Eine kurze Reise vom BER gerät zu einer Odyssee. Aus einer knappen Stunde Flugzeit werden drei Tage. In dieser Zeit kann man besichtigen, wie Inkompetenz und Desinteresse unser Land über die Klippe schubsen. Protokoll eines Dramas.
picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack
Prolog: Im ersten Teil seiner Tragödie „Faust“ lässt Altmeister Goethe den Mephisto sagen: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie.“
Von Berlin, Flughafenkürzel BER, nach Salzburg (SZG) braucht man 55 Minuten. So steht es im Flugplan von Eurowings. Bei der Billig-Tochter der Lufthansa hatte ich online einen Sitz gebucht für Flug EW 4343. Abflug ab BER: Sonntag, 4. Januar 2026, 20.35 Uhr. Ankunft in SZG: Sonntag, 4. Januar 2026, 21.40 Uhr.
Doch grau ist alle Theorie.
Erster Akt:
Am Flughafen
Ebenso grau ist realer Schnee in Berlin.
Eigentlich ist Schnee natürlich weiß, aber in der anerkannt dreckigsten Metropole Deutschlands eben nur theoretisch. Und dieser graue Schnee am Flughafen der Hauptstadt des viertgrößten Industriestaates der Erde macht allen harmlosen Plänen des zivilisierten Passagiers einen dicken roten Strich durch die Rechnung.
18.00 Uhr
Als vorausschauender und leidgeprüfter Berliner komme ich extra früh am BER an, mehr als zweieinhalb Stunden vor Abflug. Boarding beginnt um 19.50 h. Nach dem Aufgeben der beiden Gepäckstücke und der üblichen Warterei an der Sicherheitsschleuse folgt ein Blick auf die Anzeigetafel in Terminal 1: Zu welchem Gate muss ich?
Die Anzeige lautet: „Gate-Info um 19.45 h.“
Etwas spät vielleicht. Von der Haupthalle kann man am BER schon mal gut und gerne 20 Minuten bis zu einem der weiter entfernteren Abflugschalter unterwegs sein. Das Gate erst fünf Minuten vor Beginn des Boardings mitzuteilen, kann dann zu völlig unnötiger Rennerei führen.
Aber gut. Irgendwas ist ja immer.
19.50 Uhr
Keine Neuigkeiten auf der Anzeigetafel. Das Gate, das da seit fünf Minuten angegeben sein müsste, bleibt weiter ein Geheimnis.
19.57 Uhr
Per SMS schickt Eurowings diese Nachricht: „Die Abflugzeit für EW 4343 hat sich auf 22.05 h geändert.“ Also satte 90 Minuten Verspätung. Die SMS enthält kein einziges Wort des Bedauerns, auch keine Entschuldigung.
Auch viele andere Flüge sind verspätet. Tausende Menschen wuseln durch die Haupthalle. Das Café, in dem ich sitze, schließt – zusammen mit vielen anderen gastronomischen Betrieben am BER. Sonntag, 20.00 Uhr.
20.04 Uhr
Jetzt ist die Flugverspätung auch auf der Anzeigetafel vermerkt – zusammen mit dem Hinweis: „Gate-Info um 20.35 h“. Immerhin. Ich suche ein geöffnetes Café und finde sogar eines. Immerhin.
20.40 Uhr
Die Anzeigetafel vermerkt unverändert den Hinweis: „Gate-Info um 20.35 h“.
21.00 Uhr
Auch mein neues Café schließt. Ich ziehe weiter und finde ein drittes, das noch geöffnet hat. Immerhin.
21.15 Uhr
Die Anzeigetafel schickt die Salzburg-Passagiere zu Gate B13. Ein Glück, das ist nicht ganz so weit von der Haupthalle entfernt.
21.30 Uhr
Keine Anzeichen eines beginnenden Boardings an Gate B13. Keine Mitarbeiter von Eurowings oder vom BER oder von irgendwem am Gate. Keine neuen Infos an der Anzeigetafel.
21.45 Uhr
Immer noch keine neuen Infos an der Anzeigetafel. Immerhin beginnt endlich das Boarding.
