Ein Träger, der weitgehend aus öffentlichen Töpfen lebt, setzt einen privaten Messebetreiber unter Druck – nicht wegen eines Gesetzesverstoßes, sondern wegen einer aus privater Sicht der Lebenshilfe-Funktionäre unerwünschten Vermietung. Der Weg in den neuen Totalitarismus erfolgt im Schweinsgalopp.
Screenprint Lebenshilfe Gießen - Collage: TE
Ende November 2025 kippte Gießen für zwei Tage in einen Ausnahmezustand. Absperrgitter zogen Schneisen durch die Stadt, Wasserwerfer standen bereit, Hundertschaften rückten an. Rund um die Hessenhallen wirkte alles wie eine Stadt im Belagerungsmodus. All das nur, weil die AfD dort ihre neue Jugendorganisation gründen wollte und bundsweit zahllose links-faschistische Bündnisse zum Widerstand aufgerufen hatten. Die Stadt war belagert, abgeschnitten. 5.000 Polizisten mit schwerer Montur und Gerät konnten nur mit Mühe Verwüstung und Zerstörung durch 6.000 militärisch organisierte Antifa-Terroristen verhindern.
Es war kein zivilisierter „Protest“, wie ihn die Demokratie aushält. Es war das organisierte Ziel, eine Veranstaltung zu verhindern, notfalls auch mit Gewalt.
Am Ende meldeten die Behörden Dutzende verletzte Polizeibeamte, beschädigte Fahrzeuge und ein Einsatzbild, das selbst hartgesottene Beobachter an bürgerkriegsähnliche Zustände erinnerte. Auch durch paramilitärisch organisierte Angriffe durch gewaltbereite linke Terroristen, unterstützt durch lokale und landesweite Politik und öffentlich-rechtliche Medien.
Mitten in diesem Chaos traf es auch die Presse, ganz konkret. Das Team von Tichys Einblick wurde bei einer DGB-Kundgebung konkret in der Ausübung seiner Arbeit bedrängt und behindert, nach Aufruf von der Bühne von einer aufgeheizten Menge verfolgt und schließlich körperlich attackiert und verletzt. Bis hierhin ein in der Bundesrepublik Deutschland beispielloser Akt politischer Gewalt.
Zivilgesellschaft als Prügeltruppe
In diesen Stunden zeigte sich unmissverständlich, wie schnell die viel beschworene „Zivilgesellschaft“ zur Prügeltruppe wird, wenn das falsche Publikum auftaucht. Die Straße sollte entscheiden, wer in einer Halle reden darf. Nicht Recht und Ordnung, nicht Gerichte, nicht die Frage, ob etwas legal ist, sondern die schiere Drohung der Masse.
Die Messe Gießen stand damit plötzlich nicht mehr als neutraler Veranstaltungsort im Raum, sondern als politisch aufgeladene Zielscheibe.
Dabei tat der Betreiber nichts anderes, als Räume zu vermieten. Ein privates Unternehmen, ein Mietvertrag, ein Termin. Kein „Einladen“, kein „Unterstützen“, kein politisches Bekenntnis, sondern Geschäft, wie es Hallenbetreiber seit Jahrzehnten machen.
Damit ist diese Geschichte aber keineswegs beendet.
Wochen später kommt der Nachschlag. Am 23. Januar 2026 erklärte die Lebenshilfe Gießen, sie kehre der Messegesellschaft und deren Bildungsmesse den Rücken. Die Begründung: Die Hessenhallen seien „ohne Not und rechtliche Verpflichtung“ für die AfD-Jugendgründung vermietet worden. Abgesehen davon, dass diese Darstellung der Lebenshilfe vom Messebetreiber mit guten Grünen bestritten wird – die Funktionäre der Lebenshilfe sind nach eigenem Empfinden Kenner und Richter jeglicher Rechtslage. Die Akteure der Lebenshilfe Gießen „laden alle Organisationen, Unternehmen und Institutionen ein, sich diesem Aufruf anzuschließen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Gießen soll ein Ort bleiben, an dem Menschenwürde, Vielfalt und demokratische Kultur geschützt und aktiv gelebt werden.“ Und weiter in bester Mafia-Paten-Manier: „Jetzt gilt es, der Messe Gießen auch wirtschaftlich deutlich zu machen, was ihre Entscheidung für sie selbst für Konsequenzen hat.“
Mit Staatsgeld Politik machen, statt Menschen zu helfen
Wie „demokratische Kultur“ in Gießen ganz praktisch aussieht, lässt sich auch in der Polizeilichen Kriminalstatistik ablesen. In der Stadt Gießen wurden 2024 10.089 Straftaten erfasst, ein erneuter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: 1.379 Fälle Ladendiebstahl, deutlich mehr als 2023. Und auch die Straßenkriminalität liegt mit knapp 2.000 Delikten auf einem Niveau, das zeigt, wo die Stadt wirklich unter Druck steht. Wer Verantwortung übernehmen will, hätte hier ein Betätigungsfeld, das ohne Symbolpolitik auskommt und den Alltag der Bürger unmittelbar betrifft.
