Karl-Eduard von Altmaier: Der peinlichste Schönredner von Merkel

Altmaier in den tagesthemen: „Wir haben einen sehr guten Koalitionsvertrag. Mit dem sind auch alle in der CDU zufrieden. In der SPD übrigens auch.“ Der offensichtliche Blödsinn, den er redet, sagt mehr über Merkel aus als über ihn.

Screenprint: tagesthemen

„Zeig mir deine Freunde – und ich sag’ dir wer du bist“, sagt ein Sprichwort. Merkels beste Freunde sind unkritische Schönredner wie Ursula von der Leyen oder Peter Altmaier. Personen, die ohne Merkel nichts sind und nichts wären, und die das auch ganz genau wissen.

Altmaier macht sich seit Jahren lächerlich, weil er in einer devoten und primitiven Art ebenso unbeirrt wie penetrant das Loblied auf Angela Merkel singt, und sich dabei auch nicht schämt, den größten Unsinn von sich zu geben:

In der CDU brodelt es, der Unmut ist so groß wie nie zuvor. BILD titelt heute sogar: „Aufstand gegen Merkel“. In der SPD brodelt es auch, und es ist nicht einmal ausgemacht, dass die Mitgliederbefragung positiv ausgeht. Altmaier erklärt dagegen gestern in den tagesthemen: „Wir haben einen sehr guten Koalitionsvertrag. Mit dem sind auch alle in der CDU zufrieden. In der SPD übrigens auch.“ Da müsste man erst einmal nachdenken, ob man sich nicht verhört hat – wenn es nicht Altmaier gesagt hätte.

… da wurde es sogar Caren Miosga zu viel!

Auf den Einwand der Moderatorin Caren Miosga, die CDU sei bei den Ministerien zu kurz gekommen, antwortete er, schließlich stelle die CDU ja die Kanzlerin und darüber hinaus „viele wichtige Ressorts, die für die Bürger und für den Wohlstand dieses Landes entscheidend sind.“ Als Miosga darauf verwies, dass die CDU das Finanzministerium verloren hat, entgegnet er: „Wir haben dafür aber das Wirtschaftsministerium, das Ministerium von Ludwig Erhard, bekommen – zum ersten Mal übrigens seit mehr als 50 Jahren.“ Da wurde es Caren Miosga zu viel: „Das Wirtschaftsministerium wollen Sie jetzt nicht allen Ernstes mit dem Finanzministerium aufrechnen.“

Merkel versteht unter Loyalität absolute Unterwürfigkeit, die dadurch bewiesen wird, dass sich jemand dafür hergibt, öffentlich offensichtlichen Blödsinn von sich zu geben. Belohnt werden von ihr Leute wie Altmaier, dessen Propaganda so primitiv ist, dass wahrscheinlich sogar ein Karl-Eduard von Schnitzler vom „Schwarzen Kanal“ im DDR-Fernsehen erkannt hätte, dass dies nur zum Gegenteil des Beabsichtigten führen kann. Ich gehe davon aus: Auch ein Peter Altmaier weiß, dass er mit seiner primitiven Schönrednerei, die nicht das Geringste mit der Wirklichkeit zu tun hat, keinen einzigen Bürger überzeugen kann. Beobachten Sie mal: Wenn er die Wirklichkeit mal wieder besonders krass verbiegt, huscht manchmal ein Lächeln über sein Gesicht, das ganz offensichtlich zeigt: Er findet es selbst lächerlich, was er da erzählt. Aber das ist ihm egal. Er weiß, was Merkel will und was ihr gefällt, er weiß, dass er dafür von ihr belohnt wird. Und somit sagt der Blödsinn, den er von sich gibt, noch mehr über Merkel aus als über ihn selbst.

