Wahlen in Hessen: Konservativ gewinnt, links verliert

Die vorläufigen Ergebnisse der Kommunalwahlen in Hessen zeigen einen deutlichen Trend: Der Wähler will konservative und keine linke Politik. Der Vorteil von Demokratie: Ist man mit einer Regierung unzufrieden, kann man einen friedlichen Machtwechsel wählen. Wer dieses Verfahren ablehnt, kann kein Demokrat sein. Es liegt jetzt an der CDU, den Willen der Wähler zu respektieren.

picture alliance / Presse- und Wirtschaftsdienst | Bernd Kammerer

Die hessische Kommunalwahl zeigt einen deutlichen Trend hin zu konservativen und weg von den linken Parteien. Absolut ist die CDU Gewinner der Wahl, nach Zuwächsen die AfD. SPD und  Grüne verlieren. Verluste, die die kommunistische Linke nur zu einem kleinen Teil kompensieren kann.

Das zeigt sich auch an den Trendergebnissen der hessischen Städte.

Frankfurt am Main
Die CDU gewinnt und ist klar stärkste Kraft. Grüne verlieren deutlich, die SPD hält ihr Ergebnis auf niedrigem Niveau. Sie ist nur noch drittstärkste Partei. Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis.

Wiesbaden
Auch hier ist die CDU, mit Zugewinnen, stärkste Kraft. In Wiesbaden kann auch die SPD leicht hinzugewinnen. Die Grünen verlieren mit über 6 Prozentpunkten deutlich. Die AfD gewinnt mit 6,2 Prozentpunkten deutlich hinzu und kann das Ergebnis fast verdoppeln.

Darmstadt
Auch in der Universitätsstadt Darmstadt haben die Grünen stark verloren, bleiben aber nach wie vor stärkste Partei. CDU stagniert auf schwachen Niveau. Die SPD verliert weiter. Gewinner ist auch hier die AfD, die ihr Ergebnis hier mehr als verdoppeln kann.

Kassel
Auch in Kassel haben die Grünen stark verloren, bleiben aber nach wie vor stärkste Partei. CDU gewinnt auf schwachem Niveau leicht dazu. Die SPD verliert weiter. Gewinner ist auch hier die AfD, die ihr Ergebnis um 6,5 Prozentpunkte verbessern kann.

Auffallend sind die Ergebnisse in einigen kleineren Gemeinden der AfD. Hier stehen sehr hohe Verluste von CDU, SPD und Grünen außergewöhnlich hohen Gewinnen der AfD gegenüber.

Büdingen

Erlensee

Biebesheim am Rhein

Auch in Greifenstein mit 27,3 Prozentpunkten und in Brombachtal mit 27,2 Prozentpunkten konnte die AfD überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.

Sieht man sich die Ergebnisse an, kommt man kaum umhin, einen Wunsch der Wähler nach einer nicht-linken Politik zu erkennen. Selbst in den Städten, die traditionell eine eher linke Wählerschaft haben, haben die Linken insgesamt verloren.

Vermutlich wird die CDU aber auch auf kommunaler Ebene diesen Wählerwillen weiter missachten.

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Kommentare ( 55 )

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Wilhelm Roepke
1 Monat her

Wieso wünschen sich die Wähler angeblich „nichtlinke Politik“? Dann dürfen sie nicht die spätestens 2015 von der Mitte nach links gerückte CDU zur stärksten Kraft machen!?! Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, die heutige CDU sei nicht links??

Hendo Renka
1 Monat her
Antworten an  Wilhelm Roepke

Ich denke, dass viele Wähler der CDU diese immer noch für konservativ halten.

Sargas
1 Monat her

Sie werten die CDU als konservative Partei. Wie kommen Sie auf die Idee?

H.D.
1 Monat her
Antworten an  Sargas

Ja, genau. Nach deren Anbiederung an SPD, Grüne und Linke in den letzten Jahren, dem Festhalten an der Brandmauer, den Zensurmaßnahmen, der Migrations- und Klimapolitik, die ausschließlich linken Argumente vertretenen Landes- und Bundespolitiker schließen konservativ zu 100% aus.

