Die falschen Vorwürfe von Correctiv gegen Tichys Einblick

Darf man über mittlerweile 700 Wissenschaftler und Experten berichten, die den Klimawandel weniger dramatisch sehen? Nicht, wenn es nach Facebook und Correctiv geht. Fritz Vahrenholt antwortet den selbst ernannten Faktencheckern.

„Die Natur ist für den Menschen wie der Kühlschrank für einen Hund: Er weiß, dass Futter drin ist, aber er wird nie verstehen, wie der Kühlschrank funktioniert,“ so der norwegisches Physiker Ivar Giaever, der 1973 den Nobelpreis für seine Forschung erhielt. Seine Skepsis gegen angemaßtes Allwissen und daraus abgeleitete globale Verhaltensvorschriften mit diktatorischem Charakter dokumentiert er jetzt mit seiner Unterschrift unter einen Appell von mittlerweile 700 Wissenschaftlern und Professionals, die zu einem differenzierten Umgang mit dem Klimawandel aufrufen und den Klimanotstand bezweifeln.

Den Unterzeichnern, aber auch jedem, der darüber berichtet, bläst der Wind ins Gesicht. Gerade Medien werden unter Druck gesetzt; Facebook in Zusammenarbeit mit dem selbsternannten Faktenchecker-Forum Correctiv will beispielsweise die Verbreitung von TE auf Facebook begrenzen und TE damit schaden. (Wir haben bereits am 15.10.2019 darüber berichtet.)

LESERAKTION „WINDKRAFTWÜSTE DEUTSCHLAND“
Windindustrie: Die Zerstörung der Heimat - der Odenwald
Denn TE hat über den Offenen Brief von zunächst 500 Wissenschaftlern an den UN-Generalsekretär António Manuel de Oliveira Guterres und an die Leiterin des Klimasekretariats der UN in Bonn, Patricia Espinosa Cantellano berichtet: In dieser „European Climate Declaration“ schreiben die „Scientists and Researchers“, die „Klimamodelle“, auf denen die internationalen Politikziele derzeit basieren, seien „ungeeignet“. Die jetzige Klimapolitik höhle das wirtschaftliche System aus und gefährde Menschenleben in Ländern, denen der Zugang zu bezahlbarer elektrischer Energie verweigert werde. Der Klimawandel habe mehrere Ursachen, laufe langsamer ab als von vielen Panikmachern dargestellt und erfordere differenzierte Maßnahmen; nicht nur eine Reduktion von CO2, denn dieses verteufelte Klimagas sei kein Schadstoff, sondern für das Pflanzenwachstum unabdingbar. Es ist eigentlich eine journalistische Selbstverständlichkeit, über eine solche Debatte zu berichten. Der Überbringer der Nachricht machte sich bisher nicht gemein mit dem Inhalt der Nachricht. Nicht so in Deutschland. Hier arbeitet Facebook mit „Faktencheckern“ wie Correctiv zusammen. Deren Bewertung hat es in sich: „Teilweise falsch“, heißt es über die Nachricht von TE. „Es handelt sich nicht um 500 Wissenschaftler. Zudem lassen die Aussagen im Brief teils Kontext zu bisheriger Forschung oder der Einschätzung offizieller Stellen aus und sind deshalb irreführend.“ (Quelle)

Aber ist die konkrete Story „teilweise falsch“? Sicherlich nicht – denn die Petition gibt es, ihre Inhalte wurden von TE korrekt wiedergegeben. Nun kann man anderer Meinung sein, ob die Behauptung „richtig“ ist – entscheidend ist aber die Nachricht einer von der Mehrheitsmeinung abweichenden Petition an den UN-Generalsekretär. Bewerten mag das jeder Leser selbst. Für „Correctiv“ ist das aber schon falsch, weil die Einschätzung „offizieller Stellen“ fehlt. Dabei ist gerade das Kern der Petition und für jeden Leser erkennbar: Sie richtet sich erklärtermaßen gegen den veröffentlichten Mainstream und fordert dazu auf, „als Entscheidungsgrundlagen nicht nur die Forschungsergebnisse der Mainstream-Wissenschaftler heranzuziehen. Vielmehr müssten auch die Arbeiten solcher Forscher eingehend analysiert und diskutiert werden, die den derzeit dominierenden Klimamodellen dezidiert kritisch – und zwar auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Analysen – gegenüberstehen.“ Aber offensichtlich ist die andere, also nicht-staatlich erlaubte Meinung „falsch“.

