Schon 100 Mordopfer in London

Die Zahl der tödlichen Angriffe in der britischen Hauptstadt steigt. Der Großteil wird dabei Opfer von Messerattacken.

In der vergangenen Woche ist die Marke 100 überschritten worden. Schon 100 Mordopfer sind in London in diesem Jahr zu beklagen, die meisten durch Messerattacken. Die britische Hauptstadt steuert auf einen traurigen Rekord zu: Es könnte noch die bisherige Höchstmarke von 132 Mordopfern vom vergangenen Jahr übertroffen werden.

Das jüngste Opfer ist ein 15-jähriger Junge, der im Stadtteil Stratford im Londoner Osten am Dienstag nach einer Messerattacke verblutete. Ein Notarzt versuchte, sein Leben zu retten, doch vergeblich. Der Junge hatte Stiche in den Brustkorb und die Schenkel erlitten. Von dem Angreifer fehlt bislang jede Spur. Am Tatort sah man eine „asiatische“ Frau weinen, seine Mutter. Weniger als eine halbe Meile entfernt war in der Vorwoche schon ein anderer Junge, 18 Jahre, erstochen worden.

PC statt Recht
Messer-Verbrechen werden zur Epidemie in England
Am gleichen Tag wie die jüngste Mordtat verhandelten Gerichte ältere Messerverbrechen, etwa den Fall in einem Jugendclub in Brixton. Dorthin hatte sich das Opfer Glendon Spence (23) geflüchtet, verfolgt von einer Gruppe schwarzer Jugendlicher, bewaffnet mit langen Messern. Auf dem Video einer Überwachungskamera sieht man, wie Spence in größter Angst um eine Tischtennisplatte herumrennt, bevor die Angreifer ihn einfangen und dann auf ihn einstechen. Er verblutete an einer Wunde im Schenkel. Einer der Täter, Chibuzo Ukonu (18), ist nun des Totschlags schuldig gesprochen worden. Der Haupttäter Rishon Florant (17) hatte nach der Tat versucht, nach Uganda zu fliegen, er wird wegen Mordes angeklagt.

Eine besonders grauenhafte Geschichte wurde ebenfalls diese Woche vor Gericht verhandelt und von Richter Michael Kay als „eine Geschichte unserer Zeit“ bezeichnet: Die Tat des Che Ambe (21). Der junge Schwarze hatte im Februar den damals 18-jährigen Weißen Typer Stevens völlig unvermittelt mit einer Machete angegriffen, als der in Hertfordshire auf dem Heimweg war. Stevens verlor durch die Wunde seine linke Hand und trägt seitdem eine Prothese. Der Täter hat schon ein Vorstrafenregister mit 13 Strafen und 27 Taten, darunter drei Messerverbrechen. Che Ambe habe „ein Leben mit vielen Problemen“ gehabt, stellte der Richter fest. Die Mutter nahm Drogen, er kam mit 12 in ein Heim, flog von der Schule. Mit 17 wurde er selbst Opfer einer Messerstecherei.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in Großbritannien fast 40.000 „Knife Offences“, also Delikte mit Messern. Nach Angaben des Innenministeriums kamen im vergangenen Jahr 285 Personen durch Messerverletzungen zu Tode – so viele wie noch nie.

Laut einer Untersuchung der Metropolitan Police sind die Hälfte der Täter aus der „BAME“-Bevölkerung – also Black, Asian oder andere Minority-Ethnien. Der Anteil lag 2009 bei 44 Prozent und ist 2017 auf 50 Prozent gestiegen. Bei Messerkrimininalität zeigen sich Schwarze deutlich überrepräsentiert. Ebenso sind „Asiaten“, also vor allem Pakistaner, aber auch Afghanen und Iraker überrepräsentiert. In den sozialen Brennpunktvierteln, in denen viele Schwarze und „Asiaten“ leben, geht es extrem gewalttätig her. „Niemand fühlt sich hier sicher. Wie leben in ständiger Angst“, wurde Arif Shah, ein Vater dreier Kinder, nach dem Mord von Stratford in der Times zitiert.

Dass es nicht nur an sozialen Problemen liegt, sondern auch einen kulturellen Hintergrund beim Einsatz von Messern gibt, wird aber in den meisten Kommentaren eher verdrängt. Das Messer als Waffe, die Männer ziehen, um ihre Ehre zu verteidigen, ist im arabisch-afrikanischen Raum ein Statussymbol.

