DSW fordert Deckelung von Manager-Gehältern

Die "Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz" fordert eine Deckelung von Managergehältern. Mehr als 10 Mio. seien "schwer vermittelbar".

© Getty Images

„Die Systeme sind immer komplizierter geworden. Hier müsste deutlich abgerüstet werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler. „Eine Deckelung des Gehalts ist heutzutage unumgänglich. Wer das nicht hat, hat ein Problem“.

Tüngler fügte hinzu: „Ab 10 Millionen Euro ist eine Vergütung für Vorstandsvorsitzende gesellschaftlich nur noch äußerst schwer vermittelbar. Das sollte vermieden werden.“ Für eine Bezahlung darüber hinaus brauche es viele gute Gründe. „Der Aufsichtsrat muss dafür sorgen, dass die Vergütung des Vorstands angemessen ist, das ist ein Riesenthema.“ Im Moment versperre die Komplexität der Vergütungssysteme dem Kontrollgremium oft den Blick auf das Wesentliche.

Hohe Zustimmung gewiss

Alle, die eine Begrenzung von Managergehältern fordern, können sich größter Zustimmung gewiss sein. Die SPD ist dafür, die Grünen, die Linke sowieso und auch in anderen Parteien und in der breiten Bevölkerung gibt es viele Sympathien für diese Forderung. Ich bin sicher, auch die große Mehrheit der Leser dieses Beitrages ist für eine Deckelung und empfindet „zu hohe Managergehälter“ als Skandal. Die Medienberichterstattung über „raffgierige Manager“ und zu hohe Abfindungen hat für eine Stimmung gesorgt, in der sich kein Politiker traut, auf einige Tatsachen hinzuweisen:

Der überwiegende Teil von Millionengehältern besteht aus variablen Gehaltsbestandteilen, die sich z.B. an der Entwicklung des Aktienkurses orientieren. Die manchmal vorgetragene Rechtfertigung, Managergehälter müssten deshalb so hoch sein, weil die Manager besonders viel „Verantwortung“ tragen, ist natürlich abwegig. Jeder Krankenpfleger trägt mindestens so viel Verantwortung wie der Vorstand eines Großunternehmens. Der Grund für die hohen Gehälter ist ein ganz anderer: Die Gehälter unterliegen dem Spiel von Angebot und Nachfrage: Wer weniger zahlt als der Wettbewerber, der wird den Manager, den er für den besten hält, im Zweifel nicht bekommen.

Und was ist mit den hohen Abfindungen für Versager?

Und was ist mit den hohen Abfindungen für Manager, die dann versagen? Die beim Abschluss eines Vertrages vereinbarte Vergütung beruht auf einer Prognose, also auf der Erwartung, wie der Manager künftig performen wird. Diese Prognose basiert naturgemäß auf seinen in der Vergangenheit erbrachten Leistungen, worauf denn auch sonst? Sie kann – so wie jede Prognose – richtig oder falsch sein. Das heißt: Die Leistung des Managers kann später besser oder schlechter sein, als es die Eigentümer zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erwartet haben. Wenn die Leistung extrem schlecht war, muss der Manager gehen. Dann erhält er oft eine Abfindung. Doch diese Abfindung wurde ja bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vereinbart, sie war Teil des bei seiner Einstellung ausgehandelten Vertrages.

Es ist wie bei den Fußballspielern, die sehr hohe Summen erhalten: Sie verdienen deshalb so viel, weil nur wenige ihre Leistung erbringen können. Wiederum geht es um Angebot und Nachfrage. Und wiederum handelt es sich um Prognosen, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses getroffen werden – und die richtig oder falsch sein können. Der Fußballer kann besser oder schlechter spielen als der Verein es zum Zeitpunkt seines Engagements erwartet hat.

War die Prognose falsch, dann tragen die Eigentümer des Vereins oder des Unternehmens den Schaden (und nicht die Steuerzahler). Das sind die Aktionäre, die in diesem Fall zu viel bezahlt haben. Wenn jetzt ein Verein, der für sich beansprucht, Interessen von Aktionären zu vertreten, eine staatliche Begrenzung der Managergehälter fordert, dann ist das eigenartig: Denn es liegt ja im Ermessen der Eigentümer des Unternehmens, also der Aktionäre (vertreten durch den Aufsichtsrat) die Höhe des Gehaltes festlegen. Das ist weder Aufgabe eines Vereins noch der Politik.

Sind 10 Millionen „genug“?

Es gibt nur sehr wenige Manager in Deutschland, die mehr als zehn Millionen Euro verdienen. Glaubt die DSW, die die Deckelung bei zehn Millionen damit begründet, mehr sei „gesellschaftlich nur noch äußerst schwer vermittelbar“, damit seien die Neidgefühle befriedigt? Diese Annahme ist vollkommen weltfremd.

  • Wenn die Deckelung zehn Millionen beträgt, wird es heißen, es sei ein Skandal, dass jemand so viel verdient, dies sei „gesellschaftlich nur noch äußerst schwer vermittelbar“.
  • Wenn die Deckelung dann auf fünf Millionen gesenkt wird, wird es heißen, es sei ein Skandal, dass jemand so viel verdient, dies sei „gesellschaftlich nur noch äußerst schwer vermittelbar“.
  • Wenn die Deckelung dann abermals auf eine Million gesenkt wird, wird es heißen, es sei ein Skandal, dass jemand so viel verdient, dies sei „gesellschaftlich nur noch äußerst schwer vermittelbar“.
  • Usw.usw.

