund fehlender Friedensverträge bis zum heutigen Tage stattfindenden sogenannten „Ersten Weltkrieges“ (https://www.ewigerbund.org/eb/was-stimmt-hier-nicht/ — https://www.ewigerbund.org/eb/heute/) im Sinne der sogenannten „Alliierten“ zu vernichten (Churchill, damaliger Leiter der britischen Marine, im Jahr 1914: „Deutschland muss die Niederlage spüren.“ https://www.spiegel.de/geschichte/churchill-und-die-deutschen-a-946593.html), das im Zuge der… Mehr
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Auf die demonstrierte Art und Weise zu Regieren provoziert diese Regierung geradezu zu Radikalisierung.
„weitergehende Befugnisse für die Sicherheitsbehörden geschaffen hatte, hatten wir in Deutschland übrigens schon einmal.“
Nein, die hatten wir schon zweimal: Einmal die Gestapo, dann nahtlos die Stasi.
In zwei Systemen, die sich inhaltlich sehr nahe waren, beides erklärte Sozialisten.
Genützt haben beide nichts, aber die Zeit, in der sie Macht ausübten, war schwer erträglich…
Hätten wir diese Regierung, genau wie schon die Regierung davor und alle vorherigen Merkel-Regierungen, jeweils mit einer Horde Primaten aus dem Zoo besetzt, denen es statt fetter Diäten abzukassieren nur nach einigen Stauden Bananen am Tag verlangt, würde es Deutschland heute in allen Bereichen besser gehen.
Wirtschaftlich, kulturell und vor allem intellektuell.