Heute Nacht kompletter Bahnverkehr wegen Funkstörung eingestellt

Die Deutsche Bahn hatte den Zugverkehr heute Nacht bundesweit einstellen müssen. Tausende von Reisenden saßen fest. Kurz vor 1 Uhr lief der Zugverkehr dann langsam wieder an. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar, später war von Störungen des digitalen Zugfunks die Rede.

picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Dimitri Drofit

Aufgrund eines massiven flächendeckenden Ausfalls der IT sei der Verkehr auf dem gesamten Schienennetz zusammengebrochen, hieß es zunächst. Von einer massiven Störung des digitalen Zugfunks war dann in späteren Meldungen die Rede. Dieser Bahnfunk dient zur Kommunikation zwischen Fahrdienstleitern in den Leitstellen und den Lokführern. Wie Lokführer in sozialen Medien gepostet hatten, sei auf ein Backup-System umgeschaltet worden, das aber eine Weile gedauert habe, bis es funktionierte.

Im gesamten Bundesgebiet wurden aus Sicherheitsgründen alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten, hieß es in einer Erklärung der Bahn. Betroffen waren auch S-Bahnen im gesamten Bundesgebiet.
Teilweise hielten Züge auch auf offene Strecke. Tausende von Reisenden saßen fest. An einigen Bahnhöfen kam es zu Warteschlangen an den Informationsschaltern.

In Gelsenkirchen kam es offenbar zu turbulenten Szenen, als tausende von Fans von einem Helene Fischer Konzert kamen und mit dem Zug nach Hause fahren wollten.

Techniker würden mit Hochdruck daran arbeiten, die Störung zu beheben. Die Bahn entschuldigte sich, gab Taxi- und Hotelgutscheine an die Reisenden aus. Nach Mitternacht funktionierte das Zugfunksystem wieder. Die ersten Züge rollten wieder an. Dies dauerte allerdings, weil die Wiederinbetriebnahme des Bahnverkehrs schrittweise vonstatten gehen musste.

Über die Ursache des Ausfalls wurde heute Nacht nichts bekannt.

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Kommentare ( 8 )

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epigone
25 Minuten her

Das zeigt einfach einmal mehr, wie schlecht mittlerweile die Ingenieurleistungen in Mitteleuropa sind. Die erste fragwürdige Entscheidung: der Kauf der zentralen Systemarchitektur vom kanadischen Hersteller Nortel. Der Laden ist mittlerweile von der Bildfläche verschwunden und von einem öffentlich wenig bekannten österreichischen Unternehmen – Kapsch CarrierCom – übernommen worden. Die Bahn hätte besser daran getan, die Profis von Nokia initial für die System-Infrastruktur zu beauftragen. Aber vermutlich war der Preis oder das Handgeld oder ein paar nette Reisen nach Kanada ausschlaggebend … Der zweite fundamentale Fehler: nicht von vornherein eine Systemarchitektur zu verlangen, die auch Inselbetrieb von Teilnetzen bei Ausfall einzelner… Mehr

Last edited 23 Minuten her by epigone
Sabine Schoenfelder
46 Minuten her

…😁. Dieser Zwischenfall rundet das Deutschlandbild ab. „Funkstörungen“, wohin das Auge blickt, als Antwort…..AHNUNGSLOSIGKEIT.
….und die Bürger werden von morgens bis abends vollgemerzt.

Kassandra
53 Minuten her

Ist das jemandem erinnerlich, dass es so was in Deutschland bislang schon einmal gegeben hat?

Juergen P. Schneider
58 Minuten her

Die Bahn AG ist ein Seismograf für die Erschütterungen, die in unserem Land immer häufiger werden. Nirgendwo ist der Niedergang offenkundiger und deutlicher erkennbar als in diesem einstmaligen Vorzeigebetrieb.

Harry Charles
1 Stunde her

DIE „SEGNUNGEN“ DES DIGITALZEEITALTERS Da bildet sich die Gen-Z vor allem mit ihrer gegen den bösen alten weißen Mann gerichteten Frauenfraktion so viel auf ihren Digitalkrempel ein (tja, da kommen die Alten dann eben nicht mehr mit auch wenn sie uns sonst in vielem ja noch überlegen sind), und dann sowas. Als Kind bin ich noch mit Zügen zur Schule gefahren, die von guten alten Dampfloks gezogen wurden. Einfache Technik, aber immer verlässlich. Wenn heute die Software herum zickt oder eine Art „prämenstrueller Störsymptomatik“ entwickelt, stehen gleich landesweit alle Räder still. Aber die Klimafraktion (gibt’s die noch?) wird darüber ja… Mehr

hoho
1 Stunde her

Russe war das bestimmt!
oder AfD!

„Mit Hochdruck“ arbeiten sie. Gott wie ich die deutsche gescheiterte Institutionen und ihre Propaganda verachte.

Last edited 1 Stunde her by hoho
Turnvater
1 Stunde her

Alles in bester Ordnung, solange der Vorstand noch Bonifikationen für die Übererfüllung der Diversitätsziele erhält.

Alles andere gehört nicht zur eigentlichen Kernkompetenz der Bahn.

Or
1 Stunde her

„In Gelsenkirchen kam es offenbar zu turbulenten Szenen, als tausende von Fans von einem Helene Fischer Konzert kamen und mit dem Zug nach Hause fahren wollten.“

Das kann ich allerdings verstehen. Schwer traumatisiert nach so‘n Konzert, willst‘e wirklich erstmal nach Hause, oder in eine Therapie. Ich vermute, es waren auch nicht genügend Seelsorger vor Ort.