Verlorene Paradiese
Windindustrie: Die Zerstörung der Heimat – der Darß
Es ist nicht das erste Mal, dass Correctiv sich mit so einer Einschätzung blamiert und Facebook damit journalistische Qualitätsstandards mit Füßen tritt: So hatte TE während der Debatte über den Migrationspakt berichtet, dass ein Gutachten   von Mitarbeitern des juristischen Dienstes der EU-Kommission die rechtlich Verbindlichkeit Ausdruck bestätigen – was bis dahin von der Bundesregierung, der UN wie der EU-Kommission bestritten worden war. Auch diese Nachricht von TE sei „teilweise falsch“, weil es von der EU als „nicht offizielle Meinung“ bewertet wurde. Das hatte TE nicht behauptet, sondern auf die bedenkenswerte Argumentation des tatsächlich vorhandenen und bestätigten Papiers hingewiesen. Offensichtlich ist für Correctiv nur richtig, was ein Regierungssprecher behauptet, nicht aber was kritische Journalisten recherchieren. Diese Mechanik inklusive der immer damit verbundenen persönlichen Diskreditierung von „Abweichlern“ und halbwahren Unterstellungen wiederholt sich jetzt im Fall der Petition zur Klimaerwärmung – wahr ist, was die Bundesregierung und ihre abhängigen Institute behaupten; unwahr ist per se, was Kritiker schreiben. Die, so Correctiv, unlautere Motive verfolgen oder mehr oder weniger abhängig seien.

Der Witz dabei: Correctiv hat bereits dramatische Fake-News in die Welt gesetzt und ist nicht unabhängig.  Es wird mittelbar von der George-Soros-Stiftung „Open Europe“ teilfinanziert. Der milliardenschwere Spekulant setzt derzeit wirtschaftlich auf „Erneuerbare Energien“ und der Verdacht liegt nahe, dass er jede Kritik an der Förderung dieser hochsubventionierten Anlagen schon im Vorfeld unterbinden will. Correctiv sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen. Facebook wiederum unterstützt dieses Vorgehen.

Im Folgenden dokumentieren wird die Antwort von Fritz Vahrenholt, der die deutschen Unterzeichner koordiniert. Vahrenholts Brief an Correctiv zeigt, wie dort Fake-News produziert werden:

Fritz Vahrenholt:

Offener Brief zum Klimawandel und die Fakten, die Correctiv verfälscht oder unterschlägt

Correctiv hat auf seiner Web-Seite einen tendenziösen, fehlerhaften und was meine Person betrifft verunglimpfenden Artikel publiziert: „Offener Brief zum Klimawandel: Weder haben 500 Wissenschaftler unterzeichnet noch stimmen alle Behauptungen“. (Quelle: hier)

Freihändige Bewertung und Unterstellung

Sie schreiben über mich: die Unterzeichner sind dafür bekannt, dass sie den Einfluss des Menschen und des CO2 auf die globale Erwärmung als gering ansehen. Woher nehmen Sie diese Bewertung? Wenn Sie auf meine persönliche Webseite gehen, finden Sie dort eine Erklärung, weil ich mich auch einschlägiger Falschdarstellungen durch Wikipedia nicht erwehren konnte.

Meine Position, die ich im Buch „Die kalte Sonne“ niedergelegt habe, vertrete ich nach wie vor und werde durch eine Reihe von Veröffentlichungen darin bestärkt. Danach ist der anthropogene Einfluss durch im wesentlichen den gestiegenen CO2- Ausstoß auf die Temperaturentwicklung nur halb so groß, wie das IPCC es annimmt. Die andere Hälfte der bislang gemessenen Erwärmung ist natürlichen Faktoren wie den ozeanischen Strömungen oder der Aktivität der Sonne geschuldet.

Das IPCC nimmt für den anthropogenen Einfluss eine Temperaturentwicklung von 1,5 bis 4,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration für die nächsten Jahrhunderte an (ECS – equilibrium climate sensitivity). In diesem Jahrhundert geht das IPCC von einer Temperaturänderung von 1 bis 2,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration aus (noch nicht eingeschwungener Zustand der Meere, TCR – transient climate response). Ich befinde mich also mit meiner Einschätzung einer Temperaturerhöhung von 1 bis 1,5° Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts durch das anthropogen erzeugte CO2 in der Bandbreite der Unsicherheit der IPCC- Schätzung.

