Echte Flüchtlinge kehren zurück

Mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge sind im ersten Halbjahr 2017 in ihr eigentliches Zuhause zurückgekehrt: 93 Prozent von innerhalb Syriens, 7 Prozent aus der Türkei, Libanon, Jordanien und Irak.

© Amer Almobihany/AFP/Getty Images
Markt in Damaskus, 23. Mai 2017

Die UN Migration Agency meldete am 11. August, dass über 600.000 syrische Flüchtlinge im ersten Halbjahr 2017 nach Hause zurückgekehrt sind:

„Between January and July 2017, 602,759 displaced Syrians returned home according to reports from IOM, the UN Migration Agency, and implementing partners on the ground. Findings indicate that the vast majority of the people (93 per cent) returning had been displaced within Syria. 7 per cent of people returned from Turkey, Lebanon, Jordan and Iraq. Returnees from Turkey and Jordan reportedly returned mainly to Aleppo and Al Hasakeh Governorates.“

93 Prozent konnten innerhalb Syriens in ihr eigentliches Zuhause zurückkehren, 7 Prozent aus der Türkei, Libanon, Jordanien und Irak. Eine ähnlich große Zahl war auch schon 2016 heimgekehrt. Um die 10 Prozent allerdings waren mehrfach zur Flucht gezwungen.

Insgesamt ist der Trend zur möglichst baldigen Heimkehr eindeutig, bei vielen allein schon, um ihr Eigentum und ihre alte Existenz zu sichern:

„An estimated 27 per cent of the returnees stated that they did so to protect their assets or properties and 25 per cent referred to the improved economic situation in their area of origin. Other factors people gave IOM and partners as their reasons for returning included the worsening economic situation in the place where they were seeking refuge (14 per cent), social or cultural issues such as tribal links, political affiliations or any obstacle preventing integration in their area of displacement (11 per cent), and the improvement of the security situation in their area of return (11 per cent).”

Was schließen wir aus diesem Bericht mit Hinblick auf jene Syrer, die nach Deutschland gekommen sind und nicht zurückgehen (wollen)? Es ist an der Zeit, dass die deutschen Behörden dieser Frage nachgehen. Dabei wird sich auch herausstellen, wer sich nur als Syrer ausgegeben hat. Es werden sich die finden, die Hilfe zur Rückkehr brauchen. Und es wird welche geben, die aus akzeptablen Gründen bleiben wollen. Wo solche vorliegen und sich welche als loyale Mitbürger hier einreihen wollen, sollten sie willkommen sein.

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Kommentare ( 36 )

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Die Erkenntnis dieser Studie ist eigentlich klar. Die wirklich schutzsuchenden Syrer haben Zuflucht in den Nachbarländern gefunden, also Libanon, Türkei, Jordanien, und kehren jetzt allmählich wieder zurück. Die Sozialschmarotzer dagegen sind alle in Deutschland und in ein paar anderen europäischen Ländern illegal eingewandert, um dort auf Dauer ein sorgenfreies Leben auf Kosten der Steuerzahler führen zu können. Diese Gruppe verspürt natürlich viel weniger Lust, in die Heimat zurückzukehren, weil es ja bei uns so schön und bequem für sie ist. Sie brauchen nicht zu arbeiten, müssen sich nicht mal integrieren und kriegen alles vom deutschen Staat, was sie wollen. Warum… Mehr

Dann kommen ja noch so Sachen wi e Handelsperre und Einfrieren der Auslandskonten von Syrien dazu. Diese GroKo ist mit den Grünen das verlogendste , sein Vaterland hassendes Stalinistenpack, das leider die NWO mit Gewalt durchdrücken will. Warum wohl wird ausnahmslos Alles, was Trump tut, ins Negative gezerrt ? Ist fast wie im Hessischen Kreistag. Wenn die AfD den Antrag stellt, das die Erde als rund zu betrachten sei, wird der Antrag abgelehnt werden. eventuell ist mit einem CDU-Antrag zu rechnen, der beinhaltet, das die Erde leicht oval ist.

