Der nächste Bürgermeister von Neukölln ein notorischer Israel-Hasser?

Der nächste Bürgermeister des Berliner Stadtbezirks Neukölln wird wohl ein notorischer Israel-Hasser. Die „Linke“ hat den Anwalt Ahmed Abed als ihren Spitzenmann nominiert. Der radikale Islam nimmt die Hauptstadt fest in Griff.

picture alliance/dpa | Jörg Carstensen
Anwalt Ahmed Abed, Berlin, Aufnahme vom 07.10.2021

Palästinenser erobern Politik. In einer Aufmerksamkeitsökonomie wie der unseren gewinnt der Lauteste, wahlweise auch der Schrillste.

Gerade junge Linke haben das durchaus zutreffend analysiert. Entsprechend hauen sie einen derben Spruch nach dem anderen raus. Die öffentliche, also mediale Wahrnehmung ist ihnen dadurch sicher. So schafft man es an die Spitze und in die ARD-Tagesschau.

Ahmed Abed kopiert das Rezept. Erfolgreich.

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Der Deutsch-Palästinenser mit familiären Wurzeln in Gaza beschimpfte im vergangenen Oktober den Bürgermeister des israelischen Ortes Bat Yam als „Völkermörder“. Bat Yam ist die offizielle Partnergemeinde des Berliner Stadtbezirks Neukölln. Dort im Bezirksparlament ist Abed Fraktionsvorsitzender für die „Linke“.

Es wäre ein großer Fehler, das als unwichtige Lokalpolitik abzutun. Neukölln hat nach jüngsten amtlichen Angaben 330.261 Einwohner. Wäre der Bezirk eigenständig, stünde er auf der bundesweiten Liste aller Städte auf Platz 20 – noch vor Mannheim, Münster und Augsburg. Neukölln ist eine Großstadt. Doppelt so groß wie Darmstadt, Osnabrück oder Solingen. Sogar dreimal so groß wie Jena, Salzgitter oder Trier.

Und Ahmed Abed wird vermutlich der nächste Bürgermeister dieses Bezirks, der eigentlich eine eigene Großstadt ist. Gerade hat die örtliche „Linke“ den Rechtsanwalt als ihren Spitzenkandidaten für die kommenden Berliner Wahlen im September aufgestellt.

Abed zelebriert offen seinen Hass auf Israel. Er beschuldigt Israel der „Apartheid“. Als Redner ist er bei Demonstrationen aufgetreten, bei denen Juden angegriffen oder Israel-Fahnen verbrannt wurden. Als Anwalt vertritt er unter anderem die BDS-Kampagne; sie verlangt einen Boykott Israels und ist in Deutschland als antisemitisch eingestuft. Abed verteidigt Demonstranten, die wegen der Parole „From the river to the sea“ vor Gericht stehen – ein Motto, das offen die Löschung Israels von Landkarte propagiert.

Er verteidigt das Netzwerk „Palästina spricht“, das ebenfalls unter dringendem Antisemitismusverdacht steht. Als der Senat der Stadt nach dem blutigen Massaker der Terror-Gruppe Hamas an Juden 2023 ein Verbot erließ, das Palästinensertuch Kufiya an Schulen zu tragen, bezeichnete er das als „neuen Höhepunkt des staatlichen Rassismus“.

Ein durch und durch sympathischer Mann also.

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Die örtliche „Linke“ hat Abed nicht trotz, sondern wegen seiner Haltung zu Israel aufgestellt. Denn damit schwimmt er in seiner Partei mit dem Strom. Die „Linke“ weigert sich zum Beispiel beharrlich, Attacken auf die bekannte Neuköllner Kneipe Bajszel als antisemitisch zu werten. Das Lokal ist immer wieder Ziel von Gewalt und Vandalismus, weil sich die Betreiber öffentlich gegen Antisemitismus einsetzen. Die Fensterscheiben wurden mit Steinen eingeworfen, an der Fassade musste ein Brandsatz gelöscht werden, an das Gebäude wurden rote Hamas-Dreiecke gesprüht.