22.05 Uhr
Jetzt sollte der Flieger abheben. In Wahrheit ist das Boarding noch nicht einmal zur Hälfte beendet.
Zweiter Akt:
Im Flugzeug
22.30 Uhr
Endlich sitzen alle Passagiere im Flugzeug. Die Türen werden geschlossen. Ansonsten passiert: nichts.
22.44 Uhr
Per SMS schickt Eurowings diese Nachricht: „Die Abflugzeit für EW 4343 hat sich auf 22.45 h geändert.“ Also in einer Minute. Es passiert: nichts.
22.45 Uhr
Der Kapitän meldet sich: „Meine Damen und Herren, es tut mir sehr leid, aber der BER ist mit dem bisschen Schnee völlig überfordert.“ Für etwa 20 wartende Flugzeuge stünden nur ganze zwei (!) Enteisungsmaschinen zur Verfügung.
23.05 Uhr
Der Kapitän meldet sich erneut: „Am Flughafen Salzburg besteht ein Nachtflugverbot. Wir haben eine Ausnahmegenehmigung erwirken können und dürfen dort auch etwas später landen. Hoffen wir, dass wir hier noch rechtzeitig enteist werden.“
23.15 Uhr
Der Kapitän meldet sich wieder: „Jetzt sind wir zwar enteist, aber das hat zu lange gedauert. Wir können es nicht mehr rechtzeitig nach Salzburg schaffen. Außerdem stellen auch die Dienstleister hier am BER um 23.30 h ihre Arbeit ein.“
Das Flugzeug rollt zurück zum Gate.
Dritter Akt:
Am Gepäckband
23.30 Uhr
Die Passagiere verlassen das Flugzeug. In der Ankunftshalle herrscht Weltuntergangsstimmung. Koffer, überall Koffer: auf den Gepäckbändern und daneben, turmhoch gestapelt an den Wänden und auf großen Gepäckwagen, auf riesigen Haufen und einzeln.
Tausende gestrandete Menschen suchen nach ihrem Hab und Gut. Die Stimmung ist gereizt. Es ist spät, viele sind seit vielen Stunden hier, es gibt keine Informationen, die Unsicherheit ist groß. Müdigkeit und Erschöpfung bilden eine explosive Mischung.
Vom Flughafen: keine Information.
00.00 Uhr
Für buchstäblich tausende Menschen sind zwei (in Zahlen: 2) „Lost-and-found“-Schalter besetzt.
Aber nicht mehr lange.
„Kommse doch morjen vorbei, vielleicht hamse Glück, und Ihr Jepäck ist dann da.“ Mit diesen Worten verabschiedet sich kurz nach Mitternacht der letzte Mitarbeiter des Bodendienstleisters WISAG von allen kofferlos wütenden Passagieren. „Wir haben jetzt Feierabend.“
Ab jetzt ist jeder auf sich gestellt. Ist das Flugzeug überhaupt schon ausgeladen worden? Wenn ja: Wo ist das Gepäck? Wenn nein: Wann kann man es wo abholen?
Vom Flughafen: keine Information.
Dafür bekomme ich eine neue SMS von Eurowings: „Wir haben Sie umgebucht.“ Prima, denke ich. Bis ich weiterlese: Ich soll Montagfrüh um 10.00 h nach München fliegen – und von da weiter nach Innsbruck, Ankunft dort: 17.45 h.
Vom Flughafen Innsbruck nach Salzburg braucht man mit dem Zug noch einmal dreieinhalb Stunden und muss dabei dreimal umsteigen. Eurowings schlägt mir also allen Ernstes vor, am Montag zwölf Stunden unterwegs zu sein und insgesamt fünfmal umzusteigen (Flüge und Züge).
00.30 Uhr
Einige wenige Gestrandete beweisen schwarzen Humor. „Warten Sie auch auf ihren Koffer?“, fragt neben mir eine Frau eine andere. „Nee,“ sagt die, „ick bleibe hier im Warmen, bis meine Wohnung wieder Strom hat.“
Viele Menschen durchsuchen die vielen Kofferberge auf eigene Faust. Die Bundespolizei muss eine kleine Revolte auflösen, weil Passagiere nach vielen Stunden Warten und Suchen die Nerven verlieren. Für ein paar Momente ist die Lage sogar richtig brenzlig, denn auch für die Bundespolizei ist nachts nur wenig Personal im Einsatz. Der Flughafen ist jetzt ja normalerweise geschlossen.
