Europa zwischen den Großmächten: Von rationaler Geopolitik keine Spur

Die EU-Machtelite, trunken von eigenen Erzählungen, lebt in einer Traumwelt, in der sie mächtige Herrscher eines noch mächtigeren Reiches sind. Was wäre nun, würde die EU von Personen geführt, die zu rationalen Analysen – und daraus folgend – zu rationalen Entscheidungen fähig wären?

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Am Ende des 19. und Beginn des 20.Jahrhunderts sah sich das British Empire einer gewaltigen Herausforderung gegenüber. Ihre einstige Kolonie, die jetzigen Vereinigten Staaten von Amerika, waren dabei, sie als Großmacht nicht nur einzuholen, sondern zu überflügeln.

1850 waren die Bevölkerungszahlen des Vereinten Königreichs und der USA etwa gleich hoch. Doch schon 1900 gab es bereits zweimal so viele Amerikaner als Briten. 1870 war die amerikanische Wirtschaft erstmals größer als die britische und 1914 doppelt so groß. 1880 hatte das UK einen Anteil von 23 Prozent am Welt-Bruttosozialprodukt. 1914 war der britische Anteil auf 13 Prozent gefallen. Der amerikanische war auf 32 Prozent angewachsen.

Auch militärisch war das British Empire dabei, seine Vormachtstellung einzubüßen. Der Two-Power Standard, die Doktrin, dass die britische Navy immer über mindestens genau soviel Kriegsschiffe verfügen sollte, wie ihre beiden wichtigsten Konkurrenten, war nicht länger aufrecht zu erhalten. Der erste Lord der Admiralität, der Earl of Selborne, drückte das damals so aus: “Wenn die Amerikaner sich dafür entscheiden würden, das zu kaufen, was sich problemlos leisten können, könnten sie eine Armada aufbauen, die unserer zunächst ebenbürtig wäre, bald aber größer und mächtiger als unsere wäre”.

Zu dieser Zeit bestimmte die britische Admiralität die Politik des Vereinigten Königreichs. 1904 sagte deren höchster Offizier der Marine, der First Sea Lord Jacky Fisher, seinen zivilen Vorgesetzten, was diese zu tun hätten. “Versuchen Sie diesen Krieg unter allen Umständen zu vermeiden. Denn unter keinen, wie auch immer gearteten, Umständen könnten wir einer umfassenden und für uns erniedrigenden Niederlage durch die Amerikaner entgehen. Wenn ich es irgendwie vermeiden kann, würde ich niemals einen Händel mit den Amerikanern beginnen”.

Leider sind die Deutschen diesem Beispiel rationaler Abwägung von Möglichem und ideologischen Wünschen zehn Jahre später nicht gefolgt. Der Drang, selbst Großmacht zu werden, war zu übermächtig und liess nüchterne Überlegungen nicht mehr zu. Nichts drückt die damalig Stimmung besser aus, als der Satz des späteren Reichskanzlers Bernhard von Bülow: „Wir wollen niemand in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne.“ Ein banaler Satz mit verheerenden Folgen, den man aber dem heutigen Friedrich durchaus auch zutrauen könnte.

Die Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches, mit dem britischen Empire gleichzuziehen, ließ sich die deutsche Politik sehr viel kosten. Allein die Flotte, die der britischen ebenbürtig sein sollte, verschlang Unsummen. Letztendlich versenkte man sie dann, fast unbenutzt, in Scapa Flow selbst. Aber die Deutschen, immer leicht für ideologische Luftschlösser zu begeistern, zahlten mit Freude und verloren fast alles. Was sie aber nicht hinderte, kurz darauf in einem noch größerem ideologischen Wahn mit den USA gleichziehen zu wollen. Folgen und Kosten waren dann auch noch einmal sehr viel katastrophaler.

Nun gibt es neben den Großmächten natürlich immer Mittelmächte und kleinere Länder, die entweder versuchen, neutral zu bleiben, geschickt zwischen den Großen hin und her manövrieren oder sich gleich unter die Fittiche eines Großen begeben.

Die heutigen Großmächte sind ohne Zweifel die USA und das in Rekordgeschwindigkeit (wieder) zur Großmacht aufgestiegene und die USA herausfordernde China. Eine durchaus ähnliche Situation wie damals zwischen dem Vereinigten Königreich und den USA. Wer aber sind die Mittelmächte? Bei einer rationalen Bewertung ist das natürlich Russland. Atommacht, groß, und – auch wenn manchem das nicht gefallen wird – politisch stabil und im Besitz großer Mengen an Rohstoffen und Energie. Aber eben weder wirtschaftlich noch militärisch auf der Höhe der USA und Chinas.