In einem seltenen Schritt brachten SPD, Grüne und CDU gemeinsam eine Entschließung für Solidarität mit der Kneipe ein. Die von Abed geführte Fraktion der „Linken“ verweigerte die Zustimmung.

Das erscheint nur folgerichtig. Die nun sicher nicht „Linken“-feindliche Berliner Zeitung „Tagesspiegel“ stellt nüchtern fest: „In den vergangenen Jahren hat ein Netzwerk aus palästina-solidarischen Personen und Trotzkisten den Neuköllner Bezirksverband der ‚Linken‘ gewissermaßen übernommen.“ Tatsächlich gab es einen erheblichen Mitgliederaustausch. Die, die die Partei verließen, berichten von Mobbing, systematischer Ausgrenzung und einer „Solidarisierung mit kriminellen arabischen Großfamilien“.

Seit Langem schon bezeichnen Abed und seine Fraktion Polizeieinsätze gegen die organisierte Kriminalität im Bezirk als „rassistisch“.

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Die Großstadt Neukölln füllt das Wort „Parallelgesellschaft“ mit Leben. Früher lächelte man bundesweit vielleicht noch darüber, dass einzelne Straßenzüge hier mehr nach Anatolien aussahen als nach Deutschland.

Heute lacht keiner mehr.

Denn es ist nicht mehr nur die Sonnenallee. Es ist der ganze, riesige Bezirk. Bei der vergangenen Bundestagswahl hat hier Ferat Koçak das Direktmandat gewonnen. Als erster Politiker der „Linken“ holte er einen Wahlkreis außerhalb der ehemaligen DDR. Koçak ist Kind kurdischer Einwanderer. Nach dem Hamas-Massaker 2023 sagte er einerseits: „Terror ist durch nichts zu rechtfertigen.“ Im selben Atemzug kritisierte er aber auch Israels Selbstverteidigung und nannte es „einen brutalen Angriff mit zehntausenden Toten“ – und der sei „noch viel weniger“ zu rechtfertigen.

Aha.

Koçak rühmt sich seiner „engen Kontakte zu propalästinensischen Aktivisten“ und erzählt unverblümt, dass er propalästinensische Demonstrationen angemeldet hat, auf denen es nach übereinstimmenden Medienberichten zu antisemitischen Vorfällen gekommen ist.

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Es ist nicht nur die „Linke“. Auch die SPD der Hauptstadt wird inzwischen von einem Palästinenser-Netzwerk beherrscht. Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus – so heißt das Berliner Landesparlament – ist Raed Saleh.

Der gebürtige Palästinenser kam im Alter von fünf Jahren nach Deutschland, heute ist er der mit weitem Abstand umtriebigste Vollzeit-Intrigant der Berliner Sozialdemokraten. In seinem Streben, irgendwann selbst Regierender Bürgermeister zu werden, hat der bekennende Muslim schon Dutzende Spitzengenossen aus dem innerparteilichen Hinterhalt erlegt: Klaus Wowereit, Michael Müller, Franziska Giffey.

Stets hilfreich zur Seite steht ihm dabei Sawsan Chebli. Die 47-Jährige bezeichnet das Kopftuch als „religiöse Pflicht“. Der frühere SPD-Abgeordnete Erol Özkaraca wirft Chebli vor, in Wirklichkeit sei sie gar keine moderate muslimische Frau, sondern wolle den konservativen Islam in Deutschland hoffähig machen. In einem Aufsehen erregenden Kommentar bei Instagram wandte sich Chebli an die „dritte und vierte Generation“ der muslimischen Einwanderer:

„Dieses Land ist auch Euer Land. Kämpft dafür. Demographie wird Fakten schaffen.“

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Der Islam erobert die Politik – und zwar im Westen.

