Rentenabzocke, Steuererhöhungen, Hütchenspielertricks: Die Krise nimmt reale Formen an

Friedrich Merz findet Unternehmer nur noch auf dem Golfplatz und betreibt mit seinen Genossen eine nie dagewesene Umverteilungsorgie. Dem Wirtschaftsstandort Deutschland geht es strukturell an den Kragen: Das Kapital zieht sich zurück, die Armutsspirale dreht sich schneller.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Übergabe des Berichts der Alterssicherungskommission: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Berlin, 23.06.2026

Der Bundeskanzler trifft eigenen Angaben zufolge regelmäßig Unternehmer auf dem Golfplatz. Dies lässt zweierlei vermuten: Einerseits vertreibt sich der Regierungschef scheinbar seine Freizeit in der Parallelwelt des gepflegten Einlochens. Merz flüchtet vor den Problemen des Landes, das sichtlich verwildert und verroht, in eine ästhetisch glattgezogene, beinahe überformte Scheinwelt. Andererseits muss seine Bemerkung zum Freizeitverhalten der Mittelständler, bei denen es sich um grüne Subventionsjäger handeln dürfte, als Ausdruck zunehmender Nervosität gewertet werden. Merz entgleist rhetorisch angesichts der heraufziehenden Krise des Landes auf zunehmend skurrile Weise. Unternehmer auf dem Golfplatz? Ist das alles, was Merz zur Investitionskrise in Deutschland beizutragen hat?

Ist es möglich, dass die Unternehmer, metaphorisch gesprochen, den Golfplatz inzwischen ihrer Produktionshalle vorziehen? Angesichts der strukturellen Investitionsblockaden, sichtbar in Klimaregulierung, Abgabenlast und dem Energiewende-Desaster, wäre jede Form des Eskapismus verständlich. Ein Seismograf für das Investitionsverhalten der Wirtschaft, das sich seit geraumer Zeit auf Talfahrt befindet, könnte Merz auf groteske Weise Recht geben.

Merzens Hütchenspiel heißt Rentenreform:
Zahlen Sie heute mehr, damit Sie morgen weniger haben
Blicken wir auf die Nettoinvestitionsquote als eine Art Erfolgsbarometer der Ökonomie, wird klar: In dieser Kennziffer verdichtet sich die Fähigkeit einer Gesellschaft zur Erneuerung und Erweiterung ihres Kapitalstocks durch produktive Investitionen. Ob Bau, Infrastruktur oder Produktionskapazitäten – bereinigt um Abschreibungen ergibt sich so eine präzise Ziffer, die zur Mitte der 1990er-Jahre noch bei fast 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag, in der ersten Dekade der 2000er-Jahre auf etwa 3 Prozent sank und im vergangenen Jahr erstmals mit minus 0,23 Prozent im negativen Bereich angekommen ist.

Es zeigt sich, ob eine Volkswirtschaft noch investiert oder bereits damit begonnen hat, ihren Kapitalstock im Verborgenen zu verzehren.

Noch höhere Beiträge für die Rente?
Das Rentendesaster der Zahnärzte als Modell für die geplante Zwangskapitalrente des Bundes?
Die Verdrängung der Privatwirtschaft durch einen wachsenden Staatsapparat ist dabei das eigentliche Problem unserer Zeit. Jahr für Jahr verschiebt sich Beschäftigung in den öffentlichen Sektor, während produktive Kapazitäten unter regulatorischem Druck und fiskalischer Umverteilung erodieren. Allgemein entsteht so die Illusion staatlicher Omnipotenz, während in Wahrheit die ökonomische Basis schleichend zersetzt wird. Die meisten erkennen bislang nicht, dass der weit überdehnte Staatsapparat inzwischen in das Stadium der Entropie – also wachsender Ungleichgewichte – eingetreten ist. Diese Spannungen akkumulieren sich so lange, bis sie sich eines Tages mit massiver sozialer Volatilität entladen.

