Zeitgeist oder wie prüde sind wir geworden?

Nein, früher war nicht alles besser, im Gegenteil. Wir haben unseres dazu getan, um es besser zu machen. Und jetzt? Im Ponyhof herrscht mir zu viel Wehleidigkeit und zu viel Selbstgerechtigkeit im Blick zurück auf unsere Generation.

Ich bin 1953 geboren. Meine soziale Prägung stammt also aus den sechziger und Anfang der siebziger Jahre. Die damalige Zeit war oft noch bestimmt von Männern und Frauen, die den Nationalsozialisten nahe gestanden haben. Die Werteeinstellung dieser Leute war erzkonservativ. Viele, ich kann mich an einige Lehrer erinnern, standen auf Zucht und Ordnung, man sah es ihnen auch schon an. Mobbing in der Schule ging oft von den Lehrern aus; in vielen Schulen gehörten Prügel noch zur Pädagogik. Dabei kam es auch im Gegensatz zu heute zu einer spürbaren Verbrüderung der Schüler, die sich gegen Übergriffe gemeinsam wehrten.

Es gab Klassen, in denen herrschte ein Gleichgewicht des Schreckens: Lehrer, die ihre Schüler tyrannisierten und Schüler, die den Unterricht für die Lehrer zur Hölle machen wollten – was ihnen oft genug gelang. Allerdings mussten wir alle auch damit umgehen, bei Mannschaftssportarten zu den Verlierern zu gehören und dafür auch noch verspottet zu werden. ‚Schule des Lebens‘ nannte man das und da mussten wir alle durch. Ich will das nicht idealisieren. Es war streckenweise grausam ungerecht.

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Wahrscheinlich sind diese Leute und Erfahrungen schuld daran, dass ich einen deutlichen Freiheitsdrang entwickelte. Parteien waren mir wurscht und bei Demos bin ich auch nur mitgegangen, weil an diesen Tagen schulfrei war. Mir war alles Extreme suspekt. Egal ob Nazis, die es noch zuhauf gab, genau wie sehr linke Gruppierungen. Also lieber frei leben und sie sollen mich einfach in Ruhe lassen. In dem damaligen Zeitgeist sprach man bei Menschen mit dunkler Hautfarbe von ‚Negern‘. Ziellos herumziehende Vagabunden waren eben ‚Zigeuner‘. Homosexuelle waren noch Hundertfünfundsiebziger und das war hundsgemein und ohne Verstand nachgeplappert. Frauen blieben zu Hause und die Männer gingen arbeiten. Verrückt aus heutiger Sicht und heute geradezu unmöglich: eine Familie bestehend aus Mann, Frau, zwei, drei oder mehr Kindern hatte ein eigenes Haus, ein eigenes Auto, aber nur der Mann ging arbeiten.

Nichtsdestotrotz folgte ich dem Befehl, zur Bundeswehr zu gehen. Natürlich habe ich wie viele andere versucht bei der Musterung als nicht wehrtauglich zu erscheinen. Hat leider nicht geklappt. Also ging ich zur Bundeswehr und wurde sogar Zeitsoldat, weil ich dadurch die Möglichkeit hatte, in der Nähe von München stationiert zu werden.

Diese Bundeswehrzeit und der später parallel laufende Zivildienst waren, wie ich heute erkenne, aber nicht nutzlos. Weder für viele junge Männer als auch für die Gesamtgesellschaft. Niemand sprach von verlorenen oder gestohlenen Jahren. Durch die damalige Wehrpflicht sparte sich der Staat sehr viel Geld. Man bekam ja als Wehrpflichtiger oder als Zivildienstleistender nur ein Taschengeld. Es gab aber eben genug Männer, die auch die Einrichtungen und Ausrüstungen pflegten und in Ordnung hielten. In der Kranken-, Altenpflege und Behindertenbetreuung gab es genug Wehrdienstverweigerer, die diese zivilen Aufgaben übernahmen. Ich habe das Gefühl, dass ein Teil des heutigen Wohlstandes in Deutschland, auch auf dieser Dienstpflicht, die ja für den Staat sehr kostengünstig war, aufgebaut ist.

