Erdogan öffnet dem Hamas-Terrorismus die Welt

Hochrangige Hamas-Mitglieder erhalten die türkische Staatsangehörigkeit, teilweise mit Decknamen. Der türkische Präsident Erdogan macht das Nato-Land damit selbst zum aktiven Unterstützer des antiisraelischen Terror-Kampfes.

imago images / Depo Photos
Recep Tayyip Erdogan zeigt den Rabia-Gruß

„Das sind keine Fußsoldaten, sondern die ranghöchsten Hamas-Funktionäre außerhalb des Gazastreifens“, sagt die Quelle der Britischen Zeitung The Telegraph, die berichtete, dass Hamas-Funktionäre in der Türkei die Staatsbürgerschaft erhalten. 

Dem Telegraph lagen türkische Ausweispapiere vor, die zeigten, dass mindestens eins von zwölf hochrangigen Hamas-Mitgliedern, die türkische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Einer hochrangigen Quelle nach erhielten sieben dieser zwölf Hamas-Mitglieder die türkische Staatsbürgerschaft und Pässe. Die übrigen fünf würden sie ebenfalls bekommen. Einige davon würden nun unter einem türkischen Decknamen leben. Die islamistische Terrororganisation Hamas hat das Ziel, den jüdischen Staat Israel auszulöschen.

Türöffnung für Anschläge auf Israelis und Juden weltweit

Erdogan weitet damit gezielt seine Antiisrael-Politik aus und wird selbst zu einem Akteur der Hamas-Terroristen. Als er die Hagia-Sophia zurück in eine Moschee umwandelte, versprach er, die al-Aqsa-Moschee im Rahmen eines panislamischen Erwachens „zu befreien“. Damit versprach er nicht nur den Tempelberg von jüdischen Gläubigen „zu befreien“, sondern spielte auf eine „Befreiung“ von ganz Israel an.

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Durch solche Staatsbürgerschaften unterstützt Erdogan als Präsident der Türkei aktiv die Planung von Terroroperationen sowohl auf türkischem als auch auf jeglichem Boden der Welt. Denn durch neue türkische Pässe und türkische Decknamen können die ranghohen Hamas-Mitglieder unbemerkt reisen und von anderen Ländern aus ihre Terroranschläge organisieren. Hierdurch öffnen Erdogan und seine Regierungspartei AKP den Terroristen die Tür: Einerseits um Angriffe von türkischem und anderem Boden aus zu organisieren; andererseits um Anschläge gegen israelische und jüdische Bürger in aller Welt zu planen und auszuführen.

Erdogan bewegt die Türkei auf terroristisches Niveau

Diese Öffnung seitens der Erdogan Regierung hat Methode. Denn diese Tür für einen expandierenden Hamas-Terrorismus steht seit über einem Jahrzehnt halb offen: Die AKP und Präsident Erdogan unterstützen seit Jahren ideell und finanziell die Hamas. Erdogan bezeichnete 2010 die Hamas-Mitglieder als Freiheitskämpfer, die nur ihr Land verteidigen würden. Diese Rhetorik hat sich dramatisch verschärft. Heute will Erdogan die Türkei zum Retter vor der „Tyrannei der Kreuzfahrer“ machen – so wurde die Türkei in regierungsnahen Medien inszeniert. Dies ist eine Rhetorik, die auch vom Islamischen Staat und al-Quaida benutzt wird, und auch von den Attentätern des 11. Septembers 2001. Erdogan bewegt den türkischen Staat immer mehr auf terroristisches Niveau. 2018 rief er vor Huntertausenden zu Gewalt gegen Israel auf: „Der Tyrann kennt kein Recht, der Tyrann kennt keinen Dialog. Die einzige Sprache, die der Tyrann versteht, ist die Gewalt“. 

Finanziell ist die Unterstützung gleichfalls enorm. Unter der Regierung finden zahlreiche NGO-Konferenzen „zur Unterstützung Palästinas“ statt, die laut interner Berichte, 2010 durch Cablegate veröffentlicht, gezielt zur Spendensammlung für die Hamas dienen. Türkisches Territorium dient auch längst als Operationsbasis für die Hamas. Der Hamas-Führer Chaled Maschal ist ein gern gesehener Gast auf AKP-Parteitagen. Und Ismail Haniyya, einer der obersten Hamas-Führer, hält sich sogar derzeit in der Türkei auf – höchstwahrscheinlich trifft er den Präsidenten Erdogan. 

