Sieger nach Gewinnen und Verlusten ist die AfD, die auf 18,8 Prozent kommt und damit ihr Ergebnis um 9,1 Prozentpunkte verdoppeln kann.
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Die AfD hat auch ein Direktmandat bei der Landtagswahl geholt: Bernhard Pepperl gewann den Wahlkreis Mannheim 1 für die AfD mit 22,3 der Erststimmen knapp vor dem CDU-Kandidaten Lennart Christ, der auf 21,7 Prozent kam.
Überraschend ist das nicht. Das ist ein Stadtteil, in dem ein hoher Anteil an Migranten lebt, darunter viele aus der Türkei. Die sind allerdings kaum grün angehaucht, wählen also eher nicht die Grünen, sondern die AfD.
Mannheim ist politisch zweigeteilt, wie es sich geografisch fast an einer Linie festlesen lässt: Der Wahlkreis Mannheim I im Norden umfasst Stadtbezirke wie Schönau, Waldhof, Sandhofen, Käfertal und die Vogelstang. Dieses Gebiet ist historisch durch die Großindustrie wie Daimler, Roche und ABB geprägt. Hier sind die „klassischen“ Arbeitermilieus, leben aber auch andere Menschen in prekären Verhältnissen.
In den Bezirken Schönau und Waldhof erzielte die AfD ihre Spitzenwerte mit teilweise weit über 25 Prozent. Auch das wundert nicht: In der Schönau, einst eine uneinnehmbare SPD-Bastion, fühlen sich viele Bewohner von der traditionellen Linken im Stich gelassen.
Migranten, die recht früh nach Deutschland gekommen sind, haben in der Regel hart gearbeitet und sich einen Wohlstand teilweise mit Wohn- und Hauseigentum geschaffen. Sie betrachten jeden, der daran kratzen will, mit Argwohn und wählen meist konservativer als neu zugezogene Gruppen. Sie sehen entsetzt auf das grüne Zerstörungswerk, das die Grünen in Baden-Württemberg anrichten. Die Themen Inflation, Energiepreise und die Sorge um den industriellen Kern Mannheims dominieren hier.
Im Gegensatz dazu steht der Wahlkreis Mannheim II mit Innenstadt, Lindenhof, Neckarau und Oststadt. Hier triumphiert die grüne Gegenwelt mit Elke Zimmer, die 32,4 Prozent holte. Das Milieu ist hier akademisch, wohlhabend und postmateriell eingestellt. Während im Norden die AfD von „Abstiegsangst“ profitiert, wählen im Süden die „Modernisierungsgewinnler“.
Pepperl selbst ist kein Unbekannter in der lokalen Politik. Er verkörpert innerhalb der Partei den Typus des bürgerlich-konservativen Intellektuellen, der gezielt Themen wie innere Sicherheit, Migrationskontrolle und die Kritik an der Wirtschaftspolitik der Landesregierung besetzt. Sein Erfolg markiert eine Rückkehr der AfD zu alter Stärke im Mannheimer Norden: Bereits 2016 hatte die Partei hier damals mit Kandidat Rüdiger Klos ein Direktmandat gewonnen, es jedoch 2021 an die Grünen verloren. Der erneute Sieg 2026 zeigt, dass die AfD hier eine treue Stammwählerschaft konsolidieren konnte, zu der viele Wähler mit Migrationshintergrund gehören. Die ist übrigens nicht auf den Rhein-Neckar-Raum beschränkt. Von den Mannheimer Arbeiterbezirken im Norden bis hinunter in die Ortenau nach Lahr und Offenburg lässt sich ein solches symptomatisches Wahlverhalten beobachten.
Einen beträchtlichen Anteil daran haben auch russischstämmige Einwanderer, die sich ebenfalls einen Wohlstand erarbeitet haben und entgeistert auf die offenen Grenzen und die einströmenden Asylanten schauen. Sie haben keine Scheu vor dem Aussprechen „unkorrekter“ Wahrheiten; sie sehen die Kriminalitätsraten und auch die Millionen, die den „Noch-nicht-so-lange- Hierseienden“ hinterhergeworfen werden. Vollends entgeistert schauen sie auf jene merkwürdigen Gender-, LGbt… und ähnliche Erscheinungen satter Gesellschaften und lehnen sie massiv ab.
Viele Russlanddeutsche betonen ihre eigene Integrationsleistung. Sie kamen oft unter schwierigen Bedingungen, arbeiteten hart in der Industrie „beim Daimler“ und bauten Häuser. Es herrscht das Gefühl vor, dass neuere Migrationsgruppen „alles geschenkt“ bekämen, ohne eine kulturelle Anpassung zu leisten.
In Städten wie Offenburg oder Mannheim wird das Thema Sicherheit im öffentlichen Raum wie etwa in Bahnhofsvierteln stark mit der unkontrollierten Migration verknüpft. Die AfD besetzt dieses Thema als einzige Partei offensiv.
Partei der Arbeiter und Häuslebauer
Der Wahlsieg der AfD in Mannheim und die starken Ergebnisse weiter südlich in Lahr/Offenburg sind ohne die Gruppe der Russlanddeutschen kaum denkbar. Auch in nahezu allen Wahlkreisen der Region Heilbronn-Franken wird die AfD zweitstärkste Kraft, außer im Main-Tauber-Kreis. Unter anderem schafft es der bisherige AfD-Fraktionsvorsitzende Anton Baron aus dem Wahlkreis Hohenlohe in den Landtag.
