Joe Biden bekräftigt Trumps Kurs gegen Nordstream-2. Doch die Bundesregierung hält am Russen-Deal fest. Denn um das Scheitern der „Energiewende“ zu verbergen, gibt es nur zwei Optionen: Abhängigkeit von Russland oder Rückkehr zur Kernkraft! Klar, wie sich die Bundesregierung entscheidet.
imago images / Jens Koehler
Noch vor der Vereidigung Joe Bidens zum neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten kam die erste kalte Dusche in Richtung Berlin. Nicht nur, dass die neue Nummer 1 der USA am Nein zum russisch-deutschen System von Erdgasleitungen festhält, er setzt auch die von Trump beschlossenen Sanktionen gegen das Projekt weiter um. Zum zweiten Mal ist ein Verlegeschiff zur notwendigen Installation von Rohren betroffen. Ohne die von einer der wenigen weltweit vorhandenen Firmen erteilte Lizenz an das russische Schiff kann dieses nicht loslegen. Das ursprünglich dafür vorgesehene Schweizerische Untenehmen gab auf US-Druck den Auftrag zurück. So könnte es sein, dass den Russen und ihren deutschen Freunden, an erster Stelle Ex-Kanzler Gerhard Schröder, heute Aufsichtsratschef der Firma, die unter Mehrheitsbeteiligung des russischen Staates das Projekt vorantreibt, kurz vor Ende die Luft ausgeht. Eisern hält Angela Merkel und die deutsche Wirtschaft am Russen-Deal fest – ungeachtet aller Kritik aus der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, Polens, der Ukraine und von Umweltschützern.
Da mögen die Zahlen für Wind- und Solarenergie noch so geschickt durch statistische Tricksereien geschönt werden. Sonne und Wind reichen eben nicht aus, um ein Industrieland wie die Bundesrepublik mit der existentiell notwendigen Energiemenge zu versorgen. Um die Legende der Grünen Revolution aufrechtzuerhalten, stehen Tag für Tag rund um die Uhr klassische Energieträger zur Garantie der Grundlast bereit – betriebswirtschaftlich der reine Wahnsinn, den Deutschland mit den höchsten Strompreisen weltweit bezahlt. Erst zu diesem Jahresbeginn sind die Entgelte wieder saftig nach oben geschossen.
Die Alternative besteht nur in der schnellen Rückkehr zum sichersten und umweltfreundlichsten Energieträger: der Kernkraft. Dies ginge auch nicht ohne Härten ab, sicherte aber am Ende das wichtigste für jeden Staat – die eigene Souveränität!



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