LKA Baden-Württemberg: Studie warnt vor minderjährigen Terroristen

Potenzielle Terroristen, die noch keine 14 Jahre alt sind. Davor warnt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. CDU und Tagesschau versuchen in der Analyse, unangenehme Ursachen auszublenden – und die reale Gefahr für die eigene Agenda zu nutzen.

IMAGO / imagebroker

Die Studie „Teenage Terrorists“ des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg beleuchtet die „Terrorgramszene“. Dabei behandelt es sich um junge Menschen, die für die Propaganda von Terroristen empfänglich sind. Sie sind laut Studie im Schnitt 16,4 Jahre alt, ein Viertel der Betroffenen war jünger als 14 Jahre alt – die Grenze für Strafmündigkeit in Deutschland. Der Name „Terrorgramszene“ spielt darauf an, dass es vor allem das soziale Netzwerk „Telegram“ sei, über das sie den Weg zum Terror fänden. Die Radikalisierung gehe schnell voran. In über der Hälfte der 37 untersuchten Fälle habe sie weniger als ein Jahr gedauert. Die Experten sprechen daher von „Blitzradikalisierung“.

Die Macher der Studie suchen die Ursachen auch in der Pandemiepolitik der Regierung Angela Merkel (CDU): In fast allen Fällen habe es eine diagnostizierte psychische Erkrankung gegeben oder deutliche Anzeichen für eine noch nicht ärztlich bestätigte Erkrankung. In den Akten fänden sich Vermerke für eine Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen. Auch sei die Hälfte von „ausgeprägter sozialer Desintegration“ und ein Anteil von 37 Prozent von „deutlicher familiärer Vernachlässigung“ betroffen.

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In „Teenage Terrorists“ heißt es dazu wörtlich: „Der Anschluss an schulische Netzwerke oder Freizeitaktivitäten ging bei vielen der betreffenden Personen insbesondere während der Zeit des Corona Lockdowns verloren.“ In der Folge hätten sie ihr Sozialleben ins Internet verlegt und seien dort auf „extremistische virtuelle Milieus“ getroffen. Die Radikalisierung sei aber gar nicht heimlich passiert, legt sich die Studie fest: „Im Gegenteil, in 79 Prozent der Fälle gab es eindeutige und oftmals zahlreiche sehr klare Anzeichen für das Abgleiten der Personen in extremistische und gewaltverherrlichende Milieus sowie der Vorbereitung von schweren Gewaltstraftaten gegenüber dem familiären und schulischen Umfeld.“ Nicht einmal in jedem fünften Fall führte das zu präventiven Maßnahmen – etwa dem Kontakt zur Polizei.

Die Gefährdeten sind laut LKA Baden-Württemberg ausschließlich männlich. Zwar seien Frauen durchaus offen für radikale Gedanken. Doch herrsche in der Terrorgram-Szene ein ausgeprägter Hass gegenüber Frauen, der sich bis in offen ausgedrückte Gewaltphantasien steigere. Manche potentiellen Täter würden sogar gezielt Sexualdelikte planen, um mit diesen terroristische Botschaften zu senden. Diese „Siege Kultur“ gewinne seit 2021 zunehmend Einfluss in Deutschland. Aus ihr heraus sei mit tatsächlich umgesetzten Anschlägen zu rechnen.

Die Studie räumt ein, dass die Kenntnisse der Polizei und der Geheimdienste sich vor allem auf das beschränkten, was sie über öffentlich einsehbare Chatgruppen absahnen können. Es fehle an „umfassenden und tiefgreifenden Analysen zu den biographischen Hintergründen“ der jungen, potenziellen Terroristen. Passiert jetzt etwas, um diese Gefahr zu bannen? Vermutlich nein. Denn Regierungsparteien und Staatsmedien greifen sich aus dem Thema nur heraus, was in ihre Agenda passt – und unterdrücken, was die eigenen Lebenslügen aufdecken könnte.

So betont die Tagesschau in ihrer Berichterstattung die Nähe der „Terrorgramszene“ zum historischen Nationalsozialismus und zum aktuellen Rechtsextremismus. In einem Nebensatz räumen die Staatsnachrichten ein, dass es auch Bezüge zum „Dschihadismus“ gebe. Die Macher der Studie hingegen nennen das Ding beim Namen: „militanter Islamismus“. Anders als das Staatsfernsehen weisen sie auch darauf hin, dass vor allem Juden zum Feindbild der Terrorszene gehören.