Seine politische Karriere ist kein Wunder. Anton Baron, der selbst russlanddeutsche Wurzeln hat und AfD-Fraktionschef im Landtag ist, macht vor, wie man diese Zielgruppe direkt anspricht. Er kann zudem etwas vorweisen, das für viele grüne und linke Politiker ein Fremdwort ist: qualifizierte Ausbildung und harte Arbeit. Baron absolvierte eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und studierte anschießend Wirtschaftsingenieurwesen. Er hat zuletzt bei einem Künzelsauer Unternehmen als Produktmanager gearbeitet, weiß also, dass Geld erst einmal verdient werden muss, bevor man es ausgibt.
Das neue konservative Rückgrat, das mit der CDU nicht mehr viel zu tun hat, ist ohne die Gruppe der Russlanddeutschen kaum denkbar. In Mannheim-Nord und in der Ortenau führt dies zu einer politischen Allianz zwischen der alten deutschen Arbeiterschicht und den postsowjetischen Zuwanderern, die beide in der Migrationsfrage eine harte Linie fordern.
Diese Wählergruppe wählt nicht trotz, sondern wegen der eigenen Herkunft konservativ: Sie fordern eine strikte Unterscheidung zwischen der aus ihrer Sicht „erfolgreichen Integration“, die sie selbst verkörpern, und der „problematischen Migration“ der letzten Jahre.
Anton Barons Botschaft lautet nicht umsonst: „Wir sind die wahren Konservativen, die eure Werte von Arbeit, Familie und Heimat schützen.“

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In BW haben wir ein noch ungelöstes Problem.(sic)
Da CDU und Grüne eine gleiche Anzahl Abgeordneten haben trotz 0,5% mehr für die Grünen, wird bei allen strittigen Abstimmungen zwischen CDU und Grüne, die AfD Zünglein an der Waage sein. Ausgrenzen und Ignorieren der AfD wird de faccto nicht möglich sein. Es wird den dauernden Vorwurf zwischen CDU und Grünen geben:
„Das habt ihr mit Stimmen der AfD beschlossen“ – ein Dauerstreit zwischen CDU und Grün ist vorptogrammiert.
Naja, das Direktmandat hat er nur dem zu verdanken, dass hier 3 von der Einheitspartei angetreten sind… normaler Weise einigt man sich auf einen max. 2 Kandidaten und dann läuft das ohne grosse „Überraschungen“…
AfD doch Zünglein an der Waage? In BW haben wir ein noch ungelöstes Problem. Die Grünen liegen zwar mit 0,5% vor der CDU, aber beiden haben eine gleiche Anzahl von Abgeordneten im Lnadtag erworben. Jetzt ist das Gerangel zwischen CDU und Grüne losgegangen. CDU fordert Koalition auf Augenhöhe, zeitliche Teilung des Minesterpräsidentenposten oder gar den Anspruch sie selber die CDU den Ministerposten stellen. Da könnte die AfD das Zünglein an der Waage sein, denn sie darf ja mitwählen bei der Besetzung des „Landesvaters“. In BW ist noch nichts in trockenen Tüchern. Auch eine Koalition CDU/Grüne ist noch nicht sicher. Die… Mehr
Baron hat ja recht – die CDU führt jeden zweiten Tag vor, daß sie es jedenfalls nicht ist.
Die Frage ist, welche Vernichtungen die ökostalinistische Politik bewirkt, bevor sich bei der Mehrheit besagte Erkenntnis durchsetzt.
Abgewanderte Untenehmen kommen nicht zurück – in wenigen Jahren zerstörtes Vertrauen zurückzugewinnen, erfordert Dekaden.
Das war früher so. Heute ist es so: Was weggeht, kehrt niemals wieder. Nicht in Jahren, nicht in Jahrzehnten – nie. Was für Deutschland erschwerend hinzukommt: Industrien der Zukunft siedeln sich gar nicht erst an. Das ist eine verheerende Doppelniederlage.
Sehr geehrter Herr „Ohanse“, danke für Ihre Präzisierung meines Kommentars, sprich dessen „Transforminierung“ in die ungeschminkten Worten all jener, die „mit beiden Füßen auf dem Boden der Wirklichkeit stehen“.
Hochachtungsvoll
Machen Sie sich doch nicht lächerlich! Zwei von drei Baden-Württembergern stimmen wissentlich für ⚫️🟢 bzw 🟢⚫️ . Das ist die Realität. Sinnlos, sich das schönreden zu wollen.
Jemand der sich seinen Lebensunterhalt mit eigerner Arbeit hart verdient hat und noch nicht in der absoluten Wohlstandsdekadenz angekommen ist, kann keine Brandmauernpartei wählen, die nur den Untergang unsers Staates, wie ihn die Älteren noch kennen, zum Ziel hat.
Wie eine Allianz aus Arbeitern und Spätaussiedlern….das ist was viele nicht verstehen sprich das die AfD in vielem links-politisch ist. Was aber auch logisch ist da die politik der mitte aus CDU CSU FDP SPD DieGrünen in ihrer gesamtheit mitte-rechts sind siehe das mit dieser politik die unterschicht ärmer geworden ist, die mittelschicht immer mehr belastet wird und die oberschicht großer und vermögender geworden ist. Und da wo man die AfD in die ganz rechte ecke stellt sprich beim thema ausländer/zuwanderung/migration haben linke und rechte (die echten, früher vor 1990) nicht anders gedacht. Weder die rechten noch die linken wollten… Mehr
Spätaussiedler vs Willkommengeheißende: https://sciencefiles.org/2026/03/09/bleiberecht-fuer-straftaeter-und-arbeitslose-erzwungen-gutmenschen-haben-daenemark-viel-geld-gekostet/
Werte von Arbeit, Privateigentum, Indivduum , Familie und Heimat schützen .Das sind christliche Werte 10 Gebote AT, Nichtaggrssionsgebot NT dann nehmen sie der CDU/CSU auch das Christliche C weg. War vor kurzem bei CSU Veranstaltung. Nur noch .sozial- kam vor.