Das Duo Lafontaine-Wagenknecht ruft auf zum letzten Gefecht

Die Neuauflage eines Kommunistischen Manifests verbreitet populistische Plattheiten, die dem gesunden Menschenverstand nicht zwingend fremd sein müssen, aber fest in den historisch überholten Denkschemata der Sozialrevolutionäre von 1850 verankert sind.

© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

„Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis!“ So lautet in Parteien eine alte Regel, die immer dann greift, wenn die geistigen Kapazitäten und kreativen Anlagen der Großkopferten erschöpft sind oder sich widerstreitende Positionen ineinander verhakt haben. Gern auch werden Arbeitskreise begründet, wenn man missliebige Themen aus der Diskussion entfernen möchte. „Beerdigung erster Klasse“ heißt das dann – und endet nach endlos langen und zermürbenden, aber niemanden außerhalb des Arbeitskreises interessierenden Debatten in irgendwelchen Positionspapieren, die auf Nimmerwiedersehen in irgendwelchen Schubladen verschwinden.

Ähnliches erleben wir derzeit ständig auf der Ebene der großen Politik. Da gründet sich auf der einen Seite eine „Werte-Union“ als eine Art unautorisierter Arbeitskreis der CDU – ein Laden, den in der Partei selbst kaum jemand kennt und schon gar nicht ernst nimmt. Von der Berliner Mehltau-Demokratie-Vernichtungspolitik der GroKo angewiderte Bürger bis hin zur AfD-Aussteigerin Frauke Petry versuchen sich mit der Gründung von Kleinstparteien, die sich irgendwo zwischen AfD, FDP und Union in die Parteienlandschaft quetschen wollen – wer aber meint, in großen Zusammenhängen zu denken, der geht den tiefliegenden Frust gleichsam partei- und systemübergreifend an und versucht sich mit einer „Bewegung“.

Oskars Arbeitskreis soll eine Bewegung werden

Eine solche „Bewegung“ versuchen derzeit die Altkommunistin Sahra Wagenknecht und der USPD-Abweichler Oskar Lafontaine ins Leben zu rufen. Als Arbeitstitel haben sich die beiden ganz internationalistisch die socialnetwork-kompatible Bezeichnung „#fairLand“ ausgesucht – zwischenzeitlich allerdings wissen lassen, sich für ihre Bewegung noch etwas Besseres einfallen lassen zu wollen. Wir dürfen also gespannt sein, unter welchem programmatischen Leitmotiv Sahras Eleven (oder auch mehr oder weniger) demnächst die Hochburgen der Deutschen Politik stürmen werden. Immerhin haben sie den Grundriss ihrer inhaltlichen Vorstellungen bereits fixiert. Und auf irgendwelchen, scheinbar mehr oder weniger undurchsichtigen Kanälen dem Hobby-Magazin von Augstein mit dem Namen „Der Freitag“ zukommen lassen.

Wenn aus dem orthodox-kommunistischen Lager nun tatsächlich einmal neue Aufgüsse historisch überholter Systemkritik kommen, so ist dieses nicht nur dem links-unkoordinierten Jakob selbstverständlich eine große Story wert. Da wir dem ständig mit abstrusen Weltsichten jonglierenden, kleinen Augstein nicht das Feld der Linkskritik allein überlassen wollen, haben wir sein Angebot genutzt und das von ihm verlinkte „fairLand-paper“ einmal angeschaut. Fünf Seiten umfasst das Papier, das die Handschrift Oskars nicht verleugnen kann. Immerhin ist es damit deutlich kürzer als des Marxens „Kommunistisches Manifest“. Weshalb allein schon hieran erkennbar wird, dass Sahra und Oskar davon abgesehen haben, wie ihr berühmter Ziehvater den Globus neu drehen zu wollen. Warum auch – der alte Marx rotiert zumindest in ihren Köpfen unverdrossen weiter.

