Die Shitholisierung Deutschlands schreitet in großen Schritten voran: Über 300.000 Flüge und 35 Millionen Sitzplätze sind bereits gestrichen, nun droht Tausenden Regionalzügen das Aus. Die Politik zerstört Deutschlands Verkehrsinfrastruktur und treibt das Land immer tiefer in den Ruin.
IMAGO - Collage: TE
Man wacht morgens auf, schlägt die Nachrichten auf und erfährt, auf welche Weise das eigene Land heute schon wieder ein Stück unbewohnbarer, unzuverlässiger und ärmer geworden ist. An diesem Samstag sind es gleich zwei Meldungen, die das ganze Ausmaß des deutschen Niedergangs illustrieren. Mehr als 300.000 Flüge sind aus dem deutschen Flugangebot verschwunden, 35 Millionen Sitzplätze fehlen. Gleichzeitig stehen Tausende Regionalzugverbindungen vor dem Aus, weil ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs die Finanzierung des Nahverkehrs durcheinandergebracht hat. Deutschland, das einst für seine Infrastruktur weltberühmt war, verliert zunehmend seine Fähigkeit, Menschen zuverlässig von einem Ort zum anderen zu bringen. Dafür verfügt es über einen gewaltigen politischen Apparat, der den Bürgern täglich erklärt, wie sie sich fortzubewegen haben.
Die neuen Zahlen zum Luftverkehr sind absolut verheerend, anders kann man das nicht mehr bezeichnen Eine umfangreiche Untersuchung des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, über die Welt am Sonntag berichtet, dokumentiert einen beispiellosen Rückzug der Fluggesellschaften aus Deutschland. Seit 2019 wurden 473 regelmäßig angebotene Flugverbindungen gestrichen, lediglich 349 neue kamen hinzu. Auf zahlreichen verbliebenen Strecken wurde die Zahl der Flüge erheblich reduziert. Die Zahl der jährlich angebotenen Flüge sank von 1,7 Millionen auf weniger als 1,4 Millionen. Betroffen sind sämtliche 26 bedeutenden Verkehrsflughäfen Deutschlands.
Besonders depremierend nimmt sich das nochmal im Vergleich mit dem europäischen Ausland aus. Dort hat sich der Flugverkehr nach der Corona-Pandemie weitgehend erholt, in zahlreichen Ländern übertrifft das Angebot längst das Niveau von 2019. Deutschland gehört gemeinsam mit Österreich und Island zu den gerade einmal drei europäischen Ländern, in denen die Zahl der Flüge sogar noch im ersten Halbjahr 2026 weiter schrumpfte. Europas Luftfahrt wächst, Deutschland verliert komplett den Anschluss – der grün-sozialistischen Politik sei Dank. Die CDU hat einen absoluten Scheiß getan, diese katastrophalen Entwicklungen zu beenden und umzudrehen. Das ist das wirtschaftspolitische Zeugnis einer politischen Klasse, die ihrem eigenen Land eine Wettbewerbsbelastung nach der anderen aufgebürdet hat und anschließend mit großer Ernsthaftigkeit über die rätselhaften Ursachen der Standortkrise berät.
Deutsche Hauptstadt als abschreckendes Beispiel
Besonders hart trifft es Berlin. Am Flughafen BER ist die Zahl der Flüge gegenüber 2019 um 28 Prozent eingebrochen. Direktverbindungen nach Turin und Singapur sind verschwunden. Die irische Fluggesellschaft Ryanair wird am 24. Oktober ihre Berliner Basis mit sieben stationierten Flugzeugen schließen und die Maschinen in europäische Länder verlagern, in denen sich der Betrieb wirtschaftlich eher lohnt. Zwölf weitere Verbindungen entfallen. Ausgerechnet die Hauptstadt der ehemals größten und abstürzenden Volkswirtschaft Europas entwickelt sich zu einem Standort, von dem Fluggesellschaften ihre Maschinen abziehen. Der Flughafen, dessen Errichtung Deutschland international bereits total lächerlich gemacht hatte, liefert nun den nächsten Beleg zur deutschen Blamage in der Welt. Und diese feisten Herrschaften im Bundestag und Bundeskanzleramt sind auch noch stolz darauf, wie es mit dem Land bergab geht. Vielleicht kann man ja nochmal was am Tempo machen, aber zumindest hierbei geben sie sich wirklich Mühe. Denn anders als mit Absicht kann man das nicht mehr beschreiben, was wir hier jahrelang erleben und sehen. Das Land soll in ein sozialistisches Shithole verwandelt werden, und wir sind auch fast schon da.
