Eine Analyse von Krankenkassen-Daten unterstreicht nun die Skepsis gegenüber den offiziellen Zahlen zu den Impfnebenwirkungen. Die Krankenkasse BBK ProVita schlägt in einem Brief Alarm: „Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.“
IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Bis zum Ende des Jahres 2021 erfasste das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) rund 245.000 Impfnebenwirkungen. Doch die tatsächliche Zahl dieser Nebenwirkungen dürfte um ein vielfaches höher liegen. Darauf deuten zumindest Ergebnisse einer Analyse der Krankenkasse BBK ProVita, über die die Welt berichtet. Man sei „hellhörig“ geworden, als immer mehr auftretende Diagnosen auf eine Impfnebenwirkung schließen ließen. Man habe daher die Datenbanken aller BBK-Kassen durchsucht. Die Datensammlung zeichnet ein völlig anderes Bild als die Zahlen aus dem Gesundheitsministerium.
Als Erklärung für die massive Diskrepanz führt Schöfbeck vor allem das Meldesystem an. Ärzte müssen Impfnebenwirkungen oft in ihrer Freizeit melden – eine aufwändige Tätigkeit, die dann unbezahlt bleibt. „Es ist schlicht unmöglich, alles zu melden.“
Seine Zahlen könnten durch gleiche Datenanalysen anderer Krankenkassen validiert werden, meint er. Es sei „ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.“
Da „Gefahr für das Leben von Menschen nicht ausgeschlossen werden kann“, setzte er eine Frist zur Beantwortung seines Schreibens von Dienstag, 18:00 Uhr. Da diese verstric,h wendete man sich an die Öffentlichkeit.





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