Von jetzt auf gleich

Hochwasser. Menschen sitzen auf Urlaubskoffern vor den nassen Ruinen ihrer Häuser, warten auf Evakuierung. Anderen wurde das Haus ganz weggespült. Es ist so zerbrechlich, all das, woraus wir unsere Sicherheit schöpfen.

IMAGO/Reichwein

»Ein Tigerhai (mittlerweile der zweite, da der erste auseinandergefallen war), in einer aquariumartigen Vitrine, konserviert in fünfprozentiger Formaldehydlösung. Das Maul des Tieres ist aufgerissen. Wer es wagt, sich von Angesicht zu Angesicht vor den Hai zu stellen, blickt erst auf dessen Zähne, und dann tief in den Rachen des Tieres hinein…« – so dramatisch eröffnete ich den Essay vom 5. Oktober 2020.

Ich beschrieb das bekannteste Kunstwerk des Briten Damien Hirst. Der Titel ist ein essentieller Teil. Es heißt:»The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living«, zu Deutsch: »Die physische Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden«.

Jener Essay verhandelt die Frage, wie man damit umgehen soll, wenn man selbst eine Katastrophe kommen sieht, aber der Mitmensch nicht. Der Titel ist »Lots Dilemma«. Er bezieht sich auf Lot, der aus Sodom fliehen sollte, da dies vernichtet würde, und auf Lots Frau, die sich das nicht vorstellen konnte, die sich wehmütig umdrehte – und zur Salzsäule wurde.

Es entspricht der Dynamik solcher Essays, dass der Autor und damit seine Leser sich in Lot hineindenken, den Guten, der das Richtige tut – so wie sich der Konsument von Zombiefilmen mit den lebenden Helden identifiziert, während die Tatsache, dass er pizzavertilgend Zombiefilme guckt, es statistisch plausibler macht, dass er im Falle der Zombieapokalypse einer der Untoten wäre.

Ich fühle mich heute aber nicht heldenhaft. Ich ahne, dass ich heute Lots Frau sein könnte. In meinem Kopf sind der Tod und andere maximale Katastrophen schlicht unvorstellbar. Wo wir aber von Apokalypse und unvorstellbaren Katastrophen reden… wären wir bei den Nachrichten des Tages.

Bunte Urlaubskoffer

Manche Meldung klingt heute wie die Stichworte der biblischen Plagen: Eine weltweite Seuche (mit Fragezeichen – sei’s drum). Regen und Fluten, die Häuser und Straßen samt Autos und Menschen forttragen. Auf anderen Kontinenten wird geraubt, gebrandschatzt und geplündert (siehe Essay »Sahne und Plünderungen« vom 13.7.2021). Es brodelt, und die Mächtigen scheinen die Feuer zu schüren. Was steht bevor? Die nächste Plage, aber mit Heuschrecken? (Ja, in Afrika rechnen sie genau damit; siehe news24.com, 6.7.2021.)

Über dem Artikel bei welt.de, 16.7.2021 (€) (Titel: »Ich dachte, heute Nacht sterben wir«) sehen wir das Foto eines unterspülten, zum Teil weggebrochenen Familienhauses in Insul, Rheinland Pfalz.

Elli berichtete mir gestern von den Menschen in Erftstadt, die vor ihren Häusern auf Evakuierung warteten. Neben sich bunte Urlaubskoffer, auf den Gesichtern schiere Verzweiflung. Einige sitzen erschöpft auf ihren Koffern. Das Gegenteil von Urlaubern. Der Unterschied zu Touristen, für welche diese fröhlichen Koffer doch gemacht sind, dieser Kontrast tut weh. Die wissen nicht, sagte Elli, wohin ihre Reise geht. Jedenfalls nicht mehr in ihr Wohnzimmer oder ihre Küche.

Ich sehe die Sorge der Menschen in diesem Moment: Wer von meinen Freunden hat überlebt? Was zahlt die Versicherung? (Die Erinnerungen können sie mir ja nicht neu kaufen.) Werde ich neu anfangen können? (Ich bin ja nicht so jung wie damals, als ich mich hier einrichtete.)

Und wenn ich das Bild jenes unterspülten Hauses in Rheinland-Pfalz betrachte, sehe ich eine weitere Dimension. Es ist kein Luxushaus, aber auch gewiss kein armes Haus. Weiße, verputzte Wände. Relativ kleine Fenster, weil es wohl ein renoviertes und ausgebautes Haus ist. Ein rotes Tondach und ein besonderes rundes Dach überm nun eingestürzten Holzbalkon.