Mit Alexander Teske und Peter Welchering
Tagesschau: Verschweigen ist Programm
Doch während die ARD Berichte über die Gefahren sendet, die von radikalen Christen ausgingen, leidet das Erste Deutsche Staatsfernsehen beim Thema Islam unter Beißhemmungen. Zuerst betonten ihre Journavisten mit dem Begriff Islamismus, dass dessen radikalen Tendenzen nichts mit dem Islam zu tun hätten. Nun schrecken sie offenbar schon vor dem Wort „Islamismus“ zurück. Den Zusammenhang, den die Studienmacher mit den Folgen der Pandemiepolitik sehen, verschweigt die Tagesschau ebenso – wenn es darum geht, negative Folgen der Politik der Regierung Angela Merkel auszublenden, ist das Staatsfernsehen stabil.

Die CDU geht genauso mit der Studie um wie die Tagesschau. Die familienpolitische Sprecherin der Union-Fraktion im Bundestag, Anne König, gibt eine Pressemitteilung zu dem Thema heraus. Die Folgen der Pandemiepolitik der eigenen Partei? Täter, die nicht mal strafmündig sind? Familien, die durch ihre Ignoranz die Radikalität ihrer Sprösslinge fördern? Das alles blendet die Christdemokratin systematisch aus.

Stattdessen bläst sie in das Horn, das die Christdemokraten – nicht nur Daniel Günther – dieser Tage bevorzugt in den Mund nehmen: Sie will die Meinungsfreiheit im Netz beschneiden: „Deshalb ist eine verbindliche Altersverifikation eine zentrale Voraussetzung für wirksamen Jugendschutz im digitalen Raum. Hierfür setzen wir uns ein.“ König schützt die Interessen Jugendlicher vor, die ihr an anderer Stelle so herzlich egal sind, um wie Günther Vorwände zu finden, die Bewegungsfreiheit im Netz einzukreisen. So ist sie Teil der Politik der gesamten CDU unter Friedrich Merz: König will die Freiheit der Bürger beschneiden. Wenn dann reale Probleme wie Terror durch Jugendliche gefährlicher werden, können die Bürger immerhin nicht mehr offen darüber reden.

Dass die Terrorgefahr durch Jugendliche wächst, ist als Erkenntnis nicht neu. So hat Europol bereits im vergangenen Jahr vor „Blitzradikalisierungen“ gewarnt. Die europäische Polizei vermutet, dass jeder dritte Verdächtige unter 20 Jahre alt ist. Der Jüngste sei sogar erst zwölf gewesen. Wie die Tagesschau spricht Europol vom „dschihadistischen Terrorismus“. Wenn es um dessen Gefahren geht, sind zu viele Verantwortliche zu sehr damit beschäftigt, die politisch korrekte Wortwahl zu gewähren – und zu wenige konzentrieren sich auf die Sicherheit der Bürger.

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Kommentare ( 4 )

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4 Comments
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Zack
39 Minuten her

Naja, WIR wissen alle , wer die „radikalisierten Terroristen“ sind und sein werden.
Schließlich haben wir sie uns zu Tausenden ins Land geholt.
Deutsche Jugendliche sehe ich da weniger, außer die Verstrahlten von der „Antifa“ , die immer noch glaubt, den Faschismus zu bekämpfen , in Wirklichkeit aber nur der dumme August der Regierung ist, in Form einer gewalttätigen, linken SA.

Klaus D
43 Minuten her

nennen das Ding beim Namen: „militanter Islamismus“…und dieser gehört zum islam darum = da wo viele muslime = auch immer der islamismus. Der koran wurde ja so geschrieben damit genau das immer so bleibt damit der islam nicht ausstirbt wie zb das christentum in europa. Ich habe schon immer vor den „muslimen/islam/koran“ gewarnt denn aus meiner sich ist das eine ganz „gefährliche“ sekte. Klar gibts da auch viele die verführt werden oder nicht anderes können (unterdrückt werden) aber die masse der muslime (ist meine feste überzeugung) steht zu 100% hinter dem islam/koran. Man muss ja nur in die länder schauen… Mehr

M. Stoll
47 Minuten her

Baden-Württemberg ist das Bundesland mit der größten Fangemeinde für die Grünen Ideologen und Weltenretter.
Gleichzeitig ist BW die Region Deutschlands, in der man den Abstieg, die Bildungsmisere und die Auswirkungen der Massenmigration und der Deindustrialisierung am deutlichsten beobachten kann, da dieses Land von ziemlich weit oben herunter fällt.
Besteht zwischen beiden Fakten ein erkennbarer Zusammenhang?
Wir werden sehen. Am 8. März.

Jan Frisch
1 Stunde her

Da muss ich den Schergen aus Baden-Württemberg widersprechen. „… die Gefährdeten seien ausschließlich männlich.“
Grundfalsch: „… die Gefährdeten sind ausschließlich deutsch.“ Jetzt passt’s.