Oskars Gerechtigkeits-Leier

Ganz im Sinne Oskars steht das Sahraistische Manifest unter dem Schlagwort „Für ein gerechtes und friedliches Land“ und eröffnet mit der Feststellung: „Es geht nicht fair zu.“

Oskar, der Erfinder der „Gerechtigkeitslücke“, in der sich nach Bedarf jeder irgendwie wiederfinden konnte, bleibt also bei seinen Leisten. Und wie damals, bevor er von Gerhard Schröder aus der SPD herausgeekelt worden war, denkt er global und welt-gerecht. Meint er zumindest. Deshalb geht es gleich richtig zur Sache: „Macht triumphiert über Vernunft, Gewalt über Völkerrecht, Gier über Gemeinwohl, Geld über Demokratie. Wo nur noch Werte zählen, die sich an der Börse handeln lassen, bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Dagegen stehen wir auf: für Fairness und sozialen Zusammenhalt, für Frieden und Abrüstung.“

Steh auf, Genosse!

Bei solch markigen Sätzen muss einem jeden früheren Barrikadenkämpfer doch sofort die Gicht aus den Knochen weichen! Wie formulierte es Walter Dehmel so revolutionär zur Melodie von „Avanti Popolo“? „Steht, auf, ihr Arbeiter! Steht auf Genossen! / Die rote Fahne weht siegentschlossen. / Steht auf, ihr Arbeiter! Steht auf Genossen! / Die rote Fahne erkämpft die Macht.“

Nun ist es also wieder so weit: Sie stehen auf – zumindest der Oskar und die Sahra. Und vielleicht der Rudolf Dreßler, jener heute 77-jährige Sozialist, der seinerzeit den Genossen Gerd wegen der Agenda des Verrats an der Arbeiterschaft zieh. Die anderen bislang angefragten – gleichsam die klassische Klientel von Fistelbarde Konstantin Wecker über Autor Ingo Schulze bis zur stets weinerlichen Ex-BT-Vizechefin Antje Vollmer – sind, so berichtet der Tagesspiegel, noch nicht entschieden, ob sie sich mit Sahra und Oskar bewegen wollen. Absagen haben sich die Bewegten von der Saar bereits bei den früheren Genossen von den linksflügelnden Regierungssozis geholt. Aufrührer Kevin von den Juso-Genossen ließ wissen: „Nicht meine Bewegung!“

Oskars Kampfauftrag

Doch zurück zum Kampfauftrag der „Bewegung“. Da findet sich gleich zum Einstieg all das, was die Sahra regelmäßig für ein Handgeld in den Propaganda-Schauen der Öffentlich-rechtlichen Medien erzählen darf.

„Während Konzerne ihre Aktionäre in Dividenden baden, streiten die Ärmsten an den Tafeln um abgelaufene Lebensmittel“, wissen Oskar und Sahra – doch leider muss ich sie enttäuschen. Da wie immer im Mai die Dividenden-Mitteilungen ins Haus flattern: Die Kapitalverzinsung über Dividende bewegt sich derzeit mit Chance bei schlappen zwei Prozent. Das ist zwar etwas mehr, als dank Draghis EZB-Politik beim Festgeld lockt – darin zu baden, dürfte allerdings beim Benetzen der Unterschenkel enden. Aber so ist er eben, der Oskar: Immer feste druff auf den Neidkomplex der Verlierer – die Revolution braucht menschlichen Schmierstoff, und der kommt nun einmal aus dem Bodensatz der Gesellschaft.

Sahras nationalistische Attitüde

Liest man nun ein wenig weiter, dann wird jedoch auffällig, dass auch Sahra ein wenig mitgestrickt hat. Die mit ihrer stets ausgesuchten Kleidung dem Begriff der Salon-Kommunistin alle Ehre machende Dame hatte ja schon häufiger unter Beweis gestellt, dass ihre internationalistische Grundausrichtung gelegentlich Affinitäten zu der innerfamiliären Konkurrenz der nationalistischen Sozialisten durchblicken lässt. Was unter dem Strich nach dem historischen Totalausfall jener nationalistischen Genossen Sinn macht zumindest dann, wenn man seine Klientel auch in den Restanten real-sozialistischer Überlebenskünstler aus dem untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaat zu finden sucht.