Jenes Haus wurde, das sieht man ihm an, nicht »nur« mit Geld, sondern mit Liebe eingerichtet. Nicht die Liebe zum Ding, zu Ziegelsteinen und Putz, sondern die Liebe zu den Momenten, welche die Familie in diesen Mauern verbringen soll. Ich nehme an, dass es einen Garten hatte – auf dem Bild sehen wir nur Wasser, Schlamm und Geröll.

In diesen Mauern steckten Pläne und Hoffnungen, feine Absichten – und vermeintliche Sicherheit. Ich nehme an, dass einen Tag zuvor jemand die Wäsche gewaschen und den Boden gefegt hat. Ich nehme an, dass die Menschen ihre Pläne hatten, für weitere Umbauten etwa. Vermutlich war das Haus ein Teil ihrer Altersvorsorge (hoffen wir, dass es versichert war und die Versicherung zahlt).

All diese Mühe und Pläne, jahre- und jahrzehntelang Arbeit, all das menschliche Bemühen – fort, von eben auf gleich.

Wir sehen ihn vor uns

Es wird in Deutschland diskutiert, wie es überhaupt zu der Katastrophe kommen konnte. Warum starben so viele Menschen, in einem modernen Land wie Deutschland, das doch einige Erfahrung mit Hochwasser hat. Laut focus.de, 17.7.2021 sagen Experten, das Desaster sei vorhersehbar gewesen, es läge schlicht ein »monumentales Systemversagen« vor. – Es ist richtig und wichtig, dass Experten kritische Fragen stellen. Nur so lässt sich lernen.

Die Menschen in den Häusern aber, die ihre Hoffnung auf Zukunft und ihr Gefühl von Sicherheit in eben diese Häuser investiert hatten, denen war die Katastrophe nicht vorhersehbar. Wem ist es denn allzeit präsent, egal wo er wohnt, dass es jederzeit alles von jetzt auf gleich vorüber sein kann?

Kein »normaler« Mensch grübelt unentwegt darüber, dass es alles von jetzt auf gleich vorbei sein kann, dass man mit gepackten Urlaubskoffern vor den Ruinen seines Hauses auf den Bus zur Evakuierung wartet. Wer aber das Leben kennt, der bedenkt von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, dass man plötzlich nicht mehr derjenige sein könnte, der einem die Pläne zeichnet.

Damien Hirsts gruseliger Haifisch ist ein Symbolbild, ist nicht das, was der Titel des Werks eben diesem zuschreibt. Der Haifisch ist nicht »unvorstellbar« – wir sehen ihn vor uns (so wir das Museum besuchen oder zumindest die Bilder begutachten, etwa bei Wikipedia). Das Schlimme wird vom Unvorstellbaren zur Realität. Hirsts Haifisch und die Flut überspringen die Phase der Angst: Man hat es nicht erwartet, man hat es sich nicht einmal vorstellen können – und plötzlich ist es Realität, mit der man, so man sie überlebt, sich arrangieren muss.

Und dann freue dich

Es wäre nicht ratsam, in einem fort daran zu denken, dass es alles von heute auf morgen ins Rutschen geraten und in den Abgrund stürzen kann. Von Zeit zu Zeit aber könnte es therapeutisch wirksam sein, sich ein paar Als-ob-Fragen zu stellen.

Wie zufrieden wäre ich mit meinem Leben gewesen, wenn alles, wirklich alles über Nacht fortgespült würde, und mir kaum ein Koffer voller Kleidung übrig bliebe?

Als meine Eltern und Großeltern damals die ČSSR verließen (Leser der Relevanten Strukturen wissen es), ließen sie zwei Häuser zurück – der Verkaufserlös war nach Währungstausch nicht viel mehr wert als die Flugtickets. Wir ließen alles zurück – allerdings freiwillig – weil wir die Freiheit und Möglichkeiten für wertvoller schätzen als die Mauern des eigenen Hauses. Das Leben ist uns nur einmal gegeben, und es ist mehr Wert als Mauern. Diese Denkweise hat mich geprägt (weshalb ich das schreibe, was ich schreiben will – und mich nicht auf der anderen Seite des Grabens für ganz anderes Geld prostituiere).