Es ist eine sehr naive Illusion, Neidgefühle und Ressentiments durch eine egalitäre Politik reduzieren zu können. Das Gegenteil ist richtig: Der Soziologe Hans-Peter Müller hat einmal in Anlehnung an Simmel formuliert: „Soziale Ungleichheit und Versuche zu ihrer Egalisierung sind ein unaufhörlicher Prozess ohne Höhe- oder Endpunkt. Nicht allein die absoluten, sondern auch die relativen Ungleichheiten provozieren Gefühle des Neids, der Missgunst und des Ressentiments. Je weiter die äußere soziale Angleichung vorangetrieben wird, desto unterschiedsensitiver wird die gleichgestellte Bevölkerung für die residualen Differenzen. Mehr Gleichheit schärft das Ungleichheitsbewusstsein.“ Übersetzt heißt das: Mindestlöhne können nach dieser Logik nie hoch genug sein und müssen immer steigen, die Managergehälter umgekehrt werden aus Sicht der Apostel von „sozialer Gerechtigkeit“ immer zu hoch sein, egal wo sie gedeckelt sind.


Aktuelles Interview mit Rainer Zitelmann zu seinem diese Woche erschienenen Buch „Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung“

Unterstützung
oder

Kommentare ( 121 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Deckelung erscheint mir der falsche Weg. Vorstände und Geschäftsführer sind keine Angestellten, sie sind Organe der Gesellschaft im Dienste der Inhaber. Beschränkt gehört demnach nur das Grundgehalt, das zu den steuerlich absetzbaren Personalkosten zählt. Daran gebunden auch die Höhe der Firmenpension, nach einer Formel wie sie auch für (leitende) Angestellte gilt. Dieses Grundgehalt sollte das 10-fache des durchschnittliche AN-Einkommen der Firma nicht überschreiten. Dies wäre ein zu vereinbarender und gesetzlich zu fassender Kompromiss. Darüberhinaus können die Anteilseigner, aus versteuerten Gewinnen – Gewinnverwendung – ihren Organen natürlich so viel bezahlen wie sie in der jährlichen Gesellschafterversammlung beschliessen. Es würde sich sehr… Mehr

Ich verstehe nicht, warum sich hier viele Leser Gedanken über die Gehaltshöhe anderer Menschen machen – mit welcher Methode man die am besten festlegen, begrenzen usw. könnte. Was würden Sie sagen, wenn die Leser beginnen würden, sich hier darüber zu unterhalten, wie man Ihr Gehalt staaatlich festschreiben, deckeln usw. sollte?
Ich bin für Vertragsfreiheit, eine wichtige Grundregel der Marktwirtschaft: Jeder Eigentümer soll ohne staatliche Vorgaben genau das Gehalt mit seinen Angstellten/Managern aushandeln, dass es aus Sicht von beiden Seiten in Ordnung ist. Da sollten weder ich noch sie noch andere TICHY-Leser noch die Parteien oder der Bundestag drüber entscheiden.

Warum gibt es denn Mindestlöhne in Deutschland, oder verstehen das auch nicht, daß die Regierung sich darüber Gedanken macht, warum es nötig sein könnte das ein Arbeitnehmer von seinem Lohn überleben können sollte, vom leben mag ich gar nicht sprechen. Nach Ihrer Theorie dürfte es diesen nicht geben, obwohl er in der Schweiz ganz passabel funktioniert und ein ausgleichendes Moment darstellt. Alles was an Mindestlohn ausgezahlt wird kann nämlich nicht mehr anderweitig verteilt werden und stützt die ‚Kaufkraft in der Breite. Und hörte ich nicht irgend mal was davon das in Deutschland die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem besteht. Leider wird… Mehr

Was heisst denn das schon wieder? Ja selbstverständlich sind zahlreiche Loehne und Gehälter festgeschrieben und damit auch gedeckelt. Wenn Tarifvertraege bestehen, verhandeln andere ueber mein Gehalt, selbst wenn ich nicht in der Gewerkschaft bin. Und selbst wenn ich meine Leistung für doppelt so viel wert halte, wie es der Vertrag vorsieht, wird man mich auf diesen verweisen und meine Forderungen ablehnen.

Da ich Aktionaer bin, nehme ich mir durchaus die Freiheit, ueber die Gehälter und Leistungen der Manager Gedanken zu machen. Leider wurde ich noch nie nach meiner Zustimmung zur Gehaltshoehe gefragt, was ich als Form der Enteignung betrachte. Oder faellt das auch unter das Thema Neid?

Herr Fulbert: Wenn Sie das bei einem Unternehmen so stört, wo Sie Aktionär sind, haben Sie viele Möglichkeiten: Gehen Sie auf die HV, melden sich dort zu Wort, schließen sich mit anderen zusammen. Und wenn das nicht geht oder nichts bewegt und Sie immer noch glauben, dass die Manager Ihres Unternehmens zu hoch bezahlt werden, verkaufen Sie die Aktie und kaufen Sie eine Aktie eines Unternehmens, das geringere Vergütungen zahlt. Niemand zwingt Sie, Aktionär einer Firma zu sein, mit deren Gehaltspolitik Sie nicht einverstanden sind.