Mit dem Vorstoß der Lebenshilfe Gießen gegen den Messebetreiber ist der Konflikt nun System gegen Unternehmer. Denn die Lebenshilfe Gießen ist kein kleiner Idealistenverein, der aus der Portokasse agiert. Sie ist ein großer Träger im Sozialbereich, mit einem breiten Verbund, vielen Einrichtungen und einem Finanzierungsmodell, das zu erheblichen Teilen aus öffentlichen Mitteln und Kostenträgerzahlungen stammt. Der Verbund zählt über 1.900 Beschäftigte, arbeitet in rund 70 Einrichtungen und Diensten und gehört zu den größten Arbeitgebern in Mittelhessen.
Betreuungsbedürftige werden mißbraucht
Aufgabe der Lebenshilfe ist es, Menschen mit Beeinträchtigung in den Alltag zu integrieren. Teil dieser Aufgabe wurde darin gesehen, dass die Lebenshilfe sich an der Gießener Bildungs- und Beschäftigungsmesse beteiligt, um Beschäftigungsmöglichkeiten und Partnerschaften zu finden. Das ist kein Privatvergnügen. Doch als solche wird es von den aus den öffentlichen Mitteln finanzierten Vorständen behandelt: die Teilnahme an der Messe wurde abgesagt und zum Boykott aufgerufen, weil die Messegesellschaft einen Mieter hatte, der den Parteifunktionären der Lebenshilfe nicht behagt. Ein allgemeines politisches Mandat aber hat die Lebenshilfe nicht. Ein aktives Finanzministerium würde ihr die Gemeinnützigkeit entziehen – denn die wird für einen konkreten, gemeinwohlorientierten Auftrag erteilt, nicht für Verteilungskämpfe der Parteien untereinander. Die Lebenshilfe in Gießen benutzt Menschen mit Behinderung. Statt ihnen jede Hilfe zu ermöglichen werden sie fast wie Geiseln benutzt, um mit ihrem Leid Aufmerksamkeit zu generieren für die persönlichen politischen Vorlieben ihrer Funktionäre. Sie können sich nicht wehren. Die Lebenshilfe schadet den Betroffenen, die ihnen anvertraut sind. Und das aus Steuergeldern.
Mit Staatsgeld Politik machen
Dies kommt aus einem Finanzierungsmodell, das in weiten Teilen über öffentliche Geldströme läuft. Ein zentraler Kostenträger ist in Hessen der Landeswohlfahrtsverband (LWV) als überörtlicher Träger der Eingliederungshilfe. Bei begleiteter Beschäftigung („Im Betrieb“, BiB) heißt es ausdrücklich: Die Kosten finanziert der LWV Hessen.
Dazu kommen Förderlogiken, die eng an Landesstellen hängen. Das Budget für Arbeit basiert in Hessen auf einem Modellvorhaben von LWV und dem zuständigen Sozialministerium des Landes. Wer in dieser Struktur arbeitet, ist Teil eines Systems aus Leistungsrecht, Kostenträgern und politischer Steuerung.
Auch Bundesmittel fließen nachweislich. Die Lebenshilfe Gießen erhielt im Programm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ einen Zuschuss, bewilligt vom Bundesumweltministerium. Im Bereich internationaler Projekte kommt ein weiteres Bundesministerium ins Spiel. Die Lebenshilfe schreibt, ein Uganda-Projekt werde zu 75 Prozent vom BMZ gefördert.
Wer so aufgestellt ist, organisiert also einen Boykott mit dem Gewicht eines Apparates, der auf Anschluss an politische Milieus, auf Breitenwirkung und auf Nachahmung, damit auf Repression ausgelegt ist. Er setzt Signale, die andere aufnehmen, verstärken und zur Norm machen sollen. Ein privater Hallenbetreiber hat keine solche Rückendeckung. Er hat laufende Kosten, Verträge, Personal, Haftung. Über solche Kleinigkeiten lachen Funktionäre, die staatlich finanziert die ihnen anvertrauten Menschen mißbrauchen.