Wäre ich mit meinem eigenen Leben zufrieden, wenn alles plötzlich fortgespült und vernichtet würde?

Wir wissen, dass über 100 Menschen in den aktuellen Hochwassern gestorben sind. Jeder von ihnen hatte Pläne. Niemand von ihnen hat sich vorstellen können, dass es so plötzlich zu Ende sein würde. Es ist die Unmöglichkeit des Todes in der Vorstellung eines Lebenden.

Die Opfer wie auch die Helfer vor Ort haben wohl Dringenderes zu tun, als Essays zu lesen. Wir beruhigen uns selbst, wenn wir ihnen Kraft wünschen, wenn wir bestmöglich im Geiste bei ihnen sind.

Ich hoffe, dass die Angehörigen der Toten eines Tages wieder ihren Frieden finden werden. Ich hoffe, dass jeder Einzelne der Menschen in den Katastrophengebieten die notwendige Hilfe bekommt. Und ich hoffe, dass die Menschen, die ihr Zuhause verloren, denen alle Pläne zunichte gemacht wurden, ihr Leben neu in den Griff bekommen und ordnen können.

Dem Rest von uns aber, die wir zuschauen und mitbangen, uns wünsche ich die innere Kraft und, ja, die Größe, unser Leben so zu leben, dass es auch dann groß und seiner Tage wert war, wenn morgen alles, was wir haben und sind, fortgeschwemmt würde.

Wir wollen mit mehr Liebesmüh an dem arbeiten, was von uns bleiben soll, wenn morgen eine Flut alles in den Abgrund reißt, alle Konten löscht und sogar unsere eigene Lebensuhr rapide nach vorn stellt. Wenn diese wichtige Arbeit geleistet ist, wollen wir uns dankbar an jedem einzelnen schönen Moment freuen.

Ordne deine Kreise – und, solange dir Freude geschenkt ist, freue dich an ihrer Ordnung!


Dieser Beitrag erschien zuerst auf dushanwegner.com

Dushan Wegner (geb. 1974 in Tschechien, Mag. Philosophie 2008 in Köln) pendelt als Publizist zwischen Berlin, Bayern und den Kanaren. In seinem Buch „Relevante Strukturen“ erklärt Wegner, wie er ethische Vorhersagen trifft und warum Glück immer Ordnung braucht.

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Kommentare ( 23 )

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23 Comments
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H. Priess
4 Tage her

Ich lese ihre Essays jeden Tag und jedes einzelne bringt mich zum nachdenken. Wenn man älter wird bekommt man auf viele Dinge eine andere Sicht als früher. Ordne deine Kreise! Stimmt und als selbstreflektierender Mensch bin ich mir bewußt was das bedeutet. Die Kreise sind mal größer, Politik, Gesellschaft, mal kleiner, mich als Person und die Familie. Oft mit der Frage: Was treibt bestimmte Personen an bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen. Ordnen die ihre Kreise und wenn nach welchen Kriterien? Erst in Katastrophezeiten, in Zeiten der höchsten Not bekommen Menschen Gesichter und bei vielen kommt auch das wahre… Mehr

Hannibal Murkle
5 Tage her

Noch nicht alle Leichen geborgen, die Grünen machen sofort Werbung für die Klimaindustrie – mit belegbaren Falschbehauptungen. Diese grenzenlose Skrupellosigkeit sollte viel öfter angesprochen werden.

Felicitas21
4 Tage her
Antworten an  Hannibal Murkle

Das sind aber keineswegs nur die Grünen: Laschet, Scholz, Steinmeier, Merkel, Söder, und alle
Poliker der etablierten Parteien, die dort im Katastrophengebiet Reden geschwungen haben, haben Werbung für ihre Klimamassnahmen gemacht.

Andreas aus E.
4 Tage her
Antworten an  Felicitas21

Laschet, Scholz, Steinmeier, Merkel, Söder, und alle
Poliker der etablierten Parteien“ – das sind doch die „Grünen“. Sie treten nur unter verschiedenen Handelsmarken auf, Inhalt ist überall gleich.

Hannibal Murkle
4 Tage her
Antworten an  Felicitas21

Ein wenig differenzieren – die erste Reaktion Laschets war, man könne nicht die Langfristige Klimapolitik nach einem Ereignis umkrempeln – ich glaube, später knickte er ein wenig unter dem Druck medialer Hysterie ein. Das ist nicht ganz so übel wie die Grünen, den nie genug Billionen der Klimaindustrie in die Kassen geschoben werden.