Also formulieren die beiden richtig knackige Sätze wie: „Für nicht wenige bedeuten innereuropäische Freizügigkeit und Zuwanderung vor allem: mehr Konkurrenz um schlecht bezahlte Arbeitsplätze. Aber auch für osteuropäische Arbeiter in deutschen Schlachthöfen und auf deutschen Feldern ist vor allem die Ausbeutung grenzenlos geworden.“

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Also, deutscher Arbeiter, aufgemerkt! Du darfst es zwar wegen political correctness nicht laut sagen – aber der Oskar und die Sahra haben schon erkannt, wo Dich der wahre Schuh drückt. Wobei die internationalistische Frage unbeantwortet bleibt, weshalb der „osteuropäische Arbeiter“ (also dieses „Pack“ aus Rumänien und so) Dir den Arbeitsplatz wegnehmen kann, indem er in deutschen Schlachthöfen und auf deutschen Feldern immer noch mehr verdient als in der Heimat.

Apropos deutsche Felder! Vielleicht hätten sich Oskar und Sahra, bevor sie sozialistische Plattitüden nationalistisch in die Welt blasen, einmal mit deutschen Spargelbauern ins Benehmen setzen sollen. Die haben es nämlich Saison für Saison immer wieder versucht, deutschen Arbeitern die Chance zum Geldverdienen zu geben. Das Problem: Der Job ist denen zu anstrengend – und die Stütze kommt auch ohne über Feldern gebeugte Dauerhaltung. Aber sorry – darum geht es ja auch nicht in diesem #fairLand-Papier. Wenn interessieren Fakten, wenn es um die Revolution, wenn es um „die Bewegung“ geht!

Die Plattitüden aus hundert Jahren

Und so geht es absatzweise weiter. Hier werden all die Plattitüden aufgelistet, mit denen die Alt-Kommunisten seit nunmehr über hundert Jahren ihre Weltsicht dokumentieren. Die unleugbare Tatsache, dass die sozial Schwachen in alten Sozialwohnungen leben müssen, während mittlerweile massenhaft neue Sozialwohnungen gebaut werden – Schuld der bösen Spekulanten. Dass diese neuen Sozialwohnungen überwiegend an die Neubürger mit der Bezeichnung „Flüchtling“ gehen – das darf man ja auch nicht laut sagen. Aber die Betroffenen verstehen der beiden Altrevolutionäre Feststellungen schon richtig, denn: „Die Flüchtlingskrise hat in Deutschland zu großer Verunsicherung geführt.“ Wer wollte das bestreiten?

Folglich gibt es dann sofort einen klassischen Ja-Aber-Satz aus dem Hause Lafontaine: „Wir lehnen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit ab. Aber wir halten die Art und Weise, wie die Regierung Merkel mit den Herausforderungen umgegangen ist, für unehrlich und inakzeptabel.“ Denn: „Am Ende leiden vor allem die ohnehin Benachteiligten. Wenn die Politik dann noch zuschaut, wie Hassprediger eines radikalisierten Islam schon 5jährigen Kindern ein Weltbild vermitteln, das Integration nahezu unmöglich macht, wird das gesellschaftliche Klima vergiftet.“

Das könnte ebenso in einem Positionspapier der AfD stehen – wodurch die Feststellung an sich dadurch nicht falscher wird. Aber in einem Papier von Kommunisten, die sich doch angeblich der internationalen Solidarität verschrieben haben – zumindest grenzwertig.

