FAS enthüllt größten GroKo-Skandal um Merkel und Schulz

Martin Schulz soll in der letzten Nacht der Koalitionsverhandlungen offen mit deren Abbruch gedroht haben. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt, soll Schulz gegen halb zwei Uhr morgens gesagt haben: "Dann geht es hier so nicht weiter, wir müssen aufhören."

© Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Hintergrund der Abbruchsdrohung war der Streit um die Ressortvergabe. Der CSU-Vorsitzende Seehofer hatte demnach zuerst das Finanzministerium, dann das Ministerium für Arbeit und Soziales für sich verlangt. Schulz und die SPD-Führung bestanden hingegen darauf, dass sie beide Ressorts und das Auswärtige Amt bekommen. Die Abbruchsdrohung sei sowohl von der SPD als auch von der Union bestätigt worden, schreibt die F.A.S. Angela Merkel rief demnach nach Schulz` Drohung die Runde der 15 Verhandlungsführer der drei Parteien zusammen. Es sei eine Frage des Anstandes, nochmal zu reden. Wie solle man es denn der Öffentlichkeit erklären, dass die Regierung an der Ressortverteilung gescheitert sei, argumentierte Merkel. Auch in dieser Runde blieb Schulz bei seiner Drohung. Er rief die gesamte Parteispitze zusammen, auch jene, die im Hotel übernachtet hatten, um die Lage zu erörtern. Schließlich gab Merkel nach.

Die üble Erpressung des Egomanen Schulz

Schulz hatte vom SPD-Parteitag den Auftrag bekommen, in den Fragen „Familiennachzug“, „Bürgerversicherung“ und „sachgrundlose Befristung“ nachzuverhandeln. In keinem dieser Punkte hat er Wesentliches für seine Partei erreicht. Aber keiner der Punkte war für ihn ein Grund, mit dem Abbruch der Verhandlungen zu drohen – was in der SPD sicherlich verstanden worden wäre. Ihm waren die Inhalte und der Auftrag seines Parteitages völlig gleichgültig. Wichtig war ihm nur eines: Da er eingesehen hatte, dass er nicht mehr SPD-Vorsitzender bleiben könne, wollte er sich ein Ministeramt sichern, denn die Alternative wäre die politische Bedeutungslosigkeit. Dem Mann, der das Wort der „Solidarität“ ständig im Munde führt und der uns weismachen wollte, ihm gehe es um die „hart arbeitenden Menschen in unserem Lande“, ging es ausschließlich um sich selbst und seine berufliche Zukunft. Um sonst nichts. Schulz kennt nur eine Solidarität: Die mit sich selbst.

Und Merkel ist sowieso alles egal, außer dass sie regiert. Deshalb ging sie auf die üble Erpressung des Egomanen Schulz bedenkenlos ein. Damit war die Basis gelegt für die Einigung zwischen Union und SPD: Ausschlaggebend waren einzig und allein die persönlichen Machtambitionen von Angela Merkel und Martin Schulz. Sonst nichts.

Dieses Kainsmal der Geburt durch eine üble Erpressung wird der Großen Koalition in den nächsten Jahren anhaften, falls sie überhaupt zustande kommt und vier Jahre durchhält. Eigentlich müsste ein Sturm der Entrüstung durch die Medien und die Parteien gehen – denn dieser Vorgang ist geradezu ungeheuerlich und entlarvend. Wenn dies nicht als Skandal wahrgenommen wird – dann ist genau das ein Skandal.

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Kommentare ( 125 )

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Was soll das Gejammer wegen des „Egomanen Schulz“? Der Mann mag ja alles mögliche sein, aber in diesem Fall hat er einfach nur hart und erfolgreich verhandelt. Und vielleicht war Merkel der Verlust des Finanzministeriums sogar ganz recht, da sie ansonsten u.U. gezwungen gewesen wäre jemanden wie Spahn als Minister zu akzeptieren.

Hart verhandelt hat er nur da, wo es ihn wirklich interessiert, nämlich bei den Posten. Im Inhalt hat er keine der 3 Hausaufgaben durchgesetzt, die ihm sein Parteitag mitgegeben hat (was ich nicht bedaure, aber zeigt, wo bei ihm die Prioritäten lagen).

Zitat: „Dem Mann, der das Wort der „Solidarität“ ständig im Munde führt und der uns weiß machen wollte …“
Kleine Korrektur vom Besserwisser: Auch wenn Schulz seltsame oder fragwürdige Ambitionen hat, „weiß machen“ (wen? uns Afrikaner?) will er uns nicht, sondern uns (wem?) weismachen (einreden, vorlügen), daß es ihm vor allem um uns gehe.

…weis machen, oder weise machen, hat nichts mit einem Weißen (als Farbe eines hellhäutigen Menschen zu tun).

Musste leider sein.