Naja, Metzger macht ja auch das Besoldungsverhalten der öffentlichen Hand zum Thema öffentlicher Diskussionen: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/oswald-metzger-zur-ordnung/die-privilegien-der-beamten/ Leider wirft er Politiker mit in einen Topf. Es geht ja auch nicht darum, wenn alles glatt geht, die Leute ihr Geld wert sind und es mit Plus wieder einspielen. Richtig Neid kommt auf, wenn man „Underperformer“ oder krasse Fehlleister nach Branche komplett unterschiedlich behandelt. Für die Krankenschwester, die übermüdet Medikamente verwechselt, ist es aus, Beamte können auch bestehende Pensionsansprüche verlieren. Für andere Klientel bleibt es weitgehend folgenlos. Das alles kann eine Deckelung nicht ändern, bestehenden Ungerechtigkeiten nur weitere hinzuzufügen. Man könnte sich Gedanken über… Mehr

Wenn ehemalige Ministerpraesidenten ohne jegliche Vorerfahrungen und spezifische Qualifikationen an die Spitze deutscher Unternehmen gelangen, scheint in Tat nicht allzu viel zu dieser Tätigkeit zu gehören. Aber das passt recht gut zur Politik, wo bekanntlich auch jeder alles kann, somit hier und im Management die letzten Universalgenies beheimatet sind.

„Der überwiegende Teil von Millionengehältern besteht aus variablen Gehaltsbestandteilen, die sich z.B. an der Entwicklung des Aktienkurses orientieren. “ Na ja, Herr Zitelmann, da liegt aber wohl die Betonung auf „z. B.“. Diese sog. Boni sind äußerst komplex zu ermitteln. Wenn es denn nur der Aktionkurs wäre, hätte ich als Aktionär ja gar nicht viel dagegen. Allerdings sollte dann nicht nur der Vorsitzende, sondern auch sein Team bis hinunter zum Hausmeister beteiligt werden, denn das hat er ja wohl nicht allein geschafft. Wenn auch sicherlich durch Schaffung entsprechender Strukturen maßgeblich. Beispiel Deutsche Bank. Der Aktienkurs ist auf Talfahrt, Gewinne sind… Mehr

Der Verlust der Deutschen Bank im vergangenen Jahr ist ein Effekt von Trumps Steuerreform, ohne die wäre man deutlich im Plus gewesen. Meinen Sie, die Deutsche Bank würde mehr Gewinne machen, wenn sie ihre Investmentbanker so bezahlt, dass diese zur Konkurrenz abwandern? Was ist denn IHRE Theorie, warum die Investmentbanker, deren Leistung so gut messbar ist wie keine andere, „zu hohe Gehälter“ bekommen? Weil die Deutsche Bank nicht weiß, wohin mit ihrem Geld? Das glaube ich kaum.

Na ja, die Investmentbanker, die in der Vergangenheit existenzgefährdende Rechtsrisiken in Kauf genommen haben, wären wahrscheinlich wirklich besser zur Konkurrenz abgewandert, oder? Bewusst oder unbewusst – das ist die Frage (einige bekanntgewordene Mails deutet eher auf bewusst hin). Fest steht jedenfalls, dass jemand, der die von von Aktionären bereitgestellte Infrastruktur nutzen kann, um Risiken in Kauf zu nehmen (insbesondere auch Rechtsrisiken; u. a. das macht die Sache komplex), nicht verlieren kann. Gewinnt er, regnet es Boni. Verliert er, zahlen die Aktionäre. Alternativ könnte man diese Leute ja auch anständig bezahlen und im Gegenzug Boni streichen. Die setzen nämlich die beschriebenen… Mehr

Herr Wagner, Vorschlag:“ Alternativ könnte man diese Leute ja auch anständig bezahlen und im Gegenzug Boni streichen. Die setzen nämlich die beschriebenen Fehlanreize.“ Ja, wie hoch sollte dann dieses Festgehalt sein, ohne dass sofort alle zur Konkurrenz abwandern? Und wenn das Gehalt nach Ihrem Vorschlag unabhängig von der Leistung gezahlt wird, ist das dann günstiger für die Bank oder „gerechter“ aus Sicht der Neider? Oder meinen Sie, man könnte irgendeinen halbwegs fähigen Investmentbanker finden, der für 120.000 Euro im Jahr arbeitet, wenn er woanders 1 Mio, verdienen könnte????

Auch hier kennen Sie sich offenbar nur begrenzt aus. Ich habe in den letzten Jahren viele Banker aus dem genannten Bereich beruflich bedingt gesprochen. Hier geht längst die Angst vor Stellenabbau um. Niemand wandert mehr zur Konkurrenz ab, weil die ein Mehrfaches zahlt. Vielmehr ist der Grund für einen Wechsel häufig die desolate Lage des eigenen Hauses.

Wenn Sie die Gehälter kürzen ist es immer das Gleiche: Die Besten gehen, die Schlechtesten bleiben mangels Alternative.