Ohne Feindbild kein Widerstand

Selbstverständlich darf auch das klassische Feindbild nicht fehlen. So bedauern die #fairLander, dass überall auf der Welt „rücksichtslos Kriege geführt werden, um Zugang zu begehrten Rohstoffen zu erhalten oder geopolitische Einflusszonen auszuweiten“ – zwar gelte „das für alle großen Militärmächte dieser Welt, besonders aber für die Vereinigten Staaten“. Denn zum großen Bruder Russland „herrscht Eiszeit“, wird bedauernd festgestellt.

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All das und noch viel mehr erfordert selbstverständlich Widerstand. Der wird dann kämpferisch mit einem Blick auf die Romantiker der bundesdeutschen Ostpolitik wie folgt formuliert: „Wir nehmen das nicht mehr hin. Wir wollen nicht, dass die deutsche Regierung einem unberechenbaren US-Präsidenten die Treue hält, statt sich auf das gute Erbe der Friedenspolitik Willy Brandts zu besinnen.“

Nun – diese sogenannte Friedenspolitik lebte vom Kontext des Kalten Krieges, vom globalen Konflikt zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion, vom nationalen Konflikt zwischen BRD und DDR. All das ist Geschichte. Heute laufen die Konfliktlinien einerseits zwischen dem Rückfall in die Denkwelt des Mittelalters, wenn pseudoreligiöse Glaubenssätze die politische Vernunft ersetzen – und gleichzeitig entlang noch ungeahnter Linien unter dem Aspekt einer künftigen Supermacht China, die für Oskar und Sahra offenbar immer noch in früh-maoistischer Unterentwicklung verharrt, weshalb man sie schlicht ausblenden kann.

Die elf Punkte der Barrikadenkämpfer

Gleichwohl wären die beiden Altkommunisten keine echten Barrikadenkämpfer der sozialistischen Revolution, würden sie ihre im Denken des 19. Jahrhunderts verharrende „Analyse“ nicht mit einem elf Punkte umfassenden Forderungskatalog abschließen. Es sind dieses Forderungen, denen man in manchen Positionen sogar geneigt sein könnte zuzustimmen. Denn sie sind wunderbar populistisch, sprechen die innersten Bedürfnisse an, wenn Renten gefordert werden, die „den Lebensstandard im Alter sichern“, wenn „exzellente Bildung bessere Lebenschancen“ bieten müssen, wenn „mehr Sicherheit im Alltag“ durch mehr Polizei erreicht werden soll.

Gleichzeitig aber atmet dieses Papier unter Marxens Haaren den sozialistischen Mief von über hundert Jahren. Verstaatlichung statt unternehmerische Eigeninitiative; unter Berufung auf Keynes ein Ende der Globalisierung und Rückkehr zur Binnenwirtschaft; Erhalt technisch-ökonomisch unsinniger Arbeitsplätze. Und dann – ganz unmarxistisch – sogar ein Europa der Vaterländer – keine Europäische Union (wofür Oskar und Sahra auf der Barrikade sicherlich einigen Beifall einheimsen werden).

Oskar mit Marxens Federkiel

Zusammengefasst: Diese Neuauflage eines Kommunistischen Manifests enttäuscht auf ganzer Front. Es verbreitet hier und da populistische Plattheiten, die einerseits dem gesunden Menschenverstand nicht zwingend fremd sein müssen, andererseits und gleichzeitig derart fest in den historisch überholten Denkschemata der Sozialrevolutionäre von 1850 verankert sind, dass sie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Anforderungen der Zeit nicht einmal im Ansatz erahnen, geschweige denn einfordern lassen.

Das, was Oskar und Sahra hier zu Papier (oder Datensatz) gebracht haben, wirkt wie bei Kerzenlicht mit Marxens Federkiel auf brüchigem Pergament verewigt. Nicht zu einer der zukünftigen Fragen wird auch nur der Versuch einer Antwort unternommen.

Wohin mit den explodierenden Menschheitszahlen?

Wie die Rohstoffabhängigkeit der deutschen Wirtschaft bei ständig knapper werdenden Ressourcen entweder abbauen – oder aber den Zustrom zur Veredelung in deutschen Industrien gewährleisten?

