Der ADAC kassiert die Quittung aus der eigenen Basis: Nach einem Interview über höhere Spritpreise überrollen Beschwerden und Kündigungen den Club. Jetzt zieht Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand die Konsequenz und tritt zurück.
picture alliance / Fotostand | Gelhot
Gerhard Hillebrand hat sein Amt als Verkehrspräsident im Präsidium des ADAC niedergelegt. Der Schritt folgt auf massive Kritik aus der Mitgliedschaft und eine Kündigungswelle, die der Club selbst nach Hillebrands Aussagen registriert.
Auslöser war ein Interview zum Jahreswechsel in der Neue Osnabrücker Zeitung. Darin sprach sich Hillebrand für höhere Benzin und Dieselpreise aus, begründet mit Klimaschutzzielen und dem CO2 Preis. Der ADAC halte die CO2 Bepreisung für ein richtiges Instrument, sagte Hillebrand, und betonte, es brauche den Anreiz für den Umstieg auf klimaschonende Alternativen.
Die Reaktion kam schnell und laut. Der ADAC berichtet von erheblichen Irritationen, vielen Beschwerden und zahlreichen Kündigungen. In sozialen Netzwerken zeigten Nutzer Kündigungsschreiben oder erklärten öffentlich ihren Austritt, bei einem Club mit rund 22 Millionen Mitgliedern ein Warnsignal, das nicht mehr wegzudrücken ist.
Hillebrand bedauerte laut ADAC, seine Äußerungen hätten Mitglieder verunsichert und verärgert und Glaubwürdigkeit gekostet. Er spricht von persönlicher Verantwortung für den entstandenen Reputationsschaden und erklärt, im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit seien persönliche Konsequenzen richtig.
Kommissarisch übernimmt Technikpräsident Karsten Schulze den Verantwortungsbereich. ADAC Präsident Christian Reinicke würdigt den Rücktritt und dankt Hillebrand für seinen Einsatz.

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Ich bin nach 35 Jahren sofort nach dem Tichy-Beitrag zu Mobile gewechselt. Aber mal ehrlich: bei 22 Millionen Mitglieder Austritte im 4 stelligen Bereich? Ich glaube, das erklärt Alles in diesem Land! Der Michel hat fertig, wenn er nicht mal das hinbekommt. Was für ein armseliges Volk zwischenzeitlich.
Immerhin zeigt er Rückgrat, auch wenn er vermutlich seinen Rücktritt ordentlich versilbert bekommt. Das er überhaupt solche ideologisch verrannten Sprüche klopfen konnte, zeigt aber die regierungstreue und prostituierende Sichtweise des ganzen Vorstandes und des ehrenamtlichen Präsidiums, aus immerhin 7 Vorständen und 7 Präsidenten……
Also nur ein Bauernopfer um den Schaden zu begrenzen, von Einsicht keine Spur!
Ein völlig überfetteter Apparat, der seine ursprüngliche Aufgabe schon längst aus den Augen verloren hat. Bin nach 30 Jahren Mitgliedschaft ausgetreten.
Die Gesichter ändern sich, die Strukturen und Einstellungen bleiben. Keine Kunst – kann weg.
Bemerkenswert ist allerdings, dass es „nur“ 60.000 Austritte – inklusive meinem – gab. Sind dann die anderen 22 Mio. begeisterte Klimawandel- und Habeck-Fans oder einfach nur tumpe meinungsbefreite Mitläufer, die gerne mehr für weniger bezahlen? Andere Clubs und Schutzbriefe gibt’s ja bereits ab 29 € p.a.
Okay, das kann man sich im Kalender markieren. Ein Rücktritt in heutigen Zeiten ist die absolute Ausnahme. Allerdings gehört der Mann natürlich auch nicht zur politischen Kaste.
Na und? Ändert dieser offensichtlich ergrünte Verein nun seine Ausrichtung? Mitnichten! Ein Funktionär geht, der nächste hat den Fuß schon in der Drehtür. Vieleicht etwas vorsichtiger und leiser als sein Vorgänger, wird weiter an der Abschaffung des Verbrenners gearbeitet. Jetzt eben mehr hintenherum, man lernt ja dazu, damit es die Vereinsmitglieder nicht ganz so direkt mitbekommen – und weiter bei der Stange bleiben.
Schon lange kein fachlich neutral berichtender Verein mehr, sind die gelben Engel eher mit einer Drückerkolonne für verschiedene Produkte zu vergleichen und bei 22 Millionen Mitgliedern , fallen 4stellige Kündigungszahlen kaum auf.
Der ADAC ist ja nicht nur eine Versicherung für den Pannenfall, sondern eher hat sich auch immer als Interessenvertretung der Autofahrer und seiner Mitglieder dargestellt. Nur ist schon seit einiger Zeit Letzteres nicht mehr der Fall, stattdessen versteht sich dieser Verein als Transmissionsriemen für verrückte rot-grüne Ideologie. Endlich ist das mal so weit eskaliert, dass es personelle Konsequenzen gegeben hat – und vielleicht hinterfragt dieser Verein jetzt endlich einmal, wem er dienen und wessen Interessen er eigentlich vertreten will.
Na endlich hat er geschnallt, daß man als Feind seiner Mitglieder ihnen nicht vorstehen kann.
Er kann sich ja bei den Grünen für ein Pöstchen bewerben.
Die Voraussetzungen würde er zu hundert Prozent erfüllen.
Allerdings denkt ja die gesamte ADAC Führungsclique in die gleiche Richtung.
Ich war leider einen Tag zu spät dran mit der Kündigung🥵
Den nächsten Termin werde ich allerdings nicht verpassen.