Ceuta – Gewalt an Europas Außengrenze

600 Migranten überrannten die Grenzsperren der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika und griffen die Polizei mit selbst zusammengesetzten Flammenwerfern und Branntkalk an und gingen "so brutal wie noch nie" vor. Ein Beitrag zu Marokko, Spanien und EU folgt gleich im Anschluss.

 

Mit brutaler Gewalt haben in der vergangenen Woche etwa 600 Migranten die Grenzsperren der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika überrannt. Dabei griffen sie die Polizei mit selbst zusammengesetzten Flammenwerfern und Branntkalk an und seien „so brutal wie noch nie“ vorgegangen, so die Aussage eines Polizeisprechers vor Ort. Das Video zeigt nicht, wie die Migranten die Polizei angriffen, sondern wie sie danach jubelnd durch die Straßen rennen.

Marokkos Tauziehen um Geld und Macht
Wie Marokko die EU mit Drogen und Migranten unter Druck setzt
Der Druck auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla und die Kanarischen Inseln steigt zuletzt immer weiter an. Der vergangene Donnerstag mit dem gewaltvollen Sturm auf die Grenzzäune von Ceuta durch 800 Afrikaner, die mit Molotov-Cocktails und anderen Mitteln nach Europa zu kommen versuchen, bildet einen neuen bisherigen Höhepunkt. 600 von ihnen schafften es, spanischen Boden zu betreten.

Welche Rolle Marokko in dem jüngsten Anstieg der Überquerungen nach Spanien spielt, können Sie im anschließenden Beitrag von Stefanie Claudia Müller lesen, die aus Madrid die jüngsten Entwicklungen für TE beschreibt.

Ein Video der Zaunüberquerung von Daily Mail UK:

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Kommentare ( 84 )

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oHenri
2 Jahre her

Ich frage mich: waren denn die spanischen Grenzwächter nicht bewaffnet?

Oblongfitzoblong
2 Jahre her

Ich frage mich langsam wirklich, ob sich die deutschen Journalisten nicht selber
blöd vorkommen, bei 600 jungen Männern, die mit Flammenwerfern und Branntkalk spanische Grenzer angreifen und zum Teil schwer verletzen, immer noch von „Flüchtlingen“ zu schreiben. Können die Schreiberlinge nicht einmal über den Begriff „Flüchtling“ nachdenken und vom einfachen Abschreiben des gerade gelesenen Artikels absehen? Es gab ja einmal den Beruf des (Ab)schreibers, aber so wollen sich die hochqualifizierten Journalisten wohl nicht sehen.

Kassandra
2 Jahre her
Antworten an  Oblongfitzoblong

Aber wieso denn?
Am Budapester Bahnhof 2015 haben sie Steineschmeißer ja auch so genannt!
Und fast eine ganze Nation lässt sich seitdem nasführen.

Cenuit
2 Jahre her
Antworten an  Kassandra

…meine Rede seit Beginn des Desasters……
100 Zustimmung

Waehler 21
2 Jahre her
Antworten an  Oblongfitzoblong

Das ist der falsche Denkansatz. diese Leute integrieren sich Ruckzuck in jede Krawallgegend von Deutschland. Integration GELUNGEN !

AlNamrood
2 Jahre her

Absurd, Leuten die sich gewaltsam Zutritt zu einem Land verschaffen auch noch entgegen zu kommen. Aber Spanien muss sich keine Sorgen machen, die sind sicher alle bereits auf dem Weg nach Deutschland. Vielleicht nach Berlin, …

Endstadium0815
2 Jahre her

Jetzt kommen nicht nur Ärzte und Ingenieure, sondern auch Diplom Chemiker.

Silverager
2 Jahre her
Antworten an  Endstadium0815

… und überaus geschickte Handwerksmeister, die sogar Flammenwerfer bauen können.

Watzmann
2 Jahre her

Verantwortung und Freiheit sind zwei Seiten einer Medaille. Ein banales Grundgesetz, aber derzeit außer Kraft. Weder Grenzen zu setzen noch zu schützen ist bereits Ausdruck einer Kapitulation. Realismus ist nicht inhuman, sondern impliziert Handlungsfähigkeit. Die jüngsten Ereignisse an der spanischen Küste haben auch nichts mit Flucht zu tun, sondern manifestieren eine Invasion. Mit Verlaub es ist bereits der V-Fall eingetreten, falls noch bekannt ist, was damit gemeint ist!

