Die Corona-Babys sind da

Lockdowns sorgen für Babys. Jeweils neun Monate nach dem staatlich verordneten Einsperren gingen die Geburtenzahlen nach oben. Wobei die Eltern immer älter werden.

IMAGO/Westend61

Hunde? Ja. Das war bekannt. Dass sich die Menschen in den Lockdowns Haustiere zugelegt haben. Auch wenn einige davon wieder in Tierheimen gelandet sind. Doch manche scheinen weiter gegangen zu sein, um die staatlich verordnete Einsamkeit zu überwinden: 795.492 Babys sind laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr in Deutschland zur Welt gekommen – 22.000 mehr als im Jahr davor.

Besonders hoch waren die Geburtenquoten demnach im ersten und letzten Quartal des Jahres 2021. Also jeweils neun Monate nach dem ersten und nach dem Beginn des vierwöchigen Lockdowns, der dann acht Monate dauerte. Das Statistische Bundesamt führt den Anstieg der Geburtenzahl denn auch auf die Pandemie zurück – sowie auf die stabile Lage am Arbeitsmarkt.

Die Geburtenziffer ist auf 1,58 Kinder pro Frau gestiegen. Wobei der Wert bei ausländischen Frauen mit 2,01 Kindern je Frau stabil geblieben sei, wie das Statistische Bundesamt erklärt. Es seien deutsche Frauen gewesen, die sich in der Pandemie vermehrt vermehrt haben. Wobei deutsche Frauen im Schnitt schon 30,5 Jahre alt sind, wenn sie ihr erstes Kind bekommen. Väter dürfen demnach mit 33,3 Jahren zum ersten Mal die eigene Nachkommenschaft auf den Arm nehmen. In den nächsten sieben Jahren rechnet das Amt mit einem weiteren leichten Anstieg der Geburtenrate auf 1,6 Kinder je Frau. Auch das führt das Amt auf die gestiegene Bereitschaft zurück, noch nach dem 30. Geburtstag ein Kind zur Welt zu bringen.

Am stärksten gestiegen ist die Geburtenziffer in den westlichen, wohlhabenden Bundesländern: Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Sogar zurückgegangen ist sie in Thüringen und Sachsen. Stabil die höchste Geburtenziffer hat Niedersachsen mit 1,66 Kindern je Frau – in Berlin sind es hingegen nur 1,39 Kinder je Frau.

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Kommentare ( 36 )

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Cubus
14 Tage her

Die Geburtenrate im ersten Halbjahr 2022 sinkt gegenüber dem Vorjahr deutlich. Weltweit gehen die Geburten zurück. Die Abnahme der Geburten korreliert mit der Anzahl der Impfungen.
 “Wir haben so etwas noch nie gesehen, dass der Tiefpunkt in einem einzigen Quartal erreicht wird”, sagte Gunnar Andersson, Professor für Demografie an der Universität Stockholm, gegenüber der schwedischen Tageszeitung.
https://www.dn.se/sverige/barnafodandet-minskar-drastiskt-i-ar/

Last edited 14 Tage her by Cubus
Kassandra
14 Tage her

Inwieweit werden in unseren Statistiken eigentlich Kinder, die in Fremdländern geboren werden, schon mitgezählt?
Denn mit Vorlage der Geburtsurkunde soll ja dann auch Kindergeld fließen – auch, wenn die Kinder niemals einen Schritt ins Land setzen.
Scholz sprach heute im Angesicht der Turbine auch davon, dass an solche jetzt ein Zusatzkindergeld in Höhe von Euro 100 wegen der Energiekosten ausgezahlt werden würde. Und an die Sozialhilfeempfänger flössen gleich Euro 200 zudem.
Wissen sie bei uns eigentlich wirklich, wer sich wo aufhält, der von uns weltweit alimentiert wird?

Last edited 14 Tage her by Kassandra
AnSi
14 Tage her

Das waren doch keine Bio-Deutschen Frauen! Mit Sicherheit nicht. Glaube nur der Statistik, …
Zudem bin ich der Meinung, wer etwas Verstand hat, bringt gerade in diesen Zeiten KEIN Kind ungeplant auf den Weg! Zumindest nicht in Futschland. Die (deutschen) Kinder können einem ja nur noch leid tun!

BefreierDerEnterbten
14 Tage her

Die Mütter und Väter waren bei der Zeugung noch weitgehend ungeimpft. 2022 gibt es dafür einen signifikanten Gebiurtenrückgang.
https://www.achgut.com/artikel/ist_dies_der_beginn_der_eigentlichen_katastrophe

nomsm
14 Tage her

Der Zuwachs geht auf sinkende Abtreibungen zurück. Sonst nichts. Ansonsten gibt es in 2022 einen massiven Einbruch an Geburten. Den erklärt das Destatis jetzt wie?

thinkSelf
14 Tage her

Die Steigerung der Fertilitatsrate hat nicht das Geringste mit der Bereitschaft zu Kindern in höherem Alter zu tun, sondern ausschließlich mit der gestiegenen Zuwanderung aus kinderaffinen Kulturen. Um das festzustellen reicht ein einfacher Blick in die Daten des statistischen Bundesamtes. So stellen Ausländer mit festem Wohnsitz in Deutschland bereits ein Viertel der Geburten. Und das sind keine US Amerikaner, Polen oder Italiener (die haben auch sehr niedrige Fertilitatsraten). Wobei die eingebürgerten Zuwanderer nicht getrennt erfasst werden, allerdings die Rate ebenfalls eher anheben dürften. Ich z.B. kenne keine türkischstämmige Familie (und das sind einige) die keine zwei Kinder haben (fünf ist… Mehr

Turnvater
14 Tage her

Wie schaut denn die aktuelle Entwicklung aus? Ist denn nun etwas an einem Rückgang der Geburten 2022 dran, oder nicht?

Liegt dieser Rückgang an der „Sonderkonjunktur“ 2021, und bewegt sich somit alles wieder auf dem bisherigen Niveau, oder nicht?

Ohne eine derartige Analyse ist der Artikel unbrauchbar.

Freige Richter
14 Tage her

Ich frage mich immer, wer alles unter die Rubrik „Deutsche“ fällt.

Kassandra
14 Tage her
Antworten an  Freige Richter

An den Namen müsste man es erkennen können.
Aber ob sie uns eine solche Statistik zeigen würden?
Arbeitslose Eingereiste mit Anspruch auf Sozialleistungen haben ja quasi das ganze Jahr „Corona“.

Last edited 14 Tage her by Kassandra
Grumpler
14 Tage her

Rückschluß: Corona-Lockdown wieder einführen und durchhalten bis die Geburtenrate die magische Zahl von 2,1 überschreitet? Oder geht’s auch ohne? 😉

Farbauti
14 Tage her

Da wir nicht wissen wieviel Menschen in Deutschland leben, sind Zahlen nur noch Schall und Rauch. Wer sagt uns denn verlässlich die Geburtenrate der neu Hinzugekommenen, wenn diese gar nicht gezählt sind? Was sind das für deutsche Frauen, die jetzt Mutter geworden sind, Biodeutsche oder Passdeutsche? Fragen über Fragen.

Last edited 14 Tage her by Farbauti