Das fragwürdige Spitzenpersonal der Parteifunktionäre
Und auch die Person an der Spitze ist politisch nicht neutral aus dem Nichts gefallen. Dirk Oßwald war vor seinem Wechsel zur Lebenshilfe Jugend- und Sozialdezernent des Landkreises Gießen. Er wird außerdem als Freier Wähler geführt und sitzt im Verwaltungsausschuss des spendablen Landeswohlfahrtsverbands Hessen. Das ist jener Kostenträger, der in Hessen zentrale Leistungen der Eingliederungshilfe finanziert. Nicht Fachleute leiten die Lebenshilfe, sondern Parteifunktionäre wirtschaften in die eigenen Taschen und beaufsichtigen sich selbst.
Um unliebsame Unternehmer zu vernichten, versteckt sich der Staat hinter Initiativen, die finanziell an seiner Brust liegen und setzt diese als Druckmittel ein. Wenn die Lebenshilfe Gießen aktiv wird, hat man es mit einem parastaatlichen Akteur der neuen Gesinnungsökonomie zu tun: Der Mechanismus ist simpel. Erst wird moralisch etikettiert, dann wird sozial sanktioniert, schließlich wirtschaftlich abgeklemmt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Neutralität ist nicht mehr erlaubt. Wer Räume anbietet, soll künftig vorsortieren. Wer das nicht tut, wird öffentlich markiert. Dass der Betreiber an anderen Standorten auch Landesparteitage der Linken oder Grünen durchführt? An die vermeintlich Falschen vermietet und schon hetzt die auch aus staatlichen Mitteln finanzierte Meute los.
Das ist kein Kampf gegen Extremismus, sondern ein Geschäftsmodell der Einschüchterung. Denn der Betreiber kann sich gegen Moralkeulen nicht wehren wie gegen Rechtsbruch. Er steht da mit laufenden Kosten, mit Personal, mit Kreditlinien, mit Haftung. Eine Kampagne trifft ihn nicht in der Debatte, sondern in der Existenz.
Besonders unerquicklich wird es, weil das System sich dabei die Hände nicht schmutzig machen muss. Der Staat braucht nichts zu verbieten, keine Behörde muss einschreiten, kein Minister unterschreibt. Es reicht, wenn öffentlich alimentierte Strukturen die Rolle des Stellvertreters übernehmen und den Hebel ansetzen, wo er weh tun soll.
Diese Methode ist autoritär, weil sie das Recht durch Moral ersetzt. Legale Veranstaltungen werden nicht mehr mit Argumenten bekämpft, sondern durch Verweigerung von Raum, durch soziale Ächtung, durch wirtschaftlichen Entzug. Die offene Gesellschaft wird so nicht verteidigt, sondern umgebaut. Die Akteure solcher Boykott-Aufrufe wähnen sich auf der guten Seite der Geschichte. Aber das sind sie nicht. Sie stehen in bester Tradition deutscher Vorfahren aus den dunkelsten Kapiteln.
Die Lebenshilfe Gießen könnte sich auf ihren eigentlichen Auftrag konzentrieren: Teilhabe sichern, Betreuung leisten, Menschen stärken. Stattdessen tritt sie als moralische Strafinstanz auf und setzt einen privaten Betreiber unter Druck, weil dieser nicht Gesinnungswächter spielen will. Gießen hat Ende November 2025 gezeigt, wie nah politische Gewalt an die Oberfläche gerückt ist. Der Boykottaufruf im Januar 2026 zeigt, wie schnell daraus ein dauerhafter Druckmechanismus wird, geschniegelt, moralisch dekoriert und dennoch knallhart. Wer so agiert, verteidigt nicht die Demokratie. Er trainiert die Gesellschaft auf vorauseilenden Gehorsam.


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Der wohlklingende Name führt in die Irre, wie häufiger bei dieser Branche. Während meiner Forschungsphase dazu an der Uni, wie Korruption funktioniert u. unter welchen Bedingungen sie gedeiht, sichtete ich auch Informationen über Netzwerke wie „Lebenshilfe e.V.“. Ein klassischer Zweig der Public Private Partnership (PPP). Unter dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit stürzen sich diese privaten Vereine, deren Herkunft nicht immer lupenrein zu klären ist, auf alles, was sich unter staatlichen Transferleistungen subsumieren lässt. Vorgeblich nicht auf Gewinn ausgerichtet, dienen sie als Auffanglager für Menschen mit Ansprüchen auf Sozialleistungen: Behinderte, deprivierte Familien, Kinder, Jugendliche, Langzeiterwerbslose, Pflegebedürftige. Sie organisieren deren Leben, helfen ihnen… Mehr
Es wäre nicht sehr verwunderlich, wenn die linksGRÜNguten, linksGRÜNEN Terror verharmllosenden Bosse*Hicks!-Innen der „Lebenshilfe“ zuallerst sich selbst behelfen, so wie es die nachweisliche korrupte AWO machte -& immer noch macht? ->Feldmann-AWO-Skandal etc.