Wie sieht es nun aber mit den EU-Ländern, bzw. der sich von demokratisch nicht legitimierten Personen geführten, sich in deren Selbstverständnis aber schon als Staat gebärenden, EU aus? Militärisch sind die einzelnen Länder und noch mehr die EU als Ganzes unbedeutend. Politisch ebenfalls. Und wirtschaftlich wird die EU immer schwächer – selbstverschuldet durch immer stärker strangulierende Regulierung und durch die selbst herbeigeführte Zerstörung der einzigen Technologie und damit verbundenen Industrie, in der Europa führend war: dem Verbrennungsmotor, speziell dem Dieselmotor. Bei den Zukunftstechnologien spielen die EU und deren Länder längst keine bedeutende Rolle mehr. Der Anteil der EU am Welt-Bruttosozialprodukt sank laut Statista von 27,4 % 1980 auf heute 13,99 %.

Selbst die zwei Atommächte England und Frankreich haben weder militärisches, noch wirtschaftliches, noch politisches Gewicht. Beide können bereits die Sicherheit in ihrem Lande nur noch eingeschränkt aufrecht erhalten. Mittelfristig werden sie wegen ihrer kulturellen Bevölkerungsentwicklung von den USA sogar eher als Problemfall, wenn nicht sogar als Bedrohung wahrgenommen.

Graham Allison hat die drei Faktoren, die die Stärke und damit die Bedeutung von Ländern bestimmen, in seinem Buch “Destined for War” definiert:
“Die Wirtschaftsleistung bildet die Grundlage der nationalen Macht. Kompetente Regierungsführung ermöglicht die Mobilisierung von Ressourcen für nationale Zwecke. Und der nationale Elan befördert beides. Mit der Zeit haben Nationen mit einer stärkeren Wirtschaft, kompetenteren Regierungen und einheitlicher nationaler Unterstützung einen größeren Einfluss auf die Entscheidungen und Handlungen anderer”.

Das erklärt, warum die EU als Ganzes sowie ihre größten Länder, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien, weder stark sind, und noch weniger als stark wahrgenommen werden. Für das UK trifft das genauso zu.

Soll strategisches Denken erfolgreich sein, ist eine nüchterne, emotionslose Analyse Grundvoraussetzung. Wer neue strukturelle Realitäten erkennen will, muss bereit sein, nicht nur radikale und ausgesprochen unbequeme Fragen zu stellen, sondern auch radikale und unbequeme Antworten auf diese Fragen zu bekommen.

Lässt man nun emotionale und moralische Kriterien bei der Beurteilung der Handlungsoptionen beseite, bieten sich der EU, die ja noch nicht einmal eine Mittelmacht ist, nur zwei Möglichkeiten. Verbleib bei und Intensivierung der Beziehung zu den USA oder Hinwendung zu China. Wobei die zweite Option nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt, rational zu nenne wäre.

Also bleiben nur die USA. Dann sollte man sich aber von Seiten der EU-Führer davon verabschieden, sich als gleichberechtigt mit den USA zu sehen. Weder die EU, noch die einzelnen Länder sind auf der gleichen Höhe mit den USA. Sie sind es weder wirtschaftlich noch politisch. Militärisch schon gar nicht. Sein Handeln sollte man realistischerweise daran orientieren.

Ein Teil der Strategie Chinas auf dem Weg zur Großmacht ist es, die Nachbarländer, aber auch wichtige andere Länder zunächst in den eigenen wirtschaftlichen Einflussbereich einzugliedern. Chinas Macht wächst durch seinen Einfluss auf die Wirtschaft anderer Länder. Russland in seiner Einflusszone zu haben, ist für China, bedenkt man die Größe, die militärische Stärke und seine Möglichkeiten als Rohstoff- und Energielieferant, ein bedeutender Machtzuwachs. Für die USA ist es eine deutliche Schwächung.

Von dieser Seite aus betrachtet, ist der Versuch Donald Trumps, Russland wieder einzubeziehen (G8), strategisch nicht nur nachvollziehbar, sondern die einzig richtige Option. Die EU und die Mehrheit der EU-Länder sowie auch das Vereinigte Königreich verfolgen im Moment aber, getrieben von Emotionalität und moralischen Impetus, die genau gegenteilige Politik. Sie treiben Russland in die chinesische Einflusszone.

