Elif Eralp und ihr Verein, der Spenden für Terroristen sammelt

Die Berlins Regierende Bürgermeisterin werden will, ist konfrontiert mit immer massiveren Vorwürfen: Elif Eralp (Die Linke) war – TE hat berichtet – mehrere Jahre Mitglied des Vereins Rote Hilfe. Diese Gruppierung hat auch Spenden für die Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette gesammelt.

Spendenwerbung für die RAF-Terroristin Daniela Klette Imago Noah Wedel
Spendenwerbung für die RAF-Terroristin Daniela Klette

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Der Verfassungsschutz nennt den Göttinger Verein die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen des deutschen Linksextremismus. Primäres Betätigungsfeld sei die Unterstützung linksextremistischer Straftäter – im Verfahren und in der Haft. Die Satzung macht die „politisch linke Motivation der Tat“ zum Maßstab, nicht deren Legalität.

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Der Verein der Linksextremisten hat auch öffentlich für die inhaftierte Ex-RAF-Angehörige Daniela Klette um Spenden gebeten: In der Verbandszeitschrift (Ausgabe 2/2024) erschien der Text „Haftsituation und Solidarität – Zur Festnahme von Daniela Klette“. Darin werden Haftbedingungen kritisiert und ein Spendenkonto genannt. Das Geld sollte Verteidigung, Lesestoff und Kleidung in der Haft finanzieren. Die BILD veröffentlichte diese Aktivität des Vereins, bei dem auch Elif Eralp Mitglied war.

Daniela Klette gehörte zur dritten Generation der Roten Armee Fraktion: Nach der Auflösung der RAF blieb sie mit Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub untergetaucht. Am 26. Februar 2024 fasste das LKA Niedersachsen sie in einer Kreuzberger Wohnung, sie warnte dabei noch Garweg mit einer Nachricht. Das Landgericht Verden verurteilte sie im Mai 2026 zu 13 Jahren Haft: besonders schwerer Raub in mehreren Fällen zwischen 1999 und 2016, Waffenverstöße, erpresserischer Menschenraub.

Das Gericht sah sie als Mittäterin: Sie war Fluchtfahrerin, war in der Planung von Straftaten involviert, in manchen Fällen kam es zu Drohungen mit einer Panzerfaust-Attrappe. Die Beute des Trios: 2,7 Millionen Euro. Garweg und Staub sind flüchtig. Ob Daniela Klette an früheren RAF-Anschlägen beteiligt war, prüft die Bundesanwaltschaft gesondert. Laut Bundesanwaltschaft tötete die RAF 34 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Zu den Opfern zählen Polizisten, US-Soldaten, Fahrer, Passanten und Repräsentanten von Staat und Wirtschaft.

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So starben im Mai 1972 bei Bombenanschlägen auf US-Einrichtungen in Frankfurt und Heidelberg mehrere Soldaten. 1977, im „Deutschen Herbst“, erschoss die zweite Generation den Generalbundesanwalt Siegfried Buback und den Bankier Jürgen Ponto; die Terroristen entführten Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, der nach der gescheiterten Landshut-Entführung ermordet wurde. Die dritte Generation tötete 1989 Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen und 1991 Treuhand-Chef Detlev Carsten Rohwedder. Der letzte Sprengstoffanschlag war 1993 der Angriff auf den noch leeren Gefängnisneubau in Weiterstadt. 26 Prozesse gegen führende Mitglieder endeten mit lebenslangen Haftstrafen.

Für die RAF-Terroristin und Serienräuberin Daniela Klette, die mit ihren Taten Menschen in Todesangst versetzt hat, sammelte der Verein Rote Hilfe also Spenden.

Die Rote Hilfe wird seit 2012 vom Bundesverfassungsschutz beobachtet, die Verfassungsschützer sehen in diesem Verein weiter einen Legitimationsrahmen für Gewalt. Für die SPD und die Grünen wird es nun jedenfalls nicht einfacher, eine Koalitionsregierung mit der Linken in Berlin zu erklären.

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Kommentare ( 1 )

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verblichene Rose
1 Stunde her

Warum erinnert mich die „Rote Hilfe“ so sehr an die „So Done GmbH“?