Genau das gleiche sagt ein mir befreundeter Kameruner auch. O-Ton:

„Ich hatte solche Probleme mit den Behörden, daß ich nach meinem Studium in Dtschld. bleiben durfte. Und jetzt geht ihr Deutschen bei und holt euch den allerschlimmsten Absch*** (sorry, er hat das so gesagt) aus unseren Ländern und kreischt noch dazu vor lauter Begeisterung wie Teenies bei einem Pop-Konzert. Ich verstehe euch Deutsche einfach nicht mehr“.
Ich auch nicht!

Der Alawit Assad wird die aus seinem Land geflohenen Sunniten nicht wieder zurücklassen. Warum? Hier kann man es nachlesen: „Warum die Syrer Deutschland nie(!) mehr verlassen werden.“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158803570/Warum-Syrer-nie-mehr-Deutschland-verlassen-werden.html

Da Sie ja offenabr Einwände gegen Ihr „replacement“ haben, hier was „nettes“ vom swr: (Ja, das haben Sie mit Ihren Gebühren mitfinanziert – soll aber nur Satire sein)
https://www.youtube.com/watch?v=PAm72W-_Lq0

Nach dem UNO Beschluss ‚Bestandserhaltungsmigration‘ wird für Deutschland eine Migrantenzahl von 24.000.000 für die Jahre 2001-2050 vorausgesetzt,also pro 1 Mill. Einwohner 6.000 Migranten pro Jahr, also insgesamt 480.000!!! pro Jahr. Einfach mal googeln, dort steht es schwarz auf weiss. Nun kann mir keiner erzählen, das die enorme illegale Migration nicht gewollt ist, denn sie wäre zu verhindern. Aber das sie eindeutig gewollt ist, kann man dem Volke auf keinen Fall sagen, besonders nie vor den Wahlen. Was allerdings aus Deutschland wird kann man nur erahnen, wenn Millionen Arbeitsplätze durch Veränderungen in der Automobilindustrie, nachlassender Export, harter Wettbewerb durch China, Indien… Mehr

Die Selbstfahrenden Autos und die Digitalisierung werden Taxifahrer und Busfahrer Arbeitslos machen.

Den Wegfall des Sozialstaats, der all das abfedern könnte, haben Sie in Ihrem Szenario noch vergessen aufzuführen. Denn der ist vorher schon lange kollabiert.

Huch!
Aber ja, darauf wird es wohl heraus laufen, wenn nicht schnellstens und hart gegengesteuert wird (und selbst dann, ist der Point of no return nicht schon lange ueberschritten?)
Aber nach „Gegensteuern“ sieht es im Moment – auch im Hinblick zur Wahl – leider nicht aus. Eher nach „weiter so mit Mama Merkel“.

Mal aus der Sicht eines Historikers gesehen. Ist zwar nicht kurz aber unglaublich informativ.
Hoffentlich kann ich das in der Länge einstellen. Wenn ja – DANKE.

„Was schließen wir aus diesem Bericht mit Hinblick auf jene Syrer, die nach Deutschland gekommen sind und nicht zurückgehen (wollen)? Es ist an der Zeit, dass die deutschen Behörden dieser Frage nachgehen.“ Es gibt aber weder Politiker in den etablierten Parteien noch Behörden, die das tun wollen. Alleine für den Zeitraum vom 1.1.2015 bis 31.7.2017 müssten 455.714 Entscheidungen des BAMF auf das weitere Vorliegen des geltend gemachten Fluchtgrundes überprüft werden. Nur 2.330 Syrer wurden nämlich im genannten Zeitraum als individuell politisch Verfolgte gemäß Artikel 16a GG anerkannt. Es ist völlig undenkbar, dass die künftige Bundesregierung ernsthaft Maßnahmen einleitet, deren Ziel… Mehr