Danke, Fulbert. Die Sicht von Herrn Dr. Dr. (warum fehlt das eigentlich bei der Autorenangabe?) Zittelmann empfinde ich als etwas traurig. Es geht nicht nur um Geld. Es geht auch um die Reputation eines Arbeitgebers. Es geht auch darum, ob die Arbeit erfüllend ist, ob man sich im Team wohlfühlt. Und Ehrenamtliche wie etwa in der Kommunalpolitik, in Vereinen (wie etwa der Essener Tafel) dürfte es ja dann eigentlich auch nicht geben.

Herr Wegener, der Investmentbanker der wenig verdient, fühlt sich nun mal nicht wohl. Wäre ihm Geld nicht wichtig, wäre er vielleicht Kommunalpolitiker geworden, aber nicht Investmentbanker.

Die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit der Verdienstdebatte fehlen: nämlich Kaufkraft und Inflation – wenn der eine mit seinem Gehalt überleben kann und der andere mit einem Jahresgehalt das Lebensgehalt des anderen bekommt, dann ist dieses System zum scheitern verurteilt – früher oder später. Daher ist es in letzter Konsequenz egal ober einer 10 Mio bekommt, da die Schere zwischen arm und reich irgendwann soweit auseinanderklafft das wir wieder im Feudalsystem ankommen. Darüber sollten die „Befürworter“ der Millionengehälter für Vorstände von öffentl. AG s mal nachdenken. Das Argument von Nachfrage und Angebot im Bereich Topmanagement stimmt im übrigen nicht, da… Mehr
Woher nehmen Sie die Meinung, dass das Topmanagement in Deutschland „häufig versagt“??? Vermutlich daher, weil häufig in den Medien über Manager berichtet wird, die versagen. In Medien wird aber auch häufiger über abstürzende Flugzeuge berichtet als über solche, die heil landen. Ist das ein Beleg dafür, dass Flugzeuge häufig abstürzen? In Wahrheit sind Flugzeugabstürze extrem selten, und genau deshalb wird so groß darüber berichtet. Deutschland, ein mit 80 Mio. Einwohnern vergleichsweise kleines Land, ist eine der führenden Exportnationen der Welt. Ist das ein Beleg für das Versagen der Topmanager unserer Industrie? Und wenn Sie nicht glauben, dass die Höhe der… Mehr
Sag ich doch, es ist doch unerheblich wie häufig die selbsternannten Heilsbringer versagen. Viel schlimmer ist das sie häufig bald darauf wieder einen gut dotierten Job haben. Das basiert sicher nicht auf deren Qualität, sondern auf Vetternwirtschaft. Da Sie ja „vom Fach“ sind wissen Sie welcher „Versager“ in welchem neuen Unternehmen wieder auftaucht und erneut Schaden anrichtet. Eines der schönsten Beispiele ist Middelhof, oder aber auch Ron Sommer. Sie wollen nicht allen Ernstes behaupten das diese Personen ihr Unwesen OHNE ihr Netzwerk treiben konnten/können. Das Personalkarussel dreht sich in den grossen Kapitalgesellschaften nur mithilfe der Seilschaften und das Ganze unter… Mehr

Wer einen einstellt, der unfähig ist, ist selbst schuld. Und hat vor allem selbst den Schaden. Es ist nicht IHR Geld, um das es hier geht, sondern das des Eigentümers.

Sie sind bisher nicht auf die Tatsache der Seilschaften eingegangen. In dem Bereich in dem Millionengehälter bezahlt werden tauchen immer die gleichen Namen auf. Das ist sicher kein Zufall sondern Vorsatz. Es bewegen sich auf solchen Posten immer die gleichen Personen, im Politik- und Wirtschafts-Kreis. Man sehe sich den Berliner Flughafen an wo, trotz Versagens munter zwischen Politik und Wirtschaft gewechselt wird, ein Name wie Grube oder Weise ist inzwischen jedem bekannt, oder Pofalla. Die Posten werden frei von Qualifikationen oder Fähigkeiten verschoben. Die Regierung legt auch Mindestlöhne fest, also ist es mindestens mal auch das Recht der Regierung maximal… Mehr

Vielleicht hätte man mehr Verständnis, wenn mal durchsickern würde, WAS Manager denn so teuer und unverzichtbar macht.
Aber außer, dass sie unheimlich viel verdienen und Boni kassieren (egal, wie der Laden läuft) und mir z.B. versichern, dass „Flüchtlinge ein neues Wirtschaftswunder bringen könnten“. Sie sich ansonsten (anders als der Mittelstand, der häufig keine Wahl hat) Deutschland als Standort nicht verpflichtet fühlen und gerne mal den Produktionsstandort wechseln, wenn`s woanders besser passt (was zwar nachvollziehbar für den Konzern, aber bitter für Deutschland ist).
Und Nachfrage? Gibt es nicht gerade in Konzernen ein Gerangel um Spitzenposten?