Wer sind die Gewalt-Täter?
Hamburg: 111 Messerangriffe – in nur 90 Tagen
Vor kurzem kam es zu einem Fall, der im Königreich für große Schlagzeilen sorgte. Eine Polizeistreife stoppte in Ost-London ein Fahrzeug wegen zu hoher Geschwindigkeit. Der 56-jährige Fahrer zog unvermittelt eine Machete und versetzte dem Polizisten mehrere Wunden. Der im Gesicht stark blutende Polizist Stuart Outten wurde als „Britain’s hardest Copper“ (The Sun) gefeiert, weil er den Angreifer trotzdem mit seiner Taser-Elektrowaffe in Schach hielt.

Erst nach einigen Tagen erfuhren die geneigten Leser der Zeitungen dann, um was für einen „Mann“ es sich bei dem Machetenmann handelt: Er heißt Muhammad Rodwan aus Luton und trägt einen feinen Islamistenbart.

Die neue konservative Regierung von Boris Johnson hat gerade im neuen Haushalt mehrere Milliarden Pfund zur Aufstockung der Polizei bereitgestellt. In den nächsten Jahren sollen 20.000 zusätzliche Polizeibeamte eingestellt werden. Johnson weiß, dass das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stark gelitten hat und dass „Knife Crime“ eine Thema ist, das sehr viele Menschen bewegt.


In einer früheren Version war irrtümlich die Rede davon, dass alle 100 Mordopfer durch Messerattacken ums Leben kamen, das ist nicht korrekt.

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Kommentare ( 49 )

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Interessant ist, das wenn dann Familienväter aus den Problemvierteln sagen, wie schlimm das alles ist. Anstatt sich zu organisieren und die Jungs zu bändigen gucken sie nur hilflos zu und lassen die Einheimische Polizei die Drecksarbeit machen…

Wenn ein Moslem Oberbürgermeister ist, wundert einem nichts mehr!

Wer Afrika aufnimmt, der wird zu Afrika.

Nur eine Frage der Zeit, bis es zu den ersten Necklacing-Fällen kommt. Das Zusammeneben wird neu ausgehandelt.

Wann kriegen wir endlich eine vernünftige Regierung,

Es wäre doch so einfach, wenn sich die Londener an die Weissheit einer Frau Reker aus Köln halten würden:
Einfach eine Armlänge Abstand zum Messer halten und alles ist gut.

Ich empfehle, einen Kontinent Abstand zu halten.

Ich habe als Sicherheitskraft nun einige Jahre Erfahrung im „Multikulti-Testlabor“ hier vor Ort auf kleinem Raum sammeln können. Alle Kulturen dieser Welt in ein und das selbe Biotop zu quetschen, führt zu einem enormem Konfliktpotential, was sich teils nur durch extreme diktatorische Härte einigermaßen in den Griff bekommen lässt. Blut ist dicker als Wasser. Und an dieser Gewissheit wird sich auch durch ideologisch versautes Nudging bzw. Dauerpropaganda auf allen Kanälen nichts ändern. Das Konfliktpotential zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft lässt sich nur durch massiven Druck des Sicherheitsapparates neutralisieren, oder eben durch eine räumliche Trennung der jeweils extremsten Streithähne herbeiführen. Die… Mehr

@Paul P.
Je nachdem, auf wen sie dabei schauen, ist es mal das eine, mal das andere. Manche Politiker haben schlicht keine Ahnung, andere verheizen ihr eigenes Volk mit voller Absicht.
Generell lässt sich aber eins festhalten: Sicherheit lässt sich nicht durch Entwaffnung der potentiellen Opfer und der Überlastung des Sicherheitsapparates herstellen. Im Gegenteil.
Sicherheit geht nur mittels effektiver Gegenwehr durch potentielle Opfer und somit maximaler Abschreckung von Straftätern.
Die Polizei kann nicht überall sein. Die Waffe in der Jackentasche des potentiellen Opfers schon.