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Jetzt leben wir im Jahr 2021 und die political correctness, die Genderisierung, die Empfindlich- und Befindlichkeit, Grün ist Pflicht, und alles, was nicht unserem Lebensgefühl entspricht, hat deutlich Einzug gehalten. Dieser Mimimi-Lebensstil wird als allgemein gültig betrachtet. Witze müssen erstmal überdacht und untersucht werden, ob sie rassistisch, frauenfeindlich oder auch dem Wording der heutigen Zeit entsprechen.

Das ist also der Zeitgeist von heute, und die, die diesen Zeitgeist prägen und leben wollen, können nicht akzeptieren, dass viele Menschen, besonders die, die in meinem Alter sind, eventuell zwar ihre Aussagen vorsichtiger formulieren. Wenn sie daran denken. Aber das Gedankengut ist eben gemischt mit unseren Erfahrungen und von der Erziehung des damaligen Zeitgeistes geprägt. Nun ist es üblich geworden, die Geschichte und die Erlebnisse aus heutiger Sicht zu bewerten und abzuurteilen. Da ist dann alles ‚Nazi‘, was nicht in den heutigen Zeitgeist passt.

Vielleicht sollten wir auch mal den Spieß umdrehen. Dann ist vieles, worüber heute geklagt wird, einfach nur weinerliches Getue, lächerliches Selbstmitleid und kindisches Gehabe. Das Leben ist kein Ponyhof. Und wer nicht vom Pferd fallen will, soll im Ponyhof bleiben, bis die Füße am Boden schleifen. Wir hatten unsere liebe Not damit, uns aus der Prüderie zu befreien und einen Blick in den Playboy zu ergattern, der nur unter dem Ladentisch versteckt liegen durfte.

Heute erleben wir eine neue Prüderie, die vielfach noch verklemmter ist als die Verklemmtheit unserer Zeit: Ein falscher Blick, ein falsches Wort und im Ponyhof ist Drama bis hin zur sozialen Existenzvernichtung. Die erotische Spannung war jedenfalls mit hoher Voltzahl ausgestattet und das war nicht nur gut: Es war großartig und ist es noch. Schaut nicht so beschämt auf den Boden. Wollt ihr wirklich so leben?

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Kommentare ( 133 )

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Askold Morgenschein
28 Tage her

Mit Verlaub, die Selbstgefälligkeit einiger hier ist haarsträubend. Da wird glatt so getan, als habe die in den 50er/60er Jahren geborene Generation nichts mit den heutigen Zuständen zu tun. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es ja eigentlich sogar witzig: Da beschweren sich die Leute hier, deren schönste Erinnerungen das Partymachen, Revoluzzersein, und Gegenangehen sind, darüber wie verkommen die nächsten Generationen sind. Ich bin der erste, der meine Generation (90er) und die darauf folgenden aufgrund ihrer „woken“, verwöhnten, und verblödeten Einstellung verachtet. Allerdings sind meine Altersgenossen nicht eines Tages aufgewacht, um mitzuteilen „Elter 1, ich will mein Geschlecht ändern,… Mehr

Johann Thiel
28 Tage her
Antworten an  Askold Morgenschein

Meine Fresse, das ist ja nicht zum aushalten, jetzt hören Sie endlich auf zu wimmern und reissen sich mal zusammen. Sie wollen mit Ihren Großeltern an die Front? Sie brechen ja schon zusammen, wenn man Ihre Generation als die Schwachmaten benennt die ihr seid. Wie verweichlicht muss man denn eigentlich sein, wenn man als Erwachsener immer noch jammert die Eltern hätten einem das Leben versaut. Warum habt ihr keine Revolution gemacht? Wer hat euch gesagt, dass man jeden Blödsinn übernehmen muss den man vorgekaut bekommt? Kein Aufbegehren, kein Widerstand, nichts, nichts als mimimi.

Askold Morgenschein
27 Tage her
Antworten an  Johann Thiel

Oh lieber Johann, hab ich deine zarten Gefühle verletzt, indem ich den romantischen Blick zurück auf die Revoluzzer-Zeit störe? Soll ich dir ein Kuscheltier bringen? Das Mimimi kommt fast ausschließlich von euch 50er/60ern.