Nun hat die CDU ein Positionspapier zur Rettung des Luftverkehrs beschlossen. Man muss sich diese Unverschämtheit auf der Zunge zergehen lassen. Die Partei, die unter Angela Merkel sechzehn Jahre lang die Bundesregierung führte, die den wirtschaftspolitischen Kurs der Ampel in wesentlichen Bereichen fortsetzt und inzwischen selbst wieder den Bundeskanzler stellt, tut so, als würde sie plötzlich die verheerenden Folgen staatlicher Belastungen entdecken. Man weiß jetzt schon, dass dabei nichts rauskommt – und sollte das doch der Fall sein, dass der Partner SPD davon rein gar nichts übriglassen wird. Die Fluggesellschaften ziehen unterdessen weiter ihre Maschinen ab, Ryanair verlagert Flugzeuge.
Jetzt trifft es auch die Bahnpendler
Und wer angesichts des schrumpfenden Flugangebots auf die Schiene ausweichen möchte, dem serviert dieselbe politische Ordnung bereits die nächste Hiobsbotschaft. Tausende Regionalzugverbindungen könnten gestrichen werden. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19. März 2026, der die bisherige deutsche Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr für unvereinbar mit europäischem Recht erklärte. Im Juli musste die Bundesnetzagentur deshalb die Gebühren für die Nutzung des Schienennetzes neu festsetzen. Der Regionalverkehr wird allein für 2026 um rund 400 Millionen Euro zusätzlich belastet. Die Trassenentgelte der DB InfraGO stiegen gegenüber der ursprünglichen Genehmigung um neun Prozent, diejenigen des Fernverkehrs sanken um 17 Prozent und die des Güterverkehrs um zwölf Prozent.
Die Entscheidung bewirkt damit zunächst eine Umverteilung der Infrastrukturkosten. Der bisherige deutsche Mechanismus, den Nahverkehr vor starken Gebührensteigerungen zu schützen und einen größeren Teil der Kosten anderen Schienenverkehrsarten aufzuerlegen, ist unionsrechtlich gescheitert. Für die Bundesländer, die den Regionalverkehr bestellen und finanzieren müssen, entsteht daraus ein gewaltiges Haushaltsproblem.
Zahlreiche Eisenbahnunternehmen und der Bundesverband SchienenNahverkehr haben bereits den Rechtsweg beschritten. Die Verantwortung für die drohende Ausdünnung trägt eine Politik, die ihre Verkehrsfinanzierung auf eine rechtlich angreifbare Konstruktion gegründet und rechtzeitig tragfähige Alternativen versäumt hat.
Über Jahre wurde den Bürgern das Deutschlandticket als gesellschaftliche Errungenschaft verkauft. Der öffentliche Nahverkehr sollte attraktiver werden, Menschen sollten ihre Autos stehen lassen und möglichst häufig die Bahn nehmen. Wo sie eh schon immer öfter mit Merkels Gästen aus weiteren Shitholes dieser Welt in einer Form konfrontiert werden, die ein Berliner Politiker mit seiner fetten 7er BMW Luxuskarosse auf Steuerzahlerkosten eh keine Berührung hat.