Es ist nicht lösbar! Polizeistaat nützt nichts, außerdem leidet unter einem solchen rigiden System die Innovationskraft bzw. Wirtschaft. Das einzige, das nützt, ist die räumliche Trennung, aber das geht bei dieser Wirtschaftsweise der exzessiven Globalisierung, bei der der Billigste den Zuschlag erhält, auch nicht, zumal die Welt schon längst übervölkert ist und aus dem Grunde Millionen weltweit ihre Heimat verlassen. Kaum einer von diesen Auswanderern will und wird sich im fremden Land integrieren, er wird dort entsprechend seiner Sozialisation leben bzw. benehmen. Hat schon jemand davon gehört, dass ein weißer Europäer gegen die Polizei sofort die Machete herausholt oder sofort… Mehr
@bfwied Um die räumliche Trennung inkompatibler Kulturen wieder herzustellen, braucht es bereits ein gewisses Maß an Polizeistaat. Da kommen wir nicht drum herum. Zumindest temporär. Der Zivilist kann diese Trennung allenfalls durch Pogrome herbeiführen und das wäre dann der Beginn des Bürgerkriegs und letztlich der Einmarsch fremden Militärs. Hilfreich ist dagegen, neben einem starken Sicherheitsapparat, das Einschränken bzw. Abstellen des Sozialstaats für Zugewanderte. Andere Länder machen es genauso. Dies würde zumindest den Pullfaktor in die Sozialsysteme stoppen. Der Rest ergäbe sich eben durch ein möglichst unangenehmes Klima für Kriminelle und Terroristen. Dafür müssten Sicherheitsapparat und Bürgertum eng zusammenarbeiten und am… Mehr

Wie will man denn gegen so was vorgehen? Das soll in Paris sein – und viele, die den link weiter gaben, wurden von twitter geblockt. https://twitter.com/BasedPoland/status/1170327881744101378
„Don’t kill your black brothers. Kill white people or the Chinese instead“

Ein eindeutiger Beweis dafür, dass eben nicht nur Weiße rassistisch sein und einen Genozid anstreben können. Rassistisch sind sie alle. Es braucht nur einen Auslöser dafür. Die in linken Kreisen gewünschte weltweite Einführung des Kommunismus zum Beispiel. Wenn man den Schwarzen die ganze Zeit einredet, sie wären benachteiligt und unterdrückt (um das berühmte „Proletariat aller Länder zu vereinen“) und die Weißen oder die Asiaten wären dafür verantwortlich, dann bekommt man eben einen Rassenkrieg. Aber dass die Kommies und Sozialisten durch ihre Aufspaltung der Gesellschaft selbst den Rassismus befeuern und nicht etwa die „Rechten“ dafür ursächlich sind, wollen die einfach nicht… Mehr

Jeder der mal in den USA gelebt hat weiß, der Rassismus dort geht hauptsächlich von Schwarzen aus!

@Armin V.
Man denke einfach an Ruanda. Dort waren Weiße gar nicht involviert.

Nun Großbritannien und Frankreich waren große Kolonialmächte und haben sich de facto diese „Bereicherungen“ damit selbst eingefangen.

Von Deutschland und Österreich kann man das aber nicht behaupten und trotzdem strömen alle nach Mitteleuropa.
Wobei von denen die da strömen geschätzte 90% einen islamischen Hintergrund haben dürften, was die Sache noch mehr ungustiöser in Bezug auf Landnahme macht.

„In den sozialen Brennpunktvierteln, in denen viele Schwarze und „Asiaten“ leben,…“
Ich fände es sinnvoller, wenn nicht allgemein der Ausdruck Asiaten verwendet würde.
Kuwait, Katar, Israel, Türkei oder Zypern gehören auch zu Asien und sind in diesem Kontext wohl nicht gemeint.

Probleme machen fast nur islamische Staaten. Kuwait, Katar, Türkei und die Nachbarn Israels gehören dazu. Am besten integrieren sich in Europa die Ostasiaten: Japan, China, Südkorea, Taiwan, d.h. die aufstrebenden Länder, die den Kommunismus hinter sich gelassen haben.

Ich glotz‘ von Ost nach West, zwei, fünf, vier
Ich kann mich gar nicht entscheiden
Ist alles so schön bunt hier!

Nina Hagen 1978

Globale Kommunen haben globale Verhältnisse und die sind nunmal außerhalb der ersten Welt etwas… roh.