Erst das Land zerstören, und dann rum heulen dass alle anderen so schlimm sind.

bfwied
22 Tage her
Antworten an  Askold Morgenschein

Sie durchaus in vielem recht! Natürlich! Es ist die Saat der 68er, die den langen Marsch durch die Institutionen angetreten haben. Aber hierbei sieht man sehr gut, was aus jugendlichem Revoluzzertum werden kann, dann die 68er waren auch nur eine Antwort auf die, die vor dem Krieg sozialisiert worden waren und den Krieg mitmachen mussten und nachher die Stellen besetzten und ihre Sizialisation lebten. Aus Revoluzzertum wird nie etwas Gutes, genauso wie die franz. Revolution zu den Jakobinern und der Terrorherrschaft führte. Das ist heute nicht anders. Die Klimaschwachköpfe, verführt von Ideologen und unwissenschaftlich Auffälligen, die Woke-Schwachköpfe, sie errichten gerade… Mehr

andreashofer
28 Tage her

Nun, so wie es aussieht, wählen die Menschen Parteien, die den Ponyhof versprechen….solange Papa Staat noch Steuerzahler hat, die er über Gebühr ausnehmen kann funktioniert das ja auch.

Steffen Jonda
28 Tage her

Nun, die Zeiten ändern sich. Es ist kein Zufall dass – beginnend mit den 60ern die Lehrer gegen Schüler in Konfrontation standen. Waren es die 70er in denen die „Revoluzzer“ gegen die „Nazis“ kämpften, dabei aber eben selbst totalitär-faschistoid die brutale Stalin-Diktatur (nur dieses Mal bestimmt ganz töfte und gut) einführen wollten. Später- in meiner Schulzeit (Ab Mitte der 70er) waren dann linksextreme und linksradikale Lehrer, die mit unserer Demokratie „auf Kriegsfuss“ standen die Meinungsmacher. So ist es dann geblieben – der „Marsch durch die Institutionen“… Gleiches geschah mit der Journallie, final waren die Grünen dann das Erbrochene „Ende“ der… Mehr

The Walking Jo
28 Tage her

Die Wehrpflicht sollten wir für Hartz4 Müßiggänger einführen, und auf 60 Monate verlängern. Wer bis dahin noch keinen Job gefunden hat, der kriegt noch einen Nachschlag. Ansonsten sind wir heute nicht mehr locker, sonder die Masse verwahrlost. Sehen Sie sich doch mal die Gestalten im Bundestag an! Ein lascher, chat- und spielsüchtiger Haufen, selbst der Lauterbach trägt seine Fliege nicht mehr. Wie die alle rumlaufen, die Hände in den Taschen, kokainsüchtig und arbeitsscheu, wie der kleine homosexuelle Kühnert beweist. Nur noch die große Fresse. Nie gearbeitet, und darauf sind sie alle noch stolz diese Studienabbrecher und Lebensversager.

Holger Wegner
28 Tage her

„eine Familie bestehend aus Mann, Frau, zwei, drei oder mehr Kindern hatte ein eigenes Haus, ein eigenes Auto, aber nur der Mann ging arbeiten.“
Ist doch auch so ein Ponyhofmärchen. Auch damals wohnte die Masse in Wohnung statt Haus und die waren dann noch kleiner und schlechter geschnitten, mit niedrigerem Standard als heute. Auch heute noch gibt es Frauen, die dank Gutverdienermann nicht arbeiten (müssten). Kommt auch darauf an, wo man wohnt.

Fulbert
28 Tage her
Antworten an  Holger Wegner

So ist es. Die Mietskaserne aus den 1950er und 1960er Jahren, nicht viel besser als die DDR-Platte, war der Standard in den wieder aufgebauten Städten Westdeutschlands. Kleine Zimmer, unerträglich hellhörig, in teils abstoßend sterilen Siedlungen hochgezogen.

donpedro
28 Tage her
Antworten an  Fulbert

ach, manchmal kann man es nicht mehr hoeren, diese ewigen meckereien ueber die besch… zustaende wie sie in den 50er und 60er herrschten. das sind wohl alles wohlstandsverwoehnte malleurlauber, die keinerlei vergleichsmoeglichkeiten haben. wer, wie ich und meine familie(und weitere tausende und abertausende familien) ende der 40er zu 8 personen in einem kellerverschlag hauste mit einer gluehbirne an der decke und ohne wasser oder gar toilette, von fenster gar nicht zu reden,rattenverseucht all das, der kuesste den boden von so einer sauberen mietskaserne, in der es fliessendes wasser gab, toilette, bad, fenster und richtige tueren. meckern und anspruchshaltung haben kann… Mehr

