USA und Israel starten Militärschlag gegen den Iran

Am Samstagmorgen (Ortszeit) begann eine israelische und US-amerikanische Militäroperation gegen den Iran. Aus der Hauptstadt Teheran mehren sich Berichte über Raketeneinschläge. Reza Pahlavi wandte sich in einer Videobotschaft an das iranische Volk und Militär, sowie an die USA.

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Nachdem Israel am Samstagmorgen mit einem Angriff auf Teheran begonnen hatte, bestätigte wenig später auch US-Präsident Donald Trump den Beginn einer „großen Militäroperation“ gegen den Iran. Ziel sei es, „das amerikanische Volk vor unmittelbaren Bedrohungen durch das iranische Regime zu schützen“.

Iranischen Berichten zufolge sollen israelische Angriffe auf die Städte Isfahan, Qom, Karaj und Kermanshah erfolgt sein, sowie auf Teheran. Aufnahmen aus der iranischen Hauptstadt zeigen Rauchsäulen, die offenbar von getroffenen Gebäuden aufsteigen. Der israelische Angriff soll sich in der Nähe des Büros des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Khamenei ereignet haben. Khamenei, der bereits seit Tagen nicht mehr öffentlich aufgetreten war, soll sich nicht in Teheran befunden haben, sondern an einen sicheren Ort gebracht worden sein, heißt es. Berichten zufolge zielten die Angriffe auf die Geheimdienstabteilung der Revolutionsgarden sowie auf zentrale Bereiche in Teheran.

Iranische Staatsmedien berichten zudem über Cyberattacken.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem Präventivschlag. Um sich vor möglichen iranischen Raketenangriffen zu schützen wurde die israelische Bevölkerung dazu aufgefordert, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. Mittlerweile berichten die israelischen Streitkräfte von iranischen Vergeltungsschlägen. Die israelische Luftwaffe sei im Einsatz, „um Bedrohungen abzufangen“.

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs und Kronprinz, richtete sich in einer Videobotschaft über die Sozialen Medien sowohl an das iranische Volk als auch an Donald Trump.

Er bezeichnete den Militärschlag als „humanitäre Intervention“, die sich nicht gegen das iranische Volk richte, sondern „deren Ziel die Islamische Republik, ihr Repressionsapparat und ihre Tötungsmaschinerie ist.“ Zugleich bat der den US-Präsidenten um „äußerste Vorsicht“, um das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen, die zwei Monate lang dem Regime standgehalten hätten. An die iranischen Sicherheitskräfte und das Militär richtete er die Aufforderung, sich dem Volk anzuschließen: Sie hätten geschworen, „das Volk zu verteidigen, nicht ein Regime, das unser Heimatland durch Unterdrückung und Verbrechen in Geiselhaft hält.“

Donald Trump richtete sich mit einer achtminütigen Ansprache an die Öffentlichkeit, in der er darauf hinwies, dass der Iran ein maßgeblicher Finanzier und Förderer des weltweiten islamistischen Terrors sei. Er forderte iranische Sicherheitskräfte dazu auf, die Waffen niederzulegen und sicherte dem iranischen Volk US-amerikanische Hilfe zu, sowie Souveränität: Man würde die Kontrolle übernehmen, um diese anschließend dem iranischen Volk zu übergeben.

Bereits seit Wochen zogen die USA Streitkräfte in der Region zusammen. Dennoch hatte Donald Trump noch am Freitag verlauten lassen, keine „definitive“ Entscheidung über einen Militärschlag gegen den Iran getroffen zu haben.

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