Nun droht ausgerechnet das Angebot jener Züge ausgedünnt zu werden, auf die Millionen Menschen angewiesen sind, um zur Arbeit oder überhaupt noch irgendwohin zu kommen. Das Deutschlandticket entwickelt sich so womöglich zur Eintrittskarte für einen Bahnhof, an dem der gewünschte Zug überhaupt nicht mehr hält. Und irgendwo in einem Ministerium wird gewiss bereits an einem Konzept gearbeitet, wie sich dieser neuerliche Rückschritt den Bürgern als notwendige Transformation verkaufen lässt. Leben wir hier inzwischen in einem Dritte-Welt-Land? Wo zum Teufel verschwinden eigentlich die Billionen an Steuergeldern, die der Staat seinen Bürgern Jahr für Jahr aus den Taschen zieht? In Deutschland selbst scheint dieses Geld jedenfalls zum allergrößten Teil nicht mehr anzukommen, wenn man den fortschreitenden Verfall der öffentlichen Infrastruktur zum Maßstab nimmt. Die Schere zwischen der politisch-medialen Erzählung eines angeblich immer besseren, gerechteren und zukunftsfähigeren Landes und der tatsächlichen Lebensrealität seiner Bewohner klafft mit jedem Tag weiter auseinander. Darin liegt auch ein wesentlicher Grund für den Aufstieg der AfD, den die Verantwortlichen noch immer mit allen möglichen Erklärungen zu deuten versuchen, solange sie sich nur nicht mit ihrer eigenen Politik beschäftigen müssen. Diese Politik – man kann es nicht mehr anders sagen – fickt die Bürger jeden einzelnen Tag, nimmt ihnen immer mehr Geld ab und liefert dafür immer weniger Gegenleistung. Und mit jedem weiteren Tag finden mehr Menschen den Mut, den politisch Verantwortlichen ihre Verachtung durch Abwendung und einen ausgestreckten Mittelfinger zu quittieren.
Die Bürger bezahlen ihre eigene Entmündigung
Das deutsche Elend besteht längst aus der Summe solcher Erfahrungen. Der Arbeitnehmer, der morgens pünktlich seinen Arbeitsplatz erreichen muss, interessiert sich herzlich wenig für die juristischen Feinheiten des europäischen Eisenbahnrechts oder die Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern. Er braucht einen Zug, der zuverlässig und ohne Sicherheitsrisiken fährt. Ein Unternehmer muss seine Geschäftspartner sicher und pünktlich erreichen können. Familien möchten ihre Verwandten besuchen, ohne dass eine Reise quer durch Deutschland zum logistischen Abenteuer wird. Wer aus beruflichen Gründen auf Flugverbindungen angewiesen ist, stellt mittlerweile fest, dass es vermutlich schneller geht auf einem Lastenrad ins Ausland zu strampeln und von dort einzufliegen. Das alles geschieht in einem Land, das seinen Bürgern Steuern und Abgaben auf internationalem Spitzenniveau aus den Taschen zwirbelt.
Die wirtschaftlichen Schäden reichen erheblich weiter als bis zum nächsten ausgefallenen Zug oder Flug. Internationale Erreichbarkeit entscheidet über Unternehmensansiedlungen, Investitionen und Geschäftsbeziehungen. Industrieunternehmen benötigen funktionierende Verkehrsverbindungen ebenso wie die Messewirtschaft. Aber das alles gibt es bald ohnehin nicht mehr, scheint man sich in Berlin zu denken. Also wozu noch ins Land fliegen?
Besonders Mittelständler außerhalb der großen Metropolen sind auf regionale Flughäfen und zuverlässige Bahnverbindungen angewiesen. Fallen sie weg, verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Wirtschaftsregionen. Auch das wird politisch gerade großflächig abgeräumt. Also wozu überhaupt noch irgendwohin?