Noch bezieht China etwa zwei Drittel seines Öls über maritime, von den Amerikanern kontrollierte Routen. Russland und China bauen aber seit 2019 ihre Energiepartnerschaft durch große Pipelines aus. Insbesondere durch die bereits bestehende Power of Siberia 1 und die geplante Power of Siberia 2, um russische Gasexporte nach China zu steigern und Russlands Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern. Ergänzend gibt es die Ostsibirien-Pazifik-Pipeline (ESPO), die russisches Erdöl in die Pazifikregion exportiert.

Nüchtern betrachtet kann das für den atlantischen Raum kein Vorteil sein.

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Kommentare ( 99 )

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giesemann
1 Monat her

Mit Russland und China gibt es immer noch ein Problemchen: Die sind marxistisch-leninistisch-maoistisch mal versaut worden, durch den Westimport des Bockmistes, des Murxes; mir scheint, so ganz können die immer noch nicht davon lassen – ist denn doch zu peinlich. Zumindest nicht, solange der Lenin immer noch einbalsamiert in seiner Gruft grinsen kann und *Mao das chinesische Volk grüßt. Und der olle Marx als Geschenk Chinas in Trier: Die Karl-Marx-Statue ist ein Denkmal auf dem Simeonstiftplatz in Trier. Sie wurde am 5. Mai 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx in seiner Geburtsstadt enthüllt. Das Werk des Bildhauers Wu Weishan ist ein Geschenk der Volksrepublik China. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Marx-Statue_(Trier) – und der… Mehr

Erfurter
1 Monat her

Fast zutreffende Lagebeurteilung. Was Trump betrifft, hat er eine revolutionäre Änderung der amerikanischen Geopolitik eingeleitet, weg vom unrealistisch gewordenen 1Welt – Machtanspruch, hin zur Konsolidierung der USA. Deswegen das Zugehen auf Russland. Das notgedrungene Verketten Russlands mit China ist nicht im amerikanischen Interesse, im deutschen schon gar nicht. Warum also nicht ein europäisch – russisches Konglomerat anstreben? Die Russen sind uns im Gegensatz zu den Chinesen kulturell verwandt, sind 150 Millionen, Europa 500 Millionen. Wo ist das Problem? Das Problem ist, daß Trump zwar eine Mehrheit der Wähler hinter sich hat, aber eine Mehrheit des Establishment gegen sich. Das erklärt… Mehr

giesemann
1 Monat her
Antworten an  Erfurter

Warum also nicht ein europäisch – russisches Konglomerat anstreben? You are walking down the right way. Solange „sie“ – wer ist das? – uns an die Russen „verraten“, ist das immer noch besser als an die Moslems. Schließlich sind die Russen Europäer. Wenn auch etwas wild und ungehobelt. Das liegt an der russischen ландша́фт, sprich „Landschaft“, kyrillisch geschrieben. Die Russen müssten allerdings ihre Herrscherallüren sein lassen, sooo attraktiv sind sie nu‘ auch wieder nicht, oder? Von den Chinesen redet kein Mensch, die sind zum Glück weit weg. Aber „Neue Seidenstraße“ gerne, mit Endstation Duisburger Binnenhafen, dem größten Europas. Und DE… Mehr

Bubi1111
1 Monat her
Antworten an  Erfurter

Die Mehrheit des Establishments… und die ist die mächtigste.. weswegen der Friedrich keine Hemmungen hat und unter diesem Aspekt seine ungeschickte Art zu bewerten ist!

GermanMichel
1 Monat her

Im „Gallischen Anzeiger“ anno 25 n.Chr.: „rationale Geopolitik unserer Statthalter nicht zu erkennen!“

Dazu der Kommentar von Fischhändler Verleihnix: „wir sind eine eroberte und unterworfene Provinz des römischen Reiches. Unsere Politiker mögen Gallier sein, aber sie vertreten die Interessen des Imperiums, nicht Galliens. Wer einen Sinn in den Handlungen unser Politiker erkennen will, muss diese aus der Sicht römischer – nicht gallischer – Geopolitik beurteilen.“

Last edited 1 Monat her by GermanMichel
Jatoh
1 Monat her

Die Einbeziehung Russlands durch die USA ist die Gewähr dafür, dass Europa kein Kriegsschauplatz (mehr) wird.
Begreift das mal einer?

