Ein laut Zeugen maskierter Mann zündete am Donnerstagabend Pyrotechnik in einem ICE auf der Strecke von Köln nach Frankfurt. Mehrere Reisende wurden verletzt. Nach einem Großeinsatz der Polizei wurde er in Siegburg festgenommen. In seinem Rucksack war ein Messer. Der 20-Jährige soll gedroht haben, „mehrere Leute abstechen“ zu wollen.
picture alliance/dpa | Marius Fuhrmann
Inmitten im Oster-Reiseverkehr hat am Donnerstagabend in einem ICE auf der Strecke von Köln nach Frankfurt ein 20-jähriger Mann nach Polizeiangaben mit einem Anschlag gedroht und pyrotechnische Gegenstände im Zug gezündet. Zwölf Fahrgäste wurden leicht verletzt.
Der Mann warf gegen 20.55 Uhr in dem ICE 19 mehrere sogenannte Softair-Böller in den Gang, die mit Kunststoffkugeln gefüllt gewesen waren. Zunächst war von vermeintlichen Schüssen die Rede, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Spätere Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich um gezündete Feuerwerkskörper handelte. Die genaue Art der verwendeten Gegenstände blieb zunächst unklar.
Nach Zeugenaussagen war der Mann maskiert. Es wurde von Panik im Zug berichtet: Es habe gequalmt, Kunststoffsplitter seien durch den Waggon geflogen. Einige Fahrgäste erlitten Knalltraumata, eine Sprecherin der Bundespolizei sprach auch von „leichten, oberflächlichen Hautverletzungen“. Die meisten Fahrgäste kamen aber mit dem Schrecken davon.
Der Mann soll zudem angekündigt haben, mehrere Menschen „abstechen“ zu wollen. In seinem Rucksack fanden die Beamten ein großes Messer. Zu den Hintergründen und Motiven wird derzeit noch ermittelt.
Nach der Tat zog sich der Maskierte auf eine Zugtoilette zurück. Dort wurde er von einem Fahrgast eingeschlossen, bis der Zug in Siegburg hielt. Einsatzkräfte der Bundespolizei, die mit rund 25 teils schwer bewaffneten Beamten vor Ort waren, überwältigten den Täter und nahmen ihn fest. Er befindet sich inzwischen im Gewahrsam der Polizei in Siegburg. Medienberichten zufolge war er maskiert.
Der ICE wurde vollständig geräumt und durchsucht. Die Passagiere versammelten sich unter anderem in einem Parkhaus und wurden von Feuerwehr und Rettungskräften betreut. Die Angaben zur Zahl der Betroffenen variieren: Während die Polizei von rund 150 bis 180 Fahrgästen spricht, berichtet der Kölner Stadtanzeiger von etwa 300 Personen, die betreut werden mussten. Viele von ihnen waren Urlaubsreisende mit Gepäck.
Der Vorfall hatte erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Zeitweise wurde die Strecke zwischen Hennef (Sieg) und Troisdorf gesperrt, auch Regionalexpress- und S-Bahn-Linien in Köln waren betroffen. Zwar war laut Bundespolizei nur das betroffene Gleis in Siegburg gesperrt, dennoch kam es im Fernverkehr zu erheblichen Verzögerungen: Züge wurden umgeleitet oder fuhren über das Rheintal weiter, was Verspätungen von bis zu zwei bis drei Stunden verursachte. Andere Verbindungen verzögerten sich um bis zu 90 Minuten.
Kurz nach Mitternacht wurde die Streckensperrung wieder aufgehoben. Die Ermittlungen zu Motiv, Hintergründen und möglicher Radikalisierung des Tatverdächtigen dauern an, hieße es aus Polizeikreisen.
Update 15:14 Uhr: Bei dem Mann handelt es sich laut internen Polizeiberichten um einen 20-jährigen Deutschen aus Aachen, wie WELT dem Einsatzbericht entnehmen konnte. Er sei polizeibekannt und werde laut Polizei dem Phänomenbereich der politisch motivierten Kriminalität von rechts zugeordnet werde. Er gelte aber nicht als „rechtsextremistisch gefestigt“, sondern psychisch auffällig.
Der Mann stieg am Hauptbahnhof Aachen in den ICE 19 von Brüssel nach Frankfurt. Während der Fahrt soll er E-Mails unter anderem an die Redaktionen von „ZDF“ und „Spiegel“ versendet haben, in denen er ankündigte, zwischen Köln und Frankfurt einen Anschlag zu verüben und mit einem Messer möglichst viele Menschen töten zu wollen. Bei der Durchsuchung des Festgenommenen fanden die Beamten zwei Messer sowie eine Maske.
Nach aktuellem Stand wurden durch die Detonation im Zug insgesamt zehn Personen leicht verletzt. Die rund 500 Fahrgäste wurden evakuiert und zunächst in einer nahegelegenen Schule betreut.

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Aha, ein „Deutscher“ also. Seit wann denn?
Ein Deutscher? Kann dem mal einer sagen, daß seine Tat kulturelle Aneignung sein könnte?