Vertreter der Degrowth-Sekte werden diesen Verfall frenetisch bejubeln. Es sind die urbanen Pseudo-Eliten, die der Wirtschaft ihren Ökosozialismus mit demoralisierender Überregulierung überstülpen – flankiert von Brandmauerparteien, NGOs und einer etatistisch sozialisierten Begleitpresse, die den Abstieg semantisch absichert.

In diesem Milieu gilt das als Erfolgssignal. Eine halbe Million Jobs wurden in diesem Jahr bereits eliminiert, und auch in diesem Jahr fährt die deutsche Wirtschaft weiter auf Verschleiß: Die Investitionsquote verharrt im Keller. Es ist kein Zufall, dass inzwischen auch fiskalische Brandspuren sichtbar werden: Die anhaltende, von der Klimapolitik provozierte Depression der Industrie lässt Unternehmenssteuern einbrechen und entzieht den Kommunen die finanzielle Basis – wie Schnee in der Sonne.

Regierung gegen Deutschland:
Der Rentenschlag oder Rentendadaismus
Sie haben sich sichtbar in eine Sackgasse manövriert – die Kämpfer gegen das Kohlendioxid. Der Aufbau einer zentral geplanten grünen Ökonomie zerfrisst die Produktivität, hinterlässt Armut, wachsende Arbeitslosigkeit und tiefe Risse im Fundament des Sozialapparats. Die Rentenreform, die in dieser Woche beschlossen wurde, wird weitere 30, wenn nicht 40 Milliarden Euro pro Jahr aus den Kassen der Beitragszahler durch die deutsche Umverteilungsmaschine lenken. Die homogene Gruppe der Rentner erhält ein wenig Wahlkampf-Argumentation, die Leistungsträger dagegen einen Tritt in den Allerwertesten.

Dass das zu einem Großteil an illegale Migranten überwiesene Bürgergeld inzwischen als „Grundsicherung“ firmiert, gehört zur semantischen Tarnung dieser Strategie. Von einer Stabilisierung der Rente mit einem wahrscheinlichen Beitragssatz von 22 Prozent ist die Rede – sie nennen es Reform. Die Abgaben auf Unternehmensvermögen, Eigenheimbesitz und Kapitalerträge von Kleinsparern werden als soziale Gerechtigkeit etikettiert – die altbackene, ressentimentgeladene Neiddebatte.

Neben die beschriebene Umverteilungspolitik – dem klassischen politischen Sedativum – treten fiskalische Hütchenspieltricks. Schulden werden in Schattenhaushalte verschoben, während die in fiskalische Enge gedrängten Kommunen über Kreditmittel künstlich stabilisiert werden. Das ist Politik am Rand des Kontrollverlusts – ein letztlich jämmerlicher Versuch, einen neuen Sozialismus zu etablieren, der sich zugleich mit einem wachsenden Zensurapparat gegen Kritik immunisieren soll.

Immerhin haben wir seit dieser Woche Gewissheit: Die massive Beitragsanhebung in der Rentenversicherung wird die deutsche Mittelschicht weiter zur Ader lassen, bis die, wie Friedrich Merz es nannte, Zitrone endgültig ausgequetscht ist. Der Bundeskanzler und seine Genossen setzen einen Kurs fort, der die ökonomische Substanz der Mittelschicht mit diabolischer Systematik in politische Verfügungsmasse verwandelt – bis nichts mehr vorhanden ist.

Allerdings schreitet die fiskalische und ökonomische Erosion immer schneller fort. Sollte es der Fall sein, dass politische Stabilität auch angesichts von Islamisierung und dem Verlust der kulturellen Identität nur noch durch massive Umverteilungsmaßnahmen und gefährliche Staatsverschuldung erkauft werden kann, wird sich die Systemfrage schneller stellen, als es ihnen in Berlin lieb sein wird.