November Man
1 Monat her
Antworten an  Sargas

Vor Merkel war die CDU mal eine konservative Partei. Seit Merkel ist die CDU dem linksextremen Lager zuzuordnen. Und dort, zwischen den Linksextremisten, wird sie gerade bis zur Unkenntlichkeit aufgemischt und entstellt.

Aegnor
1 Monat her

„liegt jetzt an der CDU, den Willen der Wähler zu respektieren“ Dem steht ja schon entgegen, dass die CDU klassischen Wählerbetrug begeht. Sie verspricht vor der Wahl konservative Politik um dann hinterher linke Politik zu machen. D.h. sie handelt bewusst entgegen dem Wählerwillen. Da viele Konservative sehr MSM-gläubig sind, und auch aus geistiger Bequemlichkeit deren offen-linksradikale Gesinnung nicht sehen wollen, wird so ein großer Teil der konservativen Wählerschaft schlicht betrogen. Klar – kann man sagen die sind selbst schuld. Hilft nur nicht weiter. Und so gut die Ergebnisse der AfD auch sind. Aufgrund der linken Terrorkampagne – die die CDU… Mehr

Fatmah
1 Monat her

Dank der Blockpartei aus SPD/CDU/Grüne/FDP/Linke (SED) kann der Wähler wählen was er, er bekommt immer dieselbe linke Sauce. Hier in Hessen gibt es unglaublich viele wohlhabende Leute, die meinen sie tun Gutes wenn sie die Grünen wählen, vegan Essen und elektro Porsche fahren. Am anderen Ende gibt es Raunheim, Städte in denen man sich fühlt wie in Bagdad oder Sanaa (Jemen).

Michael Palusch
1 Monat her

Was nützt das denn?
Die vereinigten Woken (Grüne, SPD, Linke, Volt) haben noch immer überall eine satte Mehrheit.

Nibelung
1 Monat her

Wenn schon konservativ, dann bitte nicht den Herz-Jesus-Sozialismus vergessen, der gewisse Paralellen zum atheistischen Sozialismus aufzeigt und die Gemeinsamkeiten nicht zu übersehen sind und die einzigen die noch den wahren Konservatismus ohne religiöses Gehabe präsentieren sind die Blauen und die hat man zu Nazis gemacht, damit man sich unterscheiden kann. Im Grunde genommen haben sie alle zusammen die konservative Prägung vieler Bürger verraten, die dann die Seiten gewechselt haben, weil sie es leid waren um ihre eigene Weltanschauung gebracht zu werden und das war schon mal anders und ist deshalb vergleichbar und sie können erzählen was sie wollen, der schwarze… Mehr

abel
1 Monat her

Die Regenten wissen schon warum sie den ÖD aufblähen. Für die gibt es Verdi und die Beamten profitieren anschließend davon.. Der Jobverlust trifft die Privatwirtschaft also ist noch Luft für ein paar Jahre des Niedergangs vorhanden ( bei entsprechender Verschuldung).

Ron
1 Monat her

Ich kann nur erkennen, dass 70-80% noch immer „weiter so“ wählen. Offensichtlich ein weiteres Beispiel dafür, was die Spritze anrichten kann. Professor Bhakdi u.v.a. warnten frühzeitig davor, dass die künstlichen Spike Proteine die Blut/Gehirnschranke überwinden können.

Skeptischer Zukunftsoptimist
1 Monat her

„Wahlen in Hessen: Konservativ gewinnt, links verliert“
Links regiert.

Gerd Sommer
1 Monat her

Nicht zu übersehen, abgesehen von den für mich mit Vernunft nicht nachvollziehbaren Wahlergebnissen in den Metropolen, sehe ich sehr, sehr häufig freie Wählergemeinschaften auf Platz 1 in den Gemeinden!

Wie der ÖR daraus den „Sieger“ CDU definiert ist mir ein Rätsel. Und die AFD hat sich in der Regel mindestens verdoppelt häufig verdreifacht….

Deutscher
1 Monat her

Also, ich weiß ja nicht, vielleicht hab ich was an den Augen – aber ich sehe da landesweit immer noch 70% für Unkonservativ.

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Schwabenwilli
1 Monat her

Mit anderen Worten es wird da weitergemacht wo man stehen geblieben ist.
Den Politikern kann man keinen Vorwurf machen, dem Wähler schon