Der terroristische Teppich wurde bereits ausgerollt 

Nicht nur in der Türkei wurde diese Tür seit vielen Jahren geöffnet. Auch auf europäischem Boden fand eine Unterstützung des Terrorismus seitens der türkischen Regierung statt. Der Teppich für die Hamas-Terroristen ist längst ausgerollt und wartet nur auf deren Eintreffen. Die Hamas wurde als ein Zweig der Muslimbruderschaft (MB) gegründet; beide sind durch ihren anwachsenden Israelhass wahrscheinlich enger miteinander verbunden als zuvor. Die MB hat in Europa seit Ende der 50er-Jahren bis heute große Strukturen aus Institutionen, Vereinen und Verbänden aufgebaut, die nun für die Hamas als Operationsbasen genutzt werden könnten.

KOMMENTAR
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Als Vertreter einer fundamentalistischen Religiosität und des Politischen Islams ist Erdogan – wie er durch seinen oft ausgeführten Rabia-Gruß kundtut – Anhänger der MB. Es mag also nicht verwundern, wenn DITIB-Institutionen, die Erdogan unterstehen, ebenso zu Planungs- und Ideologiestätten für die Hamas werden – besonders da immer wieder MB-Akteure in DITIB-Moscheen gesichtet werden. DITIB, MB und Hamas stehen sich ideologisch und mittlerweile dank Erdogan auch institutionell sehr nahe. Viele in Europa lebende Muslime sind längst antisemitisch, antiisraelisch und propalästinensisch ideologisiert worden. Wenn die Hamas in Europa Terroristen sucht, so wird sie es nicht schwer haben, welche zu rekrutieren – ganz zu schweigen von den laut Bundeskriminalamt 350 kürzlich nach Deutschland zurückgekehrten IS-Terroristen.

Die EU hält Erdogan die Tür auf

Der institutionelle Hass gegen Juden und den Staat Israel ist in Europa von Politikern seit Jahrzehnten zugelassen worden. Institutionen, die von islamistischen Bewegungen oder ausländischen Staaten gesteuert sind, wachsen. Der terroristische Teppich wurde also nicht nur von islamistischen Akteuren ausgerollt, sondern auch von europäischen Politikern. Erdogan öffnet zwar den Hamas-Terroristen die Tür, um Anschläge von Europa aus planen zu können – doch das tödliche Spiel wäre für islamistische Terroristen weniger einfach, wenn es eine strikte Politik gegen islamistische Strukturen gegeben hätte und geben würde. Stattdessen führt die EU weiter Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und finanziert mit Millionenbeträgen Tarnorganisationen, die in Wirklichkeit islamistischen Organisationen zugehörig sind.

Erst seit 2019 müssen sich Empfänger von EU-Mitteln verpflichten, Sorge zu tragen, dass kein Geld an terroristische Gruppen fließt. Zuvor wurden die „Märtyrerrenten“ nach Hamas-Anschlägen durch EU-Gelder an die Palästinensische Autonomiebehörde finanziert. Heute könnte das Geld von der EU über das Nato-Mitglied Türkei zu den palästinensischen Terroristen fließen. So oder so, finanziert und unterstützt seit Jahren die EU passiv Terrorismus gegen Israel und Hass gegen Juden. Die Tür, die Erdogan öffnet, hält die EU bereits seit Jahren auf.

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Kommentare ( 43 )

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43 Kommentare auf "Erdogan öffnet dem Hamas-Terrorismus die Welt"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Träume…
Weder diese noch eine künftige deutsche Regierung wird auch nur annähernd daran denken….