StefanB
5 Tage her

„Ordne Deine Kreise“ wäre auch ein guter Ratschlag für die Wähler dieses Land, das in jeder Hinsicht für (bewusst gesteuertes) Systemversagen steht.

„Laut focus.de, 17.7.2021 sagen Experten, das Desaster sei vorhersehbar gewesen,…“ —> Man wollte wohl keine „schlechten Nachrichten“ bringen. So, wie man 2015 keine „unschönen Bilder“ an der Grenze produzieren wollte.

Last edited 5 Tage her by StefanB
Andreas aus E.
4 Tage her
Antworten an  StefanB

Man wollte wohl keine „schlechten Nachrichten“ bringen.“

Oder man wollte genau das…

Fui Fujicato
5 Tage her

Wir sollten uns nicht mit der jetzigen Situation befassen, sondern uns die Frage stellen, wie es überhaupt zur jetzigen Situation kommen konnte & wer hierfür verantwortlich ist ! Wer ist dafür verantwortlich, daß in den zurückliegenden Jahrzehnten die Infrastruktur in diesen Gebieten immer weiter verkommen & kein effizienter Hochwasserschutz betrieben worden ist ? Wer ist dafür verantwortlich, daß ehemaliges Ackerland & ehemalige Überschwemmungsflächen in unmittelbarer Flußnähe zu Bauland erklärt & bebaut worden sind ? Wer hat davon profitiert & wird in irgendeiner angemessenen Form hierfür zur Rechenschaft gezogen und/oder haftbar gemacht ? Natürlich keiner, der hiefür verantwortlich ist & sich… Mehr

W aus der Diaspora
5 Tage her

Wenn ich an einem Fluss lebe, dann muss ich damit rechnen, dass ich auch mal Wasser im Keller habe. Wenn ich in einer Schleife eines Flusses lebe, dann muss ich damit rechnen, dass sie Schleife auch mal zum See wird. Wenn ich an einem Hang lebe, dann muss ich damit rechnen, dass dieser Hang abrutscht. Das ist nun mal Natur! Es kann 100 Jahr gut gehen – es kann auch 200 Jahre gut gehen – es kann auch morgen passieren. Dafür ist nicht der Staat verantwortlich und er ist dafür auch nicht zuständig. Der Staat ist jetzt dafür zuständig die… Mehr

Kassandra
5 Tage her
Antworten an  W aus der Diaspora

Nun, jedem aus der ganzen Welt, der hier momentan aufschlägt uns sich nicht ganz dumm anstellt, geschieht aber genau dies. Wir, also der Staat zahlt. Die Wohnung, die neue Einrichtung, die neue Waschmaschine.
Zur Wiederherstellung der Infrastruktur:
Hinsichtlich der Verknappung an Material durch das Herunterfahren der Produktion wegen „Corona“ eruiert Dr. Markus Krall: „Das Bild das sich abzeichnet ist absolut desaströs: Eine vom Produktionskollaps ausgelöste Inflation droht. #Hyperstagflation. Ich werte jetzt aus und publiziere das Ergebnis.“ https://twitter.com/Markus_Krall/status/1416375728854163460/photo/1
Wahrscheinlich gibt uns diese Katastrophe jetzt den Rest.

Last edited 5 Tage her by Kassandra
W aus der Diaspora
4 Tage her
Antworten an  Kassandra

lt. Herrn Krall hätte im 2. Halbjahr 2020 der Beginn des Zusammenbruchs des Finanzsystems beginnen müssen – und? Wo ist dr Zusammenbruch?
Der Mann warnt seit Jahren regelmäßig, so wie Lauterbach – nur vor was anderem …

Gabriele Kremmel
4 Tage her
Antworten an  Kassandra

Warum sollte der Staat hier nicht verantwortlich sein? Er erteilt Baugenehmigungen oder nicht und treibt in erheblichem Ausmaß Steuern ein, nicht zuletzt um Infrastruktur zu schaffen, zu erhalten und sicher zu machen.

Moses
4 Tage her
Antworten an  W aus der Diaspora

Wenn ich an einem Hang lebe“, unter dem sich das Flussbett dreht, dann ist dieses Haus leider dem Untergang geweiht.