In der Bundesregierung werden dann wieder Milliardenprogramme zur Wirtschaftsförderung diskutiert, mit denen die Schäden jener politischen Entscheidungen angeblich ausgeglichen werden sollen, die zuvor unter Mitwirkung derselben Parteien entstanden sind.
Es ist die mehr als verheerende – es ist die ruinöse Bilanz einer schwarz-rot-grünen Politik, die Deutschland über viele Jahre geprägt hat. Union, SPD und Grüne haben in unterschiedlichen Koalitionen und auf verschiedenen staatlichen Ebenen ein System geschaffen, in dem die Belastung des Bürgers und die Ausdehnung staatlicher Eingriffe besser funktioniert als die öffentliche Infrastruktur. In Brüssel hat sich eine europäische Regelungsmaschinerie etabliert, deren Vorgaben den Mitgliedstaaten immer neue Anpassungsleistungen abverlangen, denn mehr kann Brüssel nicht. Wegelagern, regulieren, das Leben der Menschen verschlechtern. Kein Wunder. Schauen Sie sich mal um: dieser Betrieb ist bis unters Dach vollgestopft mit Kommunisten, Maoisten und Sozialisten, die die Menschen hassen. Dann kommt auch sowas dabei raus. Die sozialistische Vorstellung, gesellschaftlichen Fortschritt vor allem durch Umverteilung, Lenkung und staatliche Planung herbeizuführen, hat aber auch in Deutschland längst die angeblich bürgerlichen Parteien erfasst (die vorgeben, konservativ zu sein, es aber nicht sind). Ausgerechnet diejenigen, die sich politisch unablässig für zuständig erklären, die Gesellschaft besser, gerechter und klimafreundlicher zu machen, hinterlassen einen immer schlechter funktionierenden Alltag.
Ein Abstieg mit Wählermandat
Allerdings sollte man auch über jene sprechen, die diesen politischen Niedergang seit Jahren ermöglichen. Über Millionen Wähler, die den fortschreitenden Verlust von Wohlstand und Lebensqualität durchaus wahrnehmen, bei jeder Wahl allerdings erneut jene Parteien beauftragen, deren Regierungen diesen Ruin verantworten. Die empörten Beschwerden über kaputte Schulen, über ausfallende Züge und eine immer schlechtere öffentliche Versorgung vertragen sich offenbar ausgezeichnet mit der Bereitschaft, bei der nächsten Wahl wieder dieselben politischen Kräfte an die Macht zu bringen.
Wer sich von diesen Parteien immer wieder verspricht, sie würden endlich ihre eigene Politik korrigieren, betreibt eine Form demokratischer Selbsttäuschung, deren Folgen längst die gesamte Bevölkerung bezahlen muss. In immer mehr Bekanntenkreisen zieht diese Erkenntnis inzwischen eine immer deutlichere und entschlossene gesellschaftliche Konsequenz nach sich: CDU-Wähler werden für ihre Wahlentscheidung offen verspottet und zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie oft sie sich eigentlich noch von derselben Partei täuschen lassen wollen. Die früher beinahe selbstverständliche bürgerliche Respektabilität einer CDU-Wahl ist längst verschwunden. Kaum noch jemand gibt offen zu, noch die CDU zu wählen. Wo einst die Wahl der Union als Ausweis politischer Vernunft und staatstragender Verantwortung galt, erntet man heute Angriff und offene Verachtung. Besonders erbittert reagieren dabei ausgerechnet jene Menschen, die selbst über Jahrzehnte CDU gewählt haben und sich von ihrer früheren politischen Heimat inzwischen regelrecht betrogen fühlen. Die gesellschaftliche Ächtung, mit der die Union jahrelang ihre politischen Gegner belegt hat, beginnt sich in Teilen ihres einstigen eigenen Milieus gegen sie selbst und ihre verbliebenen Wähler zu richten. Eine besonders bittere Ironie für eine Partei, die sich so lange für den natürlichen politischen Vertreter des bürgerlichen Deutschlands gehalten hat.






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