Germer
28 Tage her
Antworten an  Holger Wegner

„Ist doch auch so ein Ponyhofmärchen.“ So sieht es aus. Das eigene Haus war auch damals schon ein Privileg der Besserverdiener. Die Normalverdiener aus meiner Familie haben nur deswegen ein Haus, weil: Im billigen ländlichen Raum gebaut wurde Ein Onkel von Beruf Maurer ist, der die Häuser für alle preiswert errichtet hat. Viel Eigenleistung erbracht wurde Nebenbei schwarz gearbeitet wurde um das nötige Startkapital zu erwirtschaften Der Gebrauchtwagen gefahren wurde bis er nicht mehr wirtschaftlich war Der Urlaub über Jahrzehnte zu Hause verbracht wurde Unter den genannten Bedingungen könnten sich auch heute viele noch ein Haus bauen, wenn die Bereitschaft… Mehr

Last edited 28 Tage her by Germer
bfwied
28 Tage her

Das wird sich wieder ändern, weil mit der modischen Weinerlichkeit und dem Befindlichkeits- und Opferstatusgeschwätz nicht die Konkurrenz aus Asien und Amerika zu bestehen ist. Wenn die Asiaten das Wissen besitzen, das wir früher hatten, aber die heutigen „Studenten“ nicht mehr, dann werden die schnell merken, dass sie irgendwo ganz unten angesiedelt sind im Vergleich mit anderen Ländern. In den USA formiert sich langsam der Widerstand, denn die haben Freiheits- und Leistungswillen. Was wir wirklich tun müssen, ist, diesem „Ponyhof“ hart entgegentreten, ihren Mist als solchen benennen, sie mit der Nase auf die Folgen ihrer unsinnigen kindischen Forderungen und ihrer… Mehr

Anna Katz
28 Tage her

Die jeweilig heranwachsende Generation ist eben ein Produkt der Erziehung der vorherigen Generation und vor allem der Lebensumstände. Wenn es keinen Hunger gibt und alles leicht verfügbar ist, warum sollte man auch etwas wertschätzen oder reparieren. Das ist normal……. Das ändert sich alles schlagartig, wenn der Mangel egal in welchem Bereich ins Lebens tritt. So einfach entlasse ich euch aber nicht: Dass es heute bspw. verpönt – gar kriminell – ist „Nationalist“ zu sein (sollte das bei einem Nationalstaat nicht eigentlich Staatsräson sein? Und nein, Nationalismus ist nicht zwangsläufig das selbe wie Chauvinismus), sondern man lieber individualistischer Europäer oder gar… Mehr

Anna Katz
28 Tage her
Antworten an  Anna Katz

Ich wurde übrigens noch darauf aufmerksam gemacht, dass es zwischen „den Juden“ und „den Deutschen“ einen relevanten Unterschied gibt. Die Religion der Juden und insbesondere der ursprünglich ausschliessende und sich selbst überhöhende Charakter („auserwähltes Volk“) ist ein wichtiges zusammenschweissendes Element. „Die Deutschen“ haben ein solches Element nicht. Die werden vermutlich einfach verschwinden und/oder in etwas aufgehen. Einen ähnlichen Prozess gab es ja schonmal…Die USA. Ich meine mal einen Artikel bei Welt gelesen zu haben, das die Gruppe mit der häufigsten Vorfahrenangabe nicht die Engländer, sondern die Deutschen sind (Deutsche irgendwas zwischen 40 und 50% und Engländer zwischen 30 und 40%).… Mehr

Hendo Renka
28 Tage her
Antworten an  Anna Katz

Ich sehe das auch so. Die Liebe zum eigenen Land ist verpönt, eine christliche Religion, die vor einem Besuch in Israel das Kreuz ablegt, lügt und auf e. Kirchentag Vulven malen lässt, des weiteren Flüchtlingsschiffe finanziert etc. Kann man nicht als eine verbindende Religion für uns Deutsche bezeichnen,