Ich habe keinen Zweifel, dass wir uns wegen der CO2-bedingten Erwärmung langfristig von den fossilen Brennstoffen lösen müssen. Trifft meine Einschätzung der Klimasensitivität des CO2 (etwa halb so groß wie das Mittel der IPCC Schätzung) zu, hätten wir deutlich mehr Zeit zur Verfügung, das Energiesystem auf CO2-freie Alternativen umzustellen.

Wie kommen Sie dazu, fälschlicherweise zu behaupten, ich bezeichne den Einfluss durch CO2 als gering?

Ich werde dann als Chemiker an der Universität Hamburg, außerdem Umweltsenator für die SPD, danach Manager bei Shell und seit 2008 Geschäftsführer bei RWE Innogy bezeichnet.

Suggestive Behauptung durch Weglassen

Da wird eine starke Konnotation zu Kohle und Öl hergestellt, denn weggelassen wurde, dass ich sieben Jahre das zweitgrößte deutsche Windkraftunternehmen aufgebaut habe, bei Shell für Erneuerbare Energien zuständig war und bei Innogy ebenfalls. Ich habe mich mein gesamtes berufliches Leben nur mit Erneuerbaren Energien an entscheidender Stelle befasst. Correctiv reduziert das auf Shell und RWE Innogy. Ich war auch nicht „Chemiker an der Universität“, sondern Honorarprofessor im Fachbereich Chemie. Dass ich seit 2015 eine Reihe von anerkannten peer reviewed Publikationen zur mittelalterlichen Warmzeit veröffentlicht habe, unterbleibt. Es passt eben nicht in den Kram, wenn ein Wissenschaftler herausfindet, dass die mittelalterliche Warmzeit um 1000 n. Chr. ebenso warm war wie heute und zwar nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika, Südamerika, Ozeanien und in der Antarkis.

Die tendenziöse – man will ja offensichtlich die Personen, die sich kritisch zum Mainstream äußern, unglaubwürdig machen – Beschreibung geht weiter, indem suggeriert wird, ich hätte Verbindungen zu Eike. Es wird behauptet, ich trete bei Veranstaltungen von Eike auf. Ich habe ein einziges Mal im Jahre 2011 wegen eines Vortrags eines israelischen Klimawissenschaftlers eine Eike-Veranstaltung besucht. Das ist keine unabhängige Recherche mehr, das ist fehlerhaft und tendenziös.
Das fängt schon bei der Überschrift an.

Wie unabhängig sind abhängige Wissenschaftler?

Die Recherche kritisiert schon in der Überschrift, es hätten keine „500 Wissenschaftler unterzeichnet“. Das ist auch nie behauptet worden. „A group of 500 prominent scientists and professionals“ heißt es am Anfang der Deklaration. Dann wird hervorgehoben, dass es besonders viele emeritierte und retired Unterzeichner gäbe.

Haben sich die Rechercheure mal gefragt, woher das kommen mag? Ich behaupte, das bringt ein höheres Maß an Unabhängigkeit, auch von staatlicher Förderung, keine Rücksichtnahme auf die anvertrauten Doktoranden und deren Zukunft. Diese Personen können freier, ohne Rücksicht auf den nächsten Karriereschritt, die nächste Berufung, die nächste anstehende Verlängerung des Arbeitsvertrages ihre wissenschaftliche Position kundtun.

In der Sache ist die Recherche beschämend schlecht.

1. Natürliche wie auch anthropogene Faktoren verursachen Erwärmung.

Auf die entscheidenden Kritik, wonach das IPCC die Klimaerwärmung seit 1850 dem menschlichen Einfluss vollständig zuschreibt, wird nicht eingegangen. Da wird mit der Nasa argumentiert, die schreibt, dass zu den wichtigen Klimafaktoren im Industriezeitalter sowohl menschliche Aktivitäten als auch in geringerem Maße solche natürlichen Ursprungs zählen. 1:0 für die Unterzeichner. Einige von uns sagen, weniger als 50 %, einige andere sagen etwas mehr als 50 %. Aber einig sind wir uns: 100 % Menschengemachter Klimawandel ist falsch. Und dann mit folgendem Zitat des Umweltbundesamtes zu begegnen, ist lächerlich:

„Seit der Industrialisierung werden jedoch deutliche überregionale und globale Änderungen im Stoffhaushalt der Atmosphäre als Folge des menschlichen Wirkens beobachtet.“

