Kein Interesse an Aufklärung? Statistiken über die Impfschäden verschwinden

Fußball-Profi Joshua Kimmich ist wegen mangelnder Langzeitstudien skeptisch gegenüber der Corona-Impfung. Jetzt soll er überzeugt werden. Allein: Der Staat gibt sich größte Mühe, Transparenz über Impfschäden zu verhindern.

IMAGO / AAP

Bayern-Profi Joshua Kimmich beklagt die mangelnde Studienlage zu den Corona-Impfungen. Für den eigentlich unzweifelhaften Fakt der fehlenden Langzeitstudien wird er nun massiv angegriffen.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, in der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung „nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen“ wären. Ethikratsvorsitzende Buyx meint gar, Kimmich sei „Falschinformationen aufgesessen“. Der ehemalige Leiter des ARD-Hauptstadtstudios Ulrich Deppendorf fragt, wie Kimmich überhaupt noch beim FC Bayern spielen dürfe.

Während einhellig die Aufklärung von Kimmich über Impfschäden gefordert wird, wird die Datenlage zu den Impfschäden immer intransparenter. Die Stadt Weimar weist die Zahl der geimpften intensivmedizinisch behandelten Patienten nun gar nicht mehr aus. Oberbürgermeister Peter Kleine sagte: „Wir wollen in unserer Zahlenmeldung so transparent wie irgendwie möglich sein. Die Angabe der Personen, die mit Impfung im Klinikum behandelt werden, verzerrt die Realität jedoch deutlich und spielt damit Corona-Leugnern und Impfgegnern in die Hände.“

Doch auch die offiziell zuständige Stelle für Impfschäden, das Paul-Ehrlich-Institut, geht merkwürdige Wege. Impfschäden werden ohnehin nur sporadisch gemeldet, schwammige Kriterien und aufwendige Bürokratie-Anforderungen sorgen für eine ohnehin unvollständige Statistik. Bisher analysierte das Paul-Ehrlich-Institut in seinen Sicherheitsberichten zu den Covid-19-Impfstoffen in einem eigenen Unterpunkt „Todesfälle nach Impfung gegen COVID-19“ aber immerhin die vorliegenden Daten. „In 1.254 Verdachtsfallmeldungen wurde über einen tödlichen Ausgang in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung berichtet. In 48 Fällen hält das Paul-Ehrlich-Institut einen ursächlichen Zusammenhang mit der jeweiligen COVID-19-Impfung für möglich oder wahrscheinlich“, hieß es da etwa im Bericht für den Zeitraum vom 27.12.2020 bis zum 31.07.2021.

Im neuesten Bericht für den Zeitraum vom 27.12.2020 bis zum 31.08.2021 fehlt der Unterpunkt 4.6. über die Todesfälle einfach. Stattdessen wird nur noch nach spezifischen Krankheitsbildern eine Zahl ausgewiesen. Die Zahl der Verdachtsfallmeldungen wird nicht weiter aufgeschlüsselt . Mehr hier. 

Auf TE-Anfrage verwies das Paul-Ehrlich-Institut auf diese Ausweisungen nach Krankheitsbild. Eine weitere Aufschlüsselung wurde wegen „des steigenden Umfangs des Sicherheitsberichts und im Interesse der Lesbarkeit“ ausgelassen. An der Zahl der im Bericht zuvor ausgewiesenen 48 Todesfälle habe sich zudem „nichts Wesentliches geändert“. Im August also keine weiteren Impftoten?

Genau wie bei der Statistik der Impfdurchbrüche wird auch hier eine aussagekräftige Datenlage verhindert. Man verspielt die Chance, durch Transparenz Vertrauen zu schaffen – die Bürger bleiben einmal mehr im Dunkeln.

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Kommentare ( 156 )

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Delavega
1 Monat her

Ich habe noch nicht ein einziges Argument gefunden, warum die Impfung gegen Corona ein Ausdruck von Solidarität sein soll, beziehungsweise die Ablehnung derselben unsolidarisch sei!? Vielleicht kann mir hier jemand mal auf die Sprünge helfen? Ich lerne gerne dazu!

Politkaetzchen
1 Monat her
Antworten an  Delavega

Solidarität = „Je mehr mitmachen desto schneller kann ich shoppen gehen!“
unsolidarisch “ „Wie kannst du es nur wagen es zu hinterfragen? Jetzt kann ich wegen dir nicht mehr shoppen, hat Merkel gesagt!“

Rob Roy
1 Monat her

Sie werden immer dreister mit ihrer Corona-Lüge. Geimpfte Krankenhauspatienten mit Impfdurchbrüchen sollen nicht mehr erfasst werden, denn sie haben ja nur „mit Corona“. Aber wehe ein Uningeimpfter ist auch nur positiv getestet. Dann zählt er gleich als „krank“. Und wenn er dann auch noch verstirbt – an Unfallverletzungen, an Herzinfarkt oder einfach am Alter – dann wird er als Corona-Toter gezählt, um zu zeigen, wie gefährlich Corona doch sei. Verlogener geht es nicht. Ich schätze, dass bestimmte Krankenhäuser oder deren Konzerne Geldmittel von den Impfstofffirmen erhalten, um unerwünschte Ergebnisse zu verschleiern oder zu unterdrücken. Dabei auch noch von „Transparenz“ zu… Mehr

Last edited 1 Monat her by Rob Roy
andreask90
1 Monat her

Es kursieren in den USA 2 Zahlen, von denen eine „natürlich“ falsch sein muss. Im gleichen Zeitraum sind 864 Kinder an Covid gestorben und 865 an den Impffolgen. Nun können wir den Wahrheitsgehalt nicht prüfen, weil zensiert wird.