Der BER könnte den gestrandeten Passagieren, die im Flughafengebäude übernachten müssen, Kaffee und Wasser spendieren. Tut er aber nicht.
00.45 Uhr
Ich gebe auf, wie viele andere auch. Die Koffer muss ich halt später abholen, jetzt will ich nur noch nach Hause.
Doch das ist gar nicht so leicht.
Die Bahn könnte Sonderzüge einsetzen. Tut sie aber nicht. Also stehen – bei heftigen Minusgraden und stürmischem Wind – hunderte Menschen in einer Endlos-Schlange am Taxistand.
Aber es kommen kaum Taxis. Berlins Taxifahrer klagen andauernd darüber, dass das Geschäft so schlecht läuft. Hier und jetzt könnten hunderte Taxis ein sehr gutes Geschäft machen. Könnten sie – wenn sie denn da wären. Doch es sind kaum welche da, und so beträgt die Wartezeit eine gute Stunde.
In dieser Zeit belästigen wilde Taxis die übermüdeten Touristen. Niemand schreitet ein. Wer auch? Die Flughafenmitarbeiter haben ja alle längst Feierabend, die Bundespolizei ist drinnen schwer beschäftigt, und das Ordnungsamt … ach, lassen wir das.
Vierter Akt:
Am Telefon
08.00 Uhr
Am nächsten Morgen rufe ich die Hotline von Eurowings an, um die alberne automatische Buchung nach Innsbruck zu stornieren und eine Ersatzreise nach Salzburg zu organisieren.
Ich lande in der Warteschleife.
08.20 Uhr
Endlich meldet sich ein Mitarbeiter des Callcenters. „Moment bitte“, sagt er. Dann bricht das Gespräch ab.
08.30 Uhr
Beim zweiten Versuch muss ich nicht ganz so lange warten. Doch die Mitarbeiterin, die sich dann meldet, kann mir nicht helfen: Sie hat keinen Zugriff auf Umbuchungen, dafür ist eine andere Abteilung zuständig. Sie wolle mich durchstellen, sagt sie.
Dann bricht das Gespräch ab.
08.45 Uhr
Dritter Versuch, dritter Mitarbeiter, dieselbe Auskunft: Er muss mich verbinden. Bevor er das tut, schildere ich ihm die beiden vorherigen Fehlversuche. Er gibt mir vorsichtshalber die Nummer, unter der ich die zuständige Abteilung direkt erreichen kann.
Beim Versuch, mich durchzustellen, bricht das Gespräch ab.
08.55 Uhr
Ich rufe die richtige Abteilung direkt an und erreiche sogar jemanden. Ich bekomme einen Ersatzflug am Dienstag von Berlin über Frankfurt/M. nach Salzburg. Immerhin.
Was mit meinem Gepäck sei, frage ich den Mitarbeiter des Callcenters dann noch. Das wisse Eurowings leider auch nicht, sagt er. Vom BER gebe es kaum Informationen, da habe man offenbar komplett den Überblick verloren. Ich beschließe, noch einmal zum BER zu fahren, um mein Gepäck vor Ort zu suchen.
Spoiler: Das werde ich noch bitter bereuen.
Fünfter Akt:
Das Koffer-Wunder
11.00 Uhr
Am BER gibt es Hinweisschilder mit Richtungspfeilen: „Service-Counter der Airlines“. Aber es gibt keine Service-Counter der Airlines, außer für eine knappe Handvoll Fluggesellschaften mit Selbstachtung wie Egypt Air.
Berlin ist als Luftdrehkreuz so unbedeutend, dass die meisten Fluggesellschaften – auch die ganz großen wie Lufthansa oder British Airways – sich von zwei Dienstleistern vertreten lassen: WISAG Aviation Services und AAS Airline Assistance Switzerland. Die haben jeweils einen winzigen Schalter im ersten Stock, neben der Bundespolizei, dem Zoll und einer Filiale von „Starbucks“.