Da haben wir als Gesellschaft versagt. Wahrscheinlich wollte er nur seinen Unmut über das verteuerte Deutschlandticket zum Ausdruck bringen, aber niemand hat ihm zugehört.
A propos „ihm“: Weiß man denn, dass er ein Mann ist? Oder schreibt man ihm das nur zu?
Der wollte nur spielen. Psysisch sehr stark belastet. Bitte nicht zu hart anfassen. Es gibt da eine Richterin im Saarland.
Staat und Terroristen Hand in Hand? Der deutsche Bahnreiseverkehr ist doch ein offenes Tor für massive islamistische Anschläge, aber sie finden nicht statt. Wer wäre denn Rassist genug etwas zu sagen wenn eine Gruppe junger arabischer „Interrailer“ mit großen Rucksäcken in einen ICE einsteigt? Wer würde beobachten, ob sie dann ohne ihre Rucksäcke wieder aussteigen? Niemand. Genau wie damals im Madrid Atocha, also in Regionalzügen wäre das sogar noch einfacher. Und ganz ohne Selbstaufopferung. In Spanien ist deshalb Bahnfahren wie Fliegen, bei den Menschenmassen im deutschen Bahnverkehr kaum vorstellbar mit Sicherheitskontrolle. Aber es passiert nichts, seit Jahrzehnten. Obwohl es so… Mehr
> Genau wie damals im Madrid Atocha, also in Regionalzügen wäre das sogar noch einfacher.
Damals beteiligte sich Spanien an Ami-Kolonialkriegen im Rahmen der Agenda „7 Länder in 5 Jahren“. Heute ist Spanien klüger und hält sich raus.
Das sozialistische Spanien ist also in ihren Augen klug, oh mein Gott 🤯🙈🤮🤡, das wird ja immer schlimmer mit ihren denkoriginellen Einlassungen hier im TE-Forum.
Also, nach nun -auch- diesen Einzelfall nur mal so ein Gedanke und Vorschlag; Wie wäre es, wenn die DB zukünftig für jeden Fern- und Regio-Zug mind. zwei in zivil gekleidete und bewaffnete Beamte mitfahren läßt? Also ähnlich wie dies auch bei den Flugzeugen gemacht wird/wurde?
Eine andere Möglichkeit wäre aber auch, dass die DB eben keine mitfahrenden Sicherheitsbeamten einsetzt und stattdessen die Zugfahrten mit Preis-Aufschlag.als „Abenteuer-Fahrten“ anbietet?
Warum fallen mir bei „maskierter Mann“ immer wieder die schwarz gekleideten, vermummten und mit Rucksack versehenen, linksradikalen „Aktivisten“ der Antifa ein, die von Trump klar (und zurecht) als Terroristen bezeichnet werden?
Alles wie im Fall von Hamburger-Bisswolf: „Dem Tier geht es gut!“
So hat es Hamburger Abendblatt geschrieben und dementsprechend Akzente gesetzt.
Ja. Der Wal vor der Küste bekommt jetzt auch „Sterbebegleitung“.
Und wird sich bedanken, dass man ihn endlich gehen lässt.
Wollte die Gebissene sich nicht dem Vieh nähern, um sich „zu kümmern“? So dumm!
Andere würden behaupten, er wollte nur seine Freude über das Urteil von dem Polizistenmörder aus Völklingen bekunden. Bestes Deutschland das es gibt.
Da braucht es 25! schwerbewaffnete Beamte, um jemanden festzunehmen? Warum nicht gleich eine Hundertschaft? Oder das GSG? Mann oh mann. In den USA hätten zwei Beamte den Taser gezogen und ab dafür. Aber wahrscheinlich wollte man dem Attentäter nicht weh tun und seine persönliche Integrität wahren…
Mag ja sein, daß in USA in dieser Hinsicht manches ein wenig besser ist. Trotzdem möchte ich keine Polizei wie in den USA. Es muß hier doch eine andere Lösung geben. Gäbe es wohl auch, ist aber politisch nicht gewollt.
Meine Gesinnung zur US-Polizei und vor allem den US-Waffengesetze hat sich im Laufe der Jahre drastisch geändert!
Ja. Und es hängt vom jeweiligen Staat ab, wie etwas gehandhabt wird.
In New York treiben sie Schabernack mit Uniformierten – und Mamdani greift nicht ein.
Man scheut sich jedenfalls nicht, New Yorker Polizeibeamte zu verfolgen und mit Schneebällen zu bewerfen:
https://x.com/visegrad24/status/2026109644020535506
https://x.com/TheChiefNerd/status/2026366337233150337
New York City Police were HOSPITALIZED after being attacked by Leftists throwing balls of snow and rock.
Mamdani’s response?
No charges. Just a „snowball fight“ Pathetic. https://x.com/townhallcom/status/2026748744054546518
Der war eingesperrt in der Toilette des ICE – und man konnte nicht wissen, wie auch immer der Typ bewaffnet war. Wiewohl der Raum dort so eng ist, dass man ihn wohl besser dort gelassen und ausgehungert hätte, bevor wegen so einem auch einem Polizisten noch etwas passierte. Es reicht.