Dieter
1 Monat her

die Zahl der Todesfälle nach den verschiedenen Impfstoffen differenziert läßt sich aus dem Bericht errechnen. Weiter unten ist eine Graphik mit Prozentzahlen. diese auf die Anzahl der jeweils gemeldeten Nebenwirkungen ergibt die Zahl der Todesfälle , bzw der dauerhaften Schädigungen. Das die Darstellung nicht konsequent durchgängig ist und „Brüche“ hat, ist wohl der aktuellen politischen Lage entsprechend: Irgendwo gibt man die Daten schon an, versteckt sie allerdings so, das der Leser schon selber nachsuchen muß. Damit sind anscheinend 80% der Deutschen schon aus dem Spiel und später kann niemand behaupten , es hätte die Daten/Informationen nicht gegeben. Siehe: UN Resettlement… Mehr

Beobachterin
1 Monat her
Rickthorsen
1 Monat her

Bezüglich Spätfolgen habe ich gestern folgenden interessanten Fall entdeckt: Beim Veterinärimpfstoff „PregSureBVD“ von — dreimal dürft ihr raten — Pfizer wurde auch zunächst von „Experten“ bestritten, dass die tödlichen Spätfolgen von der Impfung stammen. Während der Impfstoff in Deutschland später verboten wurde, verkaufte ihn Pfizer einfach in Ländern weiter, in denen die Menschen schlechter informiert waren.

Tesla
1 Monat her

Wie hieß es mal so schön? „Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, aber wir können sie dazu bringen, immer dreister zu lügen.“ Schon bedenklich, wie recht die Urheberin dieser Worte damit selbst lange nach ihrem Tod haben würde.

reiner
1 Monat her

heute morgen wdr 5 . ein kimmich bashing vom allerfeinsten. es gäbe keine spätschäden,wer das glaubt sei fehlinformationen aufgesessen.solche kommentare im ör gehören gesperrt und die redakteure angezeigt,wegen vorsätzlicher falschinfo unglaublich.diese wissenschaftsjournalisten soll nach nordkorea gehen,ist sie besser aufgehoben.
woher wollen die das denn wissen,wenn der hersteller das noch nichtmal weiß? und sich von allen klagen freistellen lies,unglaublich.

Bunte Kuh
1 Monat her
Antworten an  reiner

Nun, die haben natürlich recht. Spätschäden konventioneller Impfungen mit abgetöteten Viren sind wohl wirklich unbekannt. Im vorliegenden Fall – und das ist der Denkfehler – haben wir es mit einer völlig neuen Technologie zu tun, welche ins Erbgut eingreift. Wer wagt es da zu sagen, es kann keine Spätfolgen geben? Außerdem kann es ja gut sein, dass bei vielen der Schaden schon da ist, ohne daß sie es bemerkt hätten. Sie sterben dann halt ein paar Jahre früher und haben bis dahin zehn Prozent verminderte Leistungsfähigkeit, dank vernarbten Herzgewebes (oder irgendetwas anderem).

IdonotloveMoerkl
1 Monat her
Antworten an  Bunte Kuh

Sie haben offensichtlich keinerlei Wissen über „Spätschäden konventioneller Impfungen mit abgetöteten Viren…“, liebe Bunte Kuh.

Bambu
1 Monat her

Die ganze Corona Kampagne war von Anfang an sehr geschickt psychologisch angelegt. Da unsere Politiker in der Regel wenig selbst machen, sondern sich stattdessen eher auf Berater und Lobbyisten verlassen, dürften in diesem Bereich die eigentlichen Drahtzieher sitzen. Allzu gerne folgte die Politik den Ratschlägen und setzte der eigenen Phantasie keine Grenzen, wenn es darum ging, Menschen in Panik oder unter psychologischen Druck zu setzen. Die große Nähe zur Presse, welche getrieben von der Aussicht der Auflagensteigerung und deshalb nur allzu gerne bereit war mitzumachen, gab den erforderlichen Rückenwind. Die weitere Strategie ist einfach zu durchschauen und war in erster… Mehr

bfwied
1 Monat her

Man will keine Transparenz, man verspielt sie nicht. Sie haben Angst, sehen keinen Ausweg, sie sehen die Pandemie und wissen, dass sie keine sicheren, weil langjährig entwickelten und getesteten Impfstoffe haben, sondern schnell entwickelte, neuartige Stoffe. Wer weiß, welche Vorgehensweise besser ist? Die Leute ändern ihr Verhalten nur wenig, der Mensch ist nicht auf Abstand bedacht, viele auch hierzulande kennen die wichtigsten Hygienregeln auch nicht, in den meisten Regionen der Welt sind sie ohne Belang, weil unmöglich einzuhalten. Wir müssen mit dem Virus leben, und mit dem nächsten auch, die Überbevölkerung hat darauf keine Antwort, solche Viren könnten jedoch die… Mehr

Rob Roy
1 Monat her
Antworten an  bfwied

Statistiken durch fehlende Daten hübsch aussehen zu lassen hat mit Transparenz doch nichts zu tun. Im Gegenteil, das ist Verschleierung von Tatsachen.