AAS ist für Eurowings zuständig. Am AAS-Schalter angekommen, liest der konsternierte Passagier ein Schild, auf dem steht: „Baggage claims only downstairs“.
11.15 Uhr
Damit ist eine wirklich winzige Tür gemeint, gut versteckt hinter einer großen Freitreppe, neben einem Fahrstuhl und einer blanken Wand. Neben der Tür gibt es eine Klingel mit einer Freisprechanlage und zwei Knöpfen: „WISAG“ steht neben dem einen, „AAS“ neben dem anderen.
Davor stehen etwa 400 Menschen.
11.30 Uhr
Während ich mich zur Tür durchkämpfe, erfahre ich, was hier läuft: Ab und zu öffnet ein Mitarbeiter von WISAG oder AAS die Tür. Dann nimmt er jeweils etwa 20 Menschen mit hinein – immer nur solche, die mit einer der Airlines geflogen sind, die seine jeweilige Firma vertritt.
Für alle anderen heißt es dann wieder: warten.
Das tue ich auch und komme dabei mit einem netten Herrn aus Südafrika ins Gespräch. Er war schon am Samstag mit KLM angekommen, aber seine Maschine wurde nicht entladen – aus welchen Gründen auch immer. Sonntag solle er wiederkommen und hier klingeln, wurde ihm gesagt. Sonntag war er hier und klingelte – da wurde ihm gesagt, er solle Montag wiederkommen.
„Ich fliege beruflich seit vielen Jahren kreuz und quer durch Afrika“, sagt er. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“
Eine weinende Frau kommt aus der Tür und geht zwecks Berichterstattung zu ihrer wartenden Tochter: „Da drinnen hat man mir gesagt, dass es wohl noch drei Tage dauern wird, bis unsere Koffer in Berlin zugestellt werden.“
Da wollten die beiden längst weitergereist sein.
12.54 Uhr
Jetzt kommt ein AAS-Mitarbeiter nach draußen und nimmt ein paar Wartende mit – darunter auch mich.
Hinter der Tür stelle ich verblüfft fest, dass wir uns in der Ankunftshalle mit den Gepäckbändern befinden. Der AAS-Mann führt uns zum „Lost-and-found“-Schalter, den am Sonntag der unverschämte WISAG-Mensch pünktlich zu seinem Feierabend absperrte.
Da stehen wieder etwa 100 Menschen in der Warteschlange.
13.10 Uhr
Ich reihe mich ein und warte ebenfalls. Was soll ich sonst auch machen? Ich sehe mich um: Die Gepäck-Berge vom Sonntag sind nicht kleiner geworden.
Nebenbei fange ich Gesprächsfetzen von vorbeigehenden Passagieren auf: „Die sagen, sie wissen nicht, wo unsere Koffer sind. Sie haben derzeit keinen Überblick.“
Ich frage mich: Wie kann so etwas passieren?
Es gab ja keine Naturkatastrophe. Es hat geschneit, das passiert im Winter. Da kann doch nicht wegen ein paar Flocken und niedrigen Temperaturen der Flughafen der Hauptstadt des viertgrößten Industriestaats der Welt in die Knie gehen.
In Denver im US-Bundesstaat Colorado habe ich mal eine Zeit lang gelebt. Die Stadt hat den sechstgrößten Flughafen der Welt. Gegen jeden Winter dort in den Rocky Mountains ist der Schnee vom Berliner Wochenende ein Witz. In Denver funktioniert immer alles reibungslos.
Und wenn nicht, würden sehr viele Leute dort sofort ihren Job verlieren.
13.35 Uhr
Meine Blicke schweifen durch das Chaos in der Ankunftshalle. Ich gucke ins Leere, was soll man beim Warten auch sonst machen? Meine Hoffnung, dass mein Gepäck heute gefunden wird, sind längst auf dem Nullpunkt.
13.40 Uhr
Jemand stößt versehentlich gegen einen mitten in der Halle stehenden Koffer und wirft ihn um. Das Geräusch reißt mich aus meiner Quasi-Trance, unwillkürlich schaue ich zum Tatort. Der umgeworfene Koffer ist azurblau.
