WDR-Redakteur Detlef Flintz freut sich über steigende Preise, feiert Chinas blutigen Diktator Mao als einen Mann mit „echtem Weitblick“ und ist Funktionär der Grünen. Zumindest von letzterem will der WDR nichts gewusst haben.
Der WDR hat sich von seinem Redakteur Detlef Flintz (Grüne) distanziert. Dass der in der Partei Ämter übernommen habe, habe der Sender nicht gewusst. Das teilt Alexander Kissler mit, Redakteur der Neuen Zürcher Zeitung. Andererseits war Flintz’ Engagement auch nicht geheim. So berichtete unter anderem die Rheinische Post im Juni darüber, dass er Schriftführer im Geschäftsführenden Vorstand der Grünen Grevenbroich geworden ist.
Die Kommentare in den Tagesthemen gehören zu der Kür für den WDR-Journalisten. Im Pflichtprogramm ist er für die hauseigene Sendung „Markt“ zuständig. Dort verantwortete er einen ebenfalls schon legendären Beitrag: über den chinesischen Diktator Mao Zedong. Der sei ein Mann „mit echtem Weitblick“ gewesen und habe in seinem Land über Jahrzehnte einen erfolgreichen Sozialismus aufgebaut. Das ist historisch falsch. Der Aufschwung Chinas beruht auf Reformen hin zum Kapitalismus, die ein Jahrzehnt nach Maos Tod erst eingeleitet wurden.
Einen Vorteil muss allerdings selbst der überzeugteste Anhänger der freiheitlich demokratischen Grundordnung dem chinesischen Staat anerkennen: Dort wissen die Verantwortlichen im Staatsfernsehen, ob ihre Moderatoren in der Partei sind.




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