Wer bezweifelt denn das? Dass die CO2-Konzentration zugenommen hat, ist doch unbestritten. Die Frage ist jedoch, wieviel des festgestellten Erwärmungseffektes seit der Kleinen Eiszeit bewirkt diese CO2-Zunahme. Aber der Knüller kommt im letzten Satz. Nach Ansicht der Forscher des Potsdam Instituts könnten CO2-Emissionen die nächste Kaltzeit aber auch um mindestens 100.000 Jahre aufschieben. „Mindestens“ ist richtig schön. Fragen Sie mal die ernsthaften Klimawissenschaftler wie Hans von Storch oder Prof. Marotzke oder Björn Stevens, was sie von einer solchen Aussage von Herrn Schellnhuber vom Potsdam Institut halten. Das ist der selbe Schellnhuber, der 2009 behauptet hat, dass 2035 die Gletscher des Himalaya verschwunden seien. Der selbe Schellnhuber behauptet, dass bis 2100 die Erwärmung 4-5 Grad bei business as usual betragen wird. Das behauptet kein Wissenschaftler des IPCC. Aber er ist IHR Kronzeuge gegen die 500 kritischen Unterzeichner der Deklaration.

2. Behauptung (wieso eigentlich Behauptung?)
Die Welt hat sich um weniger als die Hälfte der ursprünglich vorhergesagten Rate erwärmt … wir sind weit davon entfernt, den Klimawandel zu verstehen.

Da kommen Ihre Rechercheure nicht weiter, weil auch die Helfer vom Potsdam Institut ratlos waren. Daher geben die Rechercheure an, die Quellen nicht zu kennen. Es ist so einfach: gehen Sie einfach ins Netz dann finden Sie.

3. Erledigt sich eigentlich schon mit der eben gezeigten Grafik. Interessant ist aber, dass Rechercheure, die die Triftigkeit einer These prüfen wollen, bei demjenigen anfragen, gegen den diese These zu Felde geführt wird (in diesem Fall das Potsdam Institut).

Man sollte nicht die Frösche fragen, wenn man Tümpel trocken legen will. Und wie toll die Antwort der Pressesprecherin des Potsdam-Instituts ist: „die Erwärmung läuft so ziemlich genauso ab wie vorhergesagt“. Jetzt schauen Sie sich die 102 Modelle an und schauen Sie auf die roten und blauen Balken. Das sind die gemessenen Werte. Ist so ziemlich genau wie vorhergesagt nicht wahr. Es ist schlimm, dass Sie zum Ergebnis kommen: „Dass die Klimaforschung generell unplausibel oder mangelhaft sei, ist demnach nicht richtig.“ Das ist also eine correctiv-Schlussfolgerung. Nein, Modelle, die so daneben liegen, sind unplausibel und mangelhaft. Denn immerhin erwartet doch die Klimaforschung, dass die Politik auf Grund dieser mangelhaften Ergebnisse, massive Eingriffe in die Industriegesellschaft vornimmt.

Ein einziges Modell liegt unterhalb der Messungen, es stammt aus Russland. Noch einmal zum Verständnis: Die Modelle geben eine hinter uns liegende Temperaturentwicklung mit 50-100% falsch wieder. Und die sagen dann aber die Zukunft richtig voraus, schon klar. Man könnte auch boshaft sagen, die Modelle werden so getuned, dass sie am Ende des Jahrhunderts die gewünschten 2-3 Grad Celsius erreichen, auch wenn sie heute danebenliegen. Hauptsache, sie verbreiten die notwendige Panik.

4. CO2 ist pflanzliche Nahrung, die Grundlage alles Lebens
Die Deklaration sagt: Zusätzliches CO2 in der Luft hat das Wachstum der globalen pflanzlichen Biomasse gefördert. Es ist auch gut für die Landwirtschaft, da es die Erträge der Pflanzen weltweit erhöht“.

Daran ist nichts und rein gar nichts falsch.

Die Erde wird grüner. Das zeigen Satellitenbilder eindeutig. Etwa auf einem Viertel bis zur Hälfte der bewachsenen Gebiete der Erde hat sich die Vergrünung breit gemacht.

Sie schreiben aber mit Bezug auf ein aktivistisches Portal, dass mehr CO2 „gut für die Landwirtschaft ist,“ sei, wie im Brief behauptet, nicht richtig. Sie zitieren einen Professor aus dem Jahre 2009. Aber vielleicht überzeugt Sie dies.

Wie Sie sehen, steigt die Photosynthese bei Reis, Weizen und Bäumen zwischen 200 und 600 ppm fast linear. Unter 200 ppm stellen die Pflanzen die Photosynthese ein.