Mit freundlichen Grüßen – und zu den Kirschen als Dessert »heiße, süße Soße«!

Gerd Taddicken – manchmal nachdenklich …

Montag, 12. Februar 2018, 19:56 h – [xTRBL]

Wie es scheint, kommt jetzt das neue Traumpaar: Angela und Olaf. Sie, die 2015 Regie geführt hat, die gezeigt hat, wie man durch Verzicht auf kleinliche Regieanweisungen Dinge sich selbst entwickeln lassen kann, so daß wirklich Außergewöhnliches und nie Dagewesenes entstanden ist. Und er, der unter ihrer Intendanz im Sommer letzten Jahres sein Regiedebüt beim – was war das nochmal? – äh! – ah ja! – also der beim Hafengeburtstag sein Regiedebüt abgegeben hat, so daß er ganz im Sinne der Nachhaltigkeitslehre bei den Hamburgern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, der sich weit über Hamburg hinaus in der Republik herumgesprochen… Mehr
Wer hat uns eigentlich Martin Schulz eingebrockt? Soweit ich es sehe, war das doch der Möchtegern- Kanzler, trumpetende Außenminister und Merkel-Galan Sigmar Gabriel, der jetzt so tut, als sei der Charakter des Herrn Schulz etwas gänzlich Neues und käme seinem nicht gleich. Pack zu Pack- frei nach Sigmar. Zu diesen Spitzenkräften der SPD müssen sehr wohl der Merkel-Intimus und Hamburger Antifa-Förderer und Biedermann-Darsteller Olaf Scholz sowie die für Umgangsformen zuständige Andrea Nahles gezählt werden, deren skandalintensiver und fintenreicher Aufstieg in die allererste Reihe der SPD- Intriganten mit dem Abstieg dieser Partei in die Kreisklasse parallel geht. Nun- sie alle haben… Mehr

„Ausschlaggebend waren einzig und allein die persönlichen Machtambitionen von Angela Merkel und Martin Schulz. Sonst nichts.“ Danke, das trifft es genau. Solche Menschen an diesen Positionen sind mit ihrem Gebaren nichts als widerlich, ekelerregend, abstoßend und erbärmlich. Ich würde keinem von ihnen die Hand geben.

Es bleibt zu hoffen, das uns eine solche Regierung der Egomanen erspart bleibt. Sie würde uns nur weiter schwächen und unsere Zukunft und die unserer Kinder auf lange Zeit gefährden. Egal was kommt, schlimmer kann es kaum zugehen. Jedoch die Hoffnung stirbt zuletzt. Neuwahlen und eine Regierung der Vernunft mit neuen Kräften auf allen Seiten können das derzeitige Debakel beenden. Diese Kräfte gibt es und sie sollten die Schwäche der bisher Regierenden schnell nutzen.

Lieber Herr Zitelmann, liebe Mitleser, Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Wie wir hier bei Tichys Einblick an anderer Stelle lesen dürfen, meidet die SPD das Wort „Volk“ wie der Teufel das Weihwasser, besonders wenn es sich bei besagtem Volk um das deutsche handelt. Die CDU legt zumindest keinen Wert darauf. Die Kanzlerin selbst leugnet glattweg dessen Existenz und spricht nur von Menschen, die schon länger hier leben. Sie befindet sich dabei in unguter aber breiter Gesellschaft. Alle Politiker aller Parteien, mit Ausnahme der AfD, sprechen schon seit jeher, d.h. seit Bestehen der BRD, nur von einer deutschen Bevölkerung. Das ist natürlich reiner… Mehr

… und da Abhilfe anders nicht mehr möglich scheint – jedenfalls dann nicht, wenn es nicht zu Neuwahlen kommt oder die vielen Lemminge, denen AUCH alles egal ist, wieder am Alt-Unbewährten festkleben – dann ist die Zeit für § 20, Abs. 4 gekommen!

wir stehen vor dem Platzen der Staatschuldenblase und dem finalen Crash des Petrodollarsystems. Weitere 20% Kursrutsch an den Aktienmärkten verkraften nicht alle Banken. Wer will da schon Finanzminister sein? Die CDU will es also nicht sein, die den Sparern die europäischen Bail-Out-Klauseln zur Bankenrettung erklärt.

Deutschland wäre sicher ein besseres Land, wenn die Politiker ebenso viel Energie auf die Wahrung der Interessen des deutschen Volkes aufbringen würden, als für ihre eigene Versorgung. Chulz mag ja ein bildungsferner Dummschwätzer sein, kriminelle Energie hat er sicher.

‚Plünderung der Gesellschaft durch die Politik’ ist das einzige was einem dazu noch einfällt. Mit einem historischen Perspektivenwechsel wird es auch dem letzten gläubigen Parteigänger alsbald auffallen. Wenn der Mob erst einmal losgelassen ist droht erhebliches Ungemach.