Integration, Antisemitismusprävention, Demokratiebildung, geschlechterspezifische Integrationsprozesse, Kampf gegen rechts. Zauberworte, die nicht nur die Herzen linker Politiker, sondern auch die Kassen des Staates öffnen. Wer will, bei soviel bezeugten gutem Willen da schon genau hinsehen. Die SPD-Hannover jedenfalls nicht.
Collage: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte / picture alliance/dpa | Hannes P Albert
Das Sozialbudget ist mit 197 Milliarden Euro – das sind fast 38 Prozent – der mit Abstand größte Posten des Bundeshaushalts. Danach, mit weniger als der Hälfte, kommt neuerdings der Verteidigungshaushalt. Eine Milliarde sind tausend Millionen – so etwas weiß man, wenn man bei der SPD ist. Und das dann 197 mal. Das ist sehr viel Geld, dachte man sich bei der SPD in Hannover. Da merkt man doch vielleicht gar nicht, wenn ein klein wenig nicht nur sozial, sondern ganz besonders direkt sozial verwendet wird. Und was könnte sozialer und direkter sein als man selbst?
So könnte die frühere SPD-Ratsherrin Hülya Iri gedacht haben. Es ist natürlich nur eine Vermutung. Hülya Iri, so berichten die FAZ und die BILD, gründete 2018 einen Integrationsverein, dessen Mitgründer nach vorliegenden Berichten unter anderem ihre eigenen Kinder waren. Später übernahm die Tochter den Vorsitz. Gleichzeitig flossen mehr als eine Million Euro an öffentlichen Fördermitteln aus Bundes-, Landes- und Regionaltöpfen in die Organisation. Ein bemerkenswerter Erfolg – jedenfalls solange niemand genauer hinschaute.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Integration, Antisemitismusprävention, Demokratiebildung, geschlechterspezifische Integrationsprozesse, Kampf gegen rechts – alles wunderbare Worte, mit denen man, wie mit einem Zauberstab, die Herzen linker Politiker öffnet, die dann, betört durch den samtigen und korrekten Zauberklang dieser Begriffe, die Kassen öffnen. Denn es sind exakt jene Themenfelder, die in Ministerien und Behörden besonders gefragt sind. Die Konzepte galten natürlich als „überzeugend“, und die Mittel flossen großzügig.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte zwischen 2023 und 2025 rund 740.000 Euro ausgezahlt. Gedacht war der Betrag für ein „Respekt Café“, eine Begegnungsstätte im hannoverschen Stadtteil Kronsberg, erklärt das Bundesinnenministerium auf Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Allerdings hat es dieses Café anscheinend nie gegeben. Das BAMF fordert die Fördermittel, so BILD, nun zurück, der Verein musste Insolvenz anmelden – damit kamen die Untersuchungen ins Rollen.
Zudem steht der Verdacht im Raum, dass auch bestimmte Beratungsangebote möglicherweise gar nicht existierten. Die zuständigen Behörden prüfen inzwischen entsprechende Vorwürfe, mittlerweile ermittelt nicht nur die Staatsanwaltschaft Hannover, sondern auch die Europäische Staatsanwaltschaft wegen Subventionsbetrugs. Bemerkenswert an der ganzen Angelegenheit sind aber nicht nur die Vorwürfe, sondern wie lange und hartnäckig die SPD versucht hat, sie zu ignorieren.
Hinweise wurden ignoriert
Seit Jahren kursierten Anschuldigungen. Unregelmäßigkeiten wurden gemeldet, es gab sogar anonyme Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft. Die AfD stellte parlamentarische Anfragen. Doch innerhalb der SPD überwog offenbar die Überzeugung, dass hier vor allem politische Gegner am Werk wären. Man wollte sich rechten Netzwerken nicht beugen.
Nicht nur Hülya Iri selbst spielte eine wichtige Rolle in der SPD. Auch Sohn und Tochter waren politisch aktiv und in Parteistrukturen eingebunden. Gleichzeitig arbeiteten sie im Verein mit. Die Grenzen zwischen politischem Engagement, Vereinsarbeit und familiären Interessen scheinen bemerkenswert fließend gewesen zu sein.
In jedem privatwirtschaftlichen Unternehmen würden bei Prüfern sofort alle roten Lichter angehen. Im politisch geförderten Integrationsbetrieb scheint dagegen lange niemand Anlass zur Sorge gesehen zu haben. Hinzu kommt die politische Rückendeckung aus höchsten SPD-Kreisen Niedersachsens. Die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf unterstützte den Verein mit Empfehlungsschreiben gegenüber Behörden und trat öffentlich gemeinsam mit Hülya Iri auf. Bereits zuvor war Iri von prominenten Sozialdemokraten wie Sigmar Gabriel öffentlich gelobt worden.
Ob sich die strafrechtlichen Vorwürfe am Ende bestätigen, ist derzeit offen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen laufen. Aber selbst wenn sich kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachweisen ließe, bliebe ein Geschmäckle zurück. Ein Verein mit starker familiärer Prägung erhielt innerhalb weniger Jahre Fördergelder in Millionenhöhe. Warnsignale wurden ignoriert und Kritiker als politische Gegner betrachtet. Erst jetzt, als die Insolvenz des Vereins nicht mehr zu verheimlichen war, versucht man es nun bei der SPD mit hektischer Schadensbegrenzung.
Interessant wäre natürlich nicht nur die Frage, was in diesem angeblichen Integrationsverein eigentlich geschah, sondern die grundsätzlichere Frage: Wie viele Steuergelder müssen fließen, bevor politische Verantwortungsträger beginnen, genauer hinzusehen? Aber so tröstet sich die SPD: Es ist ja nicht ihr Geld, das da verschwunden zu sein scheint, sondern das des doofen Steuerzahlers. Und das ist – zumindest aus SPD-Sicht – eine Quelle, die nie zu versiegen scheint.
Ein weitere Grund für hektische Betriebssamkeit bei der SPD könnte auch sein, das in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover im September der Oberbürgermeister und ein neuer Rat gewählt werden. Für die SPD geht es bei diesen Wahlen um viel. Sie möchte ihre alte Hochburg Hannover von den Grünen zurückerobern, die sie 2019 aufgrund der „Rathaus-Affäre“ um den mittlerweile rechtskräftig verurteilten Oberbürgermeister Stefan Schostok verloren hatte. Denn Hannover bildet das unbestrittene Machtzentrum des letzten großen und erfolgreichen Landesverbands der SPD.
Man hatte sich alles so schön ausgemalt: Eine alleinerziehende Mutter mit Migrationshintergrund, engagiert und tatkräftig. So hoffte die SPD nicht nur Wähler mit Migrationshintergrund für sich zu gewinnen, sondern auch die Neu-Wähler, die sie selbst im großen Stil einbürgert.




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Mit Albrecht kam der Sumpf nach Niedersachsen, mit seiner Tochter (v.d.L.) in die EU. Der Sumpf stinkt. All die genannten Maßnahmen dienen doch nur zur Tarnung des Missbrauchs und zur Sicherung des politischen Clans.
Die kommende Aufarbeitung, führt nicht nur im Bund zu erschreckenden Erkenntnissen zu politischem Missbrauch und grenzenloser Korruption.
Und deshalb ist der Kampf gegen die alles aufklärende AfD so groß. Der Bürger muss dummgehalten werden, Sonst funktioniert die Geldmaschine und die Islamisierung nicht.
Der deutsche Pass , macht es möglich.
Israel , zeigt uns wie es gehen kann.
Da gibts nur eins: Steuergelder für Parteien, Stiftungen und politische Vereine verbieten. Und die übrigen regelmäßig kontrollieren. Nicht das der Fußballverein alles andere macht als Fußball spielen.
Sozen eben. Ein Mitgrund, warum sie die AfD so bekämpfen. Da könnten noch ganz andere krumme Dinger der Sozen öffentlich werden.
Frage an die Faktenchecker: Ist die Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf mit Boris Pistorius liiert?
„Integration, Antisemitismusprävention, Demokratiebildung, geschlechterspezifische Integrationsprozesse, Kampf gegen rechts – alles wunderbare Worte, mit denen man, wie mit einem Zauberstab, die Herzen linker Politiker öffnet, …“ Siehe den Projektfinder von Demokratie leben! Das Problem ist doch unabhängig von Hannover ein grundsätzliches, an Demokratie leben! gut ablesbar. Die wenigstens Menschen können sich unter den ganzen hehren abstrakten Projekttiteln mit buzzwords und mit hoch-anständigen Ziel-Definitionen etwas vorstellen. „Wir sind für Dich da!“ – Psychosoziale Videoberatung für queere Jugendliche auf dem Land und in der Stadt / Awareness und intersektionale Stärkung von Migrant*innenjugendselbstorganisationen / EmpowerZone – Resilient gegen Rassismus. Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen /… Mehr
Glück Auf!
Ich bin der Meinung das dieses Geld schon irgendwie ausgereist sein könnte.
..dazu passt: rtde v. 20.6.26 website/gesellschaft/283283-survival-of-the-fittest-bundesregierung/ Bundesregierung will sogar Hilfen für behinderte Kinder streichen Ein neues Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes verdeutlicht, wie umfassend die Koalition aus Union und SPD unter Kanzler Friedrich (BlackRock) Merz den Sozialstaat zerschlagen will und dabei rücksichtslos gegen die Allerschwächsten vorgeht: arme Kinder und Jugendliche mit Problemen, Erkrankungen oder Behinderungen. ….dass *im Kanzleramt seit Monaten eine Arbeitsgruppe tage, die weitere massive Kürzungen gegen die Schwächsten auslotet.. …massive Einschnitte von insgesamt 8,6 Milliarden Euro… ..Merz rechtfertigte das mit einer Märchenstunde über die Realität in den meisten Gegenden der Bundesrepublik, wonach es derzeit Hilfen im Überfluss gebe und… Mehr
Die SPD ist doch längst die erste Islam Partei Deutschlands, aber die Boomer wählen im Prinzip immer noch Helmut Schmidt, weil sie den Schuss nicht gehört haben.
Eine ganz besonders erlesene Blüte aus jenem üppig vor sich hinwuchernden, allerdings seit Jahren und Jahrzehnten eher ’streng‘ riechenden Biotop, welches man gemeinhin als ‚Niedersachsen-Sumpf‘ bezeichnet: Man kennt sich, man hilft sich, man hat ein – gern auch mal in Richtung Halbmond tendierendes – ‚Herz‘ für die Familie und die Genossen (m/w/d+x), man füllt sich (gegenseitig) die Taschen mit fremdem Geld aka Staatsknete – während es in Stadt und Land inzwischen abgewrackte Ecken gibt, wo man nicht tot über’m Zaun hängen möchte… Und ganz nebenbei: Die ‚Sumpfigkeit‘ beschränkt sich im Land der ‚lustigen Hannoveraner‘ beileibe nicht nur auf die rote… Mehr