Das Problem mit den hohen Managementgehältern ist, sie spiegeln nicht die Leistungen von Managern wieder. Das „Problem“ wird auf eine Dimension reduziert und das soll es sein. Dem ist aber leider nicht so. Der „hart“ (mit wertvollem Humankapital ausgestattete) arbeitende Arbeiter wird mit Krümmeln abgespeist und der daneben stehende, nichts tuende leitende Arbeiter (alias: Manager) kriegt alles und der mit Fehlern behaftete Mensch, soll dann keine UNGERECHTIGKEIT verspüren? Vor der Neiddebatte steht die Fragen nach der Gerechtigkeit. Das ist ein elementars Problem dieser Gesellschaft geworden. Natürlich. Die Entlohnung hat erst zu erfolgen, nachdem der Gewinn erwirtschaftet wurde. Private Unternehmen sollten… Mehr

Frau Luh: Was schreiben Sie denn da: Die Arbeiter arbeiten hart und die Manager stehen daneben und tun nichts??? Mich würde interessieren, wie Sie zu dieser Meinung kommen, welchem Manager Sie mal bei der Arbeit zugeschaut haben. Sie meinen, so ein Unternehmen funktioniert automatisch, so wie ein Schiff auch ohne Kapitän fahren kann und ein Flugzeug ohne Pilot. Der Pilot sitzt wahrscheinlich aus Ihrer Sicht auch nur nichtstuend herum, während die Automatik alles macht und die Stewardessen die einzigen sind, die hart arbeiten. Sehe ich das richtig so?

In nicht wenigen Faellen (frühere Manager von Daimler, Siemens, Holzmann, Telekom – die Liste lässt sich lange fortführen), waere es in der Tat besser gewesen, die Manager hätten nichts getan und nur verwaltet, anstatt ihre Visionen auszuleben.

Das stimmt, Herr Fulbert. Und was leiten Sie daraus für unsere Debatte genau ab?

War das jetzt der zweite Promo Artikel für das Buch und den Kapitalismus, oder habe ich noch einen Zitelmann Beitrag übersehen? Ich sag’s nochmal, es muss mehr geben als die Wahl zwischen staatlicher Verordnung und freiem Kapitalismus. Wenn 1% der Menschen 50% des Vermögens besitzen, soll doch bitte kein Zitelmann kommen und erklären „, genau so ist’s richtig, mehr davon“. Das Geld arbeitet für die Reichen, im Kapitalismus ist für die Elite keine Leistung mehr nötig, im Sinne der Schaffung von Werten. Dem Gegenüber erschafft jeder Arbeiter ein x-faches dessen an realem Wert, was er hinterher an Vergütung erhält. Dass… Mehr

Mit Verlaub: Sie stellen aber genau deren Thesen als richtig hin. Wenn eine Firma, egal ob AG oder GmbH, in der Lage ist, solche Gehälter und Boni zu zahlen, sollte dies ausschließlich eine Frage von Kosten und Leistung sein. Aber nicht die Beantwortung von Fragen nach Gerechtigkeit. Wer sollte das entscheiden? Eine Partei oder eine Gewerkschaft oder Sie? Das wäre dann eben ziemlich „sozialistisch“.

„Ich sag’s nochmal, es muss mehr geben als die Wahl zwischen staatlicher Verordnung und freiem Kapitalismus.“

Ja, Sie hätten gerne die Vorteile von beiden Systemen, nicht wahr?
Am Besten das Kapital für Sie und den Sozialismus für den Rest 🙂

Sorry, China bietet seinen Bürgern genau das!

Sie haben mich erwischt 😀 Aber im Ernst, nur weil der Staat oder eine Gewerkschaft Gehälter deckelt bei bspw max ner halben Million Euro, wäre es noch nicht zwangsläufig ein sozialistischer Staat, weil er in einem Punkt danach handelt. Wenn schon der Geruch nach Staat rechtfertigt, dass man als sozialistisch gilt, dann haben wir heute nichts anderes. Warum denn nicht das beste aus zwei Systemen. Der Sozialismus scheitert eben an zu viel Staatseingriff, keinem freien Markt, der Gleichheitsideologie und der führenden Elite, die sich am Volk selbst bereichert. Letzterem könnte man mit mehr demokratischen Rechten der Bürger entgegenwirken, mehr Macht… Mehr

Mit der Deckelung hoher Gehälter wird begonnen…zu Ende gedacht kommt man im Kommunismus raus, nein danke! Ich gönne denen, die soviel Arbeit, Talent und Innovation in ihren Beruf stecken gern hohe Gehälter. NOCH leben wir in einem Land, in dem Angebot und Nachfrage herrschen.

Schlimm ist das Sie das wirklich glauben, was Sie schreiben. Die Vorstands- und Aufsichtsratsposten, sowie die wichtigen politischen Posten werden schon lange nicht mhr frei vergeben oder wie erklären Sie sich einen Roland Koch an der Spitze eines Baukonzerns, der denselben nun wegen 100 Mio verklagt.

„Alle, die eine Begrenzung von Managergehältern fordern, können sich größter Zustimmung gewiss sein.“

Die Zustimmung ist nur deshalb da, weil Manager zwar gerne große Beträge einsacken, aber die Verantwortung für Fehlentscheidungen nicht selbst tragen.

Sie müssten sich entscheiden zwischen ungedeckeltem Gehalt und Privathaftung, wenn die Firma an Wert verliert, oder einer Koppelung an den Lohn ihrer Angestellten. Das wäre fair und hätte eine hohe Akzeptanz.

Warum soll dann jemand Manager werden? Als Unternehmer haften Sie selbst. Und Unternehmer verdienen in der Regel WESENTLICH mehr als Manager, weil eben das Risiko größer ist. Ich kenne viele kleine Unternehmer mit 20-30 Mitarbeitern, die verdienen so viel wie viele MDAX-Vorstände. Aber dafür tragen sie ein höheres Risiko.

