Die woke Linke und der ihr hörige Staat geißeln geschmacklose Anzüglichkeiten gegen Frauen. Gegen Frauenmorde, häusliche und sexuelle Gewalt hingegen geht niemand tatkräftig vor: Die Interessen von Frauen genießen in Deutschland schlicht keine Priorität.
picture alliance/dpa | Lukas Fortkord
Seit fast einem Jahr ist Marion Denny hessische Beauftragte „für die Verfolgung von Straftaten mit Catcalling-Hintergrund“, berichtet der Wiesbadener Kurier. Was die Oberstaatsanwältin verfolge, sei oft „nicht einmal strafbar“, setzt der Autor hinzu, offensichtlich ohne den absurden Widerspruch dieser Aussagen wahrzunehmen.
Ganz recht: Während Gewalt und Kriminalität explodieren und die Sicherheit im öffentlichen Raum nicht nur gefühlt abnimmt, vergeudet Hessen kostbare Ressourcen mit der Verfolgung „nicht strafbarer Straftaten“. In der Praxis bedeutet dies freilich vor allem, dass dem Bürger suggeriert werden soll, es bestünde kein Unterschied zwischen ungehörigem, unerwünschtem und unerlaubtem Verhalten.
Und wer weiß? Vielleicht stehen am Ende von Berichten, Studien und Evaluationen der Beauftragten ja doch noch die langersehnten Gesetzesänderungen, die Catcalling endlich strafbar machen.
Dass sich das Land Hessen diesen Posten leistet, der außer Symbolpolitik und Scharnierfunktion zu Lobby- und Pressuregroups nichts bietet, ist symptomatisch für einen Staat, der wohl unter der Hand an seine Stellen die Losung „widme dich auf keinen Fall echten Problemen“ ausgegeben hat.
Kosmetik statt Problembekämpfung
Wie sonst wäre zu erklären, dass der Bauarbeiter, der einer Blondine hinterherpfeift, als Gefahr in Szene gesetzt wird, während Sexualstraftäter mit lächerlich geringen Strafen davonkommen und Massenvergewaltigungen zum vertuschten Alltag hierzulande geworden sind?
Frauen werden qua Gesetz auch in geschützten Räumen Spannern ausgesetzt, solange die sich zuvor amtlich selbst zur Frau erklärt haben, „Grooming“ ist in den deutschen Sprachschatz eingeflossen, Frauenmorde erregen regelmäßig in der Lokalpresse Aufsehen, weil sie angeblich nicht von überregionaler Bedeutung sind. Frauen und Mädchen in bestimmten migrantischen Milieus haben mit Ausschluss vom öffentlichen Leben, mit Ehrenmorden, Zwangsehen und Genitalverstümmelung zu kämpfen.
Aber sicher, angesichts solcher Lappalien erscheint Catcalling als das eigentlich brennende Problem der Frau in Deutschland. Ein Land, in dem übrigens ein Mann, der seinem Bruder eine Zwölfjährige als „Ehefrau“ – Sexsklavin trifft es besser – kauft, freigesprochen wird, weil der Richter keine passende Strafnorm gefunden zu haben meint. Vielleicht wäre es wichtiger, Beauftragte einzusetzen, die das Problembewusstsein in Sachen Menschenhandel schärfen, anstatt Frauen Unterstützung gegenüber geschmacklosen Altherrenkomplimenten zuzusichern – ohnehin noch nie so geächtet wie heutzutage.
Nun gibt es durchaus heftige Formen des sogenannten Catcalling, die sexueller Belästigung und Herabwürdigung gleichkommen. Allerdings ist anzunehmen, dass diese vorrangig mit einem Frauenbild zusammenhängen, dem sich nicht so sehr ein Beauftragter gegen Catcalling widmen sollte, sondern eher ein Integrationsbeauftragter.
Frauenverachtung und Gewalt gegen Frauen sind keine gesellschaftlichen Randphänomene, und sie werden zunehmen, je größer der Einfluss frauenverachtender und gewaltverherrlichender Kulturen wird.
Dieses echte und eigentliche Problem suchen staatliche Stellen zu übertünchen, indem sie sich Beschäftigungstherapien hingeben, wie etwa der Einrichtung überflüssiger Stellen zur Bekämpfung von Nichtstraftaten.
Der Feminismus verrät seine Klientel
Das ist nicht zuletzt dem Feminismus selbst zuzuschreiben.