Thomas
1 Monat her
Antworten an  Jatoh

Röper vom Anti Spiegel schreibt das 57% der Deutschen der westlichen (Dauer) Propaganda glauben vom unprovozierten Überfall „Putins“ auf die Ukraine ohne jede Vorgeschichte des Konflikts.
Nach „Corona“ habe ich keine Illusionen mehr.
24/7 Propaganda wirkt.

Fragen hilft
1 Monat her
Antworten an  Thomas

Stimme Ihnen zu, und doch hat es gerade jetzt eben folgendes gegeben:

  1. Das russische Geld wurde nicht gestohlen
  2. v.d.Leyen wurde die Südamerika- Show gestoppt
  3. Der Guardian hat die BBC-Verleumdung gegen Trump bezüglich Sturm auf das weiße Haus aufgedeckt. Trump-Klage ist eingereicht
  4. Die Ukraineverhandlungen laufen weiter. wenn auch hoppelnd.

Für die anderen 43 % bedanke ich mich abends bei einer höheren Macht.

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  Jatoh

Falsch.
Die USA machen das gleiche mit Europa was sie ab 2014 mit Ukraine gemacht haben:
– Zeit gewinnen
– aufrüsten
– im Auftrag und im Interesse der USA gegen Russland hetzen
– irgendeinen Vorwand suchen dass Russland die Kriegsschuld hat

giesemann
1 Monat her
Antworten an  GermanMichel

Zu Ihrem USA-Wahn: Deutsche sind wichtigste ethnische Gruppe in USA – Zahl wächst – WELT – kommen Sie mal raus aus Ihrer Rille in der Platte.

giesemann
1 Monat her
Antworten an  Jatoh

Absolut richtig – wenn Russland seine Herrscherallüren sein lässt. Das denn nun auch wieder nicht. Ansonsten: Es gibt keine gute Zukunft für Europa ohne Russland. Und umgekehrt.


RauerMan
1 Monat her

Wie schon so oft betont, war und ist es verkehrt die Brücken nach zu zerstören. Nach WK II hatte man dies trotz aller ideologischer Unterschiede begriffen und umgesetzt. Ist die jetzige Regierung das zu verinnerlichen zu schlicht ? Die Leidtragenden sind nicht die von dieser Regierung gepämperten Menschen und Organisationen, wie zB die Kirchen. Dazu kommt, daß die Vernachlässigten dann wieder als Erste aufgefordert sind, die gemachten Fehler wieder zu korrigieren, wobei sie wieder die Dummen gegenüber Parteien, Organisationen (NGO`s) deren Führer und deren Zöglingen sind. Hier zeigt sich, daß auch die Demokratie nicht in der Lage ist, die Interessen… Mehr

RauerMan
1 Monat her
Antworten an  RauerMan

Ergänzung zu RauerMan
…nach RU zu zerstören
…daß auch unsere Demokratie nicht in der Lage ist…

Gunter Zimmermann
1 Monat her

Die einzig vernünftige Option für die Zukunft ist, dass die europäischen Staaten zunächst einmal ihre bekannten wirtschaftspolitischen Blockaden abbauen. Danach ist aber nicht einzusehen, warum ein politisch und wirtschaftlich geeintes Europa mit einem schätzungsweise zwölfmal größeren BIP als Russland sich irgendwie von diesem rückständigen Imperium beeindrucken lassen sollte (das übrigens gerade in der Ukraine seine militärische Schwäche vor aller Welt dokumentiert). Man kann sich dann auch überlegen, ob man unbedingt weiter mit den USA kooperieren will, die mindestens zur Zeit auch kein überzeugendes Bild abgeben. Was in Europa derzeit fehlt, ist politischer Wille, alles andere ist vorhanden.

RauerMan
1 Monat her
Antworten an  Gunter Zimmermann

D und die EU, deren politisch Verantwortlichen, hatten/haben keine gepolitische Weitsicht, in eigenen Ländern, jedenfalls einigen großen Ländern. Das ist ein seit mindestens Merkel offenbartes Problem, wer es sehen wollte hatte es gesehen. Putin hat dies gesehen und ausgenutzt. Übersehen hatte er, daß die Ukrainer so großen Widerstand zu leisten, in der Lage sind und seine Armeen schlecht aussehen lassen. RU wird trotzdem obsiegen, die vielen Toten spielen offenbar keine Rolle. Die US-Amerikaner unter Trump machen auch große Fehler, geopolitisch wissen sie aber, daß ein weiter so, mit entrückten EU-Europäern, dem Westen nur schaden kann, vielleicht seinen Untergang herbeiführt. Sie… Mehr