Na da kennen Sie ja nur die Creme der mittelständischen Unternehmer, die in der Regel ihren „Verdienst“ wieder in die Firma stecken. Ein Manager braucht das nicht.
Vom höheren Risiko kann ich für einen blühenden Fahrzeugbaubetrieb im Westen sagen, der bei der Wiedervereinigung plötzlich durch ABM-Maßnahmen keine Aufträge mehr bekam und die Hälfte seiner 50 Mitarbeiter entlassen musste, allerdings mit hohen Abfindungen. Da waren unverschuldet aus politischen und verantwortungspolitischen Gründen sämtliche „Verdienste“ des Unternehmers pulverisiert. Zudem hat die Gewerkschaft keiner befristeten Lohnminderung zugestimmt.
Man kann schon Manager werden, verdienen und Verantwortung tragen.

Wenn der VW-Konzern Herrn Winterkorn gehört hätte, hätte er ein Vielfaches seines tatsächlichen Gehaltes verdient und wäre vielfacher Milliardär gewesen. Im Verhältnis zu den Gewinnen, sind Vorstandsgehälter in der Regel eher klein, weswegen man qualifizierte Kräfte nur durch geringeres Risiko binden kann.

Herr Aschenbrenner, Sie bringen es auf den Punkt. Die Neider vergleichen ihre eigenen kläglichen Gehälter mit den Millionen, die einige Manager verdienen. Aber das ist der falsche Vergleich. Man muss das, was die Manager verdienen mit dem vergleichen, was ein selbstständiger Unternehmer verdient. Ich habe jedenfalls als Eigentümer eines Unternehmens mit 40 – 50 Mitarbeitern mehr verdient als viele MDAX-Manager. Und das ist auch gerecht, denn ich habe ja selbst die Idee gehabt, die Firma zu gründen und selbst das Risiko getragen. Daher kann ich Ihnen voll zustimmen, wenn Sie schreiben: „Im Verhältnis zu den Gewinnen, sind Vorstandsgehälter in der… Mehr
Können Sie die Floskeln von Risiko und Verantwortung auch hinterlegen? Wo genau liegt das Risiko? Am Ende sind der entlassene Arbeiter und der insolvente Unternehmer beide pleite. Solange der Unternehmer nicht gegen das Recht verstoßen hat, landet er auch nicht im Knast, also ist sein Risiko hart zu landen genauso groß wie das jedes anderen Menschen. Risiko und Verantwortung müssen bei Ihnen offenbar als einzige „Argumente“ herhalten, obwohl es keine Argumente sind. Ich helfe Ihnen: wenn Sie das Einkommen des Unternehmers statt mit der Risikofloskel damit begründen, dass er Mut, Ideen, Energie und Tatendrang aufgewandt hat, um seinen Traum einer… Mehr

Wenn der Manager, der Angestelle, gekündigt wird, dann sucht er sich gerade eine neue Arbeit, das wars. Pleite ist der deswegen ganz sicher nicht.

Herr Panther, lesen Sie mal bitte, was ich geschrieben habe: Ich habe mich ausdrücklich GEGEN das „Verantwortungs“-Argument ausgesprochen. Und zum Risiko: Natürlich tragen viele Unternehmer ein höheres Risiko als angestellte Manager. Denn viele haften mit ihrem Privatvermögen, auch für die Millionen Schulden, die sie aufnehmen. Ich kenne sogar viele, die zwar eine GmbH haben, aber bei denen die Bank eine persönliche Haftung verlangt. Und wenn es schiefgeht, haben sie halt am Ende nicht Null, wie der Angestellte, sondern einige Hunderttausend oder einige Millionen Schulden. Dies ist das höhere Risiko, von dem ich geschrieben habe. Allem anderen, was Sie schreiben, kann… Mehr

Auch Manager sind nur Angestellte und nicht Eigentümer.

Genau, deshalb verdienen sie auch viel weniger als selbstständige Unternehmer, die ein höheres Risiko tragen. Ich war 15 Jahre Unternehmer einer Firma mit 50 Mitarbeitern. Um so viel zu verdienen, wie ich als Eigentümer dieser kleinen Firma verdient habe, hätte ich Top-Manager eines MDAX-Unternehmens sein müssen.

Es gibt schon eklatante Unterschiede im Selbstständigsein. Haben Sie eine Firma im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe, oder eine im PR-Bereich. Produktionsstätten, Maschinen und Menschen schaffen für den Unternehmer eine sehr große Verantwortung, die von der Politik in diesem Bereich immer mehr kostenträchtig reglementiert wird. Die dicken Unternehmergehälter nach MDAX sind da eben nicht drin. Genau so ist ein Aussteigen aus der betrieblichen Verantwortung nahezu unmöglich. Hier ist es ein Risiko auf Lebenszeit, bis die Banken bei Auftragseinbruch den Kontokorrent sperren. Die Löhne laufen weiter. Die Angst kennt nur der Selbstständige, der alles verlieren kann und dem das Arbeitsamt dann nicht… Mehr

Und ich erinnere mich noch gut an eine Stellenausschreibung Ihrer Firma vor vielen Jahren, in der – hoechst ungewöhnlich -, das Gehalt genannt wurde. Dessen Höhe (Tiefe waere das bessere Wort, deswegen ist mir die Anzeige noch so bewusst) erklärt durchaus Ihre Aussage zu dem, was Sie als Chef verdient haben.