Wie die Arbeitsplätze sichern, die vom globalen Markt abhängig sind?
Wie die ständig größer werdende Schere zwischen Rentenempfängern und Sozialbeitragszahlern decken?

Wie dafür sorgen, dass die Konflikte dieser Welt um Nahrung, kleinen Wohlstand und leider auch Herrschaft der Ideologie aufhören?

Wie dem beharrlichen Abbau der Freiheitsrechte durch staatliche Restriktion begegnen?

Wie die globale Umweltvernichtung als Folge ungehemmter Vermehrung in den Griff bekommen?

Nicht einmal SDAJ-Niveau

Nein, dieses #fairLand-Papier erfüllt nicht einmal das Niveau, auf dem sich in den Siebzigern die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend bewegt hat. Hier hat Oskar seine sozialistische Bandschleife in Senilität mit den überholten Rezepten von Vor-Vorgestern zusammengebastelt. Und Sahra, die in den Sprech-Schauen immer so klug daher schwätzt, hat es mit ein bisschen Klientel-gerechtem Nationalismus gewürzt. Und vermutlich dann auch den Begriff der „Bewegung“ eingebracht.

Das, was die beiden hier zu Papier gebracht haben, lohnt nicht einmal für orthodoxe Kommunisten zur Diskussion. Das hatten Marx und Engels vor über 150 Jahren schon mit mehr Intellekt und Tiefgang beschrieben. Das ist tatsächlich nur etwas für outgesourcte Sozialromantiker wie jenen bislang einzigen Bekenner Rudolf Dreßler.

Da wird es mit Sahras Eleven wohl nichts werden. Und falls doch, dann wissen wir zumindest, an welcher Stelle sich die linke Desintellektualität versammelt hat. Was vielleicht auch erklärt, warum die Autoren es ausgerechnet über Jakob Augstein haben in die Öffentlichkeit lancieren lassen. Aber lassen wir das. Über dessen Ergüsse zu philosophieren, fällt ohnehin mangels philosophierbarem Inhalt aus. Insofern: Passt schon, das mit dem Jakob, dem Oskar und der Sahra.

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Kommentare ( 63 )

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„Wohin mit den explodierenden Menschheitszahlen?“
Kein Problem. Merkel macht es doch vor, wohin. Die neuen Sozialwohnungen mit Bodenheizung und Einbauküche für explodierende Menschheitszahlen lösen derzeit das Problem. Für eine gesunde Austarierung eigenen Bevölkerungsbestandes sorgt sie auch. Einheimische werden massiv zur Ader gelassen, bis das der Tod sie davon befreien möge. Ersatz für das sozialverträgliche Ableben ist schon reichlich vorhanden.

Wieso? Werden schon neue Scheiterhaufen zur Hexenverbrennung für deutsche Inländer errichtet?

Es ist löblich, für mich aber unverständlich, warum sich Herr Spahn noch mit solchen Abhandlungen beschäftigt. Habe ich nicht hier (oder in der Print-Ausgabe) einen hervorragenden Artikel über sog. Intellektuelle gelesen? Oder war es im Cicero? Nun denn, Frau Wagenknecht und Herr Lafontaine haben als sog. Linksintellektuelle, denen es aufgrund ständiger Alimentierung durch den Steuerzahler sehr gut geht, keinerlei Ahnung von den Sorgen und Nöten der normalen arbeitenden Bevölkerung. Und zwar weder von den Sorgen und Nöten derjenigen, die wenig verdienen, noch von denen der Reichen, was ihrer Ansicht nach ja bereits jeder Facharbeiter ist. Ich bin Frau Wagenknecht mal… Mehr
Lieber Herr Gerle, vorab: Die Thematik Massenzuwanderung haben wir bei TE bereits des Öfteren aufgegriffen. Ich darf in diesem Zusammenhang an meinen Text zu den „Torrent of Faces“ vom 20. September 2016 (!) erinnern: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/un-a-torrent-of-faces/ Warum ich mich dennoch mit solchen Dingen wie dem #fairLand-Papier beschäftige? Weil es m. E. notwendig ist, die Inhaltsleere solcher plakativ-populistischen Deklarationen zu verdeutlichen. Lafontaine-Wagenknecht wollen, wie Sie zu Recht feststellen, darauf ihr persönliches Süppchen kochen – deshalb scheint es mir sinnvoll, auf solche Elaborate einen etwas genaueren Blick zu werfen umso mehr, wenn daraus eine „Bewegung“ werden soll. Ich bitte dafür um Verständnis –… Mehr