Der Unzufriedene
2 Jahre her

600 Personen kommen mit Waffengewalt nach Europa. 1400 werden an nur einem Wochenende gerettet. Wird diese Anzahl eigentlich von den 10000, die jeden Monat zu uns kommen sollen (dürfen), wieder abgezogen? Wer will diese Menschen alle ernähren? Es ist doch von Frau M. und ihren Gutmenschen so gewollt. Dank Smartphones werden diese Nachrichten sich rasend schnell in Afrika herumsprechen. Es werden täglich nicht weniger, sondern immer mehr Menschen werden. Wann fangen wir endlich an uns zu wehren? Von der Politik ist keine Hilfe zu erwarten. Ich kann nur hoffen, dass die letzten Dummen oder Gutmenschen in Deutschland es endlich auch… Mehr

jh skeptisch
2 Jahre her

Wenn 600 Personen mit Waffengewalt die Spanische Grenze gewaltsam überrennen, dann ist das Asylsuche?
Wenn die marokkanische Armee mit Waffengewalt die Spanische Grenze gewaltsam überrennen würde, dann wäre das Krieg?
Wenn die marokkanische Armee, aufgeteilt in kleine Gruppen von 600 Personen als Bettler getarnt, mit Waffengewalt die Spanische Grenze gewaltsam überrennen würde, dann wäre das WAS?
Unterschiede werden immer unklarer, wenn man keine Grenze definiert, keine Grenze zieht!

Timur Andre
2 Jahre her

Ceuta liegt in Nordafrika, wenn man unbedingt dort eine Kolonie haben will darf man sich nicht über die Auswirkungen beschweren. Gleichzeitig aber über Gibraltar aufregen

Dieter
2 Jahre her
Antworten an  Timur Andre

Ceuta, Gibraltar &co sind der Fuß in der Tür für die Rohstoffvorkommen (Öl, Gas, Mangan, und was sonst so da rumschwimmt) im Mittelmeer, bzw insbesondere Im Atlantik vor Afrika!

Kassandra
2 Jahre her
Antworten an  Timur Andre

Wäre die Kolonie nicht, wäre der Zugang zum Meer und damit nach Europa von Nordafrika aus noch einfacher zu erreichen!

Dieter
2 Jahre her

Spanien ist bereits durch den EU Menschenrechtsgerichtshof zu Strafzahlungen verurteilt worden.
Grundlage war: Personen waren widerrechtlich in die Enklave eingedrungen und sind von Sicherheitskräften direkt zurück über die Grenze verbracht worden.
Lt EU hätte Spanien die frage nach Asylwunsch stellen müssen, das ggf ablehnen müssen, Widerspruch abwarten müssen, den ggf ablehnen müssen , den Widerspruch gegen den Widerspruch entgegennehmen müssen.. und irgendwann dann hätten sie die Personen wieder zurückschicken dürfen.

Das „amüsante“ : geklagt hatte eine NGO, da die betroffenen Personen schon lange irgendwo in Afrika verschwunden waren…

Cenuit
2 Jahre her
Antworten an  Dieter

Mich würde mal brennend interessieren, ob das Strafgeld, welches ja erheblich war,
noch gezahlt wurde und ob es die klagende NGO stellvertretend für die eventuell später aufgefundenen Migranten – dann so lange in Obhut genommen hat….;:?)))

Jedediah
2 Jahre her

All europäischen Gutmenschen haben ganz offensichtlich nicht die geringste Ahnung, wie gewalttätig Männer wie diese in ihren Heimatländern oft sind. Dabei ist es heutzutage doch wirklich leicht. Alle Menschen in Afrika – das gleiche gilt für Südamerika und den Nahen Osten, Indien usw – haben inzwischen Smartphones, mit denen sie ihre Taten aufnehmen und gerne über das Internet verbreiten. Was gibt’s denn da so: Steinigen von Dieben, Foltern von „Hexen“, Anzünden von untreuen Ehefrauen. Oder nur zum Spaß einen Behinderten quälen. Kommt das bekannt vor? Hält jetzt hier auch in großem Stil Einzug. Wir haben vielleicht noch ein paar Jahre… Mehr

Kassandra
2 Jahre her
Antworten an  Jedediah

Inzwischen schon. Selbst der Sozialarbeiter schätzt diesen Somali, der eine alte Frau im Altersheim umbrachte nachdem er deren dementen und einen gelähmtem Mann sexuell belästigte als nicht sozialisierbar ein: https://www.gn-online.de/neuenhaus/mord-in-neuenhaus-angeklagter-verurteilt-192676.html

bfwied
2 Jahre her
Antworten an  Jedediah

Diese heutigen jungen Frauen – und viele junge Männer – kommen mir, so leid es mir tut, in größeren Teilen zum einen eher wie ewige 13-Jährige vor, zum anderen rückwärtsgewandt, zumindest bis in die 50er Jahre, weil sie die Emanzipation, die ihre Vorgängerinnen richtigerweise erkämpft haben und im Wesentlichen so eingesetzt haben, dass sie absolut vernünftig agierten, nun ihre Emotionalität im Hier und Jetzt mit großem Selbstbewusstsein und Sendungsbewusstsein ungezügelt und kritiklos einsetzen, aber die Vernunft, und das ist es, offensichtlich als zu anstrengend hintenanstellen! Das positive Element, die Emanzipation, wird somit abgewickelt, zumindest in Teilen. Das, was heute in… Mehr