Lieber Herr Egbert, da sehen Sie mal, was Transparenz ist. Ist Ihnen sogar aufgefallen. Wobei ich sagen muss, dass wir nur die Gehälter von Trainees genannt haben, und die waren mit 2000 Euro/Monat im Vergleich zu dem, was in der PR-Branche in Berlin damals üblich war, überdurchschnittlich.

Seltsam. Ich habe eine feste Position in der Pressearbeit in Erinnerung (sonst haette ich mich auch nicht naeher damit beschäftigt). Von Volontariat/Trainee war keine Rede, stattdessen von Berufserfahrung und sonstigen Qualifikationen. Es ging mit dem Gehalt bei 1700.- los und steigerte sich von Anzeige zu Anzeige um rund 100.-, weil sich die Nachfrage wohl in Grenzen hielt.Uebrigens wurden solche Positionen damals normalsweise mit ueber 4000.- aufwaerts vergütet.
Aber sicher war alles ganz anders und mein Gedächtnis spielt mir einen Streich.

@Zitelmann, nichts kann heutzutage irreführender als das Wort Risiko sein. Dieses aalglatte Wort bedarf einer genaueren Umschreibung: Definition. Auch dafür soll es Lehrstühle oder Teile davon geben.

Frau Luh: Risiko kann ich Ihnen erklären: Wenn jemand als Unternehmer zwar eine GmbH hat, aber dann einen Kredit von 2 Mio. Euro aufnimmt und die Bank verlangt, dass er auch persönlich bürgt/haftet dafür. Das ist das Risiko, das kein Manager hat, sondern nur ein Unternehmer. Und deshalb verdienen ja die Manager auch im Vergleich zum selbstständigen Unternehmer weniger. Sie tragen halt als Angestellte ein geringeres Risiko, und das bildet sich genau darin ab.

Die exorbitante Steigerung der Topmanagergehälter seit den 80er Jahren des vorherigen Jahrhunderts hat NULLKOMMANULL mit einer gravierenden Produktivitätssteigerung zu tun.
Die Leistung hat sich also nicht verbessert, wieso hat sich die Bezahlung trotzdem derart verbessert? Wer das mit Angebot und Nachfrage argumentiert ist ziemlich naiv, um den Ball mal zurückzuspielen …
Aus dem Easterlin-Paradox folgt, dass gewisse Relationen gewahrt werden sollten. Wenn Topmanager das 40-60fache des Firmendurchschnittsgehalts verdienen, finden das der Großteil der Menschen in Ordnung, das 100fache oder 1000fache findet kaum noch jemand gerechtfertigt.

Warum ist das 50fache in Ordnung, das 100-fache nicht. Haben Sie den Schaden, selbst wenn ein Manager zu viel verdient? Den Schaden hätten die Eigentümer, also die Aktionäre. Warum sich Menschen darüber aufregen, deren Geld es gar nicht ist, kann ich mir nur mit Neid erklären. Wobei jeder Neidische natürlich erklärt, dass ihm dieses Gefühl ganz fremd sei.

Verehrter Herr Zitelmann, Sie machen keine Unterscheidung zwischen kleinen und GROSSEN Aktionären? Solange das (hohe) Gehalt eines einfachen Arbeiters (Managers) nur eine interne Variable (Größe) ist, kein Einwand meinerseits. Das ist seit Menschengedenken so, und keine Eigenart des (heutigen) Liberalismus! Es ist eine interne Angelegenheit des Unternehmens. Sobald jedoch staatliche Unternehmen betroffen sind, bin ich dazu nicht mehr bereit. Daß beispielsweise Tom Buhrow (ÖR) mehr verdienen soll, als die unsägliche Frau Merkel, finde ich überhaupt nicht gut. Seitdem sind Tom die Werte dieser Gesellschaft egal und der gleiche Tom „käuflich“ geworden. Die ÖR erfüllen ihren Zweck NICHT mehr. Und daß… Mehr
Ja, den Schaden hat er, da er und seine Kollegen das Gehalt des Managers erwirtschaftet haben und es somit nicht der bekommt, der es mehrheitlich bekommen sollte. Warum Menschen es gerechtfertigt finden, dass man trotz gleicher oder vielleicht doppelter Produktivität das x-fache verdient, kann ich mir nur mit Gier erklären, wobei jeder Gierige natürlich erklärt, dass ihm dieses Gefühl ganz fremd sei. Ich stehe seit vielen Jahren in der freien Wirtschaft und ich sehe aus erster Hand, welche Verantwortung die höchsten Manager haben, wenn sie vielleicht zehn Stunden in der Woche im Büro sind und ansonsten rumgefahren werden, Hände schütteln… Mehr

Herr Panther, ich sehe, Sie haben die von mir vorgeschlagene Rechenaufgabe nicht gemacht. Ich rechne es Ihnen gerne vor: Der Daimler-Vorstand hat 2016 insgesamt 29,44 Mio. Euro Vergütung bekommen. Wenn Sie diese Vergütung HALBIEREN und das, was die dann weniger hätten, auf die 282.488 Mitarbeiter verteilen, dann hätte jeder Mitarbeiter im Monat 4 Euro mehr. Wenn Sie die Gehälter des Vorstandes auf Null setzen würden, hätte jeder Mitarbeiter 8 Euro im Monat mehr.

