»Krisentreffen zur Windkraft«: Altmaiers Windgipfel ohne Bürgerinitiativen

Ein Lobby-Gipfel pur: Windrad-Hersteller und Betreiber fordern höhere Subventionen, wollen Bürgerrechte kippen, unmittelbar an Dörfer und Städte heranrücken. Die 920 Bürgerinitiativen gegen die Landschaftszerstörung sollen draußen bleiben.

»Ein Krisentreffen ohne unsere Beteiligung würde jeder Legitimation entbehren!« Das sagt der gemeinnützige Verein Vernunftkraft, hinter dem über 920 Bürgerinitiativen im ganzen Bundesgebiet stehen und formuliert in einem offenen Brief an den Bundeswirtschaftsminister: »Es würde der Eindruck entstehen, dass einseitige Absprachen zu Gunsten einer Branche getroffen werden.«

Die Kostenexplosion der sogenannten Energiewende stinkt bekanntlich zum Himmel. Mindestens 1.000 Milliarden dürften bei dieser gigantischen Wohlstandsvernichtung draufgehen, erklärte Altmaier, als er noch Umweltminister war. 

Mittlerweile ist es deutlich teurer geworden. Dazu kommen noch Kosten für „Klimaneutralität“. Das addiert sich auf das Doppelte des gesamten Bruttosozialprodukts.

Das, wozu der Zauber losgetreten wurde, jene ominöse CO2 Einsparung, funktioniert nicht. Die Windkraftindustrie kritisiert, dass nur noch sehr wenige Windräder in die Landschaft gesetzt werden. Die Chefideologen all der Energie- und Klimawenden legen sich schon einmal Argumentationen zurecht, sollte es zu einem Blackout kommen: Es sind einfach immer noch zu wenig Windräder gebaut worden.

Gelernt haben sie nicht, dass auch 2 mal, 3 mal oder auch 40 oder 50.000 mal Null immer noch Null bleibt. Wenn kein Wind weht, nutzen auch noch so viele Windräder nichts. Wenn etwa in einem herbstlichen Orkan über Deutschland zu starker Wind wehrt, müssen die Propeller abgeschaltet werden, weil sie sonst auseinanderfliegen. Dann gibt es auch keinen Strom und muss teuer aus dem Ausland eingekauft werden. Und liefern Propeller und Solaranlagen zu viel Strom, muss er ebenfalls meist mit teurer Mitgift ins Ausland »verkauft« werden.

Allein die wirtschaftlichen Schäden dieser »Energiewende« dürften an die Schäden des Zweiten Weltkrieges heranreichen.

Angesichts solcher ‚Leistungen‘ soll es jetzt zu einem Gipfel kommen, der den Durchbruch bringen soll. Welchen, ist zwar nicht klar, aber »Gipfeltreffen« ergeben immer schöne Bilder. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will daher am 5. September ein »Krisentreffen zur Windkraft« einberufen. Ihm ist natürlich das exorbitant teure Scheitern klar und ebenso die dramatische Gefahr für eine sichere Stromversorgung, die durch weitere Windräder entsteht. Dennoch will er die Branche beruhigen und sagt, es solle um rechtliche Fragen zur Genehmigung gehen, also wie noch schneller die Landschaft in Deutschland zerstört werden kann.

Bei dem Treffen sollen alle vertreten sein, die etwas mit Wind machen, also vorwiegend Vertreter der Windradbauer. Die dürfen sich dann beklagen, dass es einen »Genehmigungsstau« bei den Behörden gebe und noch mehr Windräder in die Wälder gesetzt werden sollen. Jetzt hätten sie doch so schöne Produktionskapazitäten aufgebaut, wäre doch eine Schande, wenn die so enden würden wie der deutsche Kohlebergbau. Dass die Landschaft, in der sie ihr Zerstörungswerk betrieben haben, unbewohnbar ist, sagt keiner dazu.