P.Reinike
5 Tage her

Der Klimabezug in den Texten und Bildern des politisch-medialen Komplexes ist ja deshalb auch so komfortabel, weil sich damit die Verantwortung für die desaströsen Auswirkungen der Wassermassen von der Politik weg zur Bevölkerung verlagern lässt, die ja die angeblich notwendigen radikalen Einschränkungen für die Klimavorsorge nicht in der Form zu tragen bereit ist. Dabei wurde 48 Stunden vorher die Warnkette mit ziemlich genauen Prognosen in Gang gesetzt, die von den Verantwortlichen aber ignoriert wurden: Keine Vorbereitung der Bevölkerung, keine Evakuierungen. Wegen dieses Versagens waren die Folgen so desaströs. Die Sunday Times schrieb heute, daß die ersten Zeichen der Katastrophe, die… Mehr

Last edited 5 Tage her by P.Reinike
DerElfer
5 Tage her
Antworten an  P.Reinike

Jetzt alles aufs Klima zu schieben, ist die Flucht vor der Verantwortung.

Landdrost
5 Tage her

Aus einem Kommentar zu dem verlinkten Artikel im Focus: „Von 1950 bis 2020 hat sich die Ertragsfläche Weinanbau fast verdoppelt, von 32.608 Ha auf heute 62.583 Ha. An solchen Hängen versickert der Niederschlag nicht, sondern stürzt schlagartig ins Tal hinab! 14 % der Oberflächen in R-P sind versiegelt, was weit über Bundesdurchschnitt ist! Seit mindestens dem Jahr 2000 werden die Abwasser Systeme nach Brauch und Regenwasser getrennt, und der Qureschnitt der Abwasserrohre deutlich verringert.“ Es ist wie bei allem in diesem Shithole-Country, die Verantwortung wird abgewälzt. Hier jetzt vom Obersten Katastrophenschützer und den zuständigen regionalen Behörden auf die Bewohner vor… Mehr

gratichy
5 Tage her

„Zeit zu Zeit aber könnte es therapeutisch wirksam sein, sich ein paar Als-ob-Fragen zu stellen.“ Das ist der springende Punkt, Herr Wegner. Keiner, oder jedenfalls nach meinem Eindruck eine große Mehrheit, macht sich mal einen Gedanken darüber, daß sich von heute auf morgen alles ändern könnte. Und da sind solche extrem-Unwetter wie jetzt noch das kleinste Problem, die kommen nämlich sehr selten vor und das entspricht auch meiner Lebenserfahrung und wird übrigens auch von ernsthaften Wissenschaftlern des DWD aktuelle bestätigt (s. auch hier https://www.achgut.com/artikel/hochwasser_katastrophe_tote_und_politische_profiteure ). Hochwasser u. a. ausgelöst durch Starkregen, Schneeschmelze o. a. kam in den letzten 60 Jahren… Mehr

Gerhard Doering
5 Tage her

Ich sprach mit einem Reisenden und wunderte mich über seine merkwürdigen Ansichten.Immer wieder betonte dieser das es wichtig sei alles zu regeln.Deshalb hatte er sein Haus bereits verkauft.Statt Weltreise machte dieser nur eine Kurzreise,er schien sichtlich froh alles geregelt zu haben.Ich dachte der spinnt doch. Beiläufig fragte ich nach seinem Alter.45 Jahre und unheilbar erkrankt.Operation erfolglos gewesen.Dann sah ich ihn in einem anderen Licht und kann mir nicht erklären wie er so gefasst sein konnte.Sowas erlebte ich bereits einmal vor 4 Jahre in Marokko.Ein junger Deutscher fuhr ohne Ziel soweit er es schaffte,unheilbar krank und von seiner Freundin verlassen,um unterwegs… Mehr

Schweigender Gast
5 Tage her

Im Essay »Sahne und Plünderungen« vom 13.07.21 wurden Kuchen mit Sahne essende Deutsche Plünderern in Südafrika gegenübergestellt und eine Mitschuld der Kuchenesser suggeriert, die sich gefälligst in Demut und Reue üben sollten.
Heute sollen die Kuchen mit Sahne essenden Deutschen angesichts der Flutkatastrophe schon wieder Demut und Reue empfinden.
Wären solche „Essays“ nicht auch mal etwas für südafrikanische Medien oder für andere Länder mit Naturkatastrophen? Der Dank der Bevölkerungen wäre dem Autor sicher.