Nicht nur in Berlin, Potsdam und Umland prügeln Jugendbanden auf Passanten ein – viele haben einen Migrationshintergrund. Vorfälle dieser Art gibt es quer durch die Republik.
picture alliance / Ostalb Network | Markus Brandhuber
„Potsdam versinkt in brutaler Jugendgewalt! Ist die Landeshauptstadt noch vor Berlin gefallen? Nicht nur in Potsdam. Der Sohn meiner Schwester wurde auch in Zehlendorf über mehrere Wochen massiv bedroht und musste zeitweise untertauchen und Berlin verlassen“, so schreibt Emanuel Boeminghaus, Geschäftsführer bei AvenData, auf X. Er kommentiert einen Beitrag des Tagesspiegel, der am 21. Oktober über gewalttätige Jugendbanden in Potsdam und verängstigte Familien berichtete.
Fast wöchentlich melden Medien nun neue Angriffe aus Potsdam, Berlin oder dem Brandenburger Umland: Migrantische Jugendbanden verprügeln Altersgenossen – teilweise bewusstlos und auch, wenn sie bereits am Boden liegen – oft in Gruppen von 15 bis 20 Personen gegen einzelne. Doch während der Fokus auf dem Radius der Hauptstadt liegt, übersehen die Medien, dass es sich um ein gesamtdeutsches Problem handelt.
Juni 2024 in Gera, Thüringen: 20 afghanische und syrische Jugendliche, zwischen zwölf und fünfzehn Jahren alt, prügeln auf einen deutschen 14-Jährigen ein. Einer der Jugendlichen filmt die Szene und stellt sie ins Netz. TE hat darüber berichtet.
Baden-Württemberg: Biberach am Riß
März 2026 in Biberach an der Riß, Baden-Württemberg: Im Zentrum der Stadt Biberach in einer Clubnacht am Schadenhof schlugen Jugendliche einen 18-Jährigen, der hinter dem DJ-Pult stand, auf einer Party zusammen, meldete die Rheinische Post. Er hatte sie aufgefordert nicht unbefugt am Mischpult herumzuhantieren. Einer aus der Gruppe schlug ihn bewusstlos, er ging zu Boden. Die anderen traten auf ihn ein, bis andere Partygäste dazwischen gingen. Kurze Zeit später sollen einige von ihnen zurück gekommen sein und erneut den jungen Mann geschlagen haben. Ob es sich um eine Gruppe ausländischer Jugendliche handelte, lässt sich nur wegen der folgenden Meldung mutmaßen, eine Anfrage beim Polizeipräsidium in Ulm dazu ist noch nicht beantwortet.
Einen Monat später berichtet Donau3FM, dass eine 20-köpfige Gruppe erneut – wie einen Monat zuvor – am selben Partyort randalierte. Sie schlugen einen 19-Jährigen und 21-Jährigen zusammen. Ihre Beschreibung: zwischen 16 und 20 Jahre alt, nichtdeutscher Herkunft.
Potsdam und Berlin
Sprung in den September – gleich mehrere Fälle in Potsdam stehen in den Schlagzeilen: Am 25. September versuchten um die 20 Jugendliche auf ein privates Grundstück zu einer Party einzudringen. Da ihnen das verwehrt wird, klettern sie über den Zaun des Nachbarn und stehlen das Auto des Hauseigentümers, was sie allerdings nur wenige Meter weit bewegen. Die Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest, sie sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Einen Tag später überfällt eine 40-köpfige Migrantengruppe eine weitere Party. Ein Junge liege bewusstlos im Krankenhaus, zwei weitere seien verletzt, erzählt Saskia Ludwig (CDU) im TE-Interview. Es ist der Sohn eines Bekannten, er hätte ihr davon berichtet. Eine ähnliche Szene wiederholt sich am 10. Oktober in Potsdam-Bornstedt – um die 30 Jugendliche stürmen eine private Geburtstagsparty, einer soll bewaffnet gewesen sein.
Nachdem eine ganze Reihe von Vorfällen in den letzten Wochen durch Medien bekannt wurde, beginnt die Polizei dagegen vorzugehen und gründete eine Taskforce. Inwieweit die Situation dadurch entschärft wird, werden die nächsten Wochen zeigen.
Sachsen: Beicha bei Döbeln
Doch auch auf dem Land nimmt die Jugendkriminalität zu. Beicha, ein 128-Seelen-Dorf in Sachsen, wird überregional für sein Oktoberfest bekannt. Am 26. September feierte das Dorf sein jährliches Oktoberfest, ausgerichtet von der Freiwilligen Feuerwehr und dem örtlichen Freizeit- und Sportverein. Am Abend tauchten beim Festzelt Unbekannte auf. Nach einer kleineren Auseinandersetzung mit einem Feuerwehrmitglied, konnte die Lage zuerst beruhigt werden. Später am Abend urinierten die Fremden auf einem angrenzenden Grundstück, sie wurden aufgefordert dies zu unterlassen und die vorhandenen Toiletten zu nutzen.
Daraufhin griffen sie den Beobachter an. Die Situation eskalierte. Den Zeugenbeschreibungen nach sollen um die 20 fremde junge Männer zu dem Zeitpunkt anwesend gewesen sein. Es kam zur Prügelei in deren Verlauf auch zerbrochene Flaschen zum Einsatz kamen. Als die Polizei eintraf, waren die jungen Männer weg und die Polizei fand zehn Verletzte zwischen 17 und 48 Jahren vor. Sechs von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht und waren teils schwer verletzt. Die Polizei hat derzeit vier Tatverdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren ermittelt, es handele sich um russische, serbische und kosovarische Staatsangehörige, teilt sie mit. Vier weitere Personen überprüft sie, die Ermittlungen dauern an.
Ost nach West: Brandenburg – Frankfurt (Oder) und Garbsen in Niedersachsen
Am 14. Oktober greifen 10 Jugendliche deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität in Frankfurt (Oder) einen 14-Jährigen an, bedrängen, schlagen und treten schließlich noch auf ihn ein, als er am Boden liegt. Das ganze filmen sie und verbreiten es über das Internet. In diesem Fall ist die Polizei rechtzeitig vor Ort und kann die jugendlichen Straftäter festnehmen, Konsequenzen hat das nur begrenzt. Die Täter sind zwischen 13 und 15 Jahren alt. Die Frankfurter Oberbürgermeister Axel Strasser gibt sich entsetzt, der Brandenburger Sozialminister René Wilke (SPD) fordert Konsequenzen – es wird sich zeigen, wie ernst es ihnen damit ist oder ob es ein weiteres Lippenbekenntnis bleibt.




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Hier in Bitz im Zollernalbkreis: https://www.schwaebische.de/regional/zollernalb/bitz/mehrere-kinder-treiben-in-dieser-gemeinde-ihr-unwesen-viele-haben-angst-4954981
Deutsche schafft euch Waffen an – natürlich erlaubte. Wie das geht findet ihr bei tactical – dad.com
Sehr lesenswert mit Tests und Infos- auch juristischer Art.
Bezeichnet man das nicht im Nahen Osten als „Selbstverteidigung“? Die üblichen westlichen Doppelstandards.
Ja. Das ist genau das, wobei Palästinenserkinder an der Grenze zu Israel auch beobachtet werden können.
Und auch da sind sie auf Versorgung durch die „ungläubigen Feinde“ angewiesen.