Hermann Albers, der Präsident des Branchenverbandes BWE, warnte, der »Zubau-Rückgang« gefährdete den Erfolg der Branche. Albers hat Höheres im Sinn: «Das ist nicht nur problematisch für die Windenergie, sondern auch für die energiepolitischen Ziele von Wirtschaftsminister Altmaier. Deshalb ist der BWE sehr daran interessiert, gemeinsam mit Minister Altmaier an einer Lösung dieser Probleme zu arbeiten.» Also: noch mehr Windräder.

Nur: Jener Verein, hinter dem 920 Bürgerinitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet stehen, ist nicht eingeladen. Die Bundesinitiative Vernunftkraft fordert, an den Beratungen teilzunehmen. Waltraud Plarre, Pressesprecherin von Vernunftkraft: »Wer den Ursachen des Akzeptanzverlustes auf den Grund gehen will, muss die betroffenen Bürger auf Augenhöhe anhören.«

Die Effizienz des EEG sei erwiesenermaßen gering, sagen die Vernunftkraftler, die Schäden, insbesondere durch Windkraft, dagegen immens. Sie weisen darauf hin, dass Regelungen, die den Bau von mehr Windkraftanlagen zum Ziel haben, welche die Situation für Natur, Landschaft und Tierwelt weiter verschlechtern, ohne dem proklamierten Ziel »Klimaschutz« zu dienen, im Widerspruch zu Artikel 20a des Grundgesetzes stünden. Vernunftkraft Odenwald: »Klimaschutz via EEG ist extrem teuer, extrem wirkungslos und verursacht extreme Kollateralschäden. Die Verhältnismäßigkeit der zum Zweck des Klimaschutzes eingesetzten Instrumente ist aufgrund dieser Schäden nicht gegeben. Da es sich nicht um punktuelle, sondern flächendeckende Maßnahmen und folglich flächendeckende Eingriffe und Schäden handelt, steht die Verfassungsmäßigkeit dieses Vorgehens in Frage.«

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Kommentare ( 67 )

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Als kleiner Knabe, damals noch mit Silberstreifen freiem Haare — in Karnevalszeiten als Jungindianer, Jungcowboy, Jungpilot und Jungpirat, unterwegs mit Gleichgesinnten von Haus zu Haus tigernd Klingelpütz ziehend um in Hausfluren unser Lied trällernd vorzubringen: „Bin ein kleiner König gib mir nicht zu wenig, gib mir nicht zu viel mit dem Besenstiel,“ schenkte mir das Christkind zur Weihnacht ein „Bremsauto“. Dieses Fahrzeug konnte man auf der Tischplatte fahren lassen ohne, dass es von der Tischkante abstürzte. Da ich neugierig war, wollte ich wissen wie das funktioniert(„Das muss doch kaputt zu kriegen sein.“ war mir völlig unbekannt) Also Karosse runter und… Mehr

Verrat am Land . Verrat am Volk.
Alles zu Lasten der Steuerzahler. und Wofür.
Die Windkraftbetreiber und ihre Lobbyisten sind nur an Rendite interessiert, CO2 wird nur vorgeschoben.Koste es was es wolle.
Die Politik will gegen besseres Wissen mit aller Macht das EEG Desaster vorantreiben,
für eine ‚bessere Zukunft‘, koste es was es wolle.
Das ist die Gemeinsamkeit bei Ökonomen und Ideologen.
Eine Energiewende auf Kosten der breiten Masse ohne jede Aussicht auf Erfolg.

„Hermann Albers, der Präsident des Branchenverbandes BWE, warnte, der »Zubau-Rückgang« gefährdete den Erfolg der Branche“.
Keine Bange Herr Albers, vertrauen sie ganz auf die Lobbyhörigkeit unserr Regierung und mit Herrn Altmaier haben sie einen willfährigen Gehilfen für ihr Anliegen, ganz im Sinne unserer Kanzlerin die ein Ende des „Pille-Palle“ in der Klimapolitik forderte.