Genau wie meiner.
Ich frage den Mann hinter mir, ob er mir kurz den Platz freihält. Mittlerweile sind alle so resigniert, dass das selbst für einen typisch unfreundlichen Berliner offenbar kein Problem ist.
Ich gehe zum umgeworfenen Koffer. Kaum zu glauben: Es ist mein Koffer. Und direkt daneben steht mein zweites Gepäckstück. Warum, wieso, weshalb? Keine Ahnung. Ist mir auch egal.
Ich greife mir meine beiden Sachen und verschwinde so schnell wie möglich.
Epilog
Der Sprecher des BER hat heute ein Interview gegeben. In den vergangenen Tagen „ist es nicht ganz glücklich gelaufen“, sagt er. Allein für diesen Satz müsste man Axel Schmidt, so heißt der Mann, sofort feuern.
Es habe Probleme bei der Enteisung gegeben. Stimmt – denn der BER hat schlicht zu wenig Enteisungsmaschinen. Das ist aber kein „unglücklicher Umstand“, sondern galoppierendes Manager-Versagen.
Es habe Probleme durch „Personalmangel bei den Bodendienstleistern“ gegeben. Stimmt. Dann stellt halt genügend Leute ein, damit euch nicht beim kleinsten Problemchen der Himmel auf den Kopf fällt.
Es sei „eine logistische Herausforderung“ gewesen, die irgendwann einfach nicht mehr zu bewältigen gewesen sei, „obwohl alles Menschenmögliche getan worden ist.“
Falsch.
Auf jedem größeren Flughafen dieser Welt kann man diese Herausforderungen sehr gut und verlässlich bewältigen. Das dürfte daran liegen, dass die Menschen dort einfach mehr Dinge möglich machen: weil sie fähiger sind – und nicht nach Parteibuch oder Geschlecht ausgewählt wie ganz offensichtlich BER-Geschäftsführerin Aletta von Massenbach.
Mit dem immer noch riesigen Gepäck-Berg spielt der BER jetzt Wanderdüne: Man hat die unzähligen Koffer und Taschen in ein Lager verfrachtet. Dort wird alles nun einzeln und händisch überprüft. Irgendwann sollen die Gepäckstücke an ihre rechtmäßigen Besitzer ausgeliefert werden.
Wann, weiß niemand.
*****
Das Nachrichtenerfindungsmagazin „Spiegel“ schrieb im April 2020 folgende Zeilen:
„In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: ‚Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben‘, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.“
Das Problem in Deutschland ist gar nicht einmal, dass wir als „Wissenschaftler“ getarnte Klima-Panik-Aktivisten haben, die so einen Schwachsinn erzählen. Das Problem ist:
- dass unsere Medien diese Leute zitieren
- dass allzu viele Bürger den Quatsch glauben
- dass unsere Politiker sich danach richten.
Und dann passieren Unglücke.
Im Berliner Stadtbezirk Neukölln wird gerade der Schnee gewogen, der auf den Dächern von 80 Turnhallen liegt. Pro Quadratmeter beträgt die Belastung derzeit elf Kilogramm. Zehn marode Hallen wurden deshalb gesperrt. Jetzt sind fünf Dachdeckertrupps unterwegs, um die Dächer freizuschaufeln.
Kein Scherz.
Deutschland ist immer noch der viertgrößte Industriestaat der Welt. Aber ganz sicher nicht mehr lange. Der Mann hinter mir in der Gepäck-Warteschlange am BER hatte völlig recht:
„Dieses Land ist einfach nur noch lächerlich.“

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Manche Menschen können weit voraussehen. Schon 1961 sang Marlene Dietrich ( und später Hildegard Knef ) „Ich hab noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich nächstens wieder hin … „. – Dabei gab es doch den BER damals noch gar nicht !