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Kommentare ( 124 )

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andreas
13 Tage her

Haben denn alle Tomaten auf den Augen? Die Abschaffung der Mini-Job-Regelung wird viele Arbeitnehmer um 200 bis 300 Euro pro Monat (!) ärmer machen. Diese Leute zahlen jetzt bereits Lohnsteuer und Sozialversicherung und bekommen jetzt einen obskuren Anspruch auf ein paar Euro mehr Rente in zwanzig Jahren. Zwei Parteien einigen sich darauf, eine dritte Partei, die Minijobber, zu erschießen und lassen sich dafür von den meisten Medien bejubeln. Sind diese Leute so abgehoben, dass sie nicht merken, was sie vielen Kleinerdienern antun? Wenn man den Begriff „kontraproduktiv“ erklären müsste, gibt es kaum ein besseres Beispiel.

drnikon
13 Tage her

nun, wie lange wir es noch dauern bis Black rock sich ein ganzes Land zum Schnäppchenpreis kaufen kann? wer bekommt die Provision ?

Schlaubauer
13 Tage her

So geht es einem Land, von dem andere wissen wie reich es ist, aber nicht die eigene Bevölkerung. Es wird geplündert, weil ja es ja sehr, sehr, sehr, sehr lange dauert, bis die Umverteilung des Reichtums wirklich schmerzhaft wird. Weil ja auch im eigenen Land viele von diesem Raub provitieren und skrupelose Blackrockkanzler lieber die Ineressen des Auslands vertreten. Und die ihr Schäfchen im Trockenen haben können ja das Land verlassen. In Hessen wird gerade die Grundsteuer massive erhöht und die Verschuldung hat noch viel Luft nach oben.

Britsch
13 Tage her
Antworten an  Schlaubauer

So geht es einem Land in dem Geltungssüchtige und Angeber nach außem hin angeben wie reich er wäre.. Der Stamm / Urbevöklkerung geht es ganz anderst. Die wird ausgebeutet und für Sie ist von dem Geld das sie selbst aufbringen muß kein Geld da. Nicht einmal dafür das vorhandene in Stand zu halten. Auch die Renten und Sozialkassen in die die Stamm, urbevölkerung zur eigenen Absicherung eingezahlt und angelegt haben zur eigenen Absicherung werden zu Gunsten Anderer ausgeplündert. Selbst das Eigentum das sie sich zur eigenen Absicherung erarbeitet und angelegt haben drohen die regierenden Großkotz, die eigentlichh die Angestellten der… Mehr

Fieselschweif
13 Tage her

Ein weiteres „Meisterwerk“ ist die gesundheitsfördernde Alkoholsteuer. Was war das für ein Geschrei. Gesundheit hier und GKV-Finanzierung da. Doch statt die zusätzlichen Steuererhöhung, die per se eigentlich im Koalitonsvertrag ausgeschlossen ist, in die Krankenkassen zu lenken – was man permanent betonte -, hat sich der kleine Lars entschlossen, das schöne Geld im allgemeinen Haushalt einzustellen, auf dass man vermutlich endlich den dringend benötigten Mehrbedarf an Grundsicherung decken kann. (http://www.n-tv.de/politik/Finanzminister-Klingbeil-plant-Erhoehung-der-Alkoholsteuer-id31020705.html) Zum Glück muss man auch in der Entwicklungshilfe nicht viel einsparen oder in der NGO-Finanzierung, weil man eben „andere Prioritäten setzt“, so der Frieder. Das wäre aber kein Problem, ist es… Mehr

Last edited 13 Tage her by Fieselschweif
Privat
13 Tage her

Erst heute morgen habe ich etwas neues schockierendes gelesen,nämlich das die Ehefrau des Klingbeil SPD (Finanzminister) sich zeitweise im Mittelmeerraum aufhält umd dort unter Verwendung von Steuergeld neue illegale für Europa zu einzusammeln. Um damit Europa und besonders die Deutschen Bürger und Steuerzahler zu bereichern und zu beglücken.
Das erinnert mich sofort an das Wirken der -A.Baerbock- von der grünen Sekte

CasusKnaxus
13 Tage her
Antworten an  Privat

Hatten wir schon hier bei TE vor Monaten: wie des Lars Frau so KGEs Mann…

Rasparis
13 Tage her

Besässe die Freibiervisage Fritze Krull noch irgendwelchen Residualverstand, er demissionierte stantepede und orientierte sich schlanken Fußes dorthin, wo IM Erika bereits vor längerer Zeit eine Hazienda gekauft haben soll. Aber nicht einmal dafür reicht das Reflexionsvermögen dieses Widerlings.