In wenigen Jahren, wenn wir es uns leisten können, fahren wir in den Modellen Anna. A bis Anna.L, die mit den sagenumwobenen „Baerbockschen Kobold-Hybris“ Antrieb ausgestattet sind, herum. Die Wunderwaffe, die dem CO2 den Garaus macht, der Windantrieb-Transponations-Fluxx. HA! Mit Wunderwaffen kennen wir uns ja aus, das wurde alles von Regenbogen-Wissenschaftlern durchgerechnet. Wohlan…

Klimaschutz ist grober Unfug. Das Klima kann man nicht schützen, denn die natürlichen Veränderungen sind vom Menschen kaum oder gar nicht beeinflussbar. Die Verminderung von CO2 kann nur mit Technologien gelingen, die versorgungsstabil sind und tatsächlich keine CO2-Emissionen haben und welche wäre das wohl … Die Grünen und die ganzen dümmlichen Nachplapperer haben Nullahnung von Nichts. Für die Grünen war der Kampf gegen die einzige wirklich CO2-arme Stromerzeugung nichts weiter als der alte Kampf der K-Gruppen und der RAF gegen den Staat, organisiert von ehemaligen gewalttätigen Figuren wie Joschka und Co. In der Welt um uns herum ist man deutlich… Mehr

Oh, ihr Ungläubigen, das stimmt doch nicht, das die Grünen von Nichts eine Ahnung haben.

Immerhin ist der Kobold in der Batterie drinnen und das Netz ist ein ganz super toller Speicher. Sollte das aber nicht reichen, dann genügen 1, oder 2 neue Speicherseen.

Auch die Tatsache das die Klimakrise für Fukushima verantwortlich war und da dann tausende Japaner durch den AKW-Unfall starben, ist ja auch gesichertes Wissen.

Und die Energiewende kostet jeden im Jahr vielleicht gerade einmal eine Eiskugel.

Aufzählung beliebig lange fortsetzbar…..

Richtig!

Und daß St. Gretas Segeltörn dem Klima schadet, weil das Boot zu viel Wind verbraucht, ist ein von Rechtspopulisten gestreutes, boshaftes Gerücht!

Die Windräder müssen endlich in die Städte. Anders wird es auch auf dem Land keine Akzeptanz geben.

Es fehlt einfach an Vorbildern, daher plädiere ich für:

Eine moderne Wind-Anlage im Hof des Kanzleramts und am besten auch im Umweltministerium aufzustellen, gerne auch bunt oder grün verziert und mit Bundesadler an der Spitze, und die Stromversorgung der jeweiligen Ämter zu 100% auf Windenergie umzustellen.

Dann werden die Bürger die Windenergie sicher weniger kritisch betrachten.
Ist doch ganz einfach.

Man lernt am besten durch Vorbilder. Also … Umweltministerium, spielt den Vorreiter!

Eine Tüftleridee ist, die heiße Luft, welche von Klimarettern ausgestoßen wird, sinnvoll zu nutzen. Wahlweise um damit Windräder bei Flaute anzutreiben oder als Fernwärme.
Über technische Lösungen wird schon nachgedacht, man wird sich das so ähnlich wie eine Kreuzung aus Schnorchel/Tauchermaske und VR-Brille vorstellen können.

Eine Annalena B. könnte mit so einer Ausstattung mühelos den Strombedarf einer ganzen Sendung Maischberger decken, nimmt man den Anton H. mit in die Runde, ersetzt das glatt ein halbes Atomkraftwerk.

Diese Zivilgesellschaft ist wohl die falsche Zivilgesellschaft.

Altmeier? Da war doch was heute in den Nachriten. Macht der jetzt nicht krumme Pharmageschäfte? Hat wohl Angst sonst privat auch noch insolvent zu werden. Dann muß der noch in so eine Sendung: Raus aus der Schuldenfalle o.s.ä.

…. und dann jodtabletten wegen unsichere Atomkraftanlagen aus dem Ausland ordern. Hier aber alles mit sinnlosen Windrädern zupflastern. Aber wir sind ja so Öko, gell Herr Altmaier?!