In Großbritannien hat vor nicht allzu langer Zeit erstmals eine Ministerin ihren Amtseid auf den Koran geschworen: Shabana Mahmood ist Innenministerin (und als solche auch für Zuwanderung zuständig). Londons Bürgermeister Sadiq Khan ist Muslim. New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani ist Muslim (und bekennender Sozialist).

Und demnächst also auch in Neukölln.

Mit 48,3 Prozent hat die „Linke“ dort in einem Stimmbezirk bei der vergangenen Bundestagswahl ihr bestes Ergebnis der ganzen Stadt geholt. Absehbar wird die Partei mit Ahmed Abed auch bei der kommenden Wahl des Bezirksparlaments im September ganz weit vorne abschneiden.

Die CDU distanziert sich lautstark. Abeds Nominierung sei „ein Angriff auf jüdisches Leben“ und „auf Hass und Hetze angelegt“. Was man halt so sagt vor einer Wahl. Die SPD ist da schon vorsichtiger: Sie kritisiert die Personalie bei der „Linken“ – lässt aber ausdrücklich offen, ob sie sich eine Zusammenarbeit mit Abed vorstellen kann. Und die Grünen melden wachsweiche „Zweifel“ an, ob sie Kreisverband in Zukunft mit der Linken zusammenarbeiten können.

Die ersten Wetten werden angenommen.

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Natürlich gibt es Menschen, denen Israel im Allgemeinen, das jüdische Leben im Besonderen und Juden in Berlin erst recht herzlich schnuppe sind. Das kann jeder halten, wie er will.

Nur sollten diejenigen, die es so halten, nicht den Fehler machen und glauben, dass das, was da gerade in Berlin passiert, sie nichts angeht. Tut es nämlich doch. Denn nach den Straßen dominiert der Islam langsam, aber allmählich auch die Politik der Hauptstadt.

Wer meint, das habe mit seinem eigenen Leben doch gar nicht zu tun, wird sich in absehbarer Zeit sehr wundern.

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Kommentare ( 24 )

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Mausi
32 Minuten her

Wie schön, dass wir sicher sein können, dass er es auf den Wahlzettel schafft. Den Gremien zum Entzug des passiven Wahlrechts sei’s gedankt.
Wie gut, dass da noch nicht mal Nachdenken erforderlich ist: Linke und Palästinenser können niemals Nazi sein. Sie sind unsereDemokratie verteidigende Antifaschisten.

Last edited 30 Minuten her by Mausi
MeHere
58 Minuten her

Jeder weiß dass die Linken die Juden hassen wie die Pest und dauernd lügen … der Kandidat der Linken passt somit …
BTW: die arabische Landnahme in Europa muss beendet werden … jetzt !

Sabine Ehrke
1 Stunde her

Von dieser faschistoiden EU durch zerstörerische, maßlose Einwanderung mit knebelnden ‚Gesetzesvorgaben‘ für die christlich geprägten Nationalstaaten gewünscht und gewollt. Deutschland geht ‚freiwillig‘ voran. Aus der ‚Parallelgesellschaft‘ wird die Gesellschaft, die sich der Wähler offensichtlich in Deutschland wünscht! Kalifat und Islam (Un)Rechtsprechung nach Scharia. Im Steine auf Menschen werfen, kennen sich die nationalen, sozialistischen Brüdergenossen der Linken ja bestens aus.

Danton
1 Stunde her

Sorry for that, aber die Politik, die Medien, die NGOs, der Großteil der gutmenschlichen Gesellschaft, Gewerkschaften, die Mehrheit der Frauen und Feministinnen, Queere, Schwule, ganze Berufsstände von Pädagogen, Psychologen bis Sozialarbeiter usw usf haben das Begrüßt was unsere Kultur zerstört. Das alles sind die Früchte des omnipräsenten Kommunismus durch alle Gesellschaftsschichten.

Verzeihtnix
1 Stunde her

Wann fordern „unsere Demokraten“ ein Verbot der Linkspartei. Gar nicht. Man braucht sie als Koalitionspartner.