Die Deutschen mit ihrer verklemmten Art leben ihre geheimen Aggressionen lieber in Form von grünroter Bürokratie und Bevormundungen bzw. Verboten aus. Da kann sich jeder noch so gehemmte Typ hinstellen, den anderen belehren oder denunzieren, und sich dabei auf ein unsinniges Gesetz berufen. Lieben wir ja, Regeln und Gesetze. Wenn es aber darum geht für Sicherheit zu sorgen und Verantwortung zu übernehmen, werden Deutsche plötzlich mucksmäuschenstill, und schauen beschämt unter sich. Deshalb funktioniert hier nichts mehr. Wir brauchen hier auch keine Quoten-Führungskräfte mehr, sondern Typen mit Cojones. Die, die wissen was sie tun und Verantwortung für sich, ihr Handeln und… Mehr
Kann mir irgend jemand irgend etwas nennen, das früher nicht besser war? Ich warte.
Ich bin mit 72 ein älteres Semester.
In den 1960ern lagen selbst bei uns im Saarland 30 cm Schnee und die Temperaturen fielen auf bis zu -20 Grad.
Vom Zusammenbruch des Lebens habe ich damals nichts mitbekommen, weil es ihn nicht gab.
Heinz Erhardt: Früher war alles gut. Heute ist alles besser. Ich wünschte, es wäre wieder alles gut!
Die Fernseher waren nicht so schön groß, dafür aber verdammt schwer.
Der Mobiltelefonempfang ist besser geworden. Nicht gut, es gibt noch immer mehr als genug Flecken die gar keinen Empfang haben, aber besser.
Und die Internetgeschwindigkeit wurde besser. Davon kann man jetzt halten was man will und es ist auch fraglich, warum es nicht so gut wie z.B. in Rumänien ist. Was es irgendwie auch wieder nicht besser macht.
Ich glaube, mehr fällt mir dann aber auch nicht ein…
Oh, in der Nähe bekomme ich lokales Wagyu. Das Fleisch schmeckt definitiv besser als das der heutigen Schnellzuchtrinder
Es gab die Grünen nicht!
Und was genau hat die Stadt Berlin jetzt mit den Mitarbeitern von Eurowings zu tun? Wenn Ihr Westdeutschen uns nicht jedes Semester neu Eure linksverwöhnte Brut nach Berlin zum studieren schickte, würden die Grünen mit der Linkspartei hier auch keine Mehrheiten holen, seit 50 Jahren nicht. Vorher, nicht vergessen, haben sie das gemacht, was die AfD zur Wehrpflicht sagt: Sie sind vor ihr abgehauen. Zu uns, nach Berlin.
Schließt die Unis, dann bleiben die weg. Aber eure Regierung will die ja.
Selten hier so einen Unsinn gelesen ‼️ Texte Lesen und Verstehen ist nicht so ihr Ding, oder?!
Der letzte Satz:
Also nicht nur Berlin, obwohl natürlich auch Berlin. Zum Verfall gehört aber, dass nichts unternommen wird – Chinesen und Indern Ansiedlungen freigeben, damit sie Schwung einbringen? (Es müssen welche aus erfolgreichen Ländern sein.) Einfach so der Mad-Maxisierung zuschauen, das ist frustrierend.
Ich wüsste übrigens nicht, welches Land in Westeuropa nicht immer schlechter funktioniert – ähnliche Anzeichen erfahre ich aus einigen.
Das wir mit Tempelhof und Tegel zwei großartige Flughäfen aufgeben, mit Sperenberg oder Leipzig/Halle wirkliche Potentiale nicht ausgenutzt und nun mit Schönefeld einen dysfunktionalen Schrotthaufen haben, hat sich der Berliner schon selbst eingebrockt.
Typisch Berliner:
Immer die Schuld anderen zuweisen.
Mal so nebenbei: Wer den politischen Schwachsinn wie Gendergaga und Sozialgedöns in Pseudo-Wissenschaft kleidet und an Unis anbietet, muss sich nicht wundern, welch Blitzbirnen dann angeruckelt kommen, um sich am Schwachsinn zu laben.
Da ist schon was dran, Berlindiesel. Kann mich noch sehr gut erinneren an die Zeit ca. 1985, als wir hier im Westen Abitur gemacht haben. Da war Berlin ein heißer Tip für alle die keinen Wehrdienst leisten wollten, denn als Berliner musste man ja nicht hin. Und so sind damals so einige nach Berlin gegangen, Linksradikale, Drückeberger, Kiffer, Dopeschnorrer, Loser, Nichtsnutze, Spinner.