Zur Gewaltaffinität der Völker des Nahen Ostens gibt es interessante empirische Befunde aus der sozialbiologischen Forschung (R. Lynn, Race Differences in Psychopathic Personaltiy: An Evolutionary Analysis). Nobelpreisträger Orhan Pamuk hat der permanenten Bürgerkriegsstimmung unter seinen türkischen Landsleuten mit literarischen Mitteln nachgespürt („Schnee“) und wurde dafür prompt mit dem Tode bedroht. Thomas Lehr hat diese auf Mord und Zerstörung geeichte Grundstimmung in der Region in seinem Meisterroman „September. Fata Morgana“ eingefangen. Es bleibt ein Rätsel, warum eine einflussreiche Minderheit möglichst viele dieser schwierigen Menschen nach Deutschland einreisen lassen will. Demnächst auch Hamas-Kämpfer mit türkischen Pass?

die traun sich hier gas nichts.. bei 3 millionen von denen.wenn die wollten und irgendwann wechselt das hier ,könnten die unser kartoffelland in einer nacht in chaos stürzen.. die haben nämlich gegenüber unseren micheln ein arsch in der hose,wenn es gegen einzelne geht..

die türken vor wien wird sich wiederholen,wenn das so weitergeht…die türkei muß aus der nato raus, ein hohn das ganze.. was kommt als nächstes? besetzung von ganz zypern? erdogan macht es wie alle despoten,erst stimmung ausloten,dann handeln bei nur kleinem widerstand,kennen wir von berlin auch..

Die Gaza Flotille nicht zu vergessen. Ist schon so lange her, dass es bald nicht mehr wahr ist, aber spätestens ab da war klar, dass die Türkei raus aus der NATO muss. Wer so etwas zumindest zulässt, sollte gewiss nicht dazugehören. Seitdem ist es ja auch noch schlimmer geworden.

Ich kenne noch Terrorunterstützer.
Khomeini – Anerkannter Asylbewerber in Frankreich
Tamil Tigers , zu Tausenden anerkannt in Deutschland und Europa
Syrische Fundamentalisten aus , zu Tausenden anerkannt in Deutschland und Europa
…..
Europa war und ist der Ruheraum für Terroristen aus aller Welt, hier verkauft man sie uns aber als Demokraten und Freiheitskämpfer. Doch aus dem Ruheraum Europa ist ein Ort der Aktivität geworden, mit eben den Nebenwirkungen die wir aus den Herkunftsländern kennen.

Dem Herrn Erdogan doch bitte nicht böse sein !

Mit der Vergabe von „Türkischen Pässen für Hamas-Terroristen“ entspricht er doch nur dem europäischen -insbesondere dem deutschen Wunsch-, noch mehr „Facharbeiter“ ins Land zu hohen.

…und diese neuen, Einlass begehrenden „Facharbeiter“ (…diesmal sogar „mit Pass“ !), beherrschen ihren Job aus dem Effeff.

Mit der Unterstützung islamistischer Terrorgruppen und dem Kampf gegen Israel befindet sich Erdogan doch voll auf EU-Linie und auf Seiten der deutschen Regierung gegen Amerika. So wird das doch noch etwas mit der EU-Mitgliedschaft.

Eigentlich muss man Erdogan sogar dankbar sein. Ist es doch er und seine islamistischen Kampf und Terrorgrupen, die Forcierung der Einwanderung von fanatischen (die sie im Grunde ja alle sind) Mohamedanern in die Christen Welt welche den Europäischen Supra Staat niemals entstehen lassen wird. Dank islamischen Ideologen wie Erdogan baut sich in allen westlichen Ländern eine Nationale Front auf. Es ist auch keine Überraschung das die Chinesen 1. den Islam im eigenen Land als große Bedrohung sehen 2. den Islam in seinen Ländern als nützliche Idioten (wie es sonst nur die Islamisten selber tun) nutzen 3. den Islam als Feind… Mehr
Wenn er da mal nicht auf das falsche Pferd setzt in seiner nationalen Verblendung, denn mit der Hamas ist doch kein Staat zu machen weil deren Forderungen zwar zum Teil begründet sind, sie aber in völliger Fehleinschätzung völlig falsch schon seit Jahrzehnten an die Sache herangehen. Nun will er sich mit einer Verlierertruppe noch des eigenen Überlebens willen profilieren, während die anderen schlau genug sind um sich mit dem Erzfeind zu arrangieren, nicht aus Liebe, sondern aus der Vernunft heraus und ähnliche Dösbattel sind auch in unserer Regierung vorhanden, die immer noch meinen, man könnte den Staat Israel dazu bewegen,… Mehr