Die Masche, sich selbst quasi präventiv als „rational“ zu deklarieren, ist nicht neu. Siehe „Rational“Wiki.

Könnten Sie mir bitte erklären, wie ein Land mit einer Besiedlungsdichte von 230 E/qkm ein Einwanderungsland werden kann?

Zum Vergleich: EU 116 E/qkm, USA 33 E/qkm, Saudi-Arabien 15 E/qkm.

Gesamt Europa (nicht EU!) 70 E/qkm, gesamt Afrika 30 E/qkm.

Wo ist da also der Platz für wachsende Bevölkerungen? Sicher doch nicht in Europa!

Ist das Gesamt- oder Nutzfläche? Schon jetzt schüttle ich den Kopf wieso in Erdbebengebieten gebaut wird und dann ist das Gejammer wieder groß. Auf Gipfeln lebt sich ähnlich schlecht wie im Sumpf.

Also, Herr Spahn, wenn ich Ihre ganze Mäkelei an Sarah und Oskar für bare Münze nehme, dann bleibt dem hier lesenden Zeitgenossen wohl doch nur der einzige Ausweg, lernen durch Schmerz, sonst Zuwendung zur AfD. M.E. haben beide innerhalb der Linken und der linken SPD noch am ehesten verstanden, dass Antifa und Anbiedern bei den Merkelfans keine gangbaren Wege für abhängig Beschäftigte sind. Sie verbauen mit ihrer Kritik die erfolgsträchtigsten Lösungsansätze der klassisch linken Art (angepasst an aktuelle Zustände) UND der bürgerlichen kritischen Mitte. Halte das für suboptimal, da das gesamte linke Spektrum ausgegrenzt wird, der andere Zweig sich selbst… Mehr

Wofür ich bin? Nun, ich bin dafür, dass die Menschen ihren Kopf benutzen und nicht irgendwelchen „mainstreams“ und/oder „Bewegungen“ kritiklos hinterher laufen. Tun sie dieses, wird sich der Rest von selbst erledigen.

Sie wissen aber schon, dass die von Sarah und Oskar beförderte Richtung ganz genau GEGEN den Mainstream arbeitet, oder? Auch verdienstvoll, wenn Sie dem Michel beim Denken auf die Sprünge helfen wollen, gerade der Mainstream glaubt da, eine Abkürzung zu kennen… Und das mit dem Selbsterledigen ist in D leider eine unsichere Option, Sie kennen doch den Spruch von Weizsäcker über des Michels Haupteigenschaften? Habe ja nix dagegen, wenn Sie eine konservative Richtung bevorzugen, die Argumente der Linken (da meine ich progressive Leute) sind nicht einfach beiseite zu wischen. Gibt da zu viele Aha-Denkanstöße, und intuitiv liegen die Ossis auch… Mehr
Kommunisten und Sozialisten waren schon immer das größte Unglück auf der Welt und im Gegensatz zu allen anderen Parteien merken die beiden wenigstens, daß sich der Wind von links nach rechts dreht und sie versuchen das mit ihren Mitteln abzuwehren und das ist legitim, wird ihnen aber nicht weiterhelfen, denn die Leute haben die Nase voll von linksidiologischen Experimenten, die uns nur einen Haufen Geld kosten und nichts bringen, im Gegenteil wir sollen verramscht und unserer Heimat beraubt werden und das will die deutsche Bevölkerung nicht und deshalb dieser schleichende Wandel, der ebenso wenig aufzuhalten ist, wie der Linkstrend aus… Mehr

Hajo, mach ab und zu mal nen Punkt – aber recht haste, Gruß Giesemann.