Tja, und mit dem Personal konnte Berlin halt das werden was es heute ist.
Ich kann mich an eine Szene erinnern im TV, bei der ich noch heute lachen muss. Vor 3 oder 4 Jahren war das Alpenland wie immer völlig eingeschneit, der Schnee lag meterhoch. Man zeigte in mehreren Berichten immer gern dieselbe alte Frau mit Trolley, die langsam den Weg entlangging. Ein ganz flotter „investigativer“ junger Journalist strebte auf zwei Männer zu, die in einem Hauseingang miteinander redeten. Der Reporter fragte die zwei mit Grabesstimme, wie es ihnen denn ginge bei soviel Schnee??? Da raunzt der eine den Jüngling an: “ Ja und? Is doch jeds Jahr a so!“ Ich habe noch… Mehr
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Weil unten in den Kommentaren jemand die besseren Internetverbindungen in RUMÄNIEN erwähnt: Das stimmt grundsätzlich, und vor allem bekommt man hier einen Glasfaseranschluß, z.B. von DIGI für 5 Euro/Monat, und einen Mobilfunkvertrag für 2,03 Euro, der Vertrag Nelimitat (unbegrenzt) kostet 5,08 Euro, mit Roaming und 5G. Allerdings ist anzumerken, daß die ganze Infrastruktur eben auf rumänischem Niveau ausgeführt wird. Mein Glasfaserkabel hängt frei in der Luft, wurde am Dachständer der Stromleitung angebunden(!!!), an der Dachrinne entlang, dann ein Loch durch die Wand gebohrt und rein ins Haus. Keine Kabelschellen, Loch nicht zugeputzt, keine Zugentlastung, dafür aber schnell fertig, 2-3 Tage… Mehr
Deutschland ist ein Irrenhaus, aber in Berlin ist die Zentrale!
Die Fahrtzeit mit dem Auto von Berlin nach Salzburg beträgt knapp 8 Stunden. Die reine Flugzeit, wenn denn alles klappen würde, beträgt knapp 3 Stunden. Mit Checkin, Boarding, Baggage Claim, Taxi, S-Bahn, etc. kommen da locker 6 Stunden zusammen….. wenn alles klappen würde.
Warum also tut man sich das an? Der BER ist ja mittlerweile international berüchtigt, wie die ganze Stadt leider auch……….
BER, die Unfähigkeit und Bräsigkeit des ach so hippen Berlins in Betonform.
Da kommt halt alles zusammen. Deutsche Gründlichkeit, die sich inzwischen nur noch bei der Einhaltung der Pausen- und Feierabendzeiten zeigt. Zuständigkeits-Ping-Pong wie in der Politik; niemand ist zuständig, andere sind schuld. Deutsche Unternehmen, für die Kundendienst ein Fremdwort geworden ist.
Letzten Endes eine perfekte Beschreibung des Ist-Zustandes dieses Landes.
DWD-Meteorologe David Menzel ordnete die Lage als normalen winterlichen Sturm ein. „Es ist ein winterlicher Sturm und – wenn man das große Ganze betrachtet – nichts sonderlich Außergewöhnliches“, sagte Menzel mit Blick auf die Auswirkungen in Norddeutschland.
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Kein Personal auf Flughäfen? Gucken Sie sich die Gehälter der Geschäftsführung, Abteilungsleiter etc. an und dann die Löhne der Abfertigungsmitarbeiter etc. Nach oben sind die Gehälter gestiegen, unten wurde nach unten gruppiert, sodass es sich für die meisten gar nicht mehr lohnt, bei Wind und Wetter für einen Hungerlohn zu arbeiten. Und wenn, dann oft unqualifiziertes und unmotiviertes Personal.
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Kommt auf die Perspektive an. Nach KKP seid ihr Nummer sechs, nach China, USA, Indien, Japan und Russland, gefolgt von Brasilien und Indonesien. Und demnächst wahrscheinlich durchgereicht auf irgendwo hinter Venezuela …
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