Germer
28 Tage her
Antworten an  Anna Katz

„Haben wir uns vielleicht wirklich einfach überlebt?“ Ja, das Hauptproblem fängt schon in der Schule, durch die dortige stramm linke Indoktrination und dem nichteinfordern von maximaler Leistung an. Die antiautoritäre Erziehung setzt dem Ganzen dann schlussendlich die Minderleisterkrone auf. Daher finde ich die Selbstaufgabe und Freigiebigkeit auch nicht weiter verwunderlich, denn was nicht selbst erwirtschaftet wurde, wird halt gerne freigiebig verschenkt. Das Problem ist übrigens nicht neu und wurde schon von Otto von Bismarck benannt: „Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.“ Wir sind anscheinend gerade auf dem Weg zur… Mehr

Anna Katz
28 Tage her
Antworten an  Germer

Ja, es ist die Schulindoktrination aber vor allem und vorgeschaltet der mediale Komplex. Wer die Deutungshoheit über die veröffentlichte Meinung hat, gewinnt früher oder später auch die Richtungskompetenz was die Verhaltensweisen von Politik und Schule angeht. Man muss sich also fragen wann fingen die Medien und Verlage an den linken bzw. antideutschen Kurs zu fahren. Bertelsmann bspw. war ganz früher nicht links/globalistisch (das muss sich irgendwann zwischen den 70er und 90ern geändert haben). Wer sind die Herren (ob Bertelsmann, Funke, Holtzbrinck usw.) und was bringt es Ihnen? Uns bleibt nur eine Gegenmacht aufzubauen. Dafür danke ich übrigens Roland Tichy……! Die… Mehr

Bernd Geiss
28 Tage her

Wiederspruch! Früher war alles besser. Z.B. in meinem Heimatdorf ( oh, Heimat darf man das noch sagen? Da fängt es doch schon an) hat, tagsüber niemand die Haustüre abgeschlossen. Jeder kannte Jeden und die Menschen passten aufeinander auf, besonders auf die Kinder hatte jeder ein Auge. Heute nennt man das wohl Überwachung, ich nenne es Fürsorge. Ja, genau damals ging der Mann arbeiten. Jawohl der Mann, denn damals gab es nur Mann und Frau und jeder der was anderes behauptete war mit einem Fuss in der Irrenanstalt. Die Frau kümmerte sich um Haus und Hof und die Kinder. Damit will… Mehr

Holger Wegner
28 Tage her
Antworten an  Bernd Geiss

Warum nur gab es damals trotzdem so viele Wohnungen statt Häuser? Wie klein waren solche Wohnungen und Häuser? Früher wohnte man halt noch billig auf dem Dorf und heute eher in der teuren Stadt. Die Urlaube kann man auch nicht mit heutigen vergleichen. Die Immobilien sind jetzt jerade mal ein paar Jahre zu teurer, dafür waren sie ewig lang eher zu billig, genau deshalb wohnten die Leute so gern zur Miete, denn die war noch billiger.

donpedro
28 Tage her
Antworten an  Bernd Geiss

und es gab noch den geldbrieftraeger, der in seiner dicken ledertasche das bargeld der rente etwa ausliefern konnte, ohne angst haben zu muessen, gleich ueberfallen oder gar umgebracht zu werden. kann man sich heute sowas vorstellen?

cfi
28 Tage her

In einem Rocksong heißts:

„Her boyfriend´s a dick, he brings a gun to school“

Früher hätte man den dick zensiert, heute gun und ich denke bald muss es heißen:

X X_friend´s a X, he brings a X to school

EigeneAnsicht
28 Tage her

„Dann ist vieles, worüber heute geklagt wird, einfach nur weinerliches Getue, lächerliches Selbstmitleid und kindisches Gehabe.“

Das sehe ich auch so. Lächerliches Gehabe, dass irgendwie menschlicher erscheinen will. Ich würde das mit dem Ponyhof nicht so sehen, dass es damals das „grausame“ echte Leben war. Es war echteres Leben und das Leben ist voller Widersprüche und der Beschäftigung mit diesen Wiedersprüchen. Sicher sind manche Dinge heute auch besser, aber gegenüber diesem „MiMiMi“ war es früher freier, kreativer, intellektuell nicht so flach, auch in vielem menschlicher, auf jeden Fall in einem echten Sinne offener.