Metric
1 Monat her

Der Artikel macht leider den verbreiteten Fehler (besonders auch bei TE), etwas mit Dummheit und Unfähigkeit zu erklären, was schlüssiger mit Absicht erklärt werden kann. Die europäischen Länder werden von ihren Politikern auf eine rein dienende Rolle für die US-Oligarchie ausgerichtet. Teilweise machen sie das aus Überzeugung (wie die einer US-Südstaatendynastie entstammende vdL), teilweise nutzt man ihre persönlichen bzw. nationaltypischen Defizite. Bei deutschen Politikern muss man ihren Masochismus bedienen, die italienischen sind käuflich, den britischen muss man die Illusion lassen, das ganz große Rad mitdrehen zu dürfen, bei polnischen ihren aggressiven Nationalismus ansprechen usw. usf. Etwas schwieriger sind die französischen,… Mehr

Raul Gutmann
1 Monat her
Antworten an  Metric

Sehr geehrter Herr „Metric“, danke für Ihre interessante Charakterisierung der europäisch-nationalen Befindlichkeiten.
Hochachtungsvoll

Thomas
1 Monat her
Antworten an  Metric

Ich glaube gerade findet ein Krieg statt den keiner von uns begreift.
Wir sehen nur das wenige Sichtbare aber das meiste findet im Verborgenen statt.
Ein geheimer Weltkrieg um die zukünftige Welt Ordnung.
Trump steht dabei in vorderster Linie und im Dauerfeuer.
Obsiegt er werden wir eine neue Welt sehen, die mE langfristig besser sein wird für die normalen Menschen.
https://www.youtube.com/watch?v=ILNfhtIOSHY

Nibelung
1 Monat her
Antworten an  Thomas

Viele begreifen bestens die Weltlage, was aber nicht zu begreifen ist, wie wir uns ständig selbst in Schwierigkeiten bringen und nicht ausgewogen handeln können, warum auch immer und vor 81 Jahren hat uns der Ami von den braunen Gaunern befreit und nun ist er dabei die Roten mit Anhang abzuwürgen, weil mit Sozialisten kein Staat mehr zu machen ist und das dürfte eines unserer Hauptprobleme sein.

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  Nibelung

Gehirnwäsche wirkt!
Der Ami benutzt dabei Waschmittel besonderer Wäschekraft anscheinend…

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  Thomas

Wir sehen einen „Film“, dessen Drehbuch bereits vor 30 Jahren veröffentlicht wurde: „The Grand Chessboard“.

Keine ganz einfache Lektüre, aber mehr braucht es nicht um den aktuellen und die künftigen Kriege zu verstehen (die alle das gleiche Ziel haben werden).

BKF
1 Monat her
Antworten an  GermanMichel

The Grand Chessboard ist auch nur eine aktualisierte Version der ehemals Britischen Kolonie für das Great Game der Briten.

Bubi1111
1 Monat her
Antworten an  Thomas

Habe gerade dieses Gespräch über Geopolitik angesehen, gehört.Dank youtubes übersetzte Untertitel geht dies recht gut.. Das große Schachspiel ist die Folge des Undenkbaren Unthinkable…. und reicht bis vor 1900 …… dand WK1 und WK 2 usw…. überall puppets on the string… Vielen Dank für diesen Hinweis, – auf Grund von Vorwissen ergibt das Puzzle ein erkennbares Bild!

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  Metric

Leider muss man da dem TE Kommentarbereich einiges an „Dummheit und Unfähigkeit“ unterstellen, denn es gibt keine Lernprozesse.

Verschiedene Kommentatoren erklären gelegentlich recht schlüssig dass europäische Politiker erfolgreich Politik für die USA und gegen Europa machen (also Kandidaten für diese Marktplatz Show sind: https://www.britannica.com/topic/drawing-and-quartering).

Es hilft aber nichts. Da wird trotzdem weiter unverzagt über die „dummen und naiven Versager“ der nationalen Politik hergezogen, als ob es in unserer Zeit so etwas wie Imperium und Vasallenstaat gar nicht geben würde.