Herr Panther, Sie schreiben: „Ja, den Schaden hat er, da er und seine Kollegen das Gehalt des Managers erwirtschaftet haben und es somit nicht der bekommt, der es mehrheitlich bekommen sollte“ Hier habe ich eine Rechenaufgabe für Sie: Halbieren Sie das Gehalt der Vorstände von Daimler und verteilen Sie es gleichmäßig an alle Angestellten. Rechnen Sie mal aus, wie viel dann jeder mehr bekommt. Und? Das einzige wirkliche „Plus“ das jemand hat, sind die Neider, die sich daran freuen, wenn einem, der viel verdient, etwas genommen wird. Sonst hat keiner was davon. Wenn die Eigentümer (= Aktionäre) den Vorständen weniger… Mehr

Nein, nein, dem Schreiber dieser Zeilen ist Neid vollkommen fremd. Er ist ganz bestimmt kein bisschen neidisch…. 🙂

„Ich stehe seit vielen Jahren in der freien Wirtschaft und ich sehe aus erster Hand, welche Verantwortung die höchsten Manager haben, wenn sie vielleicht zehn Stunden in der Woche im Büro sind und ansonsten rumgefahren werden, Hände schütteln und in Restaurants Geschäftsessen abhalten, die pro Person auch mal locker nen Monatsgehalt ihrer Assistentin kosten können.

„Neid“ würde hier bedeuten, dass ich diesen way of life auch gerne hätte. Das kann ich weit von mir weisen, dem ist beileibe nicht so. Ich persönlich bin tatsächlich zufrieden mit dem, was ich habe, was mich aber nicht daran hindert Kritikwürdiges zu kritisieren und ein ausgeprägtes Empfinden für Fairness zu haben. Mit dem von Ihnen zitierten Absatz will ich lediglich darauf Hinweisen, dass es eben keine Supermänner sind, die sich hinter solchen Posten und Gehältern verstecken, sondern meiner Erfahrung nach nicht selten Schaumschläger und A…kriecher, die sich durch wenig außer guten Kontakten und der Fähigkeit sich in entsprechenden Kreisen… Mehr

Ich persönlich bin für keine Deckelung der Gehälter; das können die Eigentümer gerne selber entscheiden.
Die gefühlte „Gerechtigkeit“ ist eben nur ein subjektives Gefühl – warum die meisten Menschen die Grenze bei knapp dem 50fachen setzen kann ich Ihnen auch nicht sagen. Aber es ist genauso subjektiv zu sagen, ein Topmanager ist per se mehrere Millionen Gehalt wert.
Wenn ich mir die Performance der bekannten (Dax-)Topmanager anschaue, sehe ich wenig, was die von normalen Verwaltern unterscheidet. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die jeden Cent wert sind. Das Gros bringt nicht den Mehrwert, der 2stellige Milliongehälter rechtfertigen würde.

SIE SCHREIBEN:
„Das Gros bringt nicht den Mehrwert, der 2stellige Milliongehälter rechtfertigen würde.“
Schauen Sie sich mal die 2017er-Zahlen an…. Da können Sie doch absolut zufrieden sein, kein Grund für Neid. 🙂

https://www.welt.de/wirtschaft/article162954148/Das-haben-die-Dax-Chefs-verdient.html

Wie kommen Sie darauf, dass ich neidisch bin? Nur weil ich hinterfrage, ob der einzelne Manager einen Mehrwert für das Unternehmen bringt, der ein solch hohes Gehalt rechtfertigt? 10 Millionen könnte ein Unternehmen auch in 100 (!) Personen investieren (die übrigens eine absolut vergleichbare Bildung/Qualifikation genossen haben). Was betriebswirtschaftlich sinnvoller ist, ist zumindest fraglich. Alleine die Begründung, warum beispielsweise Bill McDermott fast doppelt so viel Gehalt bekommt wie die meisten anderen Vorstandsvorsitzenden ist schon ziemlich albern (weil er Amerikaner ist …). Ich missgönne keinem Topmanager PERSÖHNLICH sein hohes Gehalt, halte es aber durchaus für legitim darüber zu diskutieren, ohne gleich… Mehr

Herr Radek, vielleicht werden Sie Unternehmensberater und sagen dann Daimler und anderen Firmen, wie sie viele Millionen Vorstandsgehälter durch Ihre Tipps sparen können. Oder verraten denen, wie sie statt einem 10 Mio. zu zahlen lieber zehn für eine Mio. einstellen. Noch besser wäre es dagegen, Sie werden selbst Unternehmer, denn am besten lässt sich doch in der Praxis beweisen, ob die Ideen funktionieren.

Herr Zitelmann, Ihre Posts sind ziemlich unsachlich und niveaulos.

Herr Radek, Sie schreiben:
„Das Gros bringt nicht den Mehrwert, der 2stellige Milliongehälter rechtfertigen würde.“
Darf ich Sie bitten, mal eine Statistik anzuschauen, wie viele DAX-Vorstände zweistellige Millionengehälter bekommen? Sie schreiben, das „Gros“ habe dies nicht verdient. Und nun schauen Sie mal nach bitte.