Nach linksextremem FDJ-Aufmarsch – Staatsanwaltschaft ermittelt

„DDR war unser Staat“ – in Zwickau forderten uniformierte Linksextreme den Sozialismus. Jetzt werden sie zum Fall für die Justiz.

imago images / Marc Schüler

Mit Blauhemden und Fahnen marschierten am Wochenende mehrere dutzend Mitglieder der linksextremen Freien Deutschen Jugend (FDJ) durch das sächsische Zwickau. Sie skandierten: „DDR war unser Staat – vorwärts zur Herrschaft des Proletariats“ und „Dreißig Jahre sind genug“.

Die FDJ war bis 1990 Staatsjugendorganisation der DDR und „Kampfreserve“ der SED. Jetzt ermittelt nach Informationen von TE die Zwickauer Staatsanwaltschaft gegen mehrere Demonstrationsteilnehmer.

Zum einen wegen Hausfriedensbruch – mehrere Linksextremisten hatten versucht, am Zwickauer Rathaus eine FDJ-Fahne aufzuhängen. Die Behörde leitete nach Aussage eines Sprechers auch ein Prüfverfahren wegen Verwendung von verfassungsfeindlichen Symbolen und wegen des Tragens von Uniformen ein. Das „Tragen gleichartiger Kleidung als Ausdruck einer gemeinsamen politischen Gesinnung“ ist nach dem Bundesversammlungsgesetz und dem sächsischen Versammlungsgesetz verboten.

Für die FDJ gilt in Deutschland gespaltenes Recht: die Organisation ist aus historischen Gründen im Osten erlaubt, im Westen illegal. In den neuen Ländern wird die FDJ vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingeschätzt.

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Kommentare ( 133 )

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Lippstick
8 Monate her

schockierend schokierend was haben diese jungen Leute in der DDR erlebt…NICHTS, die waren da noch garnicht geboren oder zur Wende im Windelscheißer Alter gewesen…diese linke Idiologie aus den ehemaligen Oststaaten ist zum erbrechen. Die Jugend mal wieder die sich ihr unterentwickeltes Gehirn von den Linken/SED verdrehen läßt und über keinerlei Informationen aus der Geschichte der DDR gelernt haben.
Am Besten Ihr mit diesen verdrehten Hirnwindungen baut Euch wieder eine Mauer um euer schönes Zwickau und lebt wie die Menschen die von 1961-1998 dieses Staat ertragen mußten.
Ich wünsche Euch ein tolles Leben in einem Unrechtstaat “ Freundschaft“

Jens Frisch
8 Monate her

Auf der Strategiekonferenz der Linken wird darüber getritten, ob 800.000 Bürger dieses Landes erschossen oder für „nützliche Arbeit“ weggesperrt werden sollen, die FDJ marschiert uniformiert durch Zwickau: Die Gefahr geht definitiv von „rechts“ aus!

Piet L.
8 Monate her

Das Ganze gehört zu einer Reihe von versuchen linker und linksextremer Kräfte auzutesten, wie wiet man sich schon wieder mit solchen Forderungen hervorwagen kann.
Ähnlicheas hat sich ja gerade in Kassel ( Erschießungsfanatsien der LINKEN) oder im ÖR (Sturm auf die Parlamente) ereignet und wird auch von der SPD, den Grünen und Teilen der CDU mit Wohlwollen betrachtet. Verfolgt wird aber immer wieder nur die AFD. Diesem Land ist nicht mehr zu helfen.

Linda
8 Monate her

Pfffffffffff!!! Das können doch nur welche gewesen sein, die die DDR nicht mehr kennengelernt haben. „Die DDR war unser Staat.“ Hä? Wessen unser? „Vorwärts zur Herrschaft des Proletariats“ Die Diktatur der Arbeitern und Bauern und die Demokratie wurden doch von der Stasi brutalstmöglich verfolgt.

Leroy
8 Monate her

Und? Wieviele dieser Irren sind wohl ebenfalls bei der Antifa?

CIVIS
8 Monate her

Schon vergessen ?
Staatsanwaltschaften sind weisungsgebunden; weisungsgebunden gegenüber Justizministerien und Justizministern !
…und da wird sich doch bestimmt ein Weg finden, um diesen „Vorfall“ im ´rechten` Licht dastehen zu lassen.
Vielleicht war sogar die AfD schuld, da man sich mit dieser Aktion nur gegen rechtsextremistisches Gedankengut wehren wollte; …ja ganau, so wird´s sein !!!

Blackbird
8 Monate her

Da können Merkel und KGE doch gleich auch mal ihr altes FDJ-Hemd aus der Mottenkiste holen. Offenbar jetzt wieder en vogue.

Bill Miller
8 Monate her
Reinhard Lange
8 Monate her

Man sollte die Kirche im Dorf lassen. In der DDR war fast jeder Jugendliche in der FDJ, u.a. deshalb, weil es nicht karrierefördernd war, den Eintritt in die Organisation zu verweigern. Trotzdem war der Einfluss der bundesdeutschen Medien auf die Jugendlichen vermutlich prägender als der der Agitatoren der FDJ. In der frühen Bundesrepublik wurde die West-FDJ übrigens verboten, wie man dem verlinkten Text des mdr entnehmen kann, weil sie sich gegen die Wiederbewaffnung wendete. Damit dürfte sie nach dem Zweiten Weltkrieg nicht allein gestanden haben, während allerdings in den Gerichten und selbst im Bundeskanzleramt noch viele ehemalige Nazis tätig waren,… Mehr

Piet L.
8 Monate her
Antworten an  Reinhard Lange

Verharmlosen hilft hier nicht weiter, es ist ja nicht nur die FDJ.

Reinhard Lange
8 Monate her
Antworten an  Piet L.

Ich würde es schätzen, in einem Land zu leben, in dem jeder seine Meinung sagen kann, egal wie schräg die auch sein mag. Heute werden Sie geächtet und laufen Gefahr, Ihren Job zu verlieren, wenn Sie mit den falschen Leuten demonstrieren oder auch nur mit einem davon fotografiert werden oder eine falsche Vokabel gebrauchen. Wer in der DDR gelebt hat, braucht keine Einschränkung der Meinungsfreiheit oder des Demonstrationrechts oder er hat wenig dazugelernt.

Traumatisierte Amoebe
8 Monate her

Ich frage mich eher, wovon diese augenfällige, aber insgesamt noch harmlose Zurschaustellung von Dummheit eigentlich ablenken soll. Wie Asimov bereits wusste („Stars Like Dust“): Wenn irgendwo bunte Uniformen zu sehen sind, dann achtet auf die Leute im Hintergrund, die keine Uniformen tragen.