Ein humoristisch gut gewürzter Text, der seine Pointen hat und auch seine Treffer. Auf der anderen Seite wage ich zwischen die Lacher einzuwerfen: Kein Rauch ohne Feuer. Nein Herr Spahn, da gärt sehr wohl was. Lafontaine halte ich für zu alt und zu sehr in der alten BRD verhangen, als daß er eine „Bewegung“ für heute und erst recht morgen begründen könnte. Sein Erzfehler bis heute war nicht, Sarah Wagenknecht zu heiraten, sondern die SPD zu verlassen. Sie wissen schon, mit dem Hubschrauber damals. Ich halte ihn keineswegs für einen Quatschkopf, einen Ralf Stegner hätte er in seinen guten Zeiten… Mehr

Wie bitte?!!
„Und naja, tagesaktuell wegen Gauland, auch die mit „Kauf nicht beim Juden“ war so eine“.

Ein neues „Völker hört die Signale“ können sich diese verkrachten Existenzen schenken,denn die „blöden“,die noch auf so etwas hereinfallen sind schon vergeben,und kleben an der Union,an der SPD,an den Grünen. Die brauchen keine neuen Heilsbringer,die haben ihre Zerstörer schon selber gewählt!!

Der Artikel hat mir auch sehr gut gefallen.

Das linke Denken, bzw. das „Linkssein“ ist hier bei TE ja nicht sonderlich beliebt, – und dafür gibt es gute Gründe. Ich würde gerne beleuchten, – wie dieses heutige „Linkssein“ sich manifestiert, – und ich meine damit den grossen linken Konsens, – der sich von der Partei DIE LINKE, – über die Gewerkschaften, über die Amtskirchen. – bis weit in das bürgerlich-liberale Lager hinzieht, – um dann auf die Thematik des Versuchs einer neuen linken Bewegung einzugehen. Meiner Ansicht nach gibt es 2 Glaubenssätze, die das heutige Linkssein ausmachen und die letzten Endes auch in weiten Kreisen unserer Bevölkerung, leider,… Mehr

Das Unrecht auf der Welt zu beklagen, ist nicht Aufgabe der Kommunisten. Die pachten diesen Weltschmerz nur für sich und berufen sich stets selbst, das Unrecht zu beenden. Zur Not auch mit Unrecht. Aber das Anprangern der Missstände auf der Welt haben noch keinem geholfen, der in ihnen lebt. Nur denjenigen, die sich damit rühmen, diese zu beenden.
Es müssen Lösungen her und keine neuen Bewegungen. Lagerkämpfe müssen auch mal der Sache wegen beendet oder zumindest angehalten werden.

Also unvoreingenommen, als reine Zustands-Ist-Analyse kann man einigen Punkten des „#fairLand“-Papiers durchaus zustimmen: – „Macht triumphiert über Vernunft, Gewalt über Völkerrecht, Gier über Gemeinwohl, Geld über Demokratie. …“ dies sind wohl unbestritten Punkte, die politisch bekämpft werden sollten. – „Für nicht wenige bedeuten innereuropäische Freizügigkeit und Zuwanderung vor allem: mehr Konkurrenz um schlecht bezahlte Arbeitsplätze. […]“ hierbei geht es ja, wie weiter im Text erwähnt wird, nicht primär um die Seasonarbeiter auf dem Feld, die nach getaner Arbeit wieder nach Hause fahren, sondern um die wirkliche Konkurrenz um AUCH (aber nicht AUSSCHLIESSLICH) „schlecht bezahlte Arbeitsplätze.“ – „Wir lehnen Rassismus und… Mehr

Naja, derartige Plattitüden als „Analyse“…