SPD runter, CDU rauf


In wenigen Minuten ein Kommentar von Hugo Müller-Vogg zum sensationellen Wahlergebnis.
Zahlen wie sie in Berlin und Kiel bei Wahlwetten herumgereicht werden.

© Sönke Ehlers
CDU-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein Daniel Günther

CDU 33 bis 34 Prozent, SPD 25 bis 28, Grüne  bis 13, FDP  12,5, AfD 5, Die Linke und SSW je 3 bis 4. So ist unser Gebot. Wer wettet dagegen?

In jedem Fall:

Eigentlich ist das zu deutlich, als dass es noch ganz drehen könnte. Danach setzte sich der Abstieg der SPD überdeutlich fort.

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Kommentare ( 37 )

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Sie treffen den Nagel auf den Kopf! In der Verhältniswahl gibt es im Normalfall gar keine Gewinner einer Wahl sondern nur „relative“ Wahlsieger. Das kann man in Schleswig-Holstein sehr genau beobachten: Die CDU erreichte 32,0 Prozent der Zweitstimme – das ist weniger als ein Drittel – und wird überall als „Wahlsieger“ gehandelt. Die SPD kam immerhin noch auf 27,2 Prozent blieb also nur 3,8 Prozentpunte hinter der CDU und bezeichnet sich sogar selbst als Wahlverlierer. Und das obwohl beide Parteien sogar mehr als eine Machtperspektive bei den kommenden Koalitionsverhandlungen haben. Das ist der „Pferdefuß“ der Verhältniswahl: Die Wähler bestimmen lediglich… Mehr

Wenn die Wahlergebnisse in Schleswig-Holstein ein Vorgeschmack auf die Bundestagswahl sind, dann gute Nacht! Die Grünen sind ja stark wie eh und je, CDU: Hurra und weiter so! AfD schafft gerade mal die 5% Hürde obwohl (oder gerade deswegen?) in SH moderate AfD- Politiker angetreten sind.
Einzig die SPD hat einen kleinen Dämpfer bekommen.
Mein Eindruck: Gute Nacht liebe Nachbarn in Schleswig-Holstein. Euch ist offensichtlich nicht mehr zu helfen. Schade.

Ich sehe gerade: Es reicht ja auch für SCHWARZ/GRÜN, die brauchen die FDP ja überhaupt nicht….

Es wird spannend, insbesondere weil sowas ja eine Legislatur halten sollte, Heide, Heide Simonis das kann ja noch was werden, abgesehen von Engholm und Barschel, die habe ja auch so ihre Traditionen im Norden..:-))))

Sorry, habe eben erst die wundersame Sitzvermehrung auf 73 Sitze im Landtag von SH bemerkt, da klappt’s nicht mit SCHWARZ/GRÜN solo..

Ziemlich gute Punktlandung, würde ich sagen!

Was nützt ein Regierungswechsel – wenn sich die Politik nicht ändert?
Was nützt es, eine Regierung abzuwählen, wenn die Wahlentscheidung dergestalt ausfällt, dass die Politik sich nicht ändern wird bzw. sich nicht ändern kann?
Letztlich war die „Einheitspartei CDUSPDGRÜNELINKE“ an der Macht und wird es bleiben – auch völlig unabhängig davon, ob eine FDP sich noch zu dieser Einheitspartei dazugesellt.

Genau so ist es. Die Wähler können wählen wie sie wollen, es kommt fast immer eine Koalition heraus, die sich auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt hat. Das ist der „Pferdefuß“ der sog. „Verhältniswahl. Wir bewegen uns also immer auf dem Mittelweg. Im Volksmund heißt es: „In der allergrößten Not ist der Mittelweg der Tod.“

Das mit den Grünen muss wohl ein Ostfriesenwitz sein.

Wie wurde gestern wieder mehrfach von verschiedenen „Moderatoren“ geirrlichtert, „Die CDU ist der große Wahlgewinner…“ Der einzige, echte Wahlgewinner ist die AfD, +5,9%.

Kann man denn inzwischen auch auf oder gegen Wahlergebnisse wetten und wenn ja wo?(außer bei ihnen , wenn das Ergebnis schon fast feststeht?)
Das riecht doch förmlich nach Wahl-, äh Wettbetrug! 😉
Die örtlichen Gegebenheiten werden der „SPD“ auch in NRW um die Ohren fliegen, wetten?

Die einzige Überraschung im Norden ist das hohe Ergebnis der Spezialdemokraten. Immerhin 28% der Wähler scheinen immer noch zu glauben, dass sie bei dem Tünnes aus Würselen und Heiko, dem Denunziantenfürst gut aufgehoben sind.

Das Schlimme am Ergebnis ist, dass Fr. Merkel behaupten wird, CDU/Merkel hätte gewonnen. Dabei wollen die Bürger einfach nur eine konservativere Politik und haben sich für das kleinere Übel entschieden – für konservative Politik steht Merkel schon lange nicht mehr.