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Kommentare ( 182 )

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Karl-Eduard wird Wirtschaftsminister, sozusagen in den Schuhen von Ludwig Erhard und Karl Schiller. Jetzt geht es endlich aufwärts. In welcher Wirtschaft kann man Karl-Eduard von Altmei…. treffen? Na dann Prösterchen Karl-Eduard und weiter guten Appetit.

Diese Altmeier’s machen aus schwarz, weiß und zeige hiermit
ihre geistige so wie moralische Gesinnung.

Das sind diese Mitläufer, die dann von alle dem n i c h t’s gewusst haben!

Klug ist, wer Kluges tut. Und nur der.

Das ärgrliche: Jeder weiß, dass er klug ist.Jeder weiß, dass er gegen seinen Verstand redet. Jeder weiß, dass er es besser kann als Frau Merkel.
Hätte er Charakter, würde er den Aufstand gegen Kauder und Merkel führen. Die Part

Als Bundesumweltminister wurde ihm vom Bundesverband Erneuerbare Energie vorgeworfen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien unnötig zu bremsen und die Ausbauziele zurückzufahren. Peter Altmaier befürchtete damals, „dass sich die Kosten der Energiewende und des Umbaus der Energieversorgung bis Ende der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts auf rund eine Billion Euro summieren könnten.“ Er setzte sich vehement für einen Strompreisbremse ein , geworden ist daraus nichts, die Steuern und Abgaben stiegen seit 2009 bis Heute von 38% auf 54,3% Auf steigende Stromkosten reagierte Altmaier in dem er Energiespartipps gab und zu einem Stromanbieterwechsel aufrief. Festzuhalten ist , wer die Naivität seiner Wähler kennt… Mehr

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie er im Herbst 2015 mit der Mine der tiefsten Überzeugung kundtat, dass die Sicherheitskräfte nicht einen einzigen Flüchtling als potentiellen Terroristen hätten ausmachen können. Dies in einer Zeit, in der noch nicht mal die Registrierung funktionierte…
Gut, gelogen hat er nicht …..

Der Ärmste ist wirklich zu bedauern. Eigentlich hochintelligent, dass zeigen Äußerungen in früheren „freieren“ Tagen, die eigentlich zu den schönsten Hoffnungen berechtigten, quält er sich mit dieser Schönfärberei. Jetzt muss er, der offenbar noch keinen Tag in der Wirtschaft in Verantwortung stand, auch noch den Wirtschaftsminister geben. Vielleicht bleibt ihm dieser Kelch ja doch erspart.

Dieser „fähige Mann“ wurde doch von der „Saarbrücker Zeitung“ glatt als „Hochkaräter“ für die neue Regierung Merkels im Wirtschaftsministerium genannt. Mir ist daraufhin die Zeitung aus der Hand gefallen. Aufgehoben habe ich sie nicht mehr.

Sorry, die Namensallegorie im Titel ist eine Beleidigung für Karl-Eduard von Schnitzler. Der agitierte aus tiefster Überzeugung. Altmeier tut es aus egoistischem Kalkül.

Wo Karl Eduart weilte will der Schatten der alten dicken Frau noch hin. Genossen soll er schönreden.Die DDR glitzert aus allen Wesenszügen. Gleichgeschaltete Genossen mit etwas BRD, Scheinheiligkeit ist die Sonne dieses Duos. Einfach nur abstossend.

Ich würde eher sagen: „Herr, lass Hirn regnen“.

Das Schlimmst an dem Mann ist nicht ‚mal seine Naivität, auch nicht seine Fülle – nein, der Mann war der Kanzleramtsminister, also der Chefplaner dieses Staates.
Aber dann wird so Manches klar ….

Mir wird regelrecht schlecht, zu wissen dass A. als Kanzleramtminister den Vorsitz in jener Runde führt, wo all die anderen Versager ( BND, Verfassungsschutz, BKA u.a.). darüber fabulieren, wie die innere Sicherheit des Landes zu bewerkstelligen ist. Ein unfähigeres Konsortiom können sich Amri und Konsorten gar nicht wünschen.