Zehntausende demonstrieren in Wien gegen Impfpflicht und Komplett-Lockdown

Österreich verschärft seine Corona-Maßnahmen drastisch – dagegen kam es nun zu massiven Protesten, vereinzelt auch mit Ausschreitungen. Auch in der Schweiz, in Großbritannien und in Australien demonstrierten Tausende.

IMAGO / SNA

Es war die größte Corona-Demo bisher in Österreich: Am Samstag versammelten sich nach offiziellen Angaben rund 38.000 Menschen in Wien. Aufgerufen hatte u.a. die FPÖ: Vom Querdenker-Milieu bis zu eher unpolitischen Bürgern schien die Menge sehr heterogen. Die Veranstalter gehen von mindestens 100.000 Teilnehmern aus. Vereinzelt gab es Slogans, die die Situation heute mit der der Juden im Holocaust verglichen, die breite Masse bezog sich aber lediglich auf die harschen Corona-Maßnahmen in Österreich und forderte mehr Freiheit.

Vereinzelt kam es zu Ausschreitungen – u.a. wurden Böller und Rauchbomben auf die Polizei geworfen. Überwiegend blieb es allerdings friedlich, insgesamt kam es zu lediglich fünf Festnahmen. Es waren 1300 Beamte im Einsatz. Auf der Demonstration galt eine FFP2-Maskenpflicht.

Österreichs Bundeskanzler Schallenberg verhängte zuvor extrem grundrechtseinschränkende Corona-Maßnahmen: In Österreich gilt wieder ein Komplett-Lockdown, sowie ab Februar eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Dagegen regt sich viel Widerstand. Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache schrieb auf Facebook: „Über 150.000 Bürger heute in Wien beim friedlichen Marsch für die Freiheit!“.

— Spontane Ordnung (@SpontaneOrdnung) November 20, 2021

Auch in Zürich demonstrierten Tausende gegen die Schweizer Corona-Regeln. In Australien und London kam es zu Massenprotesten gegen den „Grünen Pass“.

 

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