Martin Beckmann
1 Stunde her
Antworten an  Verzeihtnix

Und um unser Land zu zerstören!

AlNamrood
1 Stunde her

Das, was jeder mit sehenden Augen vorhergesagt hat tritt jetzt ein.

Martin Beckmann
1 Stunde her

Zitat: Die CDU distanziert sich lautstark. Abeds Nominierung sei „ein Angriff auf jüdisches Leben“ und „auf Hass und Hetze angelegt“. 
Wer hatte bisher und macht es auch weiterhin, den Flüchtenden und Scheinasylanten den roten Teppich auszurollen? Die „Linksfaschisten“ unter der Schutzherrschaft der CDU/CSU! Und täglich kommen neue dazu! Was noch fehlt ist die Sharia – auch die, liebe ExLandsleute, auch die wird kommen. Freut Euch schon darauf, wenn die ersten Richter und Staatsanwälte mit Kopftuch und Palästineserschals Euch aburteilen werden.

Last edited 1 Stunde her by Martin Beckmann
MartinKienzle
1 Stunde her

Widerwärtig ist, wenn Migranten wie Abed nach BRD-Posten streben, um sodann die jeweilige Heimat zu vertreten, das ferner die sogenannte „Integration“ als Lüge entlarvt, die wiederum die Erkenntnis bereithält, dass Migranten wie Abed keinen Platz in unserer Heimat haben!

Dirk Plotz
1 Stunde her

Ich kann hier alle beruhigen, die nun den Untergang des Abendlandes gekommen sehen. Auch mit einem Muslim an der Spitze wird Berlin der selbe heruntergekommene Saustall sein, der er jetzt schon ist, es wird genau so wenig funktionieren, es wird alles weiterhin teuer bleiben und werden, es bleibt schlecht. Was mich mittlerweile nur noch wundert ist wie absolut obsessiv die Interessen Israels in Deutschland verteidigt werden. Es ist mir doch scheiß egal, was der Berliner Bürgermeister von der israelischen Politik hält. Wieso ist das mein Problem? Die deutschen Regierungen davor haben mein Geld auch nur für israelische Interessen verbrannt, wenn… Mehr

AlNamrood
1 Stunde her
Antworten an  Dirk Plotz

Vielleicht täte ein bisschen Scharia den Berlinern sogar gut. Hände ab, öffentlich auspeitschen, Verbot von Rauschmitteln…

hoho
1 Stunde her
Antworten an  Dirk Plotz

Auf beiden Seiten gibt es viel Verblendung und und Dogmas. Sieht man auch bei der ganzen Liebe für Donald T. der zwar vieles gutes gemacht hat aber auch sehr viel Dinge, die er versprochen hat zu beenden. Jegliche Kritik wird direkt als Antiamerikanismus dargestellt genauso wie jedes Lob für Russland als Verrat. Dass man so eine Diskussion gar nicht führen kann, ist jedem klar, der sich von allen Extremen und Dogmen trennen will (das ist immer sehr schwer und je nach Dogma manchmal unmöglich). Deshalb vermute ich, dass es mit einem Konservativen Kanzler auch schlecht gehen wird nur anders schlecht.… Mehr

MartinKienzle
55 Minuten her
Antworten an  Dirk Plotz

Weshalb die alliierte Nichtregierungsorganisation BRD (https://www.youtube.com/watch?v=UPJu7t5E9Mg) „[…] absolut obsessiv die Interessen Israels (…) verteidigt […]“? Da sie NICHT Deutschland ist!

Skeptiker
2 Stunden her

Es ist allerhöchste Zeit, dass die Union eine Brandmauer nach links errichtet.
(Die zur rechten Mitte einzureißen, sowieso.)

hoho
1 Stunde her
Antworten an  Skeptiker

und dann für Verbrechen der jüngsten Vergangenheit Leute aus eigenen Reihen entfernt und vor Gericht stellt. Jens S. zum Beispiel. Die Union ist mMn nicht reformierbar.