Privat
13 Tage her

Schulden über Schulden – Immer wieder wurde von wirklichen Fachleuten vor solchen unhaltbaren Zuständen gewarnt.
Leider hört niemand auf die echten Fachleute also werden -die Ungelernten- das Chaos weiterführen bis alles zusammenbricht.
Und die Deutschen werden alle dafür bezahlen müssen.
Wichtigste Entscheidung ist für solche gewählten „Führungskräfte“immer noch – die unwichtige Ukraine hat für dem dürren Merz nach eigenen Worten oberste Priorität !
Egal was es kostet. Die dämlichen Deutschen sind dem anscheinend egal !

na sowas
13 Tage her
Antworten an  Privat

Es hätte heißen müssen: Dem Dämlichen, sind die Deutschen, egal

Ohanse
13 Tage her
Antworten an  Privat

Das verdanken wir denen, die CDU wählen. Also den geistesverwirrten 70+. Da fällt mir immer eine Zeile von Paul Gerhardt ein: Mach End, oh Herr, mach Ende.

Last edited 13 Tage her by Ohanse
Martin Mueller
14 Tage her

Was hat diese merkwürdige Regierung denn seit gut 15 – 16 Monaten hinbekommen, damit es mit Deutschland bergauf geht. Nothing!
Es geht nur weiter bergab.

Horrende Schulden machen , den Leistungsträgern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen, Beitragserhöhungen, Leistungskürzungen, Zerfall der inneren Sicherheit und und und.

Alles, damit das Weltsozialamt am kacken bleibt…

30 Milliarden Euro in 2025 an Entwicklungshilfe – mitten in der Krise. Das ist an Irrsinn nicht mehr zu toppen. Wie vieles andere auch…
,

Privat
13 Tage her
Antworten an  Martin Mueller

Alles ist Irrsinn

Britsch
13 Tage her
Antworten an  Martin Mueller

Es geht mit dieser Regierung doch weiter wie bisher

Rasparis
13 Tage her
Antworten an  Martin Mueller

Man muss eben für die Verteiler den „ROG“ -den „Return on Gift“- sehen. Und natürlich wird ein solches Blackmailing-System irgendwann zum reinen Selbstläufer. Die kommen da dann nicht mehr raus und müssen immer mehr liefern.

Rene 1962
14 Tage her

Das ist Sozialismus. Auch die ehemalige DDR war pleite.Zum Schluss geht es auch den Angestellten im öffentlichen Dienst nicht besser.Aus der Privatwirtschaft wird dann einfach eine Staatswirtschaft.allen geht es dann gleich gut bzw.schlecht.Ich habe die DDR erlebt.

Ernst-Fr. Siebert
13 Tage her
Antworten an  Rene 1962

Nicht die „ehemalige DDR“ war pleite, sondern die DDR. Etwas Ehemaliges gibt es nicht (mehr), und was es nicht gibt, kann nicht pleite gehen.
Mit der Verwendung des Zusatzes „ehemalig“, der übrigens weder für die Alten Griechen oder Römer, nicht fürs Kaiserreich oder das Tausendjährige verwendet wird, will man wohl andeuten, daß man damit nichts zu tun hatte oder vorhat?

Rene 1962
11 Tage her
Antworten an  Ernst-Fr. Siebert

Worteverdreher!

89-erlebt
14 Tage her

Es so unendlich traurig, wie eine Mehrheit auf den Suizidalen Weg gelenkt werden konnte und diesen unbeirrt zu Ende marschieren will.
Was ist nur aus diesem einst liebens- und lebenswerten modernen Land gemacht worden. Der gewollte und gewählte Abstieg in ein afrikanisch muselmanisches Drecksloch ist so unfassbar verstörend. Die Geschichte wird urteilen, denn hier hat die Mehrheit jegliches Urteilsvermögen verloren, verweigert und erfreut sich am kollektiven Suizid.