In einer im Februar diesen Jahres erschienenen Studie (hier die Pressemitteilung) stellen Alexander Winkler und Victor Brovkin vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Ranga Myeni vom Department of Earth and Environment der Boston University fest: “Diese Modelle, welche die wissenschaftliche Basis für die IPCC Assessment Reports sind, unterschätzen wahrscheinlich auch die zukünftige Kohlenstoffaufnahme durch Photosynthese – ein zentraler Aspekt für Klimaprojektionen. In den letzten beiden Jahrzehnten entstanden im Mittel 310.000 km² zusätzliche Blatt- und Nadelfläche, – ungefähr die Größe Polens oder Deutschlands – jedes Jahr.“

„Unsere zentrale Erkenntnis ist”, so die Forscher weiter, „dass der Effekt der CO2- Konzentration auf die terrestrische Photosynthese größer als zuvor gedacht ist und daher bedeutende Implikationen für den zukünftigen Kohlenstoffkreislauf hat.“ Dieser Effekt beträgt etwa 4 Milliarden Tonnen zusätzliches CO2, das aufgenommen wird und zwar jährlich. Das entspricht der Gesamtemission an CO2 durch die EU – jährlich.

Der CO2- Dämpfungseffekt ist 60 % höher als das Mittel der Modelle angenommen hatte bei einer Verdoppelung von 280 ppm auf 560 ppm CO2. Und die Realität gibt den Forschern Recht. Schon heute verbleiben nur 46 % CO2 in der Atmosphäre, 24 % in den Ozeanen und 30 % auf Land und in Pflanzen.

Übrigens: die Sahel Zone wird grüner, die Sahara schrumpft. Wollen wir das mal der Öffentlichkeit sagen?

5. Die globale Erwärmung hat die Zahl der Naturkatastrophen nicht erhöht
Das sagt sogar das IPCC in seinem Bericht von 2013.

Aber das Recherche-Team stützt sich lieber auf staatliche Stellen wie das Umweltbundesamt, die wissen es ja immer richtig. Und dagegen Kritik zu üben, darf man auch nicht zulassen.

Soviel zu Dürren weltweit:

Soviel zu Regen in Deutschland:

Soviel zu steigenden Schäden durch Wetterereignisse:

Soviel zu Hurrikanhäufigkeit:

Aber der Vogel wird dann abgeschossen, wenn es um den Schutz der Windindustrie durch Ihr Team geht.

„Eine abschließende Beurteilung zum Ausmaß des Schadens für Vögel oder Fledermäuse durch Windenergie ist nicht möglich, wie wir recherchiert haben.“
12.000 Greifvögel und 240.000 Fledermäuse werden der Studie des ehemaligen Leiters der Vogelschutzwarte Hessen-Rheinland-Pfalz, Saarland zufolge jährlich durch Windkraftanlagen in Deutschland getötet.
Googeln Sie mal hier.

Eine Studie im Auftrag des Bundesministers für Wirtschaft kommt zum Ergebnis, dass der Rotmilan und der Mäusebussard bestandsgefährdet sind durch Windkraftanlagen. Und dabei hat die Studie noch nicht einmal den geplanten Ausbau auf das Dreifache in den nächsten Jahren einberechnet, sondern nur den heutigen Bestand zugrundegelegt.

Zur 6. These „Klimapolitik muss wissenschaftliche und wirtschaftliche Realitäten respektieren“ sagt Correctiv nichts. Das wäre ja eine Meinung. Na ja.

Ihr Fazit: „Die Aussagen – sind bis auf zwei (welche denn, liebes Team) – zwar in Teilen richtig, sie lassen aber oft den zentralen Kontext aus, etwa zur bisheriger Forschung oder der Einschätzung offizieller Stellen.“ Genau! – die des Potsdam-Instituts und des Umweltbundesamtes. So macht Journalismus doch Spaß: Nicht den „offiziellen Stellen“ kritische Fragen stellen, sondern brav das wiedergeben, was diese Ihnen erzählen, dagegen aber diejenigen in Misskredit bringen, die es wagen, den „offiziellen Stellen“ zu widersprechen.

Wenn Sie wollen, gebe ich Ihnen zu den oben aufgeführten Grafiken die Originalquellen.

Mein Fazit ist:

Correctiv hat das nachgeplappert, was wir alle zur Genüge aus Potsdam, von der Bundesregierung, oder der UNO Organisation IPCC hören. Ich hoffe für Correctiv, dass in Ihren anderen Berichten nicht so liederlich mit den Fakten und dem Anliegen von Menschen, die sich besorgt äussern, umgegangen wird.

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