RandolfderZweite
1 Monat her

Die nächsten Fettnäpfchen warten schon: China vs Taiwan und USA vs Venezuela, wobei Letzteres kaum Auswirkungen haben wird! Europa wird auch hier in der Positionierung ein schlechtes Bild abgeben! Was die USA im Kern ausmacht, sind eigentlich die alten „gescheiterten“ Europäer, die sich als Auswanderer einen ganzen Kontinent erobert haben! Man mag die Art und Weise anprangern (Umgang mit den Indigenen und dem verlagerten Krieg zwischen Engländern, Franzosen und Spaniern), aber das Wichtigste haben sie im Gegensatz zu Europa geschafft, das „United nach Außen“! Jeder weiß, dass das Glänzende nicht immer Gold ist, aber der Glaube an Aufstieg und Wohlstand… Mehr

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  RandolfderZweite

Was genau hat der Ami in Taiwan zu suchen? Warum verlegt er die lebenswichtige Chip Produktion auf diese offensichtlich chinesische Insel, wenn nicht um einen Weltkrieg gegen China wegen dieser Insel direkt vor China damit zu rechtfertigen dass vitale US Interessen betroffen sind?

Peter Pascht
1 Monat her

Die de facto existierende „EU“ muss sterben, damit Europa nicht stirbt. Damit Europa weiterleben kann in seiner mehrtausend jährigen Geschichte – denn Europa ist unsere Heimat und wir haben nur diese eine Heimat. Wir brauchen eine „Neuschöpfung“ Europas zu einem „Bund souveräner europäischer Nationen“ (auch AfD Forderung) Die de facto EU ist ein staatsanaloges verfassunswidriges Fiktivum ohne demokratische Legitimierung, die sich verfassungswidrig zu einem Staatsanalogum ausbauen will, unter Missbrauch der Demokratie, mit pseudodemokratischen Wahlen und Strukturen. um so den verfassungsmäßigen nationalen Rechtstaat abzuschaffen. „Wir müssen intolerant gegen all jene sein, welche die Demokratie missbrauchen wollen, um sie abzuschaffen“ – Zitat:… Mehr

ThomasP1965
1 Monat her

Der Autor hat offensichtlich keine Ahnung von Technologie. So ist Europa – Deutschland – in vielen Bereichen noch führend. Z.B. werden die Halbleiter mit Maschinen von ASML produziert, in der Optik sind deutsche Firmen führend, in Nano-Technologie, ERP Systeme, Spezialchemie, … you name it.
Es ist Blödsinn den Verbrenner & Diesel als einzige Technologie von Relevanz zu nennen. Europa ist stark im Mittelstand, in den Lieferketten. Was wir eher nicht haben sind die großen Zusammenlöter wie Apple, Nvidia, die nun wieder ohne die europäischen Firmen kaum funktionieren würden.

RandolfderZweite
1 Monat her
Antworten an  ThomasP1965

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie viele Technologien in und aus Deutschland kommen, aber der richtige Umsatz/Wohlstand wird und wurde nunmal mit dem „Auto“ und dem von Ihnen genannten Maschinenbau generiert! Mit jedem Tag an dem die Klimareligion in Europa regiert, verschwindet ein Stück Freiheit! Gerade ihre genannte „Spezialchemie“ wird es schwer haben, denn der vorprogrammierte Niegergang der Petrochemie (Verbrenner-Aus!) wird einen Zukauf wichtiger Ausgangsstoffe erforderlich machen – die Abhängigkeit von der Petrochemie wird oftmals unterschätzt, eine Produktion ohne die „Abfallstoffe“ Benzin und Diesel wird diesen Zweig unrentabel machen und auch die Pharmaindustrie und den Maschinenbau hart treffen, siehe Grundstoffe und… Mehr

Thomas
1 Monat her
Antworten an  RandolfderZweite

Das erste selbstfahrende Auto kam 1994 von der TU München.
Das Geschäft überlassen die Deutschen immer anderen.
Mit Kuka haben die Chinesen wertvolle Patente in Robotik für Peanuts gekauft. Usw. usf.
Wie alles andere kann das keine Dummheit sein, sondern ist geplante Sabotage.

GermanMichel
1 Monat her
Antworten an  RandolfderZweite

Klimareligion ist nichts anderes als Industriesabotage im Auftrag der USA.

Deutschland ist de facto im Krieg mit den USA, nur stehen diejenigen due sich wehren müssten auf der Lohnliste der USA.

Alexis de Tocqueville
1 Monat her
Antworten an  ThomasP1965

Der starke Mittelstand stirbt hier gerade aus oder nimmt die Beine in die Hand. Chemie und Maschinenbau brechen fast ebenso schnell weg wie die Autoindustrie, Schwerindustrie noch schneller. Und wir sind sehr wohl abgehängt, in KI, in Quantencomputing, in Weltraumtechnologie und Nukleartechnologie. Ja, wir haben ASML, und was noch?