Deutsche Umwelthilfe (DUH) will private Autos vorerst reduzieren

Demokratisch nicht legitimierte NGOs versuchen, das Kommando ganz zu übernehmen und kräftig daran zu verdienen, die individuelle Mobilität der Mehrheit zu beschränken.

© Lukas Schulze/Getty Images

Chefpropagandist Jürgen Resch sieht mit seiner NGO Deutsche Umwelthilfe (DUH) offenbar jetzt die Chance, nun das ganz große Rad zu drehen und daran mitzuwirken, den individuellen Verkehr in Deutschland zu stoppen.

Über seine Haus- und Hofagentur dpa verkündet er: »Diesel-Fahrverbote bieten die Chance, jetzt die kollektiven Verkehre auszubauen und zu stärken.« Er selbst fährt weiterhin zwar individuell und fliegt rastlos Tausende von Kilometern im Jahr herunter. Die amerikanischen Anwälte mit ihren NGOs wie ClientEarth, die auch hinter der DUH stehen, machen offenbar gehörig Druck und wollen wohl mehr Kohle sehen. Also schwingt Jürgen Resch das große Wort und will nicht nur den Diesel, sondern gleich Autos verbieten.

Die Luft in den Städten ist zwar gut geworden, wie Daten des Umweltbundesamtes ausweisen, aber dennoch redet er von »Abgasgiften«, die Bürger reihenweise umbringen. Wenn die Grenzwerte praktisch kaum noch überschritten werden, halbiert er sie kurzerhand aus Dramagründen und meint, es dürften nur noch 20 µg NOx pro Kubikmeter Luft enthalten sein und nicht wie zur Zeit festgelegt 40 µg. Also müssten noch mehr Fahrverbote her.

»Wir brauchen mehr Busse, Bahnen und Straßenbahnen, bessere Fahrrad-Infrastruktur und Fußwege«, fordert er und will wohl auch Ältere und Gebrechlichere zum Zweirad verdonnern oder sie gleich zum Daheimbleiben bewegen.

Den Hit der Woche landete Greenpeace mit der Forderung nach weniger privatem Autobesitz. Dieser Verein muss erst einmal mindestens 14.000 Euro für die Reinigung der Fahrbahn rund um die Berliner Siegessäule bezahlen und fordert eifrig Spendengelder. Greenpeace hatte vor kurzem in einer mißlungenen Aktion den Asphalt mit umweltkritischer gelber Farbe verschmutzt. Als PR-Klamauk erhebt der Verein die Forderung, dass nur noch jeder Fünfte ein Auto besitzen darf und hofft auf reichlich Spenden.

Feind Auto
Bänder stehen still
Der Fall zeigt: Demokratisch nicht legitimierte NGOs versuchen, das Kommando ganz zu übernehmen und kräftig daran zu verdienen, die individuelle Mobilität der Mehrheit zu beschränken. Folgen für Autobesitzer: Es gibt keine Rechtssicherheit mehr. Wer heute etwas nach geltenden Regeln kauft, kann nicht sicher sein, dass er das morgen noch benutzen darf, wenn Grüne die Regeln ändern wollen. Auf den Schrottplätzen zeigt sich der gesamte Wahnsinn: Drei, vier Jahre alte Autos werden aus irrwitzigen Gründen verschrottet, eine gigantische Vernichtung von Kapital und natürlich selbst Umweltbelastung.

Autofahrer-Protest-Kolonnen nach gutem alten Bauern-Vorbild bleiben aus. Die machten mit ihren Traktoren seinerzeit immer wieder so viel Dampf, dass die Politik bald einknickte.


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Kommentare ( 92 )

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In Italien gab es Rote Brigaden, ein wenig wie RAF auf Italienisch. Sie warnten unbeliebte Politiker und Funktionäre häufig mit einem Knieschuß! Ich kann mir gut vorstellen, es war eine sehr wirksame Metode, eben undemokratisch!
Wird es in westlichen Demokratien wieder dazu kommen müßen, dass man sich gegen Rechtlosigkeit und Angriff auf Freiheit mit drastischen Methoden wehren muß?

Bin ich auch für, bleibt zuhause, nix Maloche, sollen sie sich’s doch selber machen.

So sehr ich diese Redaktion auch schätze, aber die Luft in den Städten ist nicht gut geworden.

Laut Daten des Umweltbundesamtes ist die Luft in den Städten wesentlich besser als früher geworden … haben wir hier immer wieder mit Grafiken belegt. Keine Frage, daß an vielen Stellen noch verbessert werden muß, aber bitte mit anständig gemessenen Werten und akzeptablen Grenzwerten, die nicht politisch, sondern wissenschaftlich festgelegt wurden. z.B. https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/ergruenter-staatsfunk/
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/stickstoffoxid-emissionen#textpart-1

In vielen Regionen doch! Z.B. war es in Ruhrgebiet in den achzigern wesentlich besser als vorher! Deindustriealisierung schrettet voran, Motoren sind besser i.e. sauberer, Verkehrsaufkommen steigt.

Es ist alles so absurd und zum Verzweifeln!