Der erste Fehler dieser Bewegung, den man wohl als Geburtsfehler betrachten kann, ist die Überzeugung, die Lösung frauenspezifischer Probleme sei in erster Linie durch die Angleichung an den Mann zu erreichen. Dieses Ziel hat der Feminismus so vollumfänglich erreicht, dass er beinahe jedes Verantwortungsgefühl nordwesteuropäischer Männer gegenüber Frauen ausradiert hat: Dem schwachen Geschlecht gebührte Rücksichtnahme, dem gleichstarken nicht. Zumal lautstarke Harpyien dauerkrakeelend darauf aufmerksam machen, dass derlei nicht erwünscht ist, sollten Männer ihre Gleichgültigkeit einmal vergessen und Türen aufhalten, in Mäntel helfen oder Koffer schleppen.
Oder gar Frauen gegen migrantische Männergruppen verteidigen? Das geht nun gar nicht, und zwar aufgrund der zweiten feministischen Fehlleistung: der intersektionale Verrat.
Die woke Linke hat sich von ihrer einstigen Klientel losgesagt und unterwirft die Interessen von Frauen jenen Minderheiten, die sich im Klassenkampf dankbarer vertreten lassen: Migranten, Muslime, LGBTQ-Bewegung.
Das ist nicht zuletzt auch eine präventive Maßnahme: Immer offensichtlicher wird, dass der Feminismus die Probleme von Frauen nicht gelöst, dafür aber neue geschaffen hat; dass er letztlich auf der Fehlannahme beruht, Frauen sei am besten geholfen, wenn sie wie Männer funktionieren. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Feminismus und linksgerichtete Ideologie die Frau nun im Stich lassen, während ihr langsam die Augen darüber aufgehen, dass man sie jahrzehntelang belogen hat.
Dennoch profitieren die Akteure von der Macht der Gewohnheit. Die meisten Frauen haben nach wie vor nicht bemerkt, dass man ihnen andere Opfergruppen vorzieht, deren Interessen in eklatantem Widerspruch zu den Rechten und Bedürfnissen von Frauen stehen.
Besonders tragisch ist in dem Zusammenhang, dass muslimische und migrantische Frauen in dieser Gemengelage vollkommen alleinstehen, da ihnen weder Linke und Woke beispringen noch die sich formierenden rechten Gegenkräfte, die nach dem Vorbild der Linken ihrerseits rechts-feministische Aktionsgruppen und Initiativen gründen.
Um jedoch den Eindruck zu erwecken, man kümmere sich weiterhin um die Belange von Frauen, bevor diese womöglich aus reinem Überlebenstrieb nach rechts überlaufen, findet nun eben Frauenpolitik in homöopathischen Dosen statt: Solange man nur engagiert gegen Pfiffe und Anzüglichkeiten vorgeht, kann man sich die Untätigkeit in Sachen Mord und Totschlag ja wohl leisten.




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Gruselgusten aller Aborten – einfach links liegen lassen. Zu nichts zu gebrauchen!
„Die Interessen von Frauen genießen in Deutschland schlicht keine Priorität.“
In einem Land, wo die Hälfte der Bevölkerung – Frauen – wahlberechtigt sind, hat es einen demokratischen Grund, warum Interessen dieser Hälfte keine Priorität haben.
Dank dem Wahlrecht haben Frauen die Macht, ihre Interessen politisch durchzusetzen. Wenn sie Klima über die eigene Sicherheit stellen und entsprechend wählen, ist es der Ausdruck deren politischen Prioritäten.
Mitleid ist hier fehl am Platz.
Geschmacklose Anzüglichkeiten geißeln, aber gegen Frauenmorde usw. nicht vorgehen?
Ist doch sehr logisch – genau so funktionieren unsere linken Waschlappen.
Ist die Gefahr größer als sich den großen Zeh bei der Latschdemo am Bordstein anzustoßen, sieht man von ihnen noch nicht einmal die Nasenspitze!
Ähnelt sehr einem alten Witz: wieso protestieren Tierschützer immer gegen Pelze, aber nie gegen Lederbekleidung?
Weil man eine alte Oma viel gefahrloser anpaulen kann als einen von den Hells Angels.
Wenn ich darüber nachdenke, dann sind Opfer der Ehrenmorde meistens Migrantinnen. Hier sehen wir die wahre Solidarität der deutschen Frauen….
Die meisten Teddybären wurden meiner Erinnerung nach von Frauen geworfen.
DIe meisten Redner/innen auf Grünen-Parteitagen sind Frauen.
Geliefert wie bestellt, würde ich einmal sagen. Wo ist der WIderstand aus den Reihen der Frauen, die anders denken ??
Nun gut – ich gebe zu: Alice Schwarzer übt Widerstand, die vormals omnipräsente Vorkämpferin für Frauenrechte hat man daher aus allen Medien so gut wie 100% verbannt.