Sollte es einmal eine andere Regierungskonstellation geben, werden wir erleben, wie aus der Lebenshilfe ganz schnell ein Brummkreisel wird – und nicht nur aus der Lebenshilfe. Wir werden ganz verzückte Tänzchen mit Pirouetten und Drehungen in alle Richtungen erleben. In der Nach- DDR nannten wir so was „Wendehälse“ – Freuen wir uns drauf 🙂
Viele sind besorgt, dass die Politiker das Recht zunehmend für disponibel halten. Es ist viel schlimmer: Viele im Land halten das Recht inzwischen für disponibel, solange es nur die Richtigen trifft. Wir laufen in blutige, bürgerkriegsähnliche Zustände hinein.
Irgendwann haben die Friedlichen die Nase voll. Dann kommt, wie immer in solchen Fällen, der „starke Mann“, der „endlich für Frieden sorgt“. Napoleon, Stalin, Putin, Hitler, Pinochet… egal wer: Details und Ideologie sind egal. Hauptsache deren Handlanger haben keine Skrupel. Genug Sadisten findet man immer.
Diese angeblichen Weltenretter sowie die „Kämpfer gegen rechts“ sind dabei, einen Polizeistaat zu schaffen.
Ich empfehle: Abreißen!
Die Hessenhalle ist durch und durch kontaminiert. Das bekommt man nie wieder raus. Wenn man’s genau nimmt müsste eigentlich jeder, der die Halle nach dem 30.11.2025 betreten hat, zur einer 3-monatigen Politschulung bei der Amadeu Antonio Stiftung, dem Auswendiglernen des Grünen Parteiprogramms und 1000 Pflichtstunden bei der Lebenshilfe Gießen verdonnert werden.
Das Wesen des Staates ist der Totalitarismus, wer dem Staat viele Aufgaben überträgt, braucht sich nicht darüber zu wundern, wenn eine Diktatur entsteht, davor schützt den Bürger die beste Verfassung der Welt nicht. Die eigentliche Idee der Demokratie ist die gemeinsame und freiwillige Schutzverbindung von Bürgern, in Abwesenheit von der Herrschaft einzelner oder mehrerer über andere. Sie ist ein freiwilliges Schutzbündnis, bei welchem jeder dem anderen die selben Eigentums- und Schutzrechte zugesteht und das Recht, auf welches man sich geeinigt hat, für jeden in gleicher Weise bindend ist. Die Vorstellung darüber was der Staat sein sollte, deckt sich überhaupt nicht… Mehr
Alte Zeiten, die geduldet werden durch die derzeitige sozialistische Obrigkeit , was ein Skandal erster Güte ist, wenn man auf unsere Vergangenheit zurück blickt und dann weiß wie sich alles in den zwanziger Jahren entwickelt hat bis zu unserem Untergang. Mit Vernunft und ausgleichendem Handeln hat das nichts mehr zu tun, denn wenn die Politik zum Gehilfen für linke Umtriebe wird ist ein Punkt erreicht, wo eine Seite der Gesellschaft beseitigt werden soll um dabei mit scheinheiligen Appellen zum Zusammenhalt aufzurufen und in der gleichen Zeit auf andere einschlägt, was an Impertinenz nicht mehr zu toppen ist. Dieses böse Spiel… Mehr
Filz und Mafiamethoden, um das eigene, lukrative Geschäftsmodell zu sichern, sonst nichts. Mir fiel gleich der AWO-Skandal in Frankfurt dabei ein. Da ist inzwischen auch Gras drüber gewachsen… Und die anderen „Sozialverbände“ und Wohlfahrtsverbände funktionieren nach demselben Modell, ob sie Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband, oder Rotes Kreuz heißen Die sog. „Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege“ machen die dicke Kohle mit ihrer „Wohltätigkeit“, nicht zuletzt auch mit der Welle der „Migranten“, weshalb sie auch alles dafür tun, daß diese nicht abreißt. Und man kann das ja auch noch gut verkaufen, auch mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für die ganzen Betreuer, und… Mehr
Es sind, abartige vom Staat bezahlte Kriminelle Nazis, da kann mir einer erzählen was er will!
Ein Verein von demokratisch behinderten. Widerlich.