Es steht einem Verein (Greenpeace) frei, sich zu wünschen, dass es weniger privaten Autobesitz gibt. Es steht einem Verein (DUH) auch frei, sich zu wünschen, dass die Obergrenze beim NOx halbiert wird. Diese Vereine sind nichts weiteres als Lobbygruppen für Weltverbesserer. Deren Wünsche verpuffen, wenn die Politik ihnen nicht folgt. Das Problem ist, dass die linksgrünen Medien zu wenig oder zu positiv über diese Wünsche berichten und dass Politiker wie Habeck oder Beerbeck noch als Verstärker fungieren. Die Grünen müssten eigentlich abgestraft werden und nehmen stattdessen seit der Bundestagswahl zu. Wenn Merkel irgendwann abgewählt wird, dann spielt das auch keine… Mehr

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Dame jemals abgewählt werden wird. Rund 18 % reichen demnächst, um die Partei mit dem größten Stimmenanteil zu stellen und den „Wählerauftrag“ abermals für sich zu reklamieren.

Dann gibt es die Kenia-Koalition und alles geht munter immer so weiter … .

Kein Ende in Sicht … .

Im Ernst glaube ich daran, dass Merkel entweder vor 2021 zurücktritt oder 2021 nicht mehr als Kanzlerkandidatin antritt. Die CDU und erst recht die CSU folgen nicht mehr dieser linksgrünen Kanzlerin. Weniger als 30% für die Union ist für die Unionsparlamentarier wahrlich nicht erstrebenswert. Dass Merkel wieder patriotischer, konservativer, realistischer wird, ist nicht anzunehmen. Sie müsste dazu viele Fehler zugeben.
OK, freiwillig aufhören ist nicht abgewählt werden. Der Effekt ist aber derselbe.

Niemals … die Maschine ist solide gebaut und funktioniert wie frisch geölt. Angriffe von Aussen, zumal solch unbeholfene wie der jüngste aus der „Schwesterpartei“ perlen ab, nicht einmal folgenlos sondern den „status quo“ stärkend … .

Herzlichen Dank für diesen Link. Die Rede von Orban macht Mut und tröstet zugleich.

Trotzdem wird doch niemand bestreiten wollen, dass eine Reduktion von Abgasemissionen in die Umwelt eine gute Sache ist, neulich auch vor mir ein BMW Fahrer der stark beschleunigen wollte und eine dunkle Wolke hinter sich her zog, das kann auch nicht der „korrekte“ Weg sein.

Jedoch haben wie üblich diese Vereine keinen Plan was konkret passieren soll, denn es handelt sich wie oft um blinden Aktivismus ohne Objektivität.

Sollten sie lieber sich einsetzen z.B. bei der Erforschung neuer Antriebstechnologien oder heute schon verfügbare kleine Elektroautos wie Renault Twizy und Co. für den Stadtverkehr.

Wenn Sie ein Elektro-Auto hätten, wüßten Sie, warum sich die Technik seit 150 Jahren nicht durchsetzt.

Ich stimme Ihnen zu! Wer sich mit dem Status quo zufrieden gibt, verhindert den Fortschritt.

Warum sollte es nicht möglich sein, mit neuen Technologien, Konzepte zu entwickeln, die Autos in Teilen der Innenstädte überflüssig machen? Kleine autonome Fahrzeuge die ohne Verbrenner und ohne Schiene und ohne Massentransporte auskommen. Autoverkehr in der Stadt ist ja bekanntlich nichts Dolles. Innenstädte ohne Autoverkehr sind lebenswerter (siehe Fußgängerzonen) und es gäbe neue freie Fläche.

Schon interessant, wie die DUH mit Herrn Resch am Auto verdient.

Abkassieren – ohne produktiv tätig zu werden.
Sieht ganz nach parasitärem Geschäftsmodell aus.

Standardsatz aus dem ‚Heiteren Beruferaten‘:

„Sind Sie mit der Herstellung oder der Verteilung einer Ware beschäftigt?“

„Abkassieren – ohne produktiv tätig zu werden.“

Ist mittlerweile das erfolgreichste Geschäftsmodell in Deutschland. Stark involviert in dieses Modell ist der Gesetzgeber und somit die Juristen im allgemeinen. Leider werden diese immer wieder von 83 % des deutschen Wahlvolkes beauftragt weiter so zu verfahren.

Wo ist das Problem? Jetzt werden diese dubiosen Vereine endlich mal ehrlich. Es ging denen von Anfang an darum, den Individualverkehr einzuschränken oder ganz abzuschaffen. Anders ließ sich die irre Diesel-Diskussion nicht erklären. Wenn Politiker auf solch dubiose Organisationen anstatt auf ihrer Wähler zu hören, sollten diese Politiker halt nicht mehr gewählt werden. Andererseits wäre es in der Tat Zeit für zivilen Ungehorsam. Das Problem ist die Organisation. Wenn all diejenigen, die ihr Auto benötigen, um Steuern zu erwirtschaften, mal eine Woche lang aufs Auto verzichten würden, gäbe das ein schönes Aha-Erlebnis. Selbstverständlich sollten alle in derselben Woche komplett aufs… Mehr

Individualverkehr macht Menschen unabhängig und beweglich und generiert mehr Freizeit, welche man für alles mögliche verwenden kann, zB. auch um sich über NGO’s zu informieren und über Politik und Politiker Informationen zu zusammen zu tragen Das ist nicht gewünscht

Wir müssen erst die Anzahl der NGOs reduzieren.
So gegen